Zorak

Zorak

Biografie von Zorak

  • Name: Zorak
  • Alter: –
  • Geschlecht: mänlich
  • Klasse: Wächter
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

Leben

Vorgeschichte

Als Zorak den Eid des Wächters schwor, antwortete niemand.
Kein Gott. Kein Geist. Keine Stimme.
Er dachte, das sei normal.
Erst viel später begriff er: Jemand hatte bereits geantwortet.
Vor Jahren begleitete Zorak eine Pilgergruppe durch einen alten Wald. Als sie von Kreaturen
angegriffen wurden, flohen viele in Panik. Er blieb zurück, um den Rückzug zu decken –
doch als die Schreie näherkamen, entschied er sich zu laufen. Nur für einen Moment. Nur bis
zur nächsten Anhöhe.
Als er zurückkehrte, war es zu spät.
Die Pilger waren tot.
Und etwas anderes war da.
Ein uraltes Hüterwesen, gebunden an den Ort, hatte zugesehen. Nicht aus Bosheit, sondern
aus Gesetz. Es war dazu bestimmt gewesen, die Pilger zu schützen – doch es durfte nur
handeln, wenn ein Sterblicher standhielt. Als Zorak floh, brach der uralte Pakt.
Das Wesen starb.
Nicht durch Gewalt, sondern durch Sinnverlust.
In diesem Moment band sich seine Essenz an Zorak.
Seitdem trägt er eine unsichtbare Last. In stillen Momenten spürt er ein Gewicht auf den
Schultern, schwerer als jede Rüstung. Manchmal erscheinen Schatten hinter ihm, die seine
Bewegungen einen Herzschlag zu spät spiegeln. Im Kampf fühlt er eine fremde Hand, die
seinen Schild führt – entschlossener, härter, kompromissloser.
Das Wesen zwingt ihn nicht.
Es erinnert.
Jedes Mal, wenn Zorak einen Verbündeten schützt, wird die Präsenz ruhiger.
Jedes Mal, wenn er zögert, wird sie schwerer.
Und jedes Mal, wenn jemand stirbt, den er hätte retten können, flüstert es nur ein Wort:
„Bleib.“
Er weiß nicht, ob er Erlösung sucht – oder ob das Wesen hofft, durch ihn weiterzuwachen.

Vielleicht beides.

 

Song von Zorak

Der Eid der Stille

Strophe 1

Die Hand erhoben, das Wort verhallt, Im Schattenland, im alten Wald. Zorak schwor den Eid so rein, Doch blieb er in der Nacht allein. Kein Gott, kein Geist, kein helles Licht, Die Stille hielt ihr Wort zunächst nicht. Er dachte, dass der Himmel schweigt, Während sich das Schicksal vor ihm neigt.

Erinnere dich an jenen Pfad, Die Flucht, die Angst, die feige Tat. Nur einen Moment, ein Herzschlag lang, Als er vor dem Grauen rückwärts sprang.

„Bleib!“ – flüstert es im Wind, „Bleib!“ – wo die Schatten Zeugen sind. Ein uraltes Wesen, an ihn gebunden, Hat in seinem Zögern den Tod gefunden. Schwerer als Eisen, die Last auf dem Rücken, Ein Geist, der gekommen ist, Zorak zu drücken.

Strophe 2

Die Pilger fielen, das Blut war kalt, Erbrochen der Pakt im tiefen Wald. Das Hüterwesen, an das Gesetz gekettet, Hätte sie alle im Standhalten gerettet. Nun spiegelt ein Schatten jede Bewegung, Eine verzögerte, dunkle Erregung. Im Kampf spürt er die fremde Hand, Die den Schild führt, fest wie eine Wand.

Es ist kein Zwang, es ist kein Fluch, Es ist ein mahnendes Besuchs-Gesuch. Schützt er den Bruder, wird es still, Folgt er dem Pfad, den das Wesen will. Doch weicht er zurück, wird das Gewicht zur Qual, Ein endloses Urteil, ein ewiges Mahl.

„Bleib!“ – flüstert es im Wind, „Bleib!“ – wo die Schatten Zeugen sind. Ein uraltes Wesen, an ihn gebunden, Hat in seinem Zögern den Tod gefunden. Schwerer als Eisen, die Last auf dem Rücken, Ein Geist, der gekommen ist, Zorak zu drücken.

Er sucht Erlösung, er sucht das Licht, Doch der Schatten weicht von seiner Seite nicht. Wacht das Wesen durch ihn weiter? Oder führt es ihn zum Henkerreiter? Ein Wort bleibt in der Dunkelheit… „Bleib.“

 

 

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