Ehrt die Toten, kämpf für die Lebenden (The Resurrected)

Einsatzbericht an Iglathas Kriegsrat

Nach unserer letzten Unterredung mit Geldriia und den anwesenden Mitglieder des Rates begannen wir uns auf die nächsten Schritte vorzubereiten. Oskar legte unser Augenmerk auf das Gespräch und die mögliche Verhandlung mit seiner Schwester. Da es bis zu dieser allerdings noch drei Tage sein sollten, entschieden wir uns in der Zwischenzeit das Dorf namens Vlurmont. In diesem sollen die letzten Fälle von entführten Kinder passiert sein und so sahen wir die beste Chance, uns den Entführungen anzunehmen und uns unseren Feinden, bei denen wir von Anhängern von Kiaransalee ausgingen, entgegen zu setzen.

Bevor Vaneara uns mit ihrer Magie von einem der Bäume in Iglatha nach Vlurmont transportieren würde, nutzten wir die Chance und informierten uns über Kiaransalee und ihre Anhänger durch den Spiegel der Erinnerungen in Iglatha. Ich tauchte ein und sah Kämpfe und Schlachten, die uns Stärken aber auch Schwächen unserer Feinde offenbarten. Und einen Zauberer, der schon damals an den Kämpfen beteiligt war und uns hätte helfen können, wenn er nicht vor nicht einem Jahr im Hochmoor verschwunden wäre.

Danach brachte uns Vaneara mit ihren Fähigkeiten direkt von Iglatha nach Vlurmont. Auch wenn die Wachen ihre Magie nicht bemerkten, waren sie in Alarmbereitschaft. Wahrscheinlich schon allein durch die außergewöhnliche Kombination unserer Gruppe. Sie liesen uns allerdings schnell passieren, als sie unsere Bereitschaft zum Einschreiten erkannten, die durch einen markerschütternden Schrei aus dem Dorf selber hervorgerufen wurde.

Dort fanden wir Zivilisten, die in Untote verwandelt wurden, bekämpften sie und belebten sie wieder. Kurz darauf kamen weitere Untote vom örtlichen Friedhof, denn Oskar und Vaneara dann von Untoten säuberten. Dabei fiel ihnen eine riesige, alte Ruine tief im Wald auf. Wir machten uns zu dieser auf den Weg und bemerkten, dass von ihr ein bedrückendes Gefühl in Wellen ausging und Lebewesen aller Arten in der Nähe kurzzeitig wiederbelebte. Dort angekommen fanden wir heraus, dass diese Ruine ein riesiger Friedhof um und für eine, soweit ich weiß mit mir nicht verwandte, Familie Greywood errichtet wurde.

Auf dem Friedhof begegneten wir Spuren von Untoten und Gargoyles und wurden von letzteren, wie von Wächtern, angegriffen. Diese schienen allerdings ihr Augenmerk hauptsächlich auf die nicht menschlichen Personen unserer Gruppe zu konzentrieren. Mir nicht sichtbar, aber hörbar wurden wir dabei vom Feind entdeckt und er schickte uns Golems aus Fleisch entgegen um uns davon abzuhalten zum Feind zu gelangen.

Wir konnten diese allerdings überwinden und den Feind stellen, aber anscheinend nicht bei seinem Ritual mehr stören. Der Kampf war erbittert, aber schlussendlich konnten wir die Oberhand gewinnen und den Nekromanten gefangen nehmen. Weiterhin erfuhren wir, dass unter uns ein riesiges Grab existierte, dessen Inhalte wahrscheinlich in eine große Armee aus Untote verwandelte wurde.

Daraufhin begaben wir uns mit dem Nekromanten und einem im nahestehenden Geist, welchen wir nicht loswerden konnten zurück zum Dorf. Nach geraumer Zeit schaffte es Oskar den Geist doch so einzuschüchtern, dass sie verschwand. Im Dorf selber angekommen erfuhren wir, dass es von weiteren Untoten angegriffen wurde, aber bestehen konnte. Und nach genauer Unterhaltung scheinen wir erste Erfolge zu einem Bündnis mit Vlurmont verzeichnen zu können.

Weiterhin nutzte ich meine Fähigkeit, andere Personen durch Magie beobachten zu können und so fanden wir einmal heraus dass es vielleicht Verräter in den Reihen Iglathas gibt, die schon im Dorf mit für die Untoten verantwortlich sein könnten, und auch wo alle Kinder hingeschafft wurden und anscheinend auf die schrecklichsten Arten gefoltert und geopfert wurden. So sehr mich letzteres persönlich schockiert und ich auf jeden Fall verhindern möchte, dass so etwas wieder geschehen kann, sehe ich auch ein dass ein direkter Angriff mit unseren Mitteln taktisch unklug wäre, und wir mindestens weitere Verbündete benötigen, uns aber auch nicht zu viel Zeit lassen sollten.

Alte Feinde und neue Verbündete (The Resurrected)

Ein paar Tage Ruhe sollten nach diesem unnötig harten Kampf allen ganz gut tun. Ich brauche gerade sowieso etwas Ruhe, so mies wie ich mich fühle… Xor hatte mich gewarnt. Oskar wird sich sicher auch auf das Treffen mit seiner Schwester vorbereiten wollen und Vaneara hat auch einmal Ruhe in ihrer Heimat verdient. Und Peter… wollen wir jetzt erst einmal kennenlernen.

Die Drow waren gerade durch das Portal verschwunden und wir dachten schon, dass wir ein wenig Ruhe bekommen würden, aber genau in diesem Moment bewegte sich das Drachenskelett. Die Flügel fielen dank unserer Magie zu Boden, allerdings war der Rest des verstorbenen Körpers immer noch kampfbereit. Vaneara warnte uns vor dem seelenraubenden Atem des Drachen und so teilten wir uns auf und suchten Deckung. Diese Strategie half auch, allerdings lies es sich der untote Drache trotzdem nicht nehmen Oskar und Gross mit seinem Atem anzugreifen und Vaneara in geisterhafter Form zu überfallen. Da wir nun aber nur noch einen Gegner hatten konnten wir uns ihm erwehren und nach einem Kampf der uns langsam immer mehr Lebenskraft kostete, besiegten wir den Skelettdrachen auch.

Viel Zeit zum Ausruhen hatten wir aber nicht. In der Entfernung hob sich eine uns allzu gut bekannte, verfallene Stadt aus dem Reich des Pilzes, bis an die Oberfläche. Mit den Aussagen der Drow im Kampf, müssen wir davon ausgehen dass sich die Königin mit ihrer Armee aus Untoten, sowie ihren Steinwächtern den Drow angeschlossen hat und wir damit noch einen Feind dazugewonnen haben. Nebenbei waren wir auch noch unter Druck, da der Fluch der Drow mich gealtert hatte und Vaneara wusste, dass es für kurze Zeit noch rückgängig zu machen ist. So verwandelte sie sich in einen riesigen Wolf und brachte mich schnellstmöglich zurück nach Iglatha. Auch Gross und Oskar kamen hinterher, aber nicht ohne das Schlachtfeld noch einmal auf Hinweise zu untersuchen.

Wie ich später erfuhr war nicht nur unsere Heimreise sondern auch die von Gross und Oskar nicht ohne Hindernisse. Vaneara sprach von Verschlingern und anderen Kreaturen aus Ebenen, die mir wenig sagen. Sie müssen in den Wald eingedrungen sein und laben sich jetzt an der einheimischen Tierwelt. Außer ihnen scheinen aber auch noch weitere Bewohner anderer Ebenen im Wald angekommen zu sein. Oskars Schwester scheint Kundschafter ausgeschickt zu haben um ihn zu finden. Als Oskar auf sie traf konnte er mit ihnen vereinbaren, dass er sich in drei Tagen mit seiner Schwester am Waldesrand treffen wird. Wir wollen ihm natürlich beistehen und Tipps geben, wo wir können. Ich persönlich bin mir nicht sicher ob seine Schwester, die sehr ambitioniert klingt wirklich die drei Tage abwarten wird, aber wir werden ja sehen. Da auch Geldriia ihm und uns die Unterstützung von Iglatha anbot, glaube ich nicht dass wir viel von ihr befürchten müssen.

Am besten komme ich jetzt auch mal dazu diese neue Unterstützung einmal genauer zu betrachten. Denn außer Iglatha selber bot Geldriia an einen jungen Krieger namens Peter an unsere Seite zu stellen. Er selber schien der Idee zumindest nicht abgeneigt zu sein, aber er machte auch schnell klar, dass er uns zur Seite steht, solange wir Iglatha helfen. Ich kann diese Art von Pflichtbewusstsein sehr schätzen, aber andere junge Krieger haben sich schon an zu strickten Vorstellungen und Vorschriften verbrannt. Mal sehen, wie er reagiert, wenn wir uns Mialee und Bellatrix annehmen. Abgesehen von seinem Pflichtbewusstsein gegenüber Iglatha, was von seiner Befreiung aus dem Sklavenstand durch Krieger von Iglatha zu erklären ist, wirkt er bisher nicht wie jemand, der sich freiwillig viele Pflichten auferlegt. Was in keiner Art und Weise negativ gemeint ist. Ein „freier“ Blick auf Situationen kann uns vielleicht genauso taktische Vorteile erkämpfen. Außerdem hat er eine sehr mitreißende Ausstrahlung, die mich ein wenig an dem Mut erinnert, den uns Bahamuts Segen schenken kann. Ich frage mich ob er seine Seele auch einer Gottheit verschrieben hat?

Schlussendlich trafen wir uns alle im Tempel, wo wir erst von der gelungenen Rettungsaktion von Smokers Familie erfahren, bei der Peter beteiligt war. Schnell kamen wir aber auch dazu die Informationen unseres Kampfes auszuwerten. Die Drow auf die wir trafen scheinen Anhänger der vergessenen, elfischen Göttin des Todes und der Untoten zu sein. Die Mumie ist einer der Beweise, da Anhänger häufig verschmähte Liebhaber als Untote an sich gebunden haben und die Mumie nicht so viel Interesse an seiner Meisterin zu haben schien und eher nach einer Julia suchte. Wir erfuhren von weiteren Übergriffen auf Dörfer in der Nähe von Iglatha und der Vergangenheit wo auch schon ein Kampf gegen die elfische Göttin des Todes herrschte und viele Unschuldige, wie auch jetzt wieder hineingezogen wurden. Wie jeder Krieger unserer Seite der fällt unsere Gegner stärkt und das wir, genauso wie die umliegenden Siedlungen, Verbündete brauchen. Oskar schlug vor, dass wenn mit seiner Schwester alles gut läuft, sie eine nützliche Verbündete sein könnte und Vaneara schien auch ohne Worte über mögliche Verbündete nachzudenken. Lia meldete sich auch und bot an Kontakt mit den Harfnern herzustellen. Ein gefährliches Spiel, aber wir sind nicht in Tethyr, also… werde ich sie da auch einfach unterstützen.

Jetzt bereiten wir uns aber erstmal auf Oskars Schwester vor und danach brechen wir zur menschlichen Siedlung, die wahrscheinlich als nächstes angegriffen wird. Bis dahin nutze ich jetzt aber erstmal die Auszeit und versuche mich ein wenig mit dem Kampfstil hier in Iglatha auseinander zu setzen. So verstehe ich die Krieger besser und kann vielleicht selber noch etwas dazulernen.

Zu schwach… Nur noch… ein bisschen (The Resurrected)

Wie konnte das alles nur so falsch laufen? Sie waren in der Überzahl, aber sonst konnte jeder von uns bisher auch so alles durchstehen. Allein. Ohne Absprache mit den anderen… Wir mussten bisher nicht als Gruppe agieren. Und deshalb haben wir es auch nicht.

Wir kamen gerade auf diesem Friedhof oder besser alten Schlachtfeld an. Die Knochen waren trotz oder vielleicht wegen dem starken Regen überall unter unseren Füßen zu sehen und spüren. Leider konnten wir sie aber auch genau vor uns sehen. Stehend, nicht liegend. Ihre Untoten Körper treten sich zusammen mit den Blicken ihrer Meister langsam in unsere Richtung. Eine wilde Mischung aus Untoten und Drow, wenn ich es noch richtig gesehen habe, sogar einer Mumie. Grausige und Grinsende Gesichter nahmen uns ins Visier.

Wir konnten ihre aggressiven Intentionen uns gegenüber schnell wahrnehmen und fingen schnell an uns mit Magie und Gebet auf die Konfrontation vorzubereiten. Gross Lewd war die erste, die ihre Pfeile fliegen lies und die Konfrontation eröffnete. Unsere Kontrahenten ließen uns natürlich nicht lange auf eine Antwort warten. Die Untoten, manche von ihnen auf skelettierten Pferden, rannten auf uns zu, während einer der Drow im Hintergrund weitere leblose Körper mit seiner Magie wieder in Bewegung setzte. Eine andere konzentrierte sich weiter auf ein Ritual, dass sie am riesigen Skelett eines Drachen in der Mitte des Schlachtfeldes ausführte. Und eine letzte, die nicht mehr als ein Geist war, kam in die Frontlinie und schien mit unheiliger Magie die Untoten um sich herum zu stärken.

Der daraus entstehende Kampf war erbittert. Ich wäre sicher mehrfach in Ohnmacht gefallen, wenn Oskar nicht wesentlich mehr Angriffe als sonst für mich abgefangen hätte und Vaneara nicht die ganze Zeit damit beschäftigt gewesen wäre uns am Leben zu halten. Und das obwohl Gross Lewd dabei war und Horden von kleineren Untoten mit ihrem Bogen ausschaltete. Und zu allem Überfluss scheint die eine Drow ihr Ritual nicht unterbrochen zu haben. Das sich das Drachenskelett erhebt spricht wohl offensichtlich dafür.

Außerdem lies meine Kraft mitten im Kampf rapide nach und selbst Bahamut sprach zu mir, dass ich meinen Körper mehr trainieren muss. Da ich im Kampf kaum noch die Gegner zurückhalten konnte, entschied ich mich Bahamuts Kraft zu nutzen und wollte den Drachen beim Zusammensetzen aufhalten. Es gelang mir und Vaneara die dann zur Hilfe kam, allerdings nur zu einem geringen Teil. Die Drow verschwanden inzwischen durch ein Portal und erstaunlicher Weise sprach einer von ihnen vorher noch mit uns als wäre er kein Feind. Es war die Mumie. Er meinte, dass wir das hier überleben sollen und eine „Julia“ finden sollen.

Jetzt müssen wir aber erstmal überleben. Und ich habe keine Kraft mehr für einen ordentlichen Kampf. Ich muss mich jetzt auf meinen Verstand, Bahamuts Macht und vor allem meine Freunde verlassen.

Aufgaben, Pflichten und Versprechen (The Resurrected)

Mir viel eine Last von den Schultern, als wir auf Tebaun und die Nachhut trafen. Sie empfingen uns mit offenen Armen, sicherten uns ab und Tebaun nutzte seine Magie um unsere Wunden zu heilen. Ich kann nicht genug sagen, wie froh ich bin, dass wir aus diesem Spinnenwald entkommen konnten.

Kaum im Dorf angekommen, gingen wir auch gleich zum Tempel. Das Mädchen wurde erst einmal von uns getrennt. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen dass selbst Geldriia ihr nicht traut. Unabhängig von dem Mädchen wurden wir von Letzterer begrüßt und tauschten unsere neuen Informationen zum Thema Spinnenwald und heilendes Wasser mit ihren zu dem verschwundenen Jungen aus, den wir eigentlich retten wollten. Dabei stellte sich heraus, dass wir dafür mehrere Tage zu spät kommen. Angeblich wurden er und seine Familie tot in ihrem Heim gefunden, wo sie vor Tagen umgebracht wurden. Vanearas Aussage nach der Besprechung, dass sie jemanden mit dem Zeichen der elfischen Göttin des Untodes sah, brachte auch immer mehr Aufregung in meine eigenen Knochen. Die Leute hier sind anscheinend nicht sicher und Lia gehört jetzt auch dazu…

Natürlich dürfen wir aber auch nicht die Gefährten außerhalb vergessen. Und genau für diese lies ich Ricarda entscheiden, wie wir fortfahren wollen. Und auch wenn es Bedenken in mir ausgelöst hat, entschieden wir uns ihrem Freund nachzugehen, der wie wir erfahren haben, untot und in einem gigantischen Ort unter Tiefwasser zu sein scheint.

Vaneara wollte natürlich auch so gut aushelfen, wie sie konnte und wollte uns wie schon zuvor bei Lia durch einen Baum nach Tiefwasser bringen. Geldriia wohnte unserer Abreise auch bei, was sich als sehr positiv herausstellen sollte. Vaneara zauberte dieses „Portal“ in den Baum und Ricarda sprang auch schon durch. Doch dann hörten wir sie schreien. Geldriia ermöglichte es uns mit einem ihrer Zauber zu erkennen, was auf der anderen Seite des Portals wartete und Zorn breitete sich in mir aus. Wir sahen wie Ricarda von Wachen festgenommen wurde und sich weitere Personen an ihren Ort teleportierten. Und schon verschwand unser Portal. Wir erfuhren recht schnell, dass dies eine Sicherheitsmaßnahme in einer Stadt wie Tiefwasser ist, was verständlich ist. Sie hätten sie trotzdem nicht so grob anpacken müssen.

Nachdem ich meine Wut an dem unschuldigen Baum ausgelassen hatte, besprachen wir, wie wir nun fortfahren wollten. Wir sprachen noch einmal über alle Möglichkeiten und da wir eh mindestens einen Tag warten müssen, bis wir wieder durch das Portal können, können wir uns genauso gut zumindest einem Problem des Dorfes annehmen. Wir entschieden uns um den Drachenfriedhof zu kümmern. Geldriia unterstützte die Entscheidung und bat Gross Lewd uns als Führerin bis zum Friedhof zu begleiten. Dies tat sie auch und wir erfuhren, dass auch einige Späher zum Friedhof entsandt wurden, aber nie zurück kamen. Wir hielten Ausschau ob wir vielleicht etwas von ihnen auf dem Weg finden konnten und schließlich fanden wir ihre Fußspuren. Eine von ihnen verschwand in eine andere Richtung, aber wir entschieden uns den Spuren der anderen zu folgen.

Und sie führten uns auch zum Ziel. Ein riesiges Drachenskelett, Untote die etwas unverständliches auf dem Friedhof taten und… Drow, die an dem Ganzen Schuld sein müssen. Und sehr gewillt wirken sich mit uns anzulegen…

Keine gewöhnliche Hausspinne (The Resurrected)

„Selbst nach mehreren Händen dieses heilenden Wassers, habe ich immer noch das Gefühl aus einem Dutzend Wunden zu bluten. Und ich bin mir nicht sicher, ob nicht schon eine weitere Riesenspinne ausreichen würde mich dem Schicksal zu übergeben, welchem ich gerade so ausgewichen bin.“

Gerade als Vaneara und Oskar der Stimme nachgehen wollten, die Vaneara vom nahegelegenem See wahrgenommen hat, tauchte eine neue Bestie zwischen uns vieren auf. Eine noch größere und eigenartigere Spinne teilte unsere Gruppe in zwei. Noch nie sah ich eine Spinne, die so fremdartig und nicht von unserer Welt schien. Die Felsbrocken, die aus ihrem Rücken wuchsen, halfen nicht sie als gewöhnliches Tier wahrzunehmen.

Und genau diese Steine sollten es sein, die uns mit den größten Ärger bereiteten. Wir wollten uns gerade darauf vorbereiten uns gegen diese Bestie zu stellen, als unsere Magie und Wunder nicht mehr zu wirken schienen. Oder besser, nicht richtig. Bei manchen von uns schlugen die Zaubersprüche fehl, während es bei anderen wie mir unangenehme Nebeneffekte hervorrief. Wir hatten einst einen ähnlichen Effekt und ein ähnliches Gefühl bei den Steinen, die um den Baum des festgeketteten Avatars von Vanearas Göttin aufgehängt wurden. Viel Zeit hatten wir aber nicht nachzudenken, da die Spinne mit unvorstellbarer Geschwindigkeit und Zorn auf uns zu rannte.

Anfangs überrannte uns diese Spinne einfach. Unsere Magie hatte keinen oder nur sehr wenig Effekt. Unsere Waffen prallten an ihrem Chitin oder den Steinen, die ihren Rücken zierten ab. Wir konnten uns kaum erwehren, als sie ohne Rücksicht auf uns einschlug oder biss. Lange hielten wir das auch nicht aus und die ersten von uns begannen umzufallen. Mich hat sie auch auf den Boden geschickt und dann… verschwand sie. Wir nutzten die Pause um die Verletzten so gut es ging zu versorgen und Sinn aus dem zu machen was passiert. Als sie verschwand wurde auch der Effekt der unsere Magie beschränkte schwächer, aber lange sollten wir dies nicht nutzen können. Denn von einem auf den anderen Augenblick tauchte die Bestie wieder zwischen uns auf.

Und wieder lies sie ihre schaurigen Krallen und Mandibeln auf uns einprallen. Und wieder versagte unsere Magie zu großen Stücken. Aber mir fiel auf, dass einiges der Magie in die Steine gezogen wurde. Anstatt also weiter mit wenig Effekt auf den Panzer zu schlagen, durch den mein Hammer kaum kam, schlug ich auf die Steine ein. Und als ich einen nach dem anderen vom rücken der Kreatur abschlug, gelang es den anderen ihre Magie wieder unter Kontrolle zu bringen. Auch mir half es, als die Steine nicht mehr die paar weichen Stellen des Spinnenkörpers schützten. Und so gelang es uns mit der Magie der anderen die Spinne langsam in die Ecke zu treiben.

Die Spinne zu überwältigen war aber nicht die einzige Hürde. Denn die Steine benötigten anscheinend die Verbindung zur Spinne. Sie liefen heiß und fingen an das umliegende Unterholz in Brand zu stecken. Zum Glück konnte Ricarda sich vorerst um das Feuer kümmern. Und lange dauerte es auch nicht mehr bis wir die Spinne schließlich bezwangen. Aber nicht bevor sie es nicht fast geschafft hätte mich in das Nachleben zu schicken. Aber weder mein Körper noch mein Geist wollten meine Freunde um Stich lassen und mich noch einmal von meiner Familie trennen.

„Und jetzt rennen wir durch diesen verdammten Wald, haben ein Kind mitgenommen, was Vaneara in einem See hier im Wald fand. Ein See, dessen Wasser viele meiner Wunden schließen konnte. Wie das heilige Wasser aus dem Dorf. Und das Feuer ist natürlich auch wieder entfacht und droht uns einzuholen… Bahamut schütze uns. Und Lia… ich bin bald zurück. Versprochen.“

Im Wald der Spinnen (The Resurrected)

Es wäre wahrscheinlich am besten, wenn ich noch einmal durchgehe, was wir heute alles gehört und gesehen habe. Vielleicht müssen wir dann auch nicht in diese viel zu große, viel zu dunkle und viel zu von Spinnen gefüllte Höhle…

An sich begann alles so ruhig. Wir waren gerade wieder durch Vanearas Portal geschritten und in dem Flüchtlingsdorf angekommen. Geldriia begrüßte uns und teilte uns mit, dass wir später noch einmal mit ihr sprechen sollte, da es sein kann dass das Dorf unsere Hilfe benötigt. Erstmal gingen wir aber auf unsere Zimmer… Aber selbst da habe ich mich schon wieder schwer angestellt. Geldriia führte Lia und mich, im Wissen dass wir verheiratet waren, nein sind, zu meinem Raum. Ich weiß, dass Lia mir jeden Freiraum lassen möchte, aber als ich sie sah und diesen ungewohnt unsicheren Blick konnte ich nicht anders und habe sie mit in’s Zimmer gezogen.

Danach trafen wir uns alle vor unseren Zimmern und Vaneara führte uns weiter durch den Tempel, das Dorf und erklärte uns fast alles, was wir über das Dorf lernen konnten. Lia war hoch interessiert und selbst mich beeindruckte es, was die Bewohner gerade im Tempel aufbauen konnten. Als wir gerade über den Markt gingen fiel uns aber etwas seltsames auf. Eine Frau ging auf ein spielendes Kind zu, lächelte uns alle an und verschwand mit dem Kind zusammen. Das Kind, das hoffentlich in die arme unserer Verstärkung rennt… Und die Frau, die Vaneara am Eingang zu diesem Spinnenwald gesehen hat. Was uns zu dieser Falle geführt hat.

Nachdem wir mit der Vorstellung des Dorfes durch waren, fanden wir einen Tanz, oder besser ein Ritual vor. Viele Priesterinnen tanzten im Namen ihrer Göttin, während schaulustige das Ritual verfolgten. Abseits tanzte ein gutes Stück entfernt Tebaun. Aus dem ich immer noch nur wenig schlau werde. Aber er scheint etwas anziehendes zu haben, denn um ihn versammelten sich weitere, einfache Bürger. Zusammen tanzten sie und später auch wir um in herum und an ihm vorbei in einem wilden Durcheinander. So schlecht ich auch im Tanzen bin, Mit Lia wieder so Zeit verbringen zu können beflügelte mich.

Es dauerte nicht allzu lange, bis wir dann aber zur Ruhe kamen und Geldriia uns riefen lies. Sie teilte uns mit, dass sie unsere Unterstützung bei den verschwundenen Dorfbewohnern bräuchte. Wir erzählten daraufhin von dem Jungen und der Frau, die ihn mitgenommen haben musste. Leider konnte sie nichts mit der Frau anfangen, aber es war zumindest schon einmal ein Hinweis. Und da wir bereit waren zu helfen, konnte sie schon einmal die nächsten Schritte einleiten. Sie rief eine junge Frau zu uns, Gross Lewd, die anscheinend auch einmal eine Sklavin war.

Wie sich herausstellen sollte, ist sie eine begabte Spurensucherin und Jägerin. Sie führte uns auf eine Lichtung, die Hinweise auf die letzten verschwundenen Bewohner geben sollte und leider fanden wir auch Spuren. Spuren von Untoten. Während Oskar die Umgebung im Auge behielt, Ricarda und ich Knochen und Überreste untersuchten, flog Vaneara als eine riesige Eule in den Himmel. Sie berichtete, dass sie Lichter von einem alten Drachenfriedhof sehen konnte und an anderer Stelle die Frau, die den Jungen entführte.

Wir entschieden uns nach Verstärkung zu rufen, ihnen ein paar Minuten zu geben die Distanz zu verkürzen und machten uns dann los. Gross Lews wies uns daraufhin, dass sie Richtung der Frau uns in den Spinnenwald führen würde und wir große Sorgfalt haben sollten, wenn wir ihn betreten. Mit dem Wissen, dass wir in eine Falle laufen würden und wir keine andere Wahl hatten, wenn wir den Jungen finden wollten, brachen wir in den Spinnenwald auf. Es dauerte nicht lange, bis wir auf die ersten Spinnen trafen, die Ricarda in ihrer Affenform einfach zerquetschen konnte.

Außerdem war ich auch sehr dankbar, dass Ich nicht durch diesen dichten und klebrigen Wald aus Netzen laufen musste, sondern auf Ricardas Schultersitzen konnte. Nach einiger Zeit kamen wir dann zu einer weiteren Lichtung. in der Mitte dieser stand der Junge, neben einem riesigen Loch im Boden. Um uns herum wurden immer mehr Spinnen auf uns aufmerksam und umzingelten uns. Griffen aber nicht an. Als würde sie etwas zurückhalten… Zeit zum Nachdenken hatten wir aber nicht, da etwas aus dem Loch herausgekrochen kam.

Ricarda reagierte zum Glück schnell und verwandelte den Jungen in einen Riesenaffen, sodass die viel zu großen Beine der Spinne hinter ihm, ihn nicht packen konnten. Und so reagierte jeder von uns so schnell wir konnten. Wir brachten den Jungen in Sicherheit und bekämpften sowohl die Riesenspinne, als auch die Horden von normalen Spinnen, die aus dem Wald geflutet kamen. Langsam aber stetig, konnten wir diese Biester dann zurücktreiben.

Und jetzt stehen Ricarda und ich an dem Loch, aus dem die Riesenspinne kam. Vaneara und Oskar gehen gerade etwas nach. Was genau habe ich in meinen Gedanken gerade nicht ganz mitbekommen. Und noch etwas lässt meine Gedanken gerade nicht los. Die Wunder und Magie, die unsere Gruppe normalerweise nutzen kann, wurden und werden immer noch… gestört. Aber von was?

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