Gilbert ist ein etwa 15jähriger, ungesund wirkender Junge, hat schwarzes, leicht verfilztes Haar, wirkt zurückhaltend oft schüchtern und ängstlich. Doch ist sein Blick, wenn er auf einem ruht, angenehm und verständnisvoll. Er trägt dunkle, ihm zu große Kleidung, die nach etwas Meersalz und Moder riecht: Ein mottenbefallenes Wollhemd, eine speckige Lederweste, asugebeulte, fleckige Lederhosen und recht gut erhaltene Lederstiefel, die vor langer Zeit einem Edelmann gehört haben mögen. Gerade in Augenblicken der Ruhe wirkt Gilbert als sei er Jahre älter als er eigentlich ist, zumdem ist er für sein Alter schon recht groß und kräftig.
Seine Habseligkeiten trägt er in einem mit einem Riemen versehenen Sack, dazu ein großes, altes Langschwert in seinem Gürtel.
Hintergrund:
Gilberts richtiger Name ist Tolgar, Sohn der Schneiderin Eliana, die in einem kleinen Dorf im Süden wohnt, viele Tagesreisen entfernt. Seine Mutter ist mit dem Schmied des Dorfes verheiratet, der Tolgar jedoch nur mit gutem Willen ähnlich sieht, weshalb seine Mutter einen zweifelhaften Ruf genießt. Das Dorf gehört zur kleinen Grafschaft des niederen Adligen, „Cader von Cline“. Bei den häufigen Besuchen seiner Mutter bei Hofe, wenn sie der Gemahlin des Grafen Kleider angepasst hat, lernte Tolgar den Sohn des Grafen kennen, der 3 Jahre jünger als er war und „Cesar“ hieß. Da Tolgar seit früher Kindheit die Botengänge seiner Mutter zum Hofe erledigte und Nachrichten überbrachte, sah er den kleinen Cesar häufig und hatte das Glück, dass dieser sich mit ihm anfreundete. Diese Freundschaft barg viele Vorteile, da er bei Hofe immer gut zu essen bekam und sogar bisweilen am Provatunterricht Cesars‘ teilnehmen durfte. Da Cesar für Ausritte und kriegerische Spiele einen Gefährten brauchte, lernte Tolgar sowohl Reiten als auch den Umgang mit Waffen.
Natürlich war es nicht die Freundschaft ebenbürtiger Jungen. Cesar war sich seines Standes wohl bewusst und Tolgar musste stets aufpassen, ihn nicht zu kränken oder gar zu verärgern, wenn er seine Privilegien nicht verlieren wollte. Und so endeten viele Tage für ihn mit blauen Flecken und Frustration. Dazu kam, dass die Frau Gräfin ihn offenbar nicht mochte und ihn dies durch Verachtung, Verbote und Erniedrigungen spüren ließ.
Graf Cader sah es nicht hingegen offenbar nicht ungern, dass sein Sohn einen älteren „Aufpasser“ an seiner Seite hatte, an dem sein Sohn sich bei seiner körperlichen Ertüchtigung messen konnte.
Dies ist mittlerweile ein Dreivierteljahr her.
Damals jagte er Cesar beim „Häscher“-Spielen im Wald, nahe eines kleinen Sees. Cesar versteckte sich in einer der natürlichen Höhlen, die an den hohen Felsen am See aufragten und wie Klippen den See begrenzten. Als Tolgar begann, hinunter zu klettern, um Cesar zu stellen, schwang sich dieser aus der Höhle und sprang auf einen kleinen Vorsprung, der unter ihm nachgab. Cesar fiel zehn Meter tief auf einen Felsen und war tot.
Tolgar war plötzlich von Angst und Schuldgefühlen hin- und hergerissen, stellte sich vor, was der Graf und vor allem die Gräfin ihm und seiner Familie antun würden. Dann fasste er einen Entschluss und rannte los – einen halben Tag lang, bis er nicht mehr konnte. Immer nach Norden, Richtung Küste. Nur weg.
Als der Abend dämmerte, dämmerte ihm auch, dass er seine Lage nicht gerade verbessert hatte. Nun würde man ihm ganz sicher die Schuld am Tod von Cesar geben. Erhatte sich verdächtig gemacht.
Nun gab es für ihn kein Halten mehr. Er wanderte in Gewaltm#rschen zur Küste, heuerte an einem kleinen Frachtboot an, das ihn weiter nach Norden brachte.
In der Nähe eines Hafens sah Tolgar, der sich nun Gilbert nannte, das erste mal Orks und erschrank ob ihrer Brutalität und Gnadenlosigkeit, die sie ausstrahlten. Auch Zwerge sah er das erste mal, als er auf eine kleine Gruppe Söldner stieß, die ihn anwerben wollten.
Das Angebot war gut, doch zogen sie nach Süden und er wusste, dass er sicher vom Grafen verfolgt werden würde und es für ihn nur den Norden gab – oder Übersee…
Nachdem er eine kleine Karawane in den Norden begleitet hatte und sich dadurch ein Schwert verdienen konnte, zog er eines Tages durch einen sumpfigen Wald und begegnete erneut: Orks!
Zwei von ihnen trugen eine Kiste, die anderen unterhielten sich lautstark – als plötzlicheiner der Orks strauchelte, zu Boden fiel und Pfeile zischten –  und eine Gruppe Menschen die Orks angriff!
Ein schneller, heftigen Kampf entbrannte und Gilbert ergriff Partei für die Menschen. Er schlich sich an einen großen Ork heran und hieb ihn von hinten in den Rücken.
Wenig später war der Kampf zu Ende und die Gruppe Abenteurer blickten verwundert zu ihm. Doch dann wurde ihre Aufmerksamkeit auf die Truhe gelenkt, der beim Öffnen ein wild plappernder Kobold entsprang.
Da die Abenteurer offenbar planten, eine Höhle voll mit Orks und Trollen anzugreifen, entschied sich Gilbert, einen weniger gefahrvollen Weg zu wählen und verließ die Gruppe wieder, Richtung Corvia…
Gilbert