Zwischenstopp Noktil (Group7)Zwischenstopp Noktil (Group7)

Tagebuch Eintrag Kr’kall’a [Tag/Datum]

Nachdem die Wunden der Gruppe soweit versorgt waren befanden wir uns kurz darauf auch wieder auf der Straße und legten die restliche Strecke nach Noktil ins Nils Wagen zurück. Deutlich später als es sich Nils gewünscht hatte erreichten wir dann den Ort und wurden doch recht freundlich von seiner Frau Raknar empfangen, warum Nils sie bei seinen Erzählungen als geifernde Furie beschrieben hat welche ihn die Hölle heiß macht wenn er zu spät zurück wäre bleibt mir aber vermutlich ein ewiges Rätsel.

Noktil an sich wirkte bei unserer Ankunft, auch wenn es schon etwas spät am Tag war, wie eine recht idyllische kleine Siedlung die sich voll und ganz auf die Erzeugung von Back- und Brotwaren aller Art spezialisiert hat. Gefühlt bestand der halbe Ort nur auf Mühlen, Backstuben und Silos und wie wir dann bei der Bewirtung, als dank für die Hilfe gegen die Trolle, durch Raknar erfahren haben würde wohl ein Großteil von Cormyr durch die Backwaren hier aus dem Ort versorgt.

Was Nils vergessen hat zu erwähnen ist das seine Frau ein extrem schwatzhaftes Exemplar ihrer Spezies ist und es ihr scheinbar große Freude macht unterschwellig Informationen zu sammeln. Allerdings erfuhren wir auch das es in dem Beschaulichen Dörfchen jüngst eine Entführung gab.

Zwei Zhentarim die vor wenigen Tagen ins Dorf kamen haben den Müller Omer und seinen Lehrling Botolf entführt und beim Verlassen des Dorfes die Mühle in Brand gesteckt welche wie Zunder bis auf die Grundmauer praktisch niederbrannte. Warum sich die Zhentarim für einen einfachen Müller und seine Mühle interessieren sollten war für uns in diesem Moment noch ein Rätsel. Unsere letzten Kontakte die wir im Hullacg Wald mit den Zhentarim hatten, welche wohl für die Übergriffe der Orks dort verantwortlich waren, hatten ja noch irgendwie einen Sinn ergeben. Ein weiteres Mysterium war das der Bogenausbilder Silvinius etwa zeitgleich verschwunden ist wie der Müller und sein Gehilfe, ob er möglicherweise mit den Zhentarim zusammen gearbeitet hat?

Während nun einige offene Fragen im Raum standen, welche auf einige bei uns eine magische Anziehungskraft ausübten beantwortet zu werden, machten sich dann alle auf den Weg zur abgebrannten Mühle um nach hinweisen zu suchen … nun ja nicht alle so spannend empfand ich es nun nicht zu nächtlicher Zeit einen Aschenhaufen nach Hinweisen zu untersuchen und verblieb lieber in Nils Heim und genoss die freundliche Bewirtung seiner Frau in vollen Zügen … !Wichtige Notiz – bei Abreise Brot und Backwaren in größeren Mengen mitnehmen!

Goa und Garreth machten sich auf irgendwo in diesem besinnlichen Dorf einige Pfeile zu erwerben, während der Stoßtrupp aus Lia, Durin, und Azazil sich zu Omer’s Abgebrannten Mühle begaben und soweit mir im Nachhinein berichtet wurde haben sie nach einiger Zeit und vollen Körpereinsatz einige der herabgestürzten Balken in der Mühle aus dem Weg geräumt welche eine Bodenluke blockierten. Die Luke führten wie nicht anders zu erwarten in das Kornlager der Mühle. Eigentlich soweit nichts außergewöhnliches an sich, bei genauerer Untersuchung der Säcke durch Durin wurde etwas unverhofft die leblose und blutgetränkte Leiche des Gehilfen Botolfs gefunden. Warum sich die Zentarim die mühe machen einen Lehrling zu töten diesen dann in einem Sack mit Korn zu verpacken und im Anschluss die gesamte Mühle abzufackeln ist vermutlich eine Frage die sich so ziemlich jedes halbwegs intelligente Wesen an dieser stelle fragen sollte.

Während Lia zurück kam um Nils zu informieren über den Fund und abzuholen damit die gefundene Leiche identifiziert werden konnte, hätte ich mir gewünscht das mir diese Information auch zugetragen worden wäre. Zumindest hätte es mir die Dinge erleichtert als etwas später unverhofft Omer und Botolf bei Nils und Rakners Haus auftauchten und freudig von ihrer geglückten Flucht berichten. Wären die beiden Kampferprobte Kämpfer gewesen hätte ich mir ja noch einreden können das sie es geschafft hätten sich aus der Gefangenschaft der Zhentarim zu befreien, aber ein Müller und sein kindlicher Gehilfe? Nie im Leben, also hörte ich in aller Ruhe zu wie sie ihre Geschichte Raknar, der Kommissarin der Noktil Geheimpolizei, auftischten. Als krönenden Abschluss wollten sie dann die Miliz der Stadt mobilisieren um das Versteck der Zhentarim anzugreifen. Noktil Miliz … ein paar einfältige Bauern mit Mistgabeln gegen Zhentarim … das die Miliz deutlich wiederbewaffnet und zu viel Gold hat um sich Waffenlizenzen zu kaufen musste ich erst später erfahren, was aber nicht heißt das die Miliz eine ernsthafte Gefahr für die Zhentarim gewesen wären.

Nachdem Omer und Botolf ihre Geschichte beendet hatten machten sie sich auf den Weg zu ihrer Mühle um die Schäden zu begutachten, das Nils gerade noch von seiner Visite bei der Mühle zurück kam und die beiden antraf schien ihn nur mäßig komisch vorzukommen da er doch gerade erst die Leiche von Botolf gesehen hatte. Als die beiden sich dann nach minimaler Unterhaltung mit Nils endlich auf den Weg machten, folgte ich ihnen in der bestmöglichen und unauffälligsten Art die es einem zwei Meter dreißig Hünen möglich war, einfach hinterher trottend. Bei der Mühle angekommen trafen sich dann Omer und Botolf zum ersten mal mit dem Rest der Gruppe, da diese im Vergleich zu mir vom Umstand wussten das Botolf nur noch Madenfraß war dauerte es nur wenige Augenblicke bis die beiden von der Gruppe umstellt waren und von Azazil zur rede gestellt wurden.

Ab diesem Moment ging eigentlich alles ziemlich schnell, da Azazil recht schnell der Geduldsfaden Riss, weil die Informationen nicht schnell genug sprudelten, schlitze er Omer mit einem Schwerthieb die Kehle auf in der irren anmahne das Botolf dann gesprächiger wäre. Aber anstatt das es ihm seine Zunge löste, wurde nur ein Schuss aus einer mini Armbrust gelöst welche Azazil ins Bein traf, der eigentliche Treffer war vermutlich nicht mehr als ein Mückenstich, aber zu seinem Pech war der Bolzen mit einem starken Gift getränkt, was man an diesem Punkt aber als glücklichen Umstand betrachten muss ist das der Sprit von Buer mit dem ich mich für diesen Tag vereinigt hatte sämtliche wirkenden Gifte in einem kleinen Umkreis unterdrückte. Für Botolf hingegen war es die letzte Aktion die er getätigt hat, mein Speer traf ihn mit solcher Wucht das er nicht einmal mehr in der Lage war sein ‚erneutes‘ ableben mit einem pieps zu kommentieren.

Was leider von den meisten von uns unbemerkt geblieben ist war das sich derweil von der Flussseite der Mühle einige Gestalten nährten und hätten uns vermutlich noch weit mehr überrascht wenn nicht eine Mieze mit roten Fell, eigentlich ja Lia in einer ihrer Tierformen, sie bemerkt hätte und uns nach einer kurzen Rückverwandlung gewarnt hätte. Während sich Omer langsam auf den Boden aus röchelt und Blut spuckt wurden wir durch den Trupp der sich nährte unter einem Pfeilhagel begraben, besonders beliebt als Ziel schien Azazil der recht schnell zu einem Stachelschwein mutierte. Lia machte sich derweil als ‚Vögelchen‘ auf den Weg Hilfe zu holen, und wir versuchten derweil die Angreifer die sich später als Zhentarim herausstellen so gut es geht abzuwehren, primär die Mühle als Deckung nutzend.

Das Kampfgeschehen an sich wirkte zum Anfang recht unvorteilhaft für uns, zwar konnte Azazil den Beschuss mit seinem Bogen eine Zeitlang erwidern, aber mangelte es ihm doch an Pfeilen. Unterdessen am anderen Ende der Mühle wehrte sich Durin mit Leibeskräften in einem Schlammloch zu versinken für welches wohl einer der Angreifer verantwortlich war, allerdings hat er die Rechnung ohne den Zwerg gemacht, wie ein anmutiges Reh, ein sehr dickes Exemplar, fing er an auf der Luft empor zu laufen und dabei einem der Angreifer, welcher sich auf einem der wenigen verblieben Balken der Mühle, in Luftiger Höhe eingenistet hatte einen ordentlich Schlag zu verpassen.

Durch die Deckung der Mühle geschützt mussten nun die Angreifer sich auf eine für sie eher unvorteilhafte Distanz zu uns begeben, welche von uns mit gnadenloser Effizienz dominiert wurde und in kürzester Zeit die meisten der Angreifer ins reich der Träume oder darüber hinaus ins Jenseits beförderte. Leider war es uns nicht möglich alle Angreifer auszuschalten so das sich einige zurückziehen konnten. Lia die mittlerweile schon auf dem Rückweg war, im Schlepptau Nils, Raknar und einige andere Freiwillige die sich bis an die Zähne bewaffnet hatten, um uns zur Hilfe zu kommen trafen erst ein um die überlebenden Angreifer in Gewahrsam zu nehmen.

Immerhin kam Lia gerade rechtzeitig um Azazil zu heilen, der das Pech hatte nun den Schützenden Bereich zu verlassen woraufhin die Auswirkungen des Giftet sofort in vollen Umfang zu wirken begann und nur eine Armlänge entfernt von Omer und Botolf zu Boden ging. Omer mittlerweile Bewusstlos aber dank einer minimalen Heilung erst mal stabil, lag neben seinem Gehilfen im Grün. Botolf hingegen Mausetot und soweit sich herausgestellt hat ein Doppelgänger, wie es auch Omer sein dürfte.

Im laufe des nächsten Tages stellte sich durch die Befragung des Doppelgängers Omers und der restlichen Zhentarim der perfide Plan heraus den sie sich für Noktil überlegt hatten. Sollte Noktil durch die Infiltration nicht nur soweit ruiniert werden das die Brot- und Backwaren Produktion einbricht und somit die Belieferung von anderer Stelle vorzugsweise aus einer Zhentarim kontrollierten Zone kommen, so hätte durch den eingriff auch ein größerer Teil von Cormyr mit vergifteten waren beliefert werden sollen. An diesem Punkt muss ich ernsthaft zugeben, hätte ich das gewusst ich hätte die Zhentarim erst nach der Auslieferung der Waren aufgehalten. Wäre es doch eine angemessene Rache für diesen bürokratischen Gold gierigen Verein gewesen der nicht nur seine Bürger sondern auch Fremde Gold nur dafür abpresst das sie Waffen zur Verteidigung oder für die Jagd mitführen. Als einzelne der Gefangenen leider frühzeitig abgelebt sind haben sich die restlichen sehr motiviert und kooperative gezeigt und uns sogar das Versteck ihrer Lagers verraten wo sie vorher nur unverständlich herum gestammelt haben.

Eigentlich wäre hier soweit unsere Aufgabe erledigt gewesen, die Einwohner Noktils zeigten sich überaus dankbar für unsere Hilfe gegen die Zhentarim und überreichten uns ihre Notstandskollekte, aber irgendwie hatten die meisten bei uns das Gefühl als ob sie noch nicht so richtig mit dem erreichten zufrieden waren. Es ging dabei gar nicht mal so sehr darum den Leuten zu helfen, sondern eher darum den Zhentarim eine Botschaft zu schicken das wir es nicht mögen von ihren Handlangern angegriffen zu werden. Da auch ein Trupp der Cormyr Pflaumen recht bald in Noktil eintraf war das die beste Gelegenheit einen Koordinierten Angriff auf das Versteck zu starten. Hätten sich die Staatstruppen nicht den halben Tag mit der Kontrolle von Waffenlizenzen vertrödelt hätten wir zum Mittagessen schon längst wieder in der Backstube sitzen können.

Endlich Abmarsch bereit setzen wir mit einem Floß auf die andere Flussseite über und machten uns auf den Weg zum Versteck der Zhentarim welches sie am Rand des Hullacg Waldes hatten, kommen wir jemals weg aus dieser Ecke? Ein paar vereinzelte Zhentarim Gruppe die uns auf dem Weg begegneten wurden kurzerhand von den Truppen und unserer Gruppe in Grund und Boden geprügelt ohne das sie nennenswerte Gegenwehr leisten konnten. Bei dem Versteck angekommen übernahmen Azazil, Lia, Durin und ich selbst, im bei sein der Spirits von Amon und Focalor, welche mir zu diesem Zeitpunkt als die geeigneten erschienen für den Höhlen Trip der vor uns lag. Zudem boten diese auch das maximal mögliche an Vernichtungspotenzial das hier nötig war um kurzen Prozess mit den Zhentarim zu machen, die Tatsache das der Einfluss den Focalors Spirit auf mich ausübte und mir die ganze Zeit Tränen das Gesicht herunterliefen war ein geringer Preis dafür das wir die dilettantischen Verteidigungslinien in dem Tunnel der zu den Köpfen der Bande führte wie lästige Insekten aus dem Weg fegten.

Alles was nicht durch Lia in Bärengestalt zu Hackfleisch verarbeitet oder durch Azazil und Durin ausgeweidet wurde, endete in einer Flammensäule, wurde von Blitzen erschlagen oder mit Blindheit gestraft durch die mir geliehenen Kräfte der Spirits. So erreichten wir praktisch Mühelos die Haupthöhle in der ein alter Mann gerade auf zu ruf des Kommandanten der Zhentarim Truppe raffgierig versuchte so viele Dokumente aufzusammeln wie er tragen konnte bevor sie sich durch den Fluchttunnel im hinteren Teil absetzen wollten. An diesem Punkt wurde die Sache doch ziemlich brenzelig. Der Kommandant der Zhentarim stellte sich im Vergleich zu der anderen Wache die noch da war als eine ziemlich harte Nuss heraus. Der alte, welcher praktisch schon in der Blüte der Arterienverkalkung stand, entpuppte sich als recht gefährlicher Elementarmagier. Viel die Zhentarim Wache doch recht zügig und ohne großes aufsehen durch die Bearbeitung durch Azazil, tauschten Durin und der Kommandant recht heftige Schläge gegenseitig aus, während ich den Magier mit Feuer und Blitz Einheizte bevor ich Durin zur Seite Sprang. Lia die sich ebenfalls auf den Magier stürzte wurde von diesem aber ebenfalls äußerst in Bedrängnis gebracht und durch seine Zauber sogar niedergestreckt, glücklicherweise war es nur durch eine Körperliche Überanstrengung.

Die Tatsache das der Magier auch einen Feuerball auf Durin geworfen hat, was der Kommandant daneben auch leidig abbekommen hat, wäre eigentlich der Augenblick gewesen wo man ruhig abwarten hätte können bis der Kommandant, nun Feuer und Flamme für seinen ‚Freund‘ diesen erst mal eigenhändig den Kopf abschlägt, tja wäre nicht Durin gewesen der mit einem gewaltigen Axthieb ihn so stark getroffen hätte das er nur noch wehleidig herum torkelte und mit seiner verblieben Kraft seinen Hass auf den Zwerg Ausdruck verlieh. Als dieser dann letztendlich alle vier von sich streckte und in seiner eigenen Blutlache ertrank hieß es einer für alle und alle gegen den Magier.

Azazil verpasste dem alten einen Schwächestrahl, durch mein zu tun wurde er zeitweise geblendet und obwohl der blinde alte Tattergreis zu diesem Zeitpunkt keine Gefahr mehr darstelle und es eigentlich ein leichtes hätte sein müssen ihn auszuschalten hatte er mehr Glück als es ihm zustehen dürfte, schafften wir es doch praktisch alle uns bei dem letzten Sturm auf ihn alle selbst zu entwaffnen weil wir über den ganzen Müll, Stühle oder was an Leichen rumlag zu stolpern oder hängen zu bleiben. Die Schadenfreude die er vermutlich empfunden hat hielt aber nur wenige Momente bis er sein verdientes Schicksal bekam.

Kaum das der Kampf vorbei war hörten wir durch die Tunnel die Cormyr Pflaumen die sich daran machten nun das Versteck zu stürmen damit sie heldenhaft von ihren ruhmreichen taten berichten konnten wie sie die Zhentarim besiegt haben. Derweil kümmerte sich Azazil um Lia und Durin und ich untersuchten die Hohle und unsere jüngsten Opfer nach Dingen die uns vielleicht nützlich sein könnten. Auch konnten wir hier in dem Versteck den echten Müller Omer und auch den Verschollen Bogenausbilder Silvinius finden und befreien, zwar war Omer über den Verlust seiner Mühle und natürlich seines Gehilfen Botolf tief traurig aber auch überaus dankbar dafür das wir ihn befreit haben.

Zwar entspricht es nicht meiner Art Mitleid mit denjenigen die sich gegen mich stellen, aber der Umgang mit den Spirit die mir ihre Kräfte leihen verlangen nach einen Tribute. Auch wenn mir zu wider ist bedauern für unsere Gegner zu äußern, tröstet mich der Gedanke das dies nicht wegen ihnen sondern nur für das wohl wollen meines Spirit geschieht. So das im Rahmen dessen was mir an Bedauern möglich ist einige Worte zu dem Verlust dieser armen Seelen spreche, vermutlich dürfen einige unverfängliche Gebete aus den Schriften von Kelemvor hier ihre Dienste tun. Was ich aber am meisten bedauere ist das wir diese elenden Ratten nicht schneller nieder gemacht haben.

Wieder zurück in Noktil erholten wir uns erst mal von den Kampf und genossen die Versorgung durch die Leute mit Backwaren bis wir uns soweit erholt hatten das es Zeit war uns wieder auf den Weg zu machen, natürlich gut versorgt mit Proviant. Nils hat sich angeboten uns mit seinem Wagen den restlichen Weg bis nach Arabel zu fahren, als eine Art letzter Danke dafür das wir Noktil nun wohl gänzlich von den Zhentarim Problem befreit haben.

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