{"id":5734,"date":"2015-01-13T23:54:49","date_gmt":"2015-01-13T22:54:49","guid":{"rendered":"http:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/?p=5734"},"modified":"2018-02-07T09:45:05","modified_gmt":"2018-02-07T08:45:05","slug":"und-der-schleier-fiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/abenteuer\/gruppe4\/und-der-schleier-fiel\/","title":{"rendered":"Und der Schleier fiel (The Legion of the Trusted)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/mindflayer.gif?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-5735 alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/mindflayer.gif?resize=270%2C267&#038;ssl=1\" alt=\"mindflayer\" width=\"270\" height=\"267\" \/><\/a>Und der Schleier fiel (The Legion of the Trusted)<\/p>\n<p>Und Pater Faustos begann seine Geschichte zu stammeln. Er erz\u00e4hlte von den Zwergen die kamen um ihr angebliches Erbe anzutreten, oder zu richten, was zu richten sei. Sicher war er sich nicht, was sie damit meinten, doch da er sich nicht sicher war, ob sie sich \u00fcberhaupt sicher waren, was sie genau damit sagten, unterlie\u00df er es zu fragen und sah es als zwergisches Mysterium. Was z\u00e4hlte war, dass sie sich bereit erkl\u00e4rten, ihm bei einem alten Artefakt zu helfen, dass er \u00fcber Jahre m\u00fchsam aus den Ruinen geborgen hatte und ihm wahrhaft Hoffnung gab, sein Lebensziel doch noch zu erreichen. Denn niemals hatte er Azuth leibhaftig gesehen und dieses zwergische Machwerk, das von sich selber behauptete eine Art G\u00f6tterspiegel zu sein hatte sich bislang all seinen Versuchen, es zu aktivieren widersetzt. Doch die Zwerge schafften es, trotz ihrer magischen Unbegabtheit mit Leichtigkeit und einem Tropfen Blut, die lang verborgenen Energien des Ger\u00e4tes hervor zu locken. Als Gegenleistung forderten sie den Pater auf, ihnen bei einem Buch zu helfen, von dem sie nicht genau wussten, was es damit auf sich hatte. Der Preis war hoch, denn das Buch ergriff Besitz des Geistes vom Pater und zwang ihn, ein d\u00fcsteres Ritual durchzuf\u00fchren und dabei gar die im Sterben liegende Frau des Wirtes selbst zu t\u00f6ten. Ein gn\u00e4diger Schleier des Vergessens hatte sich wohl \u00fcber seinen Geist gelegt, als der Fluch des Buches ihn wieder loslies, denn er ging seinem Tagesgesehen unbehelligt nach, w\u00e4hrend er den Zwergen nicht viel erz\u00e4hlen konnte.<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten aufregenden Tagen lernte er den Spiegel zu nutzen und tats\u00e4chlich, so sagte er, sah er dort seinen leibhaftigen Gott und sprach mit ihm. Er erfuhr vieles, das sein Verst\u00e4ndnis \u00fcberschritt und Azuth trug ihm auf, eines der alten Zwergenger\u00e4te aus einer abgelegenen und schwer zug\u00e4nglichen H\u00f6hle zu borgen und erz\u00e4hlte ihm, wie er diese Maschine nutzen k\u00f6nnte, um sich selber, der er ein treuer Diener sei und den Menschen denen er diente ein l\u00e4ngeres Leben voller Gesundheit zu schenken. Dies war einfach erledigt und schon bald sog das Ger\u00e4t in seinem Haus aufgestellt den goldenen Nektar aus dem \u00c4ther und spendete Gl\u00fcck und Gesundheit, wo vorher Krankheit und Kummer herrschten.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit auch kamen die Zwerge aus ihrer H\u00f6hle zur\u00fcck und brachten Berge aus Gold mit sich, w\u00e4hrend sie selbst g\u00fcldene R\u00fcstungen trugen, die noch die Altvorderen vor Neid erbleichen lassen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Erst waren sie noch gierig und zahlten den Wirt prahlend, aber doch zur\u00fcckhaltend, doch je mehr Tage vergingen, in denen der Pater allen Wesen im Tal den Nektar anbot, desto freundlicher und teilsamer wurden sie.<\/p>\n<p>Als dem Pater von den Menschen, auch den Babys im Keller und der toten Frau des Wirtes dort erz\u00e4hlt und sein blutbesudelter Dolch ihm gezeigt wurde ward er ersch\u00fcttert \u00fcber die b\u00f6se Macht, die er mit seinem Tun in bester Absicht doch stets unterst\u00fctzt hatte. Und als er den Sinn des Goldes begriff dr\u00e4ngte er, so schnell als m\u00f6glich in seinen Turm zu m\u00fcssen, er habe gro\u00dfes Unheil angestellt. Da der Weg durch die Taverne der Truppe zu gef\u00e4hrlich schien, kletterten sie durchs Fenster, um sodann zum Turm des Paters zu hetzen. Dieser fing, einmal in seinem Chaos oben angekommen, wie ein wilder an, in einer Wanne von Gold zu w\u00fchlen, welche Lyari und Fenner der Einfachheit halber auskippten. V\u00f6llig au\u00dfer Atem hielt er erst inne, als er den kleinen, glitzernden Stein in H\u00e4nden hielt, den Lyari ihm zum erforschen anvertraut hatte.<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rte, dass dort ein Lebewesen enthalten sei, vielleicht durch die Zeit versteinert, doch immernoch lebendig und er konnte nichts b\u00f6ses in ihm sp\u00fcren. Seine verr\u00fcckte These, es k\u00f6nne sich um einen kleinen Wyrm handeln hing wie eine Silleglocke einige Sekunden \u00fcber dem Trupp, bevor sich Unglaube breit machte. Mit den Worten &#8222;seht selbst&#8220; reichte er den Stein zur\u00fcck an Lyari, der im Augenblick der Ber\u00fchrung durch alle Sinne und jede Faser seines K\u00f6rpers \u00fcberschwemmt wurde von dem geistigen Eindruck dieser kindlichen Pr\u00e4senz, die sich nach liebe und einer Mutter stehnte und doch in den letzten Stunden so viel Leid ertragen hatte. Denn der Geist f\u00fchlte sich schwach an und Lyari erinnerte sich unweigerlich an die verschrumpelten Gesichter einiger Kinder dort unten, deren K\u00f6rper von dem nekromantischen Machwerk schneller ausgemergelt wurden, als der Nektar sie hatte heilen k\u00f6nnen. Dass das Wesen im Stein \u00fcberhaupt noch am Leben war, war schon Zeichen genug seiner magischen Natur und nat\u00fcrlichen Langlebigkeit. So hetzte er aus dem Haus, um durch Asconion &#8211; den sie zum Ruhen in der K\u00fcche des Wirtshauses zur\u00fcckgelassen hatten \u2013 mit Camilla zu sprechen. Damil spurtete ihm besorgt hinterher, denn Lyari schien mit Gedanken alles andere als vor Ort zu sein. Dem geschw\u00e4chten Asconion gelang es mit einiger M\u00fche, Camilla zu sich zu rufen und Lyari, der sich f\u00fcr das Lebewesen verantwortlich f\u00fchlte, ging mit der Hexe einen Handel ein, um es zu retten. So verpflichtete er sich Asconion ein Jahr lang bei seiner Aufgabe \u2013 Camillas Herz zu zerst\u00f6ren \u2013 zu helfen und erkl\u00e4rte sich bereit, selbigen zu Duncan zu f\u00fchren. Es ward wahrlich kein sch\u00f6ner Anblick, als Asconion, von Lyari gest\u00fctzt bei den Waldl\u00e4ufern, Solofain und Duncan ankam, denn Duncan erstarrte vor Schreck \u00fcber ihre offensichtliche Pr\u00e4senz und fing noch an vor sich hin zu stammeln, als Camillas Stimme bereits durch Asconion immer wieder scharf &#8222;L\u00fc\u00fc\u00fc\u00fcgner&#8220; zischte, w\u00e4hrend ihre erhobene Hand ihm nach einigen Sekunden des Zappelns auf einige Schritt Entfernung den Nacken brach. Damit wich sie vorerst aus Asconion ohne weitere Erkl\u00e4rungen abzugeben und hinterlie\u00df einige sehr, sehr irritierte Menschen und Elben.<\/p>\n<p>Damil wachte in der Zwischenzeit \u00fcber die Tavernenbelegschaft, die er durch das Schl\u00fcsselloch bei immer wilderen Ausschreitungen beobachten konnte, nachdem sie auch den letzten Rest der &#8222;Medizin&#8220; noch geleert hatten. Gretchens s\u00e4uselnde Stimme auf der anderen Seite der T\u00fcr machte Verhei\u00dfungen, die keinen Mann kalt lassen konnten, doch Damil sch\u00fcttelte sie standhaft ab. Stetiges Unwohlsein wuchs jedoch in ihm, denn er ward allein im Raum, mit dem zur\u00fcckgelassen Dolch des Azuthpriesters, der best\u00e4ndig am Rand seines Bewusstseins zu kratzen schien und erst das erneute einschlagen in ethliche Teppiche und das Verstauen unter einigen Mehls\u00e4cken brachten Ruhe in das schr\u00e4ge Gef\u00fchl in seiner Magengegend.<\/p>\n<p>Derweil hatte sich der Rest der Gruppe in des Paters Obergemach umgesehen, deren zentralster Punkt eine Art aufrecht stehender Brunnen bildete, aus dem das Wasser jedoch nicht herauslief, sondern Spiegelgleich eine reflektierende Oberfl\u00e4che bildete. Das Gebilde war von offensichtlich zwergischer Meisterhand geformt und fesselte Xhorguls Aufmerksamkeit f\u00fcr ethliche Zeit, der mit den Resten seiner Macht und da er gezielt danach suchte, erkannte, dass das g\u00f6ttlicher Natur wirkende Machwerk von arkaner Macht manipuliert und korrumpiert war, so, dass jede Anrufung nicht einen Gott, sondern jemanden von dieser Ebene der Existenz kontaktierte. Dies stand im Widerspruch zum Wort des Paters, der sich damals Sicher gewesen war, mit Azuth leibhaftig zu reden, doch auch er sah ein, dass es nicht Azuths Wille gewesen sein konnte, was hier passierte und best\u00e4tigte die Beobachtung des Zwergengelehrten.<\/p>\n<p>Milo hatte das Ger\u00e4t entdeckt, das die Medizin aus dem \u00c4ther zog und das wie ein Galaxiemodell an einer provisorischen Holzkonstruktion an der Decke des Raumes teils schwebte, teils von Ketten gehalten war und entschloss sich kurzerhand, es mit einigen gezielten W\u00fcrfen auf die Balken und nach einem Aufprall auf dem Boden funktionsunf\u00e4hig zu machen.<\/p>\n<p>Der ganze Raum war eine Fundgrube f\u00fcr Kram sondergleichen. Die zwei Schlafst\u00e4tten waren die einzigen Orte, an denen man nicht \u00fcber Gold, aufgeschlagene B\u00fccher, Schriftrollen oder alte Zwergentafeln stolperte. Welch ein Paradies f\u00fcr einen Zaubergelehrten! Und Milos Suche brachte tats\u00e4chlich einige Schriftrollen von Nutzen hervor, die in der N\u00e4he der Notizen des Lehrlings verstreut lagen.<\/p>\n<p>Fenner durchst\u00f6berte gleichzeitig \u2013 mit seiner Keule allen m\u00f6glichen Kram beiseite schiebend \u2013 das Chaos und wurde erst von einigen Einw\u00e4nden davon Abgebracht, einige Kristalle der Medizin-erzeugenden-Maschinerie an sich zu nehmen. Au\u00dferdem stie\u00df er auf einen der wenigen Gegenst\u00e4nde, die nicht Papier, verfluchtes Gold, oder alter Stein war, als er einen erdverkrusteten W\u00fcrfel fand, der von Au\u00dfen wie eine wahllose Ansammlung von Scharnieren und Metallverstrebungen wirkte. Nach kurzem herumprobieren, was damit anzufangen sei, gab er auf, um ihn an Milo weiterzugeben, der Stunden der Nacht \u00fcber diesem R\u00e4tsel verbrachte.<\/p>\n<p>Sie entdeckten, dass die arcane Ebene der Magie des Brunnens \u00c4hnlichkeiten in der Art des Wirkens auffwies, die auch in der Sud-produzierenden-Maschine vorzufinden war und nahmen an, dass es von derselben Person oder Gruppe erschaffen worden sein musste.<\/p>\n<p>Die folgenden Stunden vergingen, in denen Fenner und Xhorgul dem Pater halfen, den Altarraum im Erdgeschoss wieder zu reinigen und zu weihen. Dabei mussten sie sich auch des verdammten Buches der Zwerge entledigen, dass der Pater unter einer Steinplatte beim Altar versteckt hatte. Es war offensichtlich mit Gewalt aus seiner steinernen Verankerung gerissen worden, um hierher zu kommen. \u00dcber die eingravierte Zwergenschrift zogen sich verdrehte Runen einer f\u00fcr alle unbekannten Schrift, geschrieben oder gewachsen aus dem selben Geflecht von bl\u00e4ulich-gr\u00fcnen, filigranen F\u00e4den, welche zugleich eine h\u00f6chst unheilige Aura ausstrahlten. Die alten Zwergenrunen wiesen auf einen Ort des Gefangenseins hin und darauf, dass dereinst jemand kommen w\u00fcrde, um etwas zuende zu f\u00fchren. In etwa: &#8222;Wenn Blut zum Blut zur\u00fcckkehrt, wird weiteres Blut flie\u00dfen m\u00fcssen, um die Geschichte zu beenden.&#8220; Au\u00dferdem wurde Dorwin Synonym mit dem Wort &#8222;Verr\u00e4ter&#8220; genutzt. Das Buch musste weichen und wurde au\u00dferhalb des Turmes sicher verstaut.<\/p>\n<p>Lyari hatte mittlerweile mit Hilfe der Waldl\u00e4ufer den Schuppen von Au\u00dfen verbarrikadiert, w\u00e4hrend sich Solofain um den nun wirklich ausgelaugten Asconion k\u00fcmmerte.<\/p>\n<p>Fenner war einer der ersten, der das entfernte Fiepen h\u00f6rte, dass er keinem ihm bekannten Tier zuordnen konnte und das in der Runde einiges Unbehagen bez\u00fcglich der dringend n\u00f6tigen Nachtruhe hervorrief. Lyaris Eule war es dann, die Nahe der Zwergenh\u00f6hle wahrlich wuchtige L\u00f6cher im Boden ersp\u00e4hte, was dazu f\u00fchrte, dass entschieden wurde in dem Keller der Taverne zu n\u00e4chtigen, falls W\u00fchler der Quell des Ger\u00e4usches w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Zuvor jedoch beharrte der Pater, m\u00fcssten sie wissen, womit sie es zu tun h\u00e4tten, denn Azuths Weisheit folgend ist Wissen Macht und nur wer wei\u00df vermag zielf\u00fchrende Entscheidungen zu f\u00e4llen. Sein Glaube war wieder erflammt, vielleicht wie nie zuvor und w\u00e4re er nicht so alt und gebrechlich, so ist sich die Gruppe sicher, w\u00fcrde er sich ihnen mit Streitkolben und R\u00fcstung anschlie\u00dfen, was auch immer dort lauern m\u00f6ge. Doch nun konnte er nur auf seine Art helfen und er hatte einen perfiden Plan. Die arkane Umlenkung des Brunnens, so seine Logik musste umkerhbar sein, da es so oder so eine Zweiwegverbindung war. Wenn ihnen dies gelingen w\u00fcrde und auf der anderen Seite wahrhaft nicht Azuth ist, w\u00fcrden sie m\u00f6glicherweise einen Blick auf ihren Feind erhaschen k\u00f6nnen. Milo und Xhorgul als erfahrenste Wunderwirker erkl\u00e4rten sich bereit, gemeinsam das hineingesponnene Geflecht zu sondieren, w\u00e4hrend der Priester ihnen den Zugang dazu bereitete, indem er mit enormer Anstrengung das Geflecht g\u00f6ttlicher Magie zeitweilig von dem arcanen Virus trennte. Als seine Kraft beinahe zur Ohnmacht ersch\u00f6pt war, schafften es Milo und der Zwerg in wirklich letzter Sekunde, den Mechanismus zu verstehen und am springenden Punkt umzukehren, doch beiden war gleichzeitig klar, dass wer auch immer dieses Werk infiziert hatte, einen Verstand mit ihnen bisher unbegreiflicher Genialit\u00e4t haben musste.<\/p>\n<p>Nur einige weitere Worte waren n\u00f6tig, um die Kraft des Spiegels hervorzurufen und ein Seufzen der Entt\u00e4uschung ging durch die Gruppe, als sich die spiegelnde Reflexion schlicht zu undurchdringlicher Dunkelheit wandelte, doch weiter nichts zu sehen war. Dies galt freilich nicht f\u00fcr Xhorgul und Fenner, deren \u00fcbernat\u00fcrlich scharfen Sinne erkennen lie\u00dfen, was sich dort im Dunkeln versteckte. Alter Zwergenschutt war mit roher magischer Kraft zu M\u00f6beln gepresst worden, auf denen sich Haufen von B\u00fcchern, Ingredenzien und Laborbedarf t\u00fcrmten. Doch nur einige Schritt weiter konnten sie den Blick auf den R\u00fccken eines menschengro\u00dfen Robentr\u00e4gers richten, der mit einer obskur-abartig anmutenden Gestalt redete. Dabei handelte sich es um einen menschlichen Oberk\u00f6rper, der einer B\u00fcste gleich auf einem Tisch abgestellt war, w\u00e4hrend ihm auch die Arme fehlten, welche nur einige Schritt weiter und offensichtlich angenagt in einer Lache ihres eigenen Blutes lagen. Der Hinterkopf des Mannes war er\u00f6ffnet und offensichtlich hohl, w\u00e4hrend er dennoch sprach; seine Muskeln bewegt von dem Geflecht aus blau-gr\u00fcnen Adern, welche den ganzen Kopf \u00fcberwucherten. Sie mussten ihren Ursprung irgendwo an der Wand der H\u00f6hle haben, wo Xhorgul auch einen kurzen Blick auf die nat\u00fcrliche Zusammensetzung des Gesteins erhaschen konnte, sowie eine markante Erzader erblickte, die ihnen vielleicht das Aufsp\u00fcren erleichtern konnte. Doch als h\u00e4tte der Robentr\u00e4ger einen siebten Sinn, wandte er sich nach einigen Sekunden um und noch w\u00e4hren sie einen Blick auf sein fremdartig, tentakebew\u00e4hrtes Gesicht werfen konnten, das durch eine Narbe \u00fcber dem rechten \u2013 durch einen violetten Kristall ersetzten \u2013 Auge verunstaltet wurde deaktivierte er den Spiegel durch einen Hieb unsichtbarer Kraft.<\/p>\n<p>Das erkennende Entsetzen auf Fenners und Xhorguls Gesicht sprach B\u00e4nde, als die nicht-Sehenden aufgekl\u00e4rt wurden, wem sie dort entgegenstanden und Xhorgul breitete sein Geschichtswissen \u00fcber die Kriege zwischen Zwergen und Illithiden aus, bis wahrlich jeder begriffen hatte; KACKE!<\/p>\n<p>Es gab nur geringes Wissen in der Truppe \u00fcber die Macht und F\u00e4higkeiten dieses Feindes, doch Pater Faustos konnte beisteuern, dass gemunkelt wird, sie k\u00f6nnten dich denken h\u00f6ren und Fragmente und Ger\u00fcchte zu Gedankenkontrolle, Gehirne von innen verdampfen und l\u00e4hmenden Angriffen wurden ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Als der Pater von der Angst der Gruppe vor W\u00fchlern h\u00f6rte hatte er einen Geistesblitz und kramte wie wild durch seine ehemals gut sortierten Unterlagen, bis er fand, was er suchte. Eine Kugel mit einigen stumpfen Stacheln, die sich herausziehen lie\u00dfen, jedoch stets auch wieder ihren Weg zur\u00fcck fanden. Er gestand keine Ahnung zu haben, was es sei, habe aber an einem anderen Ort eine Tafel gefunden, auf der dieser Gegenstand zusammen mit der Zwergenrune f\u00fcr einen &#8222;sicheren Platz&#8220; gezeichnet war. Die Steinplatte selber gab auch keinen Aufschluss dar\u00fcber, wie die funktionsweise denn sein k\u00f6nnte, doch auf ihrem Weg in den Tavernenkeller gelang es Lyari, der nur einige Augenblicke daran herumspielte, einen ohrenbet\u00e4ubenden L\u00e4rm aus der Kugel zu locken und wenig sp\u00e4ter fand er auch die anderen Funktionen heraus. Es scheint sich dabei um eine Art aktiken, magischen Tunnelw\u00e4rter zu handeln, der Alarm schlagen kann, wenn sich etwas durch den von seinen Nadeln abgesteckten Bereich bewegt.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck f\u00fcr die Wunderwirker brauchen nicht alle Mitglieder der Gruppe so viel Schlaf wie sie und Damil, Lyari und Fenner reichten aus, um Wache zu halten, w\u00e4hrend welcher sie auch den gro\u00dfen Haufen mit Kram, den die H\u00e4ndler auf ihren Wagen transportiert hatten durchw\u00fchlten.<\/p>\n<p>Sie fanden allerlei m\u00f6glicherweise sinnvolle Kleinigkeiten, mit denen sie jedoch nicht alle gleich etwas anfangen konnten.<\/p>\n<p>Insgeheim waren sie auch alle dankbar, dass die Nacht wider erwarten ruhig verlaufen war und als sie sich am n\u00e4chsten Morgen auf den Weg zur Zwergenh\u00f6le machten, fiel die Beklemmung langsam von ihnen ab, welche sich durch das Schlafen in der N\u00e4he all des Goldes und der vielen bewusstlosen Leiber aufgestaut hatte. Die Verriegelung der Taverne hatte den Zwergenh\u00e4mmern nichts entgegen zu setzen und sie fanden die T\u00fcr einige Schritt von ihrer gedachten Position entfernt auf dem Boden liegend, w\u00e4hrend die Verursacher selber offensichtlich schon vor einiger Zeit ihren Weg zur H\u00f6hle gegangen waren.<\/p>\n<p>Der Pfad dorthin war mittlerweile ausgetrampelt und sie konnten aus sicherer Entfernung die dort sitzenden Krieger beobachten. Jeder harrte auf einem Klotz vorm offenen Eingang der H\u00f6hle in einer Position die Gro\u00dfes erwarten lie\u00df, beinahe wie die ehrw\u00fcrdigen Statuen und das Licht reflektierte sich beeindruckend in ihren Harnischen. W\u00e4hrend Xhorgul das Gespr\u00e4ch suchte und mit zwergischer Vernunft versuchte diesem epischen Rausch entgegen zu wirken, schlichen sich Damil und Milo um diese vier wandelnden Festungen herum, um sie im Zweifelsfall flankieren zu k\u00f6nnen. Damil ging sogar so weit, sich in den Eingang der H\u00f6hle zu schleichen, als das Quietschen, welches sie auch zuvor wieder, doch diesmal ged\u00e4mpfter wahrgenommen hatten, pl\u00f6tzlich anschwoll, als in einer Wolke aus Staub und Steinen etwas dunkles, haariges, Gro\u00dfes durch die H\u00f6hlendecke st\u00fcrzte und sich wie im Wahn windend aus der H\u00f6hle und den Streitern entgegen warf. &#8222;Schei\u00dfe!&#8220; war das Letzte, was Damil \u2013 im Eingang stehend &#8211; noch denken konnte, w\u00e4hrend das Wesen bereits im Sprung war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und der Schleier fiel (The Legion of the Trusted) Und Pater Faustos begann seine Geschichte zu stammeln. Er erz\u00e4hlte von den Zwergen die kamen um ihr angebliches Erbe anzutreten, oder zu richten, was zu richten sei. 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