{"id":13109,"date":"2017-01-12T21:03:27","date_gmt":"2017-01-12T20:03:27","guid":{"rendered":"http:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/?p=13109"},"modified":"2017-12-22T23:51:31","modified_gmt":"2017-12-22T22:51:31","slug":"calzifer-armin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/archiv\/inaktive_sc\/calzifer-armin\/calzifer-armin\/","title":{"rendered":"Calzifer"},"content":{"rendered":"<p>Calzifer<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dies handelt vom ersten seines Namens, zweiter Sohn des Herrn der Feste Zahrim Thalos. Herrscher \u00fcber die Schwarzmoore und einziger lebender Nachfahre und Erbe.<\/p>\n<p>In dem Moment als er das Licht der Welt erblickte, nahm er\u00a0seiner Mutter das Leben. Es steht geschrieben in der Chronik der Familie das es bei der Geburt zu Komplikationen kam aber das entspricht nicht der Wahrheit. Nicht wirklich. Als er auf die Welt kam, war er anders. Er sah aus wie jeder andere normale Knabe, der grade geboren wurde aber er war es nicht. Er konzentrierte Unmengen Arkaner Magie in sich. Man vermute das er sich im Leib seiner Mutter an ihrer Energie labte und sie vollst\u00e4ndig aufnahm und das letztendlich seine Mutter daran starb. Man sah diese Geburt als b\u00f6ses Omen und verfluchte den Jungen als Abscheulichkeit.<br \/>\nSein eigener Vater verschm\u00e4hte ihn, brachte es aber nicht \u00fcbers Herz ihn zu t\u00f6ten. Obwohl es vielleicht das richtige gewesen w\u00e4re. Man wei\u00df es nicht. Er wurde Calzifer getauft. Als er noch nicht einmal 1 Jahr alt war. Versuchte man ihn zu umzubringen. Es war ein Auftragsmord. Vermutlich beauftragt von den B\u00fcrgern der D\u00f6rfer. Die Angst vor der Brut des Herrn hatten und bef\u00fcrchteten das er gro\u00dfes Unheil f\u00fcr das Land bedeutete. Au\u00dferdem liebten sie seine verstorbene Mutter. Sie war eine gro\u00dfz\u00fcgige und liebevolle Frau. Aufgrund dessen was passierte, deuten wir die damaligen Geschehnisse folgenderma\u00dfen.<\/p>\n<p>Als der Meuchelm\u00f6rder den Raum betrat und sich kurz darauf \u00fcber Calzifer beugte, sein Messer zog und ihm in die Augen schaute. Bekam er wohl eine G\u00e4nsehaut. Jedenfalls muss er f\u00fcr einen kurzen Moment gez\u00f6gert haben. Und in genau diesem Moment sammelte sich neben und \u00fcber Calzifers K\u00f6rper schwarzer Rauch und begann Gestalt anzunehmen. Es nahm die Form einer kleinen Schlange an. Eine Viper. Kaum hatte sich der K\u00f6rper geformt und verfestigt, visierte sie ihr Ziel an und sprang ihm an die Kehle. Sie biss sich fest und verstr\u00f6mte ihr t\u00f6dliches Gift in seinem K\u00f6rper. Vom Hals ausgehend verf\u00e4rbten sich seine Adern und Blutgef\u00e4\u00dfe unter der Haut Lila. Seine Muskeln l\u00e4hmten sich und zuckten leicht. Als w\u00fcrde er versuchen dagegen anzuk\u00e4mpfen. Immer mehr Gift durchstr\u00f6mte seinen K\u00f6rper und das t\u00f6dliche Nervengift fing langsam an seine Zellen zu zersetzen. Ihm floss Blut aus Augen, Ohren, Nase und Mund. Kurz darauf ging der Attent\u00e4ter tot zu Boden, Schaum quoll aus seinem Mund und die Schlange lies ab von ihm. Sie schl\u00e4ngelte zur\u00fcck zu ihrem Herrn und hielt von nun an Wache. Schreiend fand die Hebamme den Leichnam am n\u00e4chsten Morgen. Und nur sie lies die Schlange fortan Hand an den Jungen legen.<\/p>\n<p>Niemand verstand wie ein Baby einen Vertrauten beschw\u00f6ren konnte und so lange und konstant zu kontrollieren vermag. Der Knabe wurde \u00e4lter und \u00e4lter. Es kam zu keinen Vorf\u00e4llen mehr aber seit jenem Tag wurde der Kontakt zu ihm stark reglementiert und seitdem er laufen kann darf er die Feste und das Anwesen nicht mehr verlassen. Sein Vater ver\u00e4nderte sich sehr und was vorher Liebe und Barmherzigkeit war. Ist Heute Hass und Wahnsinn. Er sammelte mehr und mehr verbotene Schriften, studierte sie und lies nach und nach das Personal ersetzen. Jeder der sich gegen ihn stellte verschwand f\u00fcr immer. Niemand traute sich nach deren Verbleib zu fragen.<br \/>\nDer Herr schien ein Ziel zu verfolgen. Einen gro\u00dfen Plan aber keiner wurde eingeweiht. Jedoch bef\u00fcrchten wir das sein Sohn eine zentrale Rolle spielen wird. Noch ist das Schicksal des Jungen ungewiss. Irgendwann wird er sich entscheiden m\u00fcssen f\u00fcr was er k\u00e4mpft. Egal f\u00fcr was er sich entscheidet, er wird gro\u00dfes vollbringen. Oder gar schreckliches anrichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Gro\u00dfmeister des Hauses Thalos A.D.1369<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Tagebucheintrag 16. Flammenleit 1382<\/em><\/p>\n<p><em>Die Nacht bricht langsam herein und ich studiere wie jeden Abend Arkane Zauber in der Familienbibliothek. Arkanes Wissen und Wissen \u00fcber deren Anwendung gibt es schon seit Generationen in unserer Familie. Magie liegt mir, mit Leichtigkeit meistere ich in k\u00fcrzester Zeit Zauber wof\u00fcr andere Jahre brauchen. Besonders liegen mir elementare Zauber. Ich kann sie nach meinem Willen manipulieren und formen. Aber auch Bannzauber und Verzauberungen habe ich inzwischen gemeistert. Ich schreibe sie alle regelm\u00e4\u00dfig in meinen Almanach.<\/em><br \/>\n<em> Heute habe ich es endlich geschafft die Arkanen Geschosse auf ein h\u00f6heres Niveau anzuheben. Wahrlich eine brillante Leistung.<\/em><br \/>\n<em> Leider werden hier seit 10 Jahren ausschlie\u00dflich Beschw\u00f6rungen und Nekromantie angewendet. Mein Vater ist ein grausamer Mann geworden. Er hat sich voll und ganz b\u00f6ser Magie verschrieben. Seit meine Mutter tot ist, schert er sich nicht um belange anderer und das Leben au\u00dferhalb unserer Mauern. <\/em><em>Regelm\u00e4\u00dfig versammeln sich vermummte Gestalten und halten geheime Rituale ab. Und f\u00fcr die braucht es auch Opfergaben, wie ich feststellen musste. Bettler und Dirnen, jeder Mensch der nicht vermisst wird wenn man ihn entf\u00fchrt. Solche werden von seinen H\u00e4schern aufgegriffen und in das Kellergew\u00f6lbe gebracht. Mittlerweile k\u00f6nnte man es auch als Gruft oder Folterkammer bezeichnen.<\/em><br \/>\n<em> Jeder von den Gefangenen wird gequ\u00e4lt und gefoltert. Sobald sie dem Tode nahe sind werden ihnen Siegel in den K\u00f6rper geritzt. Nekrotische Symbole. Bannzeichen um nach dem Tod auch weiterhin Macht \u00fcber sie und ihre Seelen zu haben. <\/em><em>Wenn die Prozedur abgeschlossen ist werden sie Kopf\u00fcber an der Decke aufgehangen und dann wird ihnen die Kehle mit einem Sch\u00e4cht Schnitt durchgeschnitten. So h\u00e4ngen sie dann bis sie ausgeblutet sind. Das Blut sammelt sich in einem Beckenf\u00f6rmigen Kreis in der Mitte des Raumes, wo dann \u00fcblicherweise auch die Rituale zur Beschw\u00f6rung m\u00e4chtiger Kreaturen aus anderen Dimensionen statt finden. Diese sollen ihm dann dienen. Und wenn das nicht funktioniert machte er aus ihren Leichen willenlose Sklaven. Skelette und wandelnde Leichen. Die durch die Nekrotischen Symbole und Zeichen gezwungen waren ihm zu dienen.<\/em><br \/>\n<em> Anfangs wollte er Mutter zur\u00fcck von den Toten holen. Es traf ihn tief als sie starb. Aber mittlerweile hat es ihn den Verstand gekostet und er ist dem Wahnsinn verfallen. Es verschwanden immer mehr Menschen. Nicht nur aus unserem Dorf sondern auch von Nachbard\u00f6rfern und Reisende. Die Menschen wurden zunehmend misstrauischer und ich konnte die Tatsachen nicht mehr l\u00e4nger ignorieren denen sich zu stellen ich mich so lange weigerte und f\u00fcrchtete. Lange schon studierte ich Elementare Zauber und keine Nekromantie, denn das Schicksal meines Vaters wollte ich nicht teilen und auch das Leid das er verursachte, sollte nicht mein Verm\u00e4chtnis sein.<\/em><br \/>\n<em> Doch ich erkannte das nichts zu tun genauso schlimm ist. Nur was sollte ich tun? Ich darf das Grundst\u00fcck nicht verlassen. Seine Wachen lassen mich so gut wie nie aus den Augen und nun sollte ich schon bald sein Erbe antreten.<\/em><\/p>\n<p><em>Kurz darauf blickte ich aus dem Fenster und sah dutzende sich bewegende und n\u00e4her kommende Lichter. Der Mob, der l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig war hatte sich versammelt und marschierte auf unser Grundst\u00fcck zu. Jedoch ahnten sie nicht das sie vermutlich in eine Falle laufen w\u00fcrden. Denn mein Vater hatte Vorkehrungen getroffen und ich f\u00fcrchtete das genau dieser Mob auch ein Teil seines Plans war.<\/em><br \/>\n<em> Sie erreichten das Tor an unseren Mauern, die unser Grundst\u00fcck absteckten. Schreie und das klirren von Schwertern, Mistgabeln und alles was sie an Waffen in der kurzen Zeit auftreiben konnten durchbrach die Stille der Nacht.<\/em><br \/>\n<em> Die gro\u00dfe Eingangst\u00fcr des Frieds ging auf und mein Vater trat hinaus. Gekleidet in schwarzem Samt, den K\u00f6rper damit komplett bedeckt und das Gesicht durch eine Kapuze aus dem gleichen Stoff verh\u00fcllt. Verziert durch nekrotische Schriftz\u00fcge und Knochen verstorbener. Langsam schritt er auf sie zu. Auf dem linken Bein leicht hinkend und auf seinem Stock abst\u00fctzend n\u00e4herte er sich dem Tor. Als er am Tor ankam richtete er sich ein St\u00fcck auf und sprach<\/em><br \/>\n<em> \u201eWarum tretet ihr vor mein Tor. Was soll diese St\u00f6rung zu so Sp\u00e4ter Stunde?\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eDas wisst ihr ganz genau! Erwiderte eine laute Stimme aus der Masse. \u201eZu viele Menschen sind verschwunden und Sie k\u00f6nnen nicht verbergen welch dunkle M\u00e4chte sich hier versammeln.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eSie sind ein Nekromant! Und betreiben verbotene Magie!\u201c Schrie einer aus der Menge.<\/em><br \/>\n<em> Auf dem Gesicht meines Vaters zeichnete sich ein h\u00e4misches Grinsen.<\/em><br \/>\n<em> \u201eUnd wenn dem so ist? Was wisst ihr denn schon?\u201c entgegnete er<\/em><br \/>\n<em> \u201eIhr tretet vor mein Tor und denkt ihr rei\u00dft mein Tor ein, lyncht mich und setzt all dem ein Ende? Denkt ihr wirklich das es eine gute Idee war hierher zu kommen?\u201c<\/em><br \/>\n<em> Unruhe machte sich langsam unter dem Mob breit.<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Vater wartete gar nicht erst bis die Meute sich wieder gesammelt hat und zu einem Entschluss gekommen war.<\/em><br \/>\n<em> Er fing an nekrotische Zauber zu fl\u00fcstern, wiederholte sie immer und immer wieder. Angst machte sich breit unter den Dorfbewohnern. Einige schritten zur\u00fcck und wollten die Flucht ergreifen und andere r\u00fcttelten am Tor und verfluchten meinen Vater. Dann schwieg er.<\/em><br \/>\n<em> Er hob seinen Stab und stampfte auf den Boden. Ein Markersch\u00fctternder Knall ging hervor. Dann war Stille.<\/em><br \/>\n<em> Die Menschen schauten sich verwundert und fragend um. Auf einmal fing der Boden an zu zittern, nur leicht aber dennoch sp\u00fcrbar. Einer der Dorfbewohner blickte nach unten und sah das sich der Boden umgrub als w\u00fcrde ein Maulwurf seinem Tagesgesch\u00e4ft nach gehen. Dann mit einem mal schoss eine Hand hervor und packte ihm am Bein und zog sich an ihm hoch. Panisch versuchte er sich zu befreien und st\u00fcrzte. Auf die Hand folgte ein Arm und dann der Rest des Leibes. Bei genauem hinsehen erkannte man das der K\u00f6rper schon halb am verwesen war und sich dennoch bewegte wie ein lebender Mensch, wenn auch langsamer.<\/em><br \/>\n<em> Mittlerweile hatte er sich komplett aus der Erde gegraben und st\u00fcrzte sich auf den noch immer am Boden liegenden Mann. Er biss ihm ins Fleisch, zerriss seine Bauchdecke und a\u00df sich satt an seinen Eingeweiden. Der Mann schrie mit voller Kraft aber niemand kam ihm zur Hilfe. Eine weitere Leiche, eben noch vergraben, kroch nun auch noch auf ihn zu, packte seinen rechten Arm und biss ein gro\u00dfes St\u00fcck Fleisch heraus. Kurz darauf riss er ihm den Arm aus und fra\u00df sich bis auf den Knochen durch. Als der Rest der Dorfbewohner das sah gerieten nun auch sie in Panik.<\/em><br \/>\n<em> Zur selben Zeit gruben sich \u00fcberall inmitten der Menschenmenge und um sie herum Leichen aus dem Erdreich hervor und fielen \u00fcber die Menschen her. Sie brachten sie zu Fall und bissen sich in ihnen fest. Menschen wurden auseinander gerissen, Gliedma\u00dfen wie Spie\u00dfe gegessen und Brustk\u00f6rper ge\u00f6ffnet als w\u00e4ren die Rippen nur Streichh\u00f6lzer.<\/em><br \/>\n<em> Sie versuchten zu fliehen aber kaum einer schaffte es ihnen zu entkommen und wenn doch viel er den H\u00e4schern in die Arme, die schon bereit standen um sie zur\u00fcck zu sto\u00dfen. In die Arme der wandelnden Leichen.<\/em><br \/>\n<em> Wie ihr Meister es ihnen aufgetragen hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eWillkommen in der Familie\u201c fl\u00fcsterte mein Vater, drehte sich um und ging zur\u00fcck in den Fried.<\/em><\/p>\n<p><em>All diese Menschen starben. Die toten a\u00dfen sich satt an ihnen. Ich war schockiert \u00fcber das Ausma\u00df des Gemetzels und \u00fcber die Grausamkeit meines Vaters. Auch wenn ich wusste das er schlimmes tat, h\u00e4tte ich nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten das er so weit gehen w\u00fcrde. Ich stand wie starr am Fenster und konnte den Blick nicht abwenden. Mir war \u00fcbel und ich sch\u00e4mte mich.<\/em><br \/>\n<em> Kurze Zeit sp\u00e4ter h\u00f6rte ich schritte Richtung Bibliothek kommen. Sie kamen n\u00e4her. Mein Vater \u00f6ffnete die T\u00fcr und trat in den Raum.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWie konntest du das tun!\u201c Schrie ich ihn an.<\/em><br \/>\n<em> \u201eSchweig! Wage es nicht so mit mir zu reden.\u201c Br\u00fcllte er zur\u00fcck.<\/em><br \/>\n<em> \u201eSie waren notwendig, schon bald wirst auch du das Kunstwerk erkennen. Dies war nur ein kleines Puzzleteil. Das letzte das noch fehlte. Abgesehen von dir nat\u00fcrlich. Sobald du dann dein Erbe Antrittst, wird unsere Familie \u00fcber den Tod selbst herrschen.\u201c fuhr er fort. \u201eNicht nur \u00fcber den Tod, \u00fcber das ganze Land. Du wirst das m\u00e4chtigste Arkane Wesen sein, das es je gab.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eIch will daran nicht l\u00e4nger teilhaben und ich will auch kein teil dieser Familie mehr sein. Mutter w\u00fcrde es das Herz brechen dich so zu sehen!\u201c<\/em><br \/>\n<em> Das Gesicht meines Vaters verfinsterte sich und Arkane Energie sammelte sich in ihm. Ich konnte es sp\u00fcren. Vielleicht w\u00fcrde er mich nicht t\u00f6ten aber ich werde nicht l\u00e4nger ein Gefangener sein.<\/em><br \/>\n<em> Ich kann mich nicht mit ihm messen also muss ich mir schnell was einfallen lassen. Verdeckt f\u00fchrte ich Handzeichen aus und fl\u00fcsterte in mich hinein.<\/em><br \/>\n<em> \u201eWas soll das werden. Willst du dich wirklich gegen deinen Vater richten und das mit Magie? Ich hielte dich f\u00fcr kl\u00fcger.\u201c<\/em><br \/>\n<em> \u201eDann muss ich dich halt zwingen, zu erkennen welch gro\u00dfe Verantwortung du gegen\u00fcber deiner Familie hast.\u201c z\u00fcngelte er. Schnell sprach mein Vater die W\u00f6rter f\u00fcr einen Blitz und z\u00f6gerte nicht damit ihn zu benutzen. Zischend schoss ein Blitz aus seiner Hand hervor und krachte in das B\u00fccherregal an der Wand. Die Silhouette meines K\u00f6rpers verzerrte sich allm\u00e4hlich und verschwand dann ganz. \u201eDu Bastard! Ein Illusionszauber? Dieses mal magst du mich get\u00e4uscht haben aber das wird dir auch nicht das Leben retten. Dein Schicksal ist sieht anderes vor!\u201c Schrie er mir w\u00fctend hinterher.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich raste die Stufen hoch zu meinem Zimmer.\u00a0Au\u00dfer Atem packte ich hastig meinen Reisebeutel nur mit dem notwendigsten Vorr\u00e4ten und meinem Arkanen Almanach. Ich schnappte mir meine Jagd Armbrust, den Trainings-Kampfstock und meinen Arkanen Dolch. Danach zog ich mir mein d\u00fcnnes Kettenhemd an und warf meinen Schatten gef\u00e4rbten Umhang \u00fcber. Bevor ich aus dem Fenster im Obergeschoss sprang, drehte ich mich ein letztes mal um und sprach die Worte des Zaubers \u201eSengender Strahl\u201c und setzte mein Zimmer in Brand.<\/em><br \/>\n<em> Ich lief zur Mauer, wartete kurz im Schatten und blickte mich um. Die Flammen aus meinem Zimmer loderten und griffen auf benachbarte Zimmer und den Flur \u00fcber. Es w\u00fcrde nicht lange dauern bis der gesamte erste Stock brennt.<\/em><br \/>\n<em> Eines Tages werde ich zur\u00fcckkehren. Ich werde beenden was ich zu lange geduldet hatte! Ich werde das treiben meines Vaters beenden!<\/em><br \/>\n<em> Ich wendete mich wieder der Mauer zu, lies eine T\u00fcr entstehen und rannte in die Nacht. Ich verschwendete keinen weiteren Gedanken an die Diener meines Vaters und rannte so lange bis ich den Wald erreichte der an unsere \u00f6stlichen Felder angrenzte. Nachdem ich mich kurz orientierte zwang ich mich weiter zu rennen bis ich vor Schmerzen in den Beinen zusammen brach. Kurz darauf schlief ich ein.<\/em><br \/>\n<em> Am n\u00e4chsten Tag wanderte ich Richtung S\u00fcden bis zum n\u00e4chsten Dorf.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Tagebucheintrag Ende<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem ich aufgewacht war, nahm ich etwas von meinen Vorr\u00e4ten und Fr\u00fchst\u00fcckte. Ich schrieb die vergangenen Ereignisse nieder und \u00fcberlegte was ich als n\u00e4chstes tun sollte.<br \/>\nDenn das Dorf war nicht mehr weit entfernt. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck verschob ich das gr\u00fcbeln auf sp\u00e4ter und ging los. Als ich das Dorf erreichte machte ich mir wieder Gedanken was ich nun tun sollte. Vielleicht war mein Vater den Flammen entkommen und seine H\u00e4scher suchten schon nach mir. M\u00f6glicherweise hat er das Ritual ohne mich vollendet und viel gr\u00f6\u00dferes Unheil droht als lediglich seine Diener.<br \/>\nAls erstes brauchte ich ein Schlafplatz f\u00fcr die Nacht bevor ich weiter ziehe. Irgendwo hin wo man mich nicht kennt.<br \/>\nParanoid schl\u00e4ngelte ich mich durch die Massen und klapperte alle L\u00e4den und auch den Markt ab, aber keiner wollte oder konnte mir helfen.<br \/>\nNiemand bot mir Arbeit oder einen Schlafplatz an. Das einzige was mir \u00fcbrig blieb war in der Taverne in der K\u00fcche Hilfsarbeiten zu voll richten, damit ich wenigstens f\u00fcr eine Nacht ein Zimmer und etwas Essen hatte. Es war zwar unter dem was ich gewohnt war, aber ich nahm das Angebot an.<\/p>\n<p>Nach drei Tagen herumlungern in der Stadt und nur einen Tag davon unter einem Dach, hatte ich noch immer keinen weiteren Plan wie es nun weiter gehen soll. Bevor ich jedoch irgendetwas unternehmen konnte kam eine vermummte Gestalt zu mir. Ich erschrak zuerst, zu mal er auf dem ersten Blick wie mein Vater aussah obwohl ich sein Gesicht nur Schemenhaft sah. Von der Stimme her schien es ein \u00e4lterer Mann zu sein, sie klang heiser und schwach.<br \/>\n\u201eIch h\u00f6rte du suchst Arbeit? Sagte er zu mir mit einem verlockenden Klang.<br \/>\n\u201eIch kann dir Arbeit anbieten, aber nicht hier. Weit, weit im fernen Osten. Die L\u00e4nder, die nicht auf der Karte verzeichnet sind.\u201c fuhr er fort.<\/p>\n<p>Er schien dubios und zwielichtig. Ich haderte mit mir. Ich konnte nicht hier bleiben aber ich vertraute ihm auch nicht. Er kannte mich nicht und wusste nichts \u00fcber meine Vergangenheit.<\/p>\n<p>\u201eWir sorgen f\u00fcr Proviant und Schlafpl\u00e4tze. Keine Fragen dar\u00fcber wo und warum wir dort schlafen. Wenn wir im Osten angekommen sind, stelle ich dich dem Wachoffizier vor und du kannst als Wache eine Zeit lang arbeiten.\u201c redete er weiter auf mich ein.<br \/>\nAber letztendlich hatte ich kaum eine Wahl und nach kurzem \u00fcberlegen nahm ich das Angebot an. Besser ins Unbekannte reisen als auf der Stra\u00dfe ohne Dach und ohne Verpflegung zu sein. Geschweige denn meinem Vater in die H\u00e4nde zu fallen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ging die Reise los. Es ging Richtung Osten. \u00dcber den goldenen Pfad durch die endlose \u00d6dnis und die Ebenen der Pferde. Wir zogen von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt und w\u00e4hrend wir im Lager au\u00dferhalb warteten verschwand der alte Mann immer wieder. Kurz darauf schlossen sich neue der Gefolgschaft an. Am Ende erreichten wir schlie\u00dflich eine endlos erscheinende W\u00fcste, in der wir mehrere Tage umher wanderten. Ich dachte schon wir h\u00e4tten uns verirrt und ich m\u00fcsste verdursten und sterben. Ich bereute meine Entscheidung schon, als sich vor uns eine verlassene Oase auftat. Hier erschuf der vermummte Mann ein Portal, hinter welchem Berge und Schnee zu sehen waren. Er drehte sich zu der Gefolgschaft aus \u00e4rmlichen und schwachen Gestalten und verk\u00fcndete \u201eHier m\u00fcssen wir hindurch.\u201c Kurz darauf verschwand er im Portal. Ich zweifelte. Ich kannte Portale ihre T\u00fccken und wusste damit ist nicht zu spa\u00dfen.<br \/>\nDoch dem Rest der Gefolgschaft schien das egal zu sein und sie dr\u00e4ngten mich Richtung Portal. Bevor ich mich dazu entschlie\u00dfen konnte durchs Portal zu schreiten wurde ich niedergeschlagen.<br \/>\nIch wachte mit Kopfschmerzen auf und keiner der M\u00e4nner und Frauen der Gefolgschaft war zu sehen. Kein Portal, niemand. Das einzige was sich vor meinen Augen auftat war ein Hof der von ein paar H\u00e4usern umgeben ist. Eine Schmiede, ein Schneider und ein Stall. Mehrere B\u00e4ume stehen hier. Der gr\u00f6\u00dfte Baum ist kahl und mit Menschenleichen behangen. Blut, Eingeweide und K\u00f6rperteile um ihn herum und auf dem Baum verteilt.<br \/>\nEin wahrlich grausiger und widerlicher Anblick. Alles scheint verlassen zu sein.<\/p>\n<p>In einiger Entfernung ragte ein gro\u00dfer Palast in den Himmel. Er steht auf einem m\u00e4chtigen Felsplateau. Rechts vom Palast konnte ich in weit hinten am Horizont wolkenverhangene Berge entdecken.<\/p>\n<p>Die Kopfschmerzen meldeten sich wieder und mir wurde schwindlig. Mein Kreislauf brach zusammen und ich ging zu Boden. Kurz bevor ich mein Bewusstsein verlor, konnte ich mich noch an drei Dinge erinnern: Alle Rastpl\u00e4tze des vermummten Mannes waren wie ausgestorben und obwohl er immer von \u201ewir\u201c sprach sah ich nie jemanden au\u00dfer ihn und den Rest der Gefolgschaft. Das letzte war das Wappen, das er trug. Es sah aus wie ein Fl\u00fcgel, der von einem Pfeil durchbohrt wird.<\/p>\n<p>Dann verlor ich das Bewusstsein.<\/p>\n<p>Ein stechender Schmerz in der rechten Seite meines Oberk\u00f6rpers weckte mich und lies mich aufschreien. Der halbe Schrei blieb mir jedoch im Hals stecken als ich vor mir mehrere Gestalten sah, die sich \u00fcber mich beugten und mich fragten wer ich sei und woher ich komme.<\/p>\n<p>Nachdem ich mich kurz orientiert hatte und mir sicher war das mir keine Gefahr drohte, antwortete ich ihnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eIch bin Calzifer.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Calzifer Dies handelt vom ersten seines Namens, zweiter Sohn des Herrn der Feste Zahrim Thalos. Herrscher \u00fcber die Schwarzmoore und einziger lebender Nachfahre und Erbe. In dem Moment als er das Licht der Welt erblickte, nahm er\u00a0seiner Mutter das Leben. 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