{"id":12175,"date":"2016-06-18T23:44:01","date_gmt":"2016-06-18T21:44:01","guid":{"rendered":"http:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/?p=12175"},"modified":"2018-02-03T22:18:06","modified_gmt":"2018-02-03T21:18:06","slug":"das-geheimnis-um-die-akuma-bi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/abenteuer\/gruppe2\/das-geheimnis-um-die-akuma-bi\/","title":{"rendered":"Das Geheimnis um die Akuma-bi (Cult of the Damned)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong><u>Wir schreiben den 18.\/19. Flammenleite 1382 auf dem Kontinent Kara-Tur in der Provinz Chin Tung<\/u><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/dunkles_schloss_by_lord_ramoth.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12178 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/dunkles_schloss_by_lord_ramoth.jpg?resize=294%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"Das Geheimnis um die Akuma-bi (Cult of the Damned)\" width=\"294\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/dunkles_schloss_by_lord_ramoth.jpg?resize=294%2C300&amp;ssl=1 294w, https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/dunkles_schloss_by_lord_ramoth.jpg?resize=768%2C783&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/dunkles_schloss_by_lord_ramoth.jpg?w=800&amp;ssl=1 800w\" sizes=\"(max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/a>Nachdem sich die Gruppe in den kleinen Hof, der als Lager benutzt wurde, zur\u00fcckgezogen, soweit wie m\u00f6glich alles gesichert und einen Wachplan aufgestellt hatte, machten sie sich daran neue Kr\u00e4fte zu sammeln. Nur Thimbr\u00e9 war dies nicht verg\u00f6nnt, da er die erste Wache \u00fcbernahm. Kurz vor Ende seiner Schicht h\u00f6rte er ein sehr lautes Summen, wie von einer riesigen Hornisse, dass mal lauter und mal leiser wurde, als wenn es Kreise um das Schloss ziehen w\u00fcrde. Leider konnte er in der Dunkelheit nichts Genaues erkennen. Damit die Gruppe am n\u00e4chsten Tag m\u00f6glichst ausgeruht die neuen Hindernisse \u00fcberwinden konnte, weckte Thimbr\u00e9 nur Amara, die eh die 2. Wache hatte. Beide versuchten in der Dunkelheit etwas zu erkennen, sogar Sparks wurde losgeschickt, um die Lage auszukundschaften. Aber au\u00dfer einem relativ gro\u00dfen, schwarzen Schatten, der anscheinend mehrere d\u00fcnne Beine aufwies, konnten sie nichts erkennen. Merkw\u00fcrdig war allerdings, dass das Summen von mehreren Kreaturen zu stammen schien. Da die Kreatur nur Kreise zog und erstmal keine direkte Bedrohung darstellte, legte sich Thimbr\u00e9 ebenfalls hin, um noch genug Energie zu tanken, w\u00e4hrend Amara die Situation weiter beobachtete. Einige Zeit sp\u00e4ter wurde es dann auch wieder ruhig.<\/p>\n<p>Der weitere Verlauf der Nacht blieb ereignislos und w\u00e4hrend alle nacheinander erwachten, d\u00e4mmerte es und die Sonne begann ihre t\u00e4gliche Bahn. Jeder ging seinem Morgenwerk nach. Bran meditierte, um mit der umgebenden Natur in Einklang zu kommen und weckte im Anschluss seinen B\u00e4ren Nym, indem er ihn ausgiebig kraulte (mit ganzem K\u00f6rpereinsatz) und ihm ein leckeres Fr\u00fchst\u00fcck servierte. Jorax machte Kampf\u00fcbungen und trainierte mithilfe eines Buches und der ihn umgebenden Objekte beim Fr\u00fchst\u00fcck Vokabeln. Thimbr\u00e9 unterzog sich einer Katzenw\u00e4sche und bereitete schlie\u00dflich seine Zauber f\u00fcr den anbrechenden Tag vor. Da mit weiteren K\u00e4mpfen gegen D\u00e4monen zu rechnen war, pr\u00e4gte er sich dabei ein Repertoire an unterschiedlichen Kampfzaubern ein, um die Resistenzen der D\u00e4monen hoffentlich knacken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Tag schien ansonsten sch\u00f6n zu werden. Mit ungef\u00e4hr 26\u00b0C war es recht warm, obwohl ein relativ k\u00fchler Wind wehte und der Himmel stark bew\u00f6lkt war. Da die anderen ebenfalls aus Faerun stammten und auch mit einem Luftschiff nach Kara-Tur gelangten, entschied sich Bran bei der Gruppe zu bleiben. Zum einen kannten sich die anderen hier etwas aus, w\u00e4hrend Bran \u00fcberhaupt nichts von Kara-Tur oder der hier \u00fcblichen Sprache wusste und zum anderen war er ja ausgezogen, um die Welt zu bereisen und Erfahrung zu sammeln. Das w\u00fcrde mit einer relativ gleichgesinnten Gruppe wesentlich besser gelingen und auch mehr Spa\u00df machen. Vor allem der Zwerg mit seinem eigensinnigen Humor hatte es Bran bereits angetan. Gegen 10 Uhr machte sich die Gruppe auf zum Tor mit dem roten Zylinder. Nachdem sich Jorax bei Amara erkundigte, wie sie das letzte Mal solch ein Tor mit ihrem Bogen ge\u00f6ffnet hatte, hielt Jorax seine Hand am ausgestreckten Arm zum Zylinder\u2026 doch nichts passierte. Jorax versuchte es weiter mit unterschiedlichen Haltungen und als der Stein am Handr\u00fccken direkt vor den Zylinder gehalten wurde, kam es zu einer Reaktion. Der Zylinder pulsierte immer langsamer und die Adern fingen an zu erblassen. Als sie jegliche Farbe verloren hatten, endete das Pulsieren mit einem gleichzeitigen \u201eKlick\u201c. Nun konnte Jorax die T\u00fcr aufdr\u00fccken und die Gruppe mit ihrem neuen Gruppenmitglied Bran und seinem Braunb\u00e4ren das 5 bis 6 geschosshohe Schloss betreten.<\/p>\n<p>Innen war alles d\u00fcster, sodass die sichtbenachteiligten Gruppenmitglieder erst einmal ihre verschiedenen Lichtquellen hervorholen mussten, um etwas zu erkennen. Ihnen er\u00f6ffnete sich eine gro\u00dfe Eingangshalle, deren Decke in ungef\u00e4hr 10 m H\u00f6he ragte, wobei etwa in der Mitte ein Loch klaffte. In ca. 4 \u2013 5 m H\u00f6he befand sich eine Balustrade, die sich einmal um die drei umliegenden W\u00e4nde herumwand. \u00a0Nur an der rechten Ecke war sie eingebrochen und hatte einen menschlichen K\u00f6rper fast vollst\u00e4ndig unter sich begraben. Auch sonst konnte die Gruppe Balken und anderen Schutt auf dem Boden verstreut liegen sehen, sowie viele vertrocknete Blutflecken (auch an den W\u00e4nden) und mehrere Leichen. Waffen lagen verstreut herum und viele Pfeile steckten in K\u00f6rpern und in den W\u00e4nden. Es roch leicht modrig mit einer Notiz von Eisen. Anscheinend hatte hier ein heftiger Kampf stattgefunden, deren Zeitpunkt die Gruppe auf eine halbe bis eine Woche sch\u00e4tzte. Jorax ging sofort los, um sich die Leichen und deren Ausr\u00fcstung anzuschauen. Vielleicht konnte er ja erkennen, welche Clans in diesen Kampf verwickelt waren. Dazu buddelte er auch den Leichnam unter dem Schutthaufen aus, wobei Bran ihm half. Die Leichen waren alles menschliche M\u00e4nner im mittleren Alter mit B\u00e4nderpanzern, gro\u00dfen Stahlschilden und Langschwertern. Die Symbole auf der Ausw\u00fcstungen gaben ein Symbol preis, dass Jorax bekannt vorkam, aber niemand konnte es einem Haus zuordnen. Die ausgebuddelte Leiche hatte dagegen ein Kettenhemd mit dem Schlangensymbol des Kyu-Clan an. Nat\u00fcrlich wollte die Gruppe sehen, wie es auf der Balustrade aussah, ob es dort weitere Spuren gab, die mehr vom Geschehen preisgeben w\u00fcrde. Jorax versuchte mit seiner enormen K\u00f6rperbeherrschung mit Anlauf und Hilfe der Wand zur Balustrade zu springen, jedoch war diese selbst f\u00fcr den Zwerg zu weit oben. So machte sich Amara mit ihrem magischen Schuhwerk auf den Weg und lief einfach die Wand hoch, bis sie auf der Balustrade angekommen war. Dort fand sie ein \u00e4hnliches Schauspiel vor, wie am Boden. Insgesamt 5 Leichen waren auf der Balustrade verteilt, zusammen mit Waffen, Schilden und viel Blut. Zwei der Leichen waren vom Kyu-Clan, die anderen drei von dem bisher unbekannten 3. Clan. In der Zwischenzeit untersuchte Bran die Wunden der Leichen um festzustellen, ob die beiden Clans gegeneinander oder gegen eine 3. Partei gek\u00e4mpft hatten, vielleicht gegen die D\u00e4monen. Am Boden hatten alle 3 Leichen Schnittwunden und Wunden von Pfeilen oder Bolzen, aber alle drei hatten auch Wunden von Klauen. Die Gr\u00f6\u00dfe passte zu einem ausgewachsenen B\u00e4ren. Tiere passten aber nicht zu dem Bild, das sich den Helden ergab und Lond, der gro\u00dfe D\u00e4mon, den sie am Vortag besiegt hatten, war wiederum zu gro\u00df f\u00fcr eine solche Wunde. Vielleicht waren es ja andere D\u00e4monen, die dies angerichtet hatten. Oben versuchte Amara ebenfalls Informationen aus den Wunden zu ziehen, aber diese waren zu sehr entstellt, um irgendwelche sicheren Aussagen machen zu k\u00f6nnen. Was war hier nur geschehen? Hatten der Kyu-Clan und der Anwesende gegen den Oni-Clan gek\u00e4mpft? Bisher konnte die Gruppe nur spekulieren und so beschloss sie, das Schloss erstmal weiter zu erkunden.<\/p>\n<p>Direkt am Eingang angrenzend fanden die Helden eine langgezogene Abstell- und Vorratskammer mit einem Regal voller unterschiedlicher Reagenzien. Bran packte sich sogleich ein paar Unbekannte Kr\u00e4uter ein um diese sp\u00e4ter zu untersuchen, sich Notizen zu machen und dann, wenn er irgendwann zur\u00fcck nach Faerun kommt, mit seinen Zirkelmitgliedern dar\u00fcber reden zu k\u00f6nnen. Jorax fand beim genaueren Durchsuchen noch Silberbesteck, w\u00e4hrend Amara in einem verschlossenen Tonkrug einen Zettel fand, der von einem Akuma-bi geschrieben wurde, \u00e4hnlich wie sie zuvor schon einen gefunden hatten. Am Ende war eine weitere T\u00fcr, die in einen Raum mit vielen Vasen und Amphoren f\u00fchrte, die mit Spirituosen gef\u00fcllt waren. Dahinter ging eine Treppe nach unten. Weiter unten befand sich mitten im Raum schwebend ein Zylinder, der in einer gr\u00fcnen Farbe pulsierte und von dem Adern in alle Richtungen abgingen und den Weg versperrten. Dahinter konnte man Verbindungen zwischen Decke und Fu\u00dfboden sehen, die wie Stangen schienen und in mehreren Reihen hintereinander angeordnet waren, so dicht, dass wahrscheinlich niemand hindurchpassen w\u00fcrde. Sowohl Amara, als auch Jorax versuchten den Zylinder mit ihren Steinen zu \u00f6ffnen, blieben aber erfolglos. Anscheinend bedurfte es eines weiteren, diesmal gr\u00fcnen Steins. So bewegte sich die Gruppe wieder zur\u00fcck, um auch diesen zu suchen. Im n\u00e4chsten Raum des Eingangsbereiches fanden sie einen Spiegel, der, genau wie der am Tag zuvor, einen Riss von der oberen rechten zur unteren linken Ecke besa\u00df. Davor stand eine Art Brunnen, der als Gef\u00e4\u00df diente. Auch solch einen hatte die Gruppe am Vortag bereits kennengelernt. Jorax f\u00fcllte sogleich den Brunnen mit Wasser und schaute direkt hinein, um hoffentlich wieder durch einen magischen Spiegel gucken zu k\u00f6nnen. Er konnte einen Teil einer Kiste und eine Treppe erkennen, aber ohne Riss. Der Spiegel, durch den er schaute, war also noch intakt. W\u00e4hrenddessen legte Bran den Spiegel sachte auf den Boden, damit sie niemand beobachten konnte, gleichzeitig aber davon ausgehen m\u00fcsste, dass der Spiegel eventuell umgekippt w\u00e4re. Jorax machte dazu aber noch einen kleinen Punkt mit seiner Kreide auf dem Boden, damit die Gruppe erkennen w\u00fcrde, wenn sie durch diesen Spiegel schaut. In dem Raum befand sich auch noch ein Sekret\u00e4r, aber au\u00dfer Papierfetzen, auf denen nur Notizen zur Lebensmittelversorgung standen.<\/p>\n<p>Durch die letzte T\u00fcr der Eingangshalle gehend, kam die Gruppe in einen Raum mit einer niedrigeren Decke (knapp unterhalb der Balustrade), der voller Schutthaufen war. Nym passte gerade so durch die schmalen Gassen, wer vorbei wollte, musste durch seine Beine kriechen. Es sah aus wie im Schlachthof, mehrere Leichen waren zerstreut, alle im Kettenhemd mit dem Schlangensymbol des Kyu-Clans. Jede Leiche wies dabei schwerste Verbrennungen auf. In einer gut demolierten T\u00fcr fanden sich leere K\u00f6cher f\u00fcr Pfeile und Bolzen, sowie einige abgebrochene Bolzen. Wo waren die dazugeh\u00f6rigen B\u00f6gen und Armb\u00fcrste? Bisher wurde keine einzige gesehen. Vom Raum aus gingen zwei T\u00fcren ab, eine normale und eine mit einem weiteren Zylinder, wieder rot pulsieren, genau wie am Eingang. Amara versuchte diese mit ihrem Bogen zu \u00f6ffnen, um die Theorien der Gruppe zu den Steinen zu untermauern und nichts geschah, wie erwartet. Zuerst erkundeten die Helden den Raum hinter der normalen T\u00fcr, der leicht zweigeteilt war und ein Podest vor einer leicht gr\u00fcnlichen Wand, zerfetzte Kissen, Decken und ein Tuch aufwies, sowie mehrere R\u00fcstungsst\u00e4nder mit 5 Zierr\u00fcstungen, -schilden und -waffen &#8211; \u00a04, die zum Fu\u00dfvolk passten und einer f\u00fcr einen Offizier. Die Symbolik der R\u00fcstungen passte zum unbekannten 3. Clan.<\/p>\n<p>Danach \u00f6ffnete Jorax mit seinem Stein die T\u00fcr mit dem Zylinder, dessen Adern, wie beim Eingang, austrockneten. Der Raum dahinter war ein Durchgangszimmer, dessen Boden komplett mit Schutt bedeckt und dessen Decke fast komplett eingest\u00fcrzt war. Durch eine aus den Angeln gerissene T\u00fcr gelangte die Gruppe in einen Flur mit einem riesigen, doppelfl\u00fcgligen Portal, das mit seinen fast 4 m H\u00f6he und 6 &#8211; 7 m Breite das Eingangstor \u00fcberragte. Das Portal war mit Fresken verziert, auf denen Totensch\u00e4del, brennende Menschen oder Kreaturen, ein Schlacht und mehr zu sehen war. Beim Anblick lief der Gruppe ein Schauer \u00fcber den R\u00fccken. Das Portal war verschlossen\u2026 wieder mit einem Zylinder. Dieser pulsierte diesmal aber schwarz\/grau und weder Amara, noch Jorax konnten sie mit ihren Steinen \u00f6ffnen. Als Amara aber in der n\u00e4her des Zylinder war, kribbelte ihr Handschuh etwas, als wenn einer Federspitze \u00fcber die Hand streichen w\u00fcrde. Als sie ihn mit ihrem Handschuh anfasste, verlor die erste Reihe der Ringe kurz etwas Farbe, bevor sie wieder aufleuchtete. Bei einer Wiederholung passierte dasselbe. Da die T\u00fcr nicht zu \u00f6ffnen war, marschierte die Truppe den Gang weiter zu einer anderen T\u00fcr, vorbei an drei Leichen, von denen alle starke Verbrennungen aufwiesen und jeweils die Arme und Beine abgerissen wurden. Zwei waren vom Kyu-Clan, einer vom 3. Clan. Wieder hatten die Krieger des Kyu und des 3. Clans die gleichen Wunden. Es sah immer mehr danach aus, als h\u00e4tten beide Seite an Seite gek\u00e4mpft oder als wurden beide beim gegenseitigen Kampf von einer 3. Fraktion angegriffen worden (wof\u00fcr die Schnittwunden in der ersten Halle sprechen w\u00fcrden, die sich sp\u00e4ter nicht mehr fanden). Die \u00d6ffnung der T\u00fcr wurde durch eine dahinterliegende Leiche etwas erschwert, gab dann aber einen Gang mit Zierstatuen in Alkoven und vielen Bilden, die M\u00e4nner und Frauen einer Ahnenreihe mit Namen zeigten, preis. Am Ende fanden sie eine Treppe, die nach oben f\u00fchrte, einen weiteren Brunnen und eine T\u00fcr. Jorax f\u00fcllte wieder Wasser in den Brunnen und schaute hinein, diesmal blieb aber jeglicher Effekt aus. Die T\u00fcr war verschlossen und lie\u00df sich von Amara auch nicht knacken. Daraufhin sollte Nym die T\u00fcr aufbrechen, doch auch er konnte mit all seiner Kraft nichts ausrichten. Auch die Hilfe von Jorax, die er mit den Worten \u201eDu brauchst ein bisschen Nachhilfe, nicht b\u00f6se sein\u201c durch ein Schieben am Hintern des B\u00e4ren anbrachte, konnte nichts daran \u00e4ndern. Amara und Bran bemerkten dabei jedoch, dass Nyms Schl\u00e4ge kurz vor der T\u00fcr von einer unsichtbaren Kraft aufgehalten wurden. Nach einigen Experimenten fanden die Helden schlie\u00dflich heraus, dass Schl\u00e4ge durch die Kraft aufgehalten werden, einfache Ber\u00fchrungen jedoch nicht. Das von Thimbr\u00e9 und Bran gewirkte \u201eMagie entdecken\u201c zeigte ihn zwei Zauber aus der Schule der Beschw\u00f6rung, die ihnen das Vorankommen erschwerten: Einer auf dem Schloss der T\u00fcr und der Andere einer Wand \u00e4hnlich davor. Brans \u201eMagie bannen\u201c zeigte leider keinerlei Wirkung und so kam es auf den Magier an\u2026 wenn dieser Bannzauber wirken k\u00f6nnte, dann w\u00e4re das Abenteuerleben manchmal doch um Einiges leichter. Wie sehr w\u00fcnschte sich Bran gerade, dass er um ein paar Zauber zur Beeinflussung von Stein gebeten hatte und sich nicht so darauf fokussiert h\u00e4tte, sich auf m\u00f6gliche weitere K\u00e4mpfe mit D\u00e4monen vorzubereiten. Jorax, mit dem Kopf durch die Wand, versuchte noch eine Weile weiter die T\u00fcr durch Rammbock-Angriffe und Hebelwirkungen mit Brettern aufzubekommen, aber auch diese Versuche waren zum Scheitern verurteilt. W\u00e4hrend seiner Versuche wollte Bran, dass sich Nym ein wenig erholte und wies ihn an das Wasser aus dem Brunnen zu trinken. Das Wasser erfrischte den ausgepowerten so sehr, dass er sofort wieder topfit war. Als die anderen das bemerkte, f\u00fcllte Jorax wieder Wasser in den Brunnen, versuchten es ebenfalls und erhielten das gleiche Ergebnis. Das Wasser in ein anderes Gef\u00e4\u00df zu f\u00fcllen lie\u00df jedoch die Wirkung verschwinden. Nachdem die Gruppe f\u00fcr die ganzen Untersuchungen relativ viel Zeit aufgewendet hatte, entschieden sie sich erst einmal den Weg die Treppe hoch fortzusetzen, in der Hoffnung vielleicht einen passenden Schl\u00fcssel zu finden. Nym sollte solange an der Treppe warten und laut werden, wenn sich jemand n\u00e4hert.<\/p>\n<p>Im 1. Geschoss fanden sie einen Durchgangsraum mit mehreren B\u00e4nken, Tischen und St\u00fchlen, die im Gegensatz zum unteren Geschoss nur leicht demoliert waren, nur ein bisschen Blut aufwies und keine Leichen. Au\u00dferdem fanden sich mehrere T\u00fcren, eine direkt neben der Treppe und damit in etwa \u00fcber der anderen, die magisch gesch\u00fctzt war. Eine kurze Untersuchung zeigte, dass auch diese abgeschlossen war und gesch\u00fctzt wurde. In einem der angrenzenden R\u00e4ume fanden die Helden einen Raum mit einem Kleiderschrank, Betten und kaputten Truhen, sowie einer weiteren T\u00fcr, die sofort aus den Angeln kippte und einen Gang mit Tischen und Regalen voll Geschirr entbl\u00f6\u00dfte. Gegen\u00fcber bemerkten Jorax und die Elfen etwas Merkw\u00fcrdiges. Eine Untersuchung offenbarte Amara sofort einen versteckten Schalter, der eine Geheimt\u00fcr zu einem angrenzenden, verstaubten Raum \u00f6ffnete, der schon lange nicht mehr betreten wurde und 5 Truhen enthielt, die alle mit Vorh\u00e4ngeschl\u00f6sser gesichert waren. Amara konnte eins der Schl\u00f6sser knacken, w\u00e4hrend sich die Gruppe f\u00fcr den Rest der St\u00e4rke von Nym bedienten, den sie extra daf\u00fcr raufholten und der die restlichen Kistendeckel einschlug, um dann wieder ins untere Geschoss zu gehen. In den Truhen fanden sich vor allem Handelswaren \u2013 Seide und T\u00fccher guter Qualit\u00e4t, Kelche und Vasen aus Kristall, etwas Geld, B\u00fccher, Pergamentrollen mit einem Stammbaum drauf (der Gleiche von unten), 3 Schriftrollen und zwei Papierfetzen mit Notizen der Akuma-bi. Somit besa\u00df die Gruppe nun 4 Zettel von 4 verschiedenen Akuma-bi:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eHeute sind wir auf eine Gestalt getroffen, die in einem Kokon zu leben scheint. Sie schien nicht menschlich oder gar von dieser Welt zu kommen. Dennoch half sie uns. Ein Kind? Eine Kleinw\u00fcchsige? Ich wei\u00df es nicht. Sie sagte es g\u00e4be Hilfe. Aber nicht hier, sondern da, von wo die anderen herkommen. Die Anderen wollen nicht, dass sie hilft, aber sie m\u00f6chte helfen. Sie sagte Koribrans w\u00e4re w\u00fctend, wenn wir Hilfe bekommen w\u00fcrden. Wir m\u00fcssen nach der gr\u00fcnen Lichts\u00e4ule Ausschau halten und das Wort \u201eMuteka\u201c w\u00fcrde uns f\u00fchren. Was auch immer das bedeuten mag. Ich hoffe nur, dass ich meine M\u00e4nner zu ihren Familien zur\u00fcckbringen kann.\u201c <\/em>\u2013 Sikin, 1. Akuma-bi<\/p>\n<p><em>\u201eAls ich die Nachricht erhielt, dass einige von unseren Br\u00fcdern in eine andere Welt vorgesto\u00dfen sind, half uns dies auch nicht mehr. Dagu meinte am Ende einer kn\u00f6chernen Br\u00fccke warte ein Raum auf sie, der vollkommen vom Eis umschlossen war. Sie konnten einen kleinen, l\u00e4nglichen Gegenstand in einem Eisblock ausmachen. Als sie aber den Raum betraten, erschien eine Wand aus Eis und verschloss den Eingang. Ein Gef\u00e4ngnis des Todes und Frosts, so muss ich es mir vorstellen, erkl\u00e4rte mir Dagu. Er selbst konnte den Gedanken nicht ertragen, dass er seine Untergebenen in den Tod geschickt hatte, er jedoch lebte. Wo er nun ist? Ich wei\u00df es nicht. Seit einigen Tagen nach seiner R\u00fcckkehr ist er nicht mehr gesehen worden. So mysteri\u00f6s und zugleich bedr\u00fcckend Dagus Auftreten und seine Geschichte war, so frage ich mich, warum ist ein Gegenstand in einem Eisgef\u00e4ngnis in einer anderen Welt begraben?\u201c<\/em> \u2013 Ikro, 2. Akuma-bi<\/p>\n<p><em>\u201eEiner unter vielen. Einer unter tausenden. Nur einer schafft es, sich unter den Oni zu behaupten. Nur einer unter tausenden ist intelligent genug, um das Tor zu \u00f6ffnen. Der Kaiser beh\u00fcte uns, wenn Koribran dieser eine tausendste ist.\u201c<\/em> \u2013 Dian, 4. Akuma-bi<\/p>\n<p><em>\u201eDer Kyu Clan scheint m\u00e4chtige Verb\u00fcndete zu haben. Alle Oni bis auf Ihn und Lond konnten wir z\u00fcgig vernichten, bzw. sahen wir nicht wieder. Aber dieser hier? Ich wei\u00df nicht, wie er hie\u00df, seinen Namen verriet er uns nicht. Daf\u00fcr seien wir zu unw\u00fcrdig f\u00fcr das Schwert. Er schien stolz und begabt zu sein. Flink, gewandt, eiskalt und taktisch geschult. Unsere besten K\u00e4mpfer vermochten es nicht wirkliche Wunden zuzuf\u00fcgen. Immer wieder wurden die Angriffe von einer Art Kugel abgeblockt, die auftauchte, wenn wir ihn trafen. Auch meine Hiebe gingen gr\u00f6\u00dftenteils ins Leere. Wer war dieser Oni? Diese Bewegungen und diese Gewandtheit waren beeindruckend und zugleich furchteinfl\u00f6\u00dfend. So traurig es auch ist, so war es f\u00fcr uns nur Gl\u00fcck, dass er selbst den Kampf beendete.\u201c<\/em> Mylin \u2013 5. Akuma-bi<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fehlte anscheinend noch ein Zettel vom 3. Akuma-bi. Nachdem Amara die Zettel vorgelesen hatte, kl\u00e4rte Jorax Bran \u00fcber Muteka und den vorherigen Abenteuerverlauf auf Kara-Tur auf. Von Koribran hatten die Helden auch schon geh\u00f6rt, da Lond \u00fcber ihn geredet hatte. Anscheinend war er sowas wie der oder zumindest einer der Anf\u00fchrer.\u00a0 Zu guter Letzt fand die Gruppe noch einen Schl\u00fcsselbund mit einem einzelnen Schl\u00fcssel daran in einer der Truhen. Bran nahm den Schl\u00fcssel an sich, ging sofort zur\u00fcck und versuchte, ob der Schl\u00fcssel in der oberen T\u00fcr passte\u2026 Er passte. Bran genoss kurz den Moment, bevor er den Schl\u00fcssel umdrehte die T\u00fcr \u00f6ffnete. Der Raum dahinter war weitestgehend leer, nur eine Leiter nach unten und ein R\u00fcstungsst\u00e4nder mit einer Zierr\u00fcstung befand sich darin. Diese B\u00e4nderr\u00fcstung enthielt viele Gr\u00fcnanteile im Material (wirkte wie Mithril), wirkte recht imposant und war reich verziert. Auf der Innenseite der Brustplatte befanden sich als Gravur 3 Striche. Eine Durchsuchung der R\u00fcstung durch Amara erbrachte nicht. Im Raum darunter, dessen T\u00fcr ebenfalls durch den Schl\u00fcssel ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnte enthielt ebenso nur eine R\u00fcstung. Diese war jedoch blau und bestand aus Schuppen und die Innenseite war mit 2 Strichen graviert. Terax krallte sich beim Anblick in Amaras Schulter und meinte nur: \u201eF\u00fcr diese R\u00fcstung musste ein Artgenosse sterben. Ich w\u00e4re nicht sehr erfreut, sowas bei einem zu sehen, auch wenn ein blauer Drache mein Feind ist.\u201c Da jedoch ein kurzer Versuch, ob die R\u00fcstung mit dem blauen Stein von Amara reagiert, in Ordnung war, zog sich Amara ihre derzeitige R\u00fcstung aus und legte die Schuppenr\u00fcstung an, w\u00e4hrend Terax von ihrer Schulter segelte. Als sie nach knapp 4 min fertig war, h\u00f6rte sie pl\u00f6tzlich eine Stimme: \u201eVertraust du mir?\u201c. Auf ihre Fragen, wer da spricht, erfolgte nur dieselbe Frage. Als Amara mit \u201eWenn ihr Ikro seid, vertrau ich euch\u201c antwortete, fiel die R\u00fcstung einfach von ihr ab. Als sie die R\u00fcstung erneut aufheben wollte, ging ihre Hand einfach durch die R\u00fcstung hindurch. Bran versuchte es daraufhin auch, aber obwohl er die R\u00fcstung anfassen konnte, wirkte sie wie mit dem\u00a0 Boden verschmolzen und lie\u00df sich keinen Millimeter anheben. Jorax, Thimbr\u00e9 und auch Nym hatten das gleiche Problem. Da die Gruppe glaubte, dass die Akuma-bi die Steine waren und diese mit den beiden R\u00fcstungen, sowie wahrscheinlich noch drei weiteren, zusammenhingen, wollten sie die R\u00fcstung auf keinen Fall zur\u00fccklassen. So entschied sich Amara zu einer Verzweiflungstat. Sie setzte sich in eine heroische Pose, den Arm ausgestreckt, in Unterw\u00e4sche und rief \u201eMuteka\u201c\u2026 doch nichts geschah, au\u00dfer, dass Jorax sich daneben stellte, einen Bierkrug nahm, sich in Pose stellte und \u201eStarkbier\u201c br\u00fcllte, woraufhin er sich eine Weile nicht mehr einkriegte und abwechselnd lachte und aus dem Bierkrug trank. Bran ging unterdessen in den Raum dar\u00fcber und packte die andere R\u00fcstung ein. Vielleicht brauchte man einen zur Farbe passenden Stein, um die R\u00fcstung ordentlich anzulegen. Vielleicht musste man der Stimme \/ R\u00fcstung bedingungslos vertrauen. Da die Helden dies nicht wussten, den gr\u00fcnen Stein nicht hatten und ihre letzte verbliebene R\u00fcstung nicht gef\u00e4hrden wollten, probierten sie erst einmal nichts mehr weiter aus. So ging die Gruppe wieder ins 1. Geschoss und zur T\u00fcr, die sie direkt auf die Balustrade des Eingangsraumes f\u00fchren sollte, \u00fcber diese zur n\u00e4chsten T\u00fcr, die sie dann in einen Kalligrafie Raum \u00a0f\u00fchrte, in dem sich Sandk\u00e4sten und Schieber befanden, ein Dutzend Pfeile in der Wand steckten, aber kein Blut zu sehen war. Durch eine Schiebet\u00fcr kamen sie weiter zu einer Treppe, einem kleinen Schreibtisch mit Schreibutensilien und einem Wandschrank, in dem sich aber nur Zubeh\u00f6r f\u00fcr die Kalligrafie befand.<\/p>\n<p>Als sie die Treppe ins 2. Geschoss nahmen, entdeckten sie einen Spiegel ohne Sprung und eine Truhe \u2013 genau der Ort, den Jorax durch den Brunnen sehen konnte. In der Truhe befanden sich nur Tuch, Kerzen und \u00d6l. Durch eine weitere T\u00fcr gelangte die Gruppe in einen Gang mit einem Kerzenst\u00e4nder, der oben 3 Ringe aus Kerzen beherbergte, sowie eine Eisent\u00fcr mit Sichtschlitz aus Glas. Dahinter war es stockduster, nur Jorax konnte eine weitere Eisent\u00fcr mit Sichtschlitz, sowie 6 L\u00f6cher in der Decke erkennen, aus denen etwas herabhing.<\/p>\n<p>Bevor die Gruppe ihren Weg fortsetzte, legte sie eine kurze Pause ein und reflektierte die bisherigen Geschehnisse und Erkenntnisse. Der Kyu-Clan war mit dem Sakura-Clan verfeindet, w\u00e4hrend der unbekannte 3. Clan des Schlosses neutral zum Sakura-Clan stehen sollte. Au\u00dferdem schien der Kyu-Clan mit dem Oni-Clan, zu dem wohl Lond, Tuptin und der omin\u00f6se Koribran geh\u00f6rten, verb\u00fcndet zu sein. Das Schloss schien dem 3. Clan anzugeh\u00f6ren, der wohl vom Kyu- und Oni-Clan angegriffen wurde, wobei der 3. Clan mit den Akuma-bi zusammenhing und diese w\u00e4hrend der Belagerung \u00fcber ein Portal nach Hilfe suchten. Jorax erinnerte sich w\u00e4hrenddessen an die Zeit, als er sich \u00fcber das Land erkundigte und an eine Textpassage, in der beil\u00e4ufig, fast versteckt vom Adelshaus Lat erz\u00e4hlt wurde. Darin stand, dass das Haus Lat angeblich Leute ausgebildet hat, die Akuma-bi genannt wurden und es soll das einzige Haus gewesen sein, das gegen\u00fcber allen anderen neutral war. Dieses Adelshaus hatte keine Rechte und L\u00e4nder, sondern nur ein Duldungsrecht in Shou Lung. Und das Symbol des Hauses passte zu dem Clan, der in diesem Schloss residiert hatte. Wieso wurde das Haus Lat und die Akuma-bi angegriffen? Waren die Akuma-bi im der Legende vom Sieg gegen die Oni und den Kyu-Clan nicht neutral und unterst\u00fctzten sie den Sakura-Clan? Sollte diesem ein wichtiger Verb\u00fcndeter genommen werden? Stellten die Akuma-bi vielleicht eine besondere Berdrohung f\u00fcr den Oni-Clan dar? Der Handschuh, den Amara auf solch mysteri\u00f6se Weise erhielt, sprach jedenfalls daf\u00fcr, ebenso wie die Nachricht von mylin, dem 5. Akuma-bi. Und waren die D\u00e4monen nur au\u00dferhalb des Schlosses zu sehen gewesen, obwohl sie den Schl\u00fcsselstein zum Eingang besa\u00dfen? Wieso fanden sich die Spuren ihrer Zerst\u00f6rungskraft nur im unteren Geschoss? Haben sie die Spiegel im unteren Geschoss und au\u00dferhalb des Schlosses zerst\u00f6rt? Wieso konnten sie anscheinend nicht weiter nach oben vordringen? Konnten sie die Steine der Akuma-bi vielleicht nicht nutzen, vielleicht weil sie nicht neutral waren? Warum waren die oni noch hier? Waren sie vielleicht gefangen? Londs Worte schienen dies zu best\u00e4tigen. Hatte vielleicht ein Notfallzauber der Akuma-bi daf\u00fcr gesorgt, der ausgel\u00f6st wurde, als sie niedergemetzelt wurden? Sind die Helden vielleicht zum Schloss gef\u00fchrt worden, um unwissentlich den Oni zu helfen? Die Tatsache, dass der Professor-D\u00e4mon im Sezierraum sie erwartet hatte, w\u00fcrde diese \u00dcberlegung best\u00e4rken. Was war diesbez\u00fcglich mit Tuptin und ihrem Auftrag? Sie sollte eine falsche F\u00e4hrte legen, ist dann aber abgehauen und rennt noch irgendwo rum. Aber was f\u00fcr eine F\u00e4hrte? Ging es dabei um den Sklavenhandel? Hatte sie ein falsches Ger\u00fccht gestreut, dass der Kyu-Clan mit Menschen handelt? Aber warum sollten sie das mit ihren Verb\u00fcndeten tun? Sind sie ihnen in den R\u00fccken gefallen? Die Wunden an den Kriegern des Kyu-Clans im Schloss sprachen jedenfalls daf\u00fcr. Oder sollte sie das K\u00f6nigshaus mit dem Menschenhandel in Verbindung bringen, um so die Konflikte und Unruhe zu sch\u00fcren? Vielleicht damit sich die M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Mord an die K\u00f6nigin ergab? Und wer war die Gestalt aus dem Kokon, von der der Brief des 1. Akuma-bi, Sikin, berichtete? Wer war der omin\u00f6se Oni, den Mylin, der 5. Akuma-bi erw\u00e4hnte. Handelte es sich dabei um Koribran? Und warum hatte dieser Oni den Kampf von sich aus beendet? Was geschah danach? So viele ungekl\u00e4rte Fragen. Die Gruppe diskutierte und \u00fcberlegte etwa eine Stunde lang, mittlerweile war es fr\u00fcher Nachmittag, bevor sie sich wieder an die Erkundung des Schlosses machte, um hoffentlich mehr zu erfahren und vielleicht den Zettel des 3. Akuma-bi zu finden.<\/p>\n<p>Die Metallt\u00fcr mit dem Schlitz konnte nach oben geschoben werden, wo sie dann auch einrastete. Im n\u00e4chsten Raum hatten dann etwa 4 Personen gleichzeitig Platz, bevor die n\u00e4chste T\u00fcr kam. Die W\u00e4nde waren mit Eisen ausgekleidet und aus den L\u00f6chern in der Decke hing Gr\u00fcnspan, w\u00e4hrend am Boden Spuren von Algen gefunden werden konnten. Ein Flutungsraum? Handelte es sich hier um eine ziemlich offensichtliche Falle? Amara wollte gerade alles nach Fallen absuchen, als Bran einfach in den Raum schritt, v\u00f6llig im Vertrauen auf seine Verwandlungsf\u00e4higkeit\u2026 nichts geschah. Die Gruppe durchquerte den Raum, \u00f6ffnete die andere Metallt\u00fcr auf die gleiche Weise und trat hindurch. Dahinter konnte man einen kleinen Raum erkennen, auf dessen Boden verschiedene, 2&#215;2 m gro\u00dfe Kacheln waren. Einige waren gr\u00fcn, andere rot, wieder andere zeigten gr\u00fcne Kreuze und die Letzten zeigten rote Ringe. Da kam den Helden der Satz des Papageis, den Thimbr\u00e9 immer noch mit sich herumtrug, in den Sinn: <em>\u201eBei Rot darfst du gehen, bei Gr\u00fcn musst du springen, Kreuz und Ring keine Ahnung\u201c.<\/em> Erst ging Amara durch die T\u00fcr, dann Jorax, gefolgt von Bran und dann Thimbr\u00e9 und Drisinil. Als die letzten Beiden gerade die T\u00fcr passieren wollten, ert\u00f6nte ein \u201eklick\u201c und die T\u00fcr fiel zu. Wasser lief in den Raum und drohte Thimbr\u00e9, Drisinil und den Papagei zu ertr\u00e4nken. Leicht verzweifelt fragte Drisinil, ob Thimbr\u00e9 Kiemen zaubern k\u00f6nnte, doch dieser musste verneinen. Dem Rest der Gruppe war sofort klar, dass sie sich beeilen musste. Hinter den Kacheln befand sich auf einer Seite des Raumes ein Gitter und hinter diesem war ein gro\u00dfer Hebel zu sehen. Bran verwandelte sich sofort in einen Spatz und flog \u00fcber die Kacheln und durch das Gitter, hinter dem er sich wieder zur\u00fcck verwandelte. Jorax sprang augenblicklich von einer gr\u00fcnen Kachel zur n\u00e4chsten, dicht gefolgt von Amara, bis sie nicht mehr weiterkamen. Daraufhin testete Jorax kurz eine rote Kachel, die sich bei Ber\u00fchrung aber als Fallt\u00fcr entpuppte. Zum Gl\u00fcck hatte Jorax sein Gewicht auf dem Standbein gelassen, sonst w\u00e4re er vielleicht in die am Boden eingelassenen Speere gefallen. W\u00e4hrenddessen hub Bran das Fallgitter komplett an, stellte jedoch mit einem \u201eKacke\u201c fest, dass es nicht einrasten wollte. Da er noch genug Zeit hatte, bis die anderen beiden am Gitter waren, lie\u00df er es wieder los und testete den Hebel. Doch der bewegte sich keinen Millimeter. Anscheinend war hier Teamarbeit gefragt. So machte sich Bran wieder daran das Fallgitter anzuheben. Unterdessen testete Jorax den roten Kreis, bei dem nichts passierte. Darauf vertrauend sprang er auf eine solche Kachel, die sich direkt vor dem Gitter befand. Von dort aus zw\u00e4ngte er sich an Bran vorbei durch die enge \u00d6ffnung, jedoch nicht ohne ihn etwas wegzudr\u00e4ngen, sodass das Gitter erneut runterfiel. Wieder angehoben kam nun auch Amara an, die sich elegant an Bran vorbeiwand, ohne diesen jedoch wegzuschieben. Schlie\u00dflich versuchten alle drei gemeinsam den Hebel zu bewegen, doch wieder wollte er sich keinen Millimeter r\u00fchren. Anscheinend war die Mechanik mit dem Fallgitter verbunden. Also machte sich Bran erneut daran, das Gitter anzuheben, w\u00e4hrend Jorax und Amara den Hebel bedienten. Diesmal konnten sie ihn bis zur H\u00e4lfte zur\u00fcckziehen, bevor ihre gemeinsame Kraft versagte. Nachdem Amara und Bran die Pl\u00e4tze tauschten und Bran noch Jorax mit einer B\u00e4renst\u00e4rke belegte, gelang es der kleinen Gruppe den Hebel vollst\u00e4ndig zu bet\u00e4tigen. Mit einem Klacken rastete das Gitter ein, die Bodenplatten schlossen sich und der Wasserfluss im Raum nebenan ebbte ab und erstarb schlie\u00dflich, woraufhin das bisherige Wasser auch langsam abfloss. Diesmal war es ganz sch\u00f6n knapp, denn das Wasser reichte Thimbr\u00e9 schon bis zur Schulter und Drisinil sogar bis zum Kinn. Der Papagei konnte sich nur retten, weil er sich im K\u00e4fig am obersten Ende festklammerte und den Kopf rausstreckte. Zum Schluss \u00f6ffnete sich noch die T\u00fcr, die die Gruppe voneinander trennte und nachdem Jorax den anderen zurief, wie sie vorgingen sollten, vereinigte sich die Gruppe wieder. Kurz vor dem Gitter rutschte Drisinil jedoch ab und landete auf einer roten Kachel\u2026 diesmal geschah jedoch nichts. Jetzt stellte sich aber noch die Frage, wozu diese Falle diente? Wen sollte sie abwehren und warum? Die Antwort w\u00fcrde sich nur finden lassen, wenn die Gruppe weiterging. Im n\u00e4chsten Raum gab es wieder einen intakten Spiegel, einen Brunnen und eine Schiebet\u00fcr. Bran konnte aus Richtung der Schiebet\u00fcr das Pfeifen des Windes h\u00f6ren. Anscheinend bewegten sie sich auf einen Ausgang oder auf Fenster zu. Den Brunnen ignorierend, weil er wahrscheinlich eh nur durch einen Spiegel blicken lie\u00df, ging die Gruppe weiter. Angrenzend befand sich eine gro\u00dfe Treppe, sowie einige leere R\u00fcstungs- und Waffenst\u00e4nder.<\/p>\n<p>Im 3. Geschoss angekommen, erreichte die Gruppe eine gro\u00dfe Bibliothek, in der Regale voller B\u00fccher bis unter die Decke ragten. Dabei handelte es sich um B\u00fccher, wie man Untote zerst\u00f6rte, \u00fcber Alchemie und \u00e4hnliches. Durch einen weiteren Gang gelangten sie zu einem Raum mit vielen Bastk\u00f6rben, die mit K\u00f6chern gef\u00fcllt waren und auch B\u00f6gen und Armbr\u00fcste enthielt. Die Pfeile hier waren jedoch normale Pfeile, w\u00e4hrend die Pfeile im Erdgeschoss st\u00e4rker und dicker waren, aus dunklem Holz bestanden und auch andere Federn und gef\u00e4hrlicher aussehende Spitzen hatten. Waren diese Pfeile vielleicht vom Kyu-Clan beim Angriff verwendet worden oder gar vom Oni-Clan?<\/p>\n<p>Hinter diesem Raum f\u00fchrte eine Treppe nach oben ins 4. Geschoss zu einem Wehrgang mit Fenstern, durch die ein frischer Wind zog. Es wurde insgesamt auch etwas k\u00fchler, gef\u00fchlt nur noch um die 16\u00b0C. Als die Helden durch die Fenster nach drau\u00dfen sahen, konnten sie die Schlossanlage in ihrer vollen Gr\u00f6\u00dfe sehen, auch jene Bereiche, zu denen sie durch abgesperrte T\u00fcren bisher keinen Zugang hatten. Thimbr\u00e9 nutzte die Gelegenheit und entlie\u00df den Papagei, der seinen Dienst getan hatte, in die Freiheit. Au\u00dferdem musste er nun nicht mehr den schweren K\u00e4fig mit sich herumschleppen. Der Papagei sprang auf ein Fenster und flog dann schlie\u00dflich davon. Im n\u00e4chsten Raum hinter der n\u00e4chsten T\u00fcr befanden sich zwei faltbare W\u00e4nde, sowie ein rissloser Spiegel, ein Brunnen und eine Truhe. Jorax f\u00fcllte diesmal den Brunnen wieder mit Wasser und schaute hinein, doch nichts geschah. Auch ein Trinken des Wassers hatte keinen Effekt. In der Truhe befanden sich Leinen, Lederfetzen und ein blauer Schl\u00fcssel, den Jorax an sich nahm. Hinter dem Raum stand eine Leiter, die weiter nach oben ins 5. Geschoss f\u00fchrte. An der Leiter konnten Amara und Bran jedoch ein Ger\u00e4usch h\u00f6ren, wie ihn viel Wind verursacht, gerade so, als wenn ein Sturm w\u00fcten w\u00fcrde. Dazu gesellte sich das Ger\u00e4usch eines Stampfens von Metallschuhen auf Steinboden und das Scheppern von Metallplatten, die aufeinander reiben, wie bei einer R\u00fcstung. Das Stampfen schien von einer Kreatur zu stammen, die etwa die Gr\u00f6\u00dfe von Lond zu haben schien. Ein Eisengolem? Bran und Amara teilten das der Gruppe sofort mit und gemeinsam \u00fcberlegte alle, wie sie weiter vorgehen sollten\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben den 18.\/19. Flammenleite 1382 auf dem Kontinent Kara-Tur in der Provinz Chin Tung Nachdem sich die Gruppe in den kleinen Hof, der als Lager benutzt wurde, zur\u00fcckgezogen, soweit wie m\u00f6glich alles gesichert und einen Wachplan aufgestellt hatte, machten sie sich daran neue Kr\u00e4fte zu sammeln. 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