{"id":11443,"date":"2016-01-12T21:05:22","date_gmt":"2016-01-12T20:05:22","guid":{"rendered":"http:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/?p=11443"},"modified":"2018-02-03T23:24:10","modified_gmt":"2018-02-03T22:24:10","slug":"nassid-aziz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rpg-berlin.de\/rpg\/character\/aktive_sc\/legion-of-the-trusted\/nassid-aziz-manuel\/nassid-aziz\/","title":{"rendered":"Nasid Aziz"},"content":{"rendered":"<p>Nasid Aziz wuchs<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/yfglnsddfa%C3%A4fkgjakfngafglkafdkgnafg.jpg?ssl=1\" rel=\"attachment wp-att-11444\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-11444\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/yfglnsddfa%C3%A4fkgjakfngafglkafdkgnafg.jpg?resize=463%2C370&#038;ssl=1\" alt=\"Nasid Aziz\" width=\"463\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/yfglnsddfa%C3%A4fkgjakfngafglkafdkgnafg.jpg?resize=300%2C240&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/yfglnsddfa%C3%A4fkgjakfngafglkafdkgnafg.jpg?resize=768%2C614&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/rpg-berlin.de\/rpg\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/yfglnsddfa%C3%A4fkgjakfngafglkafdkgnafg.jpg?w=800&amp;ssl=1 800w\" sizes=\"(max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><\/a> in einer Karawanserei auf der Route zwischen Calimport und Memnon auf.<\/p>\n<p>Sklaven wurden ins Land gebracht, Kostbarkeiten heraus. Sein Vater war hier f\u00fcr die Familie stationiert, die sich traditionell f\u00fcr die Sicherung der Handelsrouten einsetzt und so zu ansehnlichem Reichtum gelangt war. Was nicht viel half, wenn trotzdem jemand vor Ort sein musste, um nach dem Rechten zu sehen. Kontrolle war immer besser als Vertrauen, denn die anderen H\u00e4ndler mussten wenigstens so durchtrieben sein, wie man selbst. Anderes anzunehmen w\u00e4re beleidigend gewesen.<\/p>\n<p>Was dem kleinen Oasenfort an gehobener Gesellschaft fehlte, machte er durch kulturelles Durcheinander wett. Nasid liebte, an den Lagerfeuern der ersch\u00f6pften H\u00e4ndler zu sitzen und Geschichten ferner L\u00e4nder zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Seine Mutter war eine von vielen Frauen seines Vaters und bevorzugte es, in Calimport, dem Hauptsitz der Familie zu bleiben, w\u00e4hrend Nasid, ganz Vaters\u00f6hnchen stets gern mit ihm umher zog.<\/p>\n<p>In seinen jungen Erwachsenenjahren war es dann, dass sein magisches Potenzial anfing, sich unkontrolliert zu entladen. Beinahe ein wenig sp\u00e4t wurde ihm immer gesagt, denn andere seines Blutes waren in dem Alter schon seit Jahren auf der Akademie gewesen. Dumm nur dass Nasids Vater magisch wie ein St\u00fcck Brot ist. Zahlen und Handel sind seine Welt, doch magisch unterweisen konnte er ihn nicht. Er h\u00e4tte seinen Sohn entlang der Handelsroute zur\u00fcckschicken k\u00f6nnen, doch war nicht bl\u00f6d genug einem dieser ausl\u00e4ndisch- egoistischen Kamels\u00f6hne von H\u00e4ndlerschund seinen Sohn anzuvertrauen. Eine andere L\u00f6sung musste her und wurde gefunden. Sameh, ein Kauz von Mann lebte in der nahen W\u00fcste und kam dann und wann in der Oase vorbei, um zu tauschen und Verpflegung einzukaufen. Er war diese Art Person \u00fcber die jeder redet, aber nur, wenn sie gerade nicht anwesend ist. Man sagte, er suche in der W\u00fcste nach \u00dcberresten und Artefakten die nach dem Kampf der Djinni, welche die W\u00fcste erschufen hinterlassen wurden. Und tats\u00e4chlich brachte er oft genug erstaunlich Wertvolles zum Tausch mit. Nasid wurde einst Zeuge, als ein H\u00e4ndler es wagte, dreist zu werden und Sameh ihn mit einigen magischen Schl\u00e4gen rasch Respekt lehrte. Das imponierte Nasid, weshalb er von sich aus vorschlug, doch bei ihm lernen zu k\u00f6nnen. Da Nasids Vater noch einige Zeit an die Oase gebunden war, wurde dies die L\u00f6sung der Wahl und zur n\u00e4chsten Gelegenheit zog er im Tausch f\u00fcr beachtliche Bezahlung mit dem Eremiten in die W\u00fcste.<\/p>\n<p>Dort blieb er schlie\u00dflich weiterhin einige Jahre, als sein Vater bereits den Posten verlassen hatte, denn was er sah und lernte, w\u00e4hrend er durch die vermeindlich unzug\u00e4ngliche W\u00fcste streifte war ihm alle Strapazen wert. Sie erforschten gemeinsam Ruinen, k\u00e4mpften, jagten, doch meist schwiegen sie, wenn er nicht unterwiesen wurde. Nasid konnte sich dem Eindruck nicht erwehren, dass Sameh etwas bestimmtes suchte und wurde einfach nicht schlau aus ihm, bis sie es schlie\u00dflich fanden. Es kostete sie Tage all ihrer magischen Macht, doch schlie\u00dfich fanden sie, was Sameh das Tor zur Stadt der Toten nannte. In den d\u00fcsteren G\u00e4ngen waren sie nicht allein und Nasid wurde ernst genug verletzt, um sich zur\u00fcckziehen zu m\u00fcssen, w\u00e4hrend Sameh keinen Halt machen wollte. Als er schlie\u00dflich zur\u00fcck zu Nasid an die Oberfl\u00e4che kehrte war er wie ver\u00e4ndert, vielleicht verz\u00fcckt. Offensichtlich hatte er gefunden, was er suchte, doch sagen was dort gewesen war, das wollte er nicht. Lediglich die erbeuteten Gegenst\u00e4nde warf er auf einen Haufen. Ein guter Fang. Nasids Neugierde wurde unertr\u00e4glich, denn viel anderes, als Studieren und dieses R\u00e4tsel gab es in der W\u00fcste \u00fcber Tage und Wochen nicht, die ihr Weg zur n\u00e4chsten Oase brauchte. Sich nicht anders zu helfen wissend, fing Nasid an, Savras den Herren der Weissagung zu bitten, ihm doch zu verraten, was dort war. Denn der Weg zur\u00fcck war durch seine Unkenntnis der Navigation in der W\u00fcste verschlossen. Auch hatte Sameh, Zauber benutzend, die Nasid noch nie bei ihm gesehen hatte den Eingang zur Stadt der Toten wieder mit Sand begraben, um zu verhindern, dass wer-wei\u00df-auch-immer dort weiter pl\u00fcndern konnte, bevor sie es konnten. Doch Nasid glaubte nicht daran, dass Sameh ihn nochmal mit dorthin nehmen w\u00fcrde, es war ihm zu kostbar, er wollte es sch\u00fctzen. Aus heiterem Himmel erh\u00f6rte Savras seine Gebete. Er fing an, mit Leichtigkeit andere Orte zu sehen, Dinge zu ahnen und jenseits seiner gewohnten Sinne Wachsam zu sein. Puzzlest\u00fcck f\u00fcr Puzzlest\u00fcck f\u00fcgte er das R\u00e4tsel um seinen Lehrmeister zusammen. Was er fand erschrack ihn und sollte sein bisheriges Leben ver\u00e4ndern. Doch es brauchte viel Zeit. Als seine Macht wuchs, trennten sich immer h\u00e4ufiger ihre Wege, um effektiver nach Wertvollem zu suchen. Doch Nasid begleitete Sameh durch die Kraft seiner Erkenntnismagie, von deren Existenz Sameh nichts wusste, denn er hatte sie ihn nicht gelehrt und w\u00e4gte sich so in Sicherheit. So begleitete Nasid seinen Lehrer unerkannt und wiederholt in die Stadt der Toten und erfuhr von ihren Geheimnissen. Nun verstand er. Die in die Wand gravierten Runen, die Sameh studierte bargen die Macht der W\u00fcste und das Wissen um Unsterblichkeit. Fr\u00fcher war Sameh stets gehetzt gewesen, doch seit seiner Entdeckung schien er alle Zeit der Welt zu haben. Und ein h\u00f6heres Ziel. Ein wenig Wahnsinn. Denn die in Stein gehauenen Legenden waben Visionen eines Reiches seinesgleichen, regiert von Sandformern wie sie sich nannten, \u00e4u\u00dferst m\u00e4chtigen Magiern. Die Untoten der Krypta griffen Sameh nicht weiter an, doch er konnte sie befehligen und einmal sah Nasid, wie er ein altes Skelett selbst wieder zur\u00fcck brachte. Sameh baute eine Armee. Wieso auch immer, es musste verhindert werden.<\/p>\n<p>Ohne ihn erneut zu sprechen, auch nur eine Chance zur Rechtfertigung zu geben, brach Nasid auf, um die Karawansereien der Umgebung zu warnen. Doch seine Geschichte passte nur zu gut zu dem Einsiedler und gingen als eine weitere mysteri\u00f6se Geschichte \u00fcber ihn unter. Doch er glaubte daran, was er durch Savras Gabe gesehen hatte und dass es seine Pflicht war, es aufzuhalten. So sehr er sich auch bem\u00fchte, Savras sprach nicht zu ihm, er konnte betteln, drohen, weinen. Er hatte sein Geschenk bekommen, den Rest des Weges musste er selbst gehen. Auf der Suche nach Hilfe wandte er sich an die St\u00e4dte und seine Familie. Doch die bat ihn blo\u00df, mit dem Irrsinn nicht weiter zu machen, das w\u00fcrde ihrem Ruf schaden. V\u00f6llig entmutigt suchte er nach anderen Strategien und fand sie. Die Bibliotheken Calimports hatten nicht viel \u00fcber Sandformer zu berichten, doch selbst aus den mageren Quellen, die er sich zusammensuchte, konnte er sich ein Bild bauen.<\/p>\n<p>So begann seine Karriere als erster &#8222;urban-underground-street-artist&#8220; Feruns (Yey \ud83d\ude42 ). Denn mit Sand kannte er sich nun aus und in den Tiefen der W\u00fcste war er h\u00e4ufiger auf etwas gesto\u00dfen, was Sameh als Djinnisand bezeichnete. Der Wille der Djinni konnte Magie und Materie formen und als sie starben, ging ein Teil ihrer Kr\u00e4fte auf diesen Sand \u00fcber und machte ihn mit ein wenig Willensanstrengung formbar. Dass diese Geschichte vermutlich Humbug war, merkte Nasid, als er an einigen der langen, langen N\u00e4chte mit dem Sand spielte, der ein stetes Training seiner Willenskraft war, und ihn weiter untersuchte. Er entschl\u00fcsselte die Magie, welche ihm diese Eigenschaften verlieh und lernte bald, ihn selber herzustellen. Nicht dass Sameh das gro\u00df interessiert h\u00e4tte. Er war bereits zu oft tagtr\u00e4umend in Unsterblichkeitsphantasien, um auf solche Details acht zu geben.<\/p>\n<p>Der Sand sollte sein Markenzeichen werden und immer versah er ihn mit einem Arkanen Mark des Zeichens Savras, in dessen Namen er glaubte zu handeln. Seine \u00dcbung im Umgang mit dem Sand lie\u00df ihn binnen kurzer Zeit Skulpturen erschaffen, welche die Geschichte der Sandformer und ihrer harten Herrschaft wiederspiegelten. Um nicht zu verschwenderisch zu sein, nutzte er seine Magie, um die oberste Schicht des Sandes zu Glas zu schmelzen und den Rest des Sandes wieder einzusammeln. Das alles brachte \u00c4rger mit der Obrigkeit, bei der er zuvor nach Hilfe ersucht hatte. Sie sahen sich mit Recht provoziert. Als Nasid trotz Drohungen nicht abzubringen war, musste Strafe folgen. Sie warfen ihn Wochen in den Kerker, doch er machte weiter. Selbst sein Vater sagte gegen ihn aus und bettelte, man m\u00f6ge ihn, seinen k\u00fcnftigen Nachfolger doch bitte wieder zur Vernunft bringen, worauf hin Nasid in das grausigste, dreckigste und sch\u00e4bigste Loch Calimshans gesteckt wurde. Die Schrecken die er dort erlebte zeichneten seine Seele und die vielen Monster der tiefen hinterlie\u00dfen alle ihre Narben, doch seinen Willen konnten sie nicht brechen. In seinem jugendlichen Leichtsinn und da er fern ab der St\u00e4dte gro\u00dfgeworden war, hatte er mit einigem gerechnet, damit, dass es jetzt nicht mehr viel schlimmer kommen k\u00f6nn. Er bildete sich ein, unbrechbar zu sein. Doch er sollte sich irren. Ein gruseliger alter Magier durfte ihm etwas klauen, von dem er bis dahin nicht gewusst hatte, wie wichtig es ihm war. Seine Jugend. Der Mann zog die Jahre aus ihm, wie Kamele das Wasser aus einer versiegenden Quelle und Nasid, noch keine drei\u00dfig, blieb als alter Mann zur\u00fcck. Um es sich mit der Familie nicht ganz zu verderben, wurde die Strafe so ausgesetzt, dass er, wenn er ein Jahr und ein Tag seine Machenschaften einstellte, welche geh\u00f6riges Aufsehen in der Stadt erregt hatten, so w\u00fcrde man ihm seine Jahre zur\u00fcckgeben. Er war gebrochen. Sie hatten gewonnen.<\/p>\n<p>In der folgenden Nacht erschien ihm Savras zum ersten Mal leibhaftig. Es war nur ein kurzes Aufflackern, bei dem er sich all seiner Heuchelei und wahrlichen Schw\u00e4che seines Glaubens bewusst wurde. Doch es reichte. Niemand w\u00fcrde ihn zum schweigen bringen. Doch in dieser Stadt war es nun zu gef\u00e4hrlich. Wenn sie Sandformer fr\u00fcher besiegt werden konnten, dann musste es irgendwo auf der Welt Aufzeichnungen dar\u00fcber geben, wie dies bewerkstelligt worden war. Vielleicht w\u00fcrde er zu sp\u00e4t kommen, um sein Volk zu sch\u00fctzen, doch er w\u00fcrde die Antworten haben, die dann gebraucht werden w\u00fcrden. Er schloss sich einer Karawane in den Norden an, wo Kerzenburg selbst bis hierher als Hort des Wissens bekannt war. Dort, so hoffte er, weitere Antworten zu finden. Seinen Weg s\u00e4umte er mit kristallinen Skulpturen, vorgreifende Mahnmale einer vielleicht kommenden Zukunft und f\u00fcr all jene mit Augen zu sehen gravierte er magische Botschaften der Warnung in da Glas.<\/p>\n<p>Unterwegs entdeckte er, dass es sich ausgezahlt hatte, die vielen Artefakte aus dem Sand zu bergen, zu untersuchen, zu reparieren und einzutauschen, denn dies wurde sein Brot auf der Reise.<\/p>\n<p>In Zazesspur wurde seine Reise interessanter, denn er lernte Beatrice von Muran kennen, welche sich selber als Zauberin entpuppte, jedoch starr darauf beharrte, Incantatrix genannt zu werden, als sei dies ein himmelweiter Unterschied. Und das war es, wie er zugeben musste, als er an langen Abenden von ihr lernen konnte. Sie schien vom Kontrast seines alten Aussehens und der inneren Jugend angezogen zu werden und w\u00e4re sie nicht auf einer Mission gewesen, so h\u00e4tte er die Sandformer und seine Heimat mit ihr v\u00f6llig vergessen k\u00f6nnen, um ein angenehmes Leben weiter im Norden zu haben. Doch so wollte es das Schicksal nicht und ihre Wege trennten sich an der Kreuzung zu Kerzenburg, wo er sich nach einiger Zeit des Liebeskummers wieder seiner Aufgabe erinnerte und anfing, die vielen B\u00fccher zu studieren. Er erlangte dabei Wissen jenseits seiner bisherigen Vorstellung, besch\u00e4ftigte sich mit magischen und g\u00f6ttlichen Wegen nach Unsterblichkeit zu streben und selbige wieder zu beenden, doch zu den Sandformern selbst fand er nichts. Hierbei fand ein schleichender Prozess statt, dessen er selbst sich v\u00f6llig unbewusst war. So viele Lebensjahre wurden ihm geraubt und viel Leid und trotz steckte noch in seinen Knochen. Zu lesen, wie andere Unsterblichkeit erlangten, ewige Jugend, kurz ein langes Leben, wie es ihm zustehen sollte \u00e4nderte schleichend seinen Blick auf die ganze Sache. Es ging ihm weiter darum, Sameh aufzuhalten, doch hatte er selbst f\u00fcr seine M\u00fchen nicht vielleicht eine Belohnung verdient, eine Wiedergutmachung. Er war schlie\u00dflich der Gute hier. Wie viel mehr Gutes w\u00fcrde er tun k\u00f6nnen, wenn er l\u00e4nger lebte, als sein maroder K\u00f6rper gerade f\u00fcr die Zukunft in Aussicht stellte. So war er sich seiner Quest weiterhin sicher, nicht jedoch, ob er, w\u00fcrde er die Gelegenheit finden, nicht selbst nach der Unsterblichkeit greifen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Alrick Grimschied, der egoistische Bibliothekar, der nicht mochte, wenn Nasid in seiner chaotischen Art die offenen B\u00fccher \u00fcber die Tische verteilte r\u00fcckte irgendwann damit heraus, dass er etwas zu den Sandformern gefunden habe. Doch dieser Drecksack wollte es nicht ohne Gegenleistung herausr\u00fccken und auch die in Emp\u00f6rung auf ihn einh\u00e4mmernden, magischen Attacken konterte er gelassen. Er w\u00fcrde es Nasid, den er ebenfalls f\u00fcr einen f\u00fcrchterlichen Egoisten hielt, geben, wenn dieser ihm ein Exemplar des Buches der roten Lilie besorge, von dem gesagt wurde, dass es nur noch wenige Exemplare auf der Welt gab, viele verschollen in alten Zeiten, besonderes nach dem Fall Netherils. Einige heftige Worte und eine Woche der vergeblichen Aussp\u00e4hungsversuche des Bibliothekars sp\u00e4ter, fragte Nasid knapp, ob Alrick wenigstens wisse, wo so ein verdammtes Buch zu finden sei. Mit nur vagen Hinweisen musste er sich dann zufrieden geben und auf den Weg machen. Als Abschied hinterlie\u00df er einen Tag von Kerzenburg entfernt ein kristallisiertes Bildnis des verhassten Bibliothekars mit heruntergelassenen Hosen. Ein wenig Genugtuung. Wieder auf der Stra\u00dfe, diesmal ohne weibliche Begleitung. Wie langweilig. Ein Buch finden? Ernsthaft? Im besten Fall, so hofft Nasid noch, wird er diesem Arschloch niemals sein Buch bringen m\u00fcssen, sondern die Informationen anderweitig finden. Und dann das Buch suchen, um es vor den Augen dieses Misantropen zu verbrennen. So in etwa.<\/p>\n<p>Back on the road&#8230;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schicksal&#8230; oder diese verfluchten G\u00f6tter?<\/strong><\/p>\n<p><i>&#8222;Ya Ghabi&#8220;<\/i> \u2013 einen Dummkopf &#8211; musste Nassid sich selber schimpfen, als klar wurde, dass er diesem Steinschlag nicht mehr entkommen konnte. Wieso nur hatte er den <i>hayya-khatwa &#8211;<\/i> seine Teleportationsmagie &#8211; so fahrl\u00e4ssig genutzt, sich den letzten Aufstieg zu erleichtern. Mehr Denken war nicht mehr, als die ersten Vorl\u00e4ufer von Steinen seine Schl\u00e4fe erwischten und alles dunkel wurde.<\/p>\n<p>Brennender Schmerz weckte ihn, der die Worte einer fremden Sprache, von denen nur &#8222;&#8230; Moradin &#8230;&#8220; ihm bekannt vorkam \u00fcberdeckte. Einem Verdurstenden in der W\u00fcste gleich, der die Fatamorgana einer Oase sah, sprang Nasid auf, um wem, was auch immer ihm Schmerzen zuf\u00fcge mit sich ins Jenseits zu rei\u00dfen. Die Worte des <i>Iila alkharab<\/i> \u2013 der puren Zerst\u00f6rung \u2013 lagen bereits auf seiner Zunge, um sie dem Widersacher ins Gesicht zu speien. Gut f\u00fcr den Zwerg, dass er nicht auf Augenh\u00f6he mit Nasid wuchs, denn dieser Moment der Desorientierung war es vielleicht, der den Zwerg rettete. Als dann der Schmerz Sekunden sp\u00e4ter abkling und alle weiteren Schmerzen, Prellungen, Schwellungen und Br\u00fcche mit sich nahm, musste sich Nasid gestehen, dass er vielleicht ein klein wenig \u00fcberreagiert hatte oder h\u00e4tte. Die Wachen namen ihre Hellebarden wieder von seinem Hals, doch es wurmte Nasid, dass er die Sprache der <i>qazzam<\/i> \u2013 der kleinen Menschen \u2013 nicht verstand. Gut, dass sie auch die Handelssprache kannten. Die d\u00fcstere Erscheinung von Zwerg, die ihm die Schmerzen zugef\u00fcgt hatte, stellte sich als Xhorgul vor, w\u00e4hrend der Wachhauptmann sich Haran nannte und die zweite Wache Belan gehei\u00dfen werden wollte. Die Namen des Nordens waren so sonderbar, wie ihre V\u00f6lker. W\u00e4re er nicht gerade von Xhorgul geheilt worden und somit aller guten Sitten nach zu Dank verpflichtet, so h\u00e4tte er vermutlich einen sicheren Abstand gehalten. Seine Stimme schien gewohnt zu befehlen und er forderte Respekt auf eine Weise, die ahnen lie\u00df, dass er ihm gew\u00f6hnlich gezollt wurde. M\u00e4nner seines Schlages wurden in Calimshan oft hervorragende Aufseher f\u00fcr Arbeitssklaven. Dieser hier schien einen anderen Weg eingeschlagen zu haben. Die gewechselten Worte waren nicht sehr freundlich, denn auch wenn er gerade, wie ihm gesagt wurde, unter einem Steinschlag her gerettet wurde und sich nun in Mithrilhall befand, so widerstrebte es ihm zu Dankbarkeit verpflichtet zu sein. Sein Vater h\u00e4tte ihn hierf\u00fcr ausgelacht. Unangenehm. Doch daran lie\u00df sich nunmehr nichts machen. Gestern hatte er Versucht, in Mithrilhall Einlass zu finden, um die Bibliothek zu studieren, doch diese <i>Tahan (Hundes\u00f6hne)<\/i> von W\u00e4chter an der Pforte zum Berg, hatten ihn damit gleich abgewiesen. Jeder auf seiner verdammten Reise im letzten Jahrzehnt hatte immer irgendwelche Anforderungen zu stellen, bevor er die dummen B\u00fccher auf eine handvoll wertloser Hinweise hin studieren durfte, die ihn eine Elle n\u00e4her zu seinem Ziel f\u00fchren k\u00f6nnten. Als w\u00e4re er ein verflixter Held irgendeiner Legende, der immer erst irgendwelche H\u00e4mmer, Zauberzepter, Schwerter oder Esel finden musste, bevor er seinen eigentlichen Weg weitergehen durfte. Waren die G\u00f6tter schlechte Geschichtsschreiber? Machte Savras sich einen Spa\u00df mit ihm? Oder waren einfach alle Wesen dieser Erde so egoistisch, wie sein Vater es ihm stets erkl\u00e4rt hatte? B\u00fccher. Ernsthaft. Nicht Drachen erschlagen, nicht Jungfrauen retten. Einfache, alte B\u00fccher. Mit uraltem verlorenen Wissen \u00fcber Unsterblichkeit. Ok. Aber das wussten sie ja vorher nicht. Er rechnete es den Zwergen hoch an, einfach nein gesagt zu haben. Eigentlich hatten sie sogar &#8222;verpiss dich Manarn-spinner&#8220; gesagt. Vielleicht war er zu hartn\u00e4ckig gewesen. Zu \u00e4rgerlich, dass er v\u00f6llig talentfrei in Bezauberungsmagie war.<\/p>\n<p>Dieser Xhorgul wollte ihn in zwei Stunden aufsuchen. Na dann. Er brauchte Ruhe und musste schauen, wie schwer seine Apparate besch\u00e4digt waren. Belan sollte ihn auf Schritt und Tritt begleiten. Nur fair. Ein kleines Quartier, von dem er sich versicherte, dass es von beiden Seiten zu \u00f6ffnen war mit einer Pritsche. Besser als der <i>sahar-hayya-fatra<\/i> \u2013 der au\u00dferdimensionale Raum \u2013 in dem er gew\u00f6hnlich rastete. Endlich wurde ihm auch Brot und Wasser angeboten. Immerhin. Gastfreundschaft in Norden und S\u00fcden waren unterschiedlich, soviel hatte er schon gelernt. Aber er wusste ja auch noch nicht, ob er ein Gast war.<\/p>\n<p>Seine Ger\u00e4te waren nur leicht besch\u00e4digt, doch war er nicht auf die Reparaturen vorbereitet, weshalb er improvisieren musste. Belan schien ihm seine schlechte Laune zu verzeihen und war verd\u00e4chtig freundlich. Als er h\u00f6rte, dass Nazid dann und wann Geschichten zum besten gab er\u00f6ffnete er ihm, dass, wenn er dies hier t\u00e4te, Geschichten aus fernen L\u00e4ndern \u2013 und so \u2013 er daf\u00fcr vielleicht in die Bibliothek d\u00fcrfe. Tadam. Da war es wieder. Immerhin sollte er keine Jungfrau erschlagen oder beschworene Sukkubi abmalen, w\u00e4hrend sie in Ewards schwarzen Tentakelfeld feststeckten. Der Magier der das verlangt hatte war die vermutlich skurrilste Begegnung Nasids auf Reisen gewesen, doch seine Bibliothek war das Schauspiel wert gewesen. Geschichten vortragen f\u00fcr Kost und Logis war er gewohnt, auch wenn er nie gut darin war. Doch wenn kein Barde vor Ort war, war auch die zweite oder dritte Wahl besser als gar nichts, weshalb er irgendwann damit angefangen hatte. Daf\u00fcr noch in die Bibliothek d\u00fcrfen war ein wundervoller Handel. Sich selbiges anmerken zu lassen w\u00e4re gleicherma\u00dfen bl\u00f6d gewesen.<\/p>\n<p>Xhorgul stapfte irgendwann begleitet von der skurrilsten Durchmischung an Wesen, die er \u00fcberhaupt in einem Zwergenstollen erwartet h\u00e4tte heran. Fast wie in diesen Geschichten, wo alle m\u00f6glichen Helden die Vorurteile ihrer jeweiligen Rassen \u00fcberwunden hatten, um gemeinsam etwas unsagbar B\u00f6ses zu bek\u00e4mpfen. Oder so \u00c4hnlich. Angeblich hatte ja auch der Herrscher Mithrilhalls mit einem Drow gek\u00e4mpft. Das hatte Nasid sogar in Calimshan noch geh\u00f6rt. Doch Geschichten die weit wandern, wandern oft genau so weit entfernt von der Wahrheit.<\/p>\n<p>Der Zwerg bestand aus Gr\u00fcnden, die er nicht offenbaren wollte darauf, dass Nasid ihn und diesen zusammengew\u00fcrfelten Haufen an die Stelle begleitete, an der der Steinschlag ihn getroffen hatte. Feundlich bleiben, freundlich bleiben, musste er sich immer wieder sagen, doch es gelang nur m\u00e4\u00dfig. Vernunft und Zwerge waren auch Worte, die er noch nicht oft in einem Satz geh\u00f6rt hatte. Manchmal muss man sich den Gegebenheiten auch anpassen, statt sie mit roher Magie in die gewollte Form zu pressen. Dies war solch ein Fall. Also folgte er der Gruppe, die beruhigenderweise sehr wenig Gemeinsamkeiten mit seiner Vorstellung von einem Exekutionskommando hatte. Meilen unter dem Berg nach einer Wanderung die seine F\u00fc\u00dfe qu\u00e4lte stie\u00dfen sie auf einen Ri\u00df im Fels, der, so wurde vermutet, zeitgleich mit dem Erdrutsch entstanden sein musste. Xhorgul beeindruckte Nasid damit, dass er den zehn Meter weiten Schlund mit wenigen zwergischen Worten der Macht mit einer steinernen Br\u00fccke \u00fcberschlagen konnte. Als die Pforte zur Au\u00dfenwelt ge\u00f6ffnet wurde, schlug der Gruppe eisiger Wind und Schnee entgegen. Betont langsam griff Nasid nach Komponenten, sich gegen die K\u00e4lte zu sch\u00fctzen, doch sein K\u00f6rper versagte. Erst dann begriff er, dass er sich entweder in einem Antimagischen Feld bedand, oder einer der Anwesenden ein selbiges um sich herum gewirkt haben musste. Heftige Magie, die sie aufwandten, blo\u00df um ihn frieren zu lassen, dachte er bei sich. Doch Vorsicht ist besser als Nachsicht, das w\u00fcrden auch die Zwerge \u00fcber die Jahrtausende gelernt haben. Wo sie doch sozusagen auf einem Zugang zur Unterwelt wohnten, soweit Nasid wusste.<\/p>\n<p>Auf dem Weg hierher hatte Nasid sich mit der Gruppe vertraut gemacht. Manche schienen gespr\u00e4chiger als andere und er klopfte mehr oder minder&#8230; eher minder vorsichtig die M\u00f6glichkeiten ab, die diese Truppe bot. Der Elf Rylan pries seine Diebeskunst an, wollte jedoch auf Nachfrage Nasids auch nicht jeden und alles beklauen. Zu schade eigentlich. So k\u00f6nnte er die B\u00fccher bekommen, die er wollte, auch von diesen eingebildeten, glatzk\u00f6pfigen Bibliothekaren in Niewinter. Der Magier der Truppe war besonders spannend, da er sich offensichtlich ebenfalls auf die Schule der Hervorrufung spezialisiert hatte. Er fragte f\u00fcr Nasids Geschmack zu schnell danach, Zauber auszutauschen, was f\u00fcr ihn nur in Frage kam, wenn er jemandem wirklich vertraute. Irgendwie kamen sie auf die Bibliothek Luskans und die arkane Bruderschaft und Arrat er\u00f6ffnete, dass er einst derselben angeh\u00f6rt hatte. Und wusste, wo sich die Bibliothek befunden habe. Was f\u00fcr eine M\u00f6glichkeit! Nasid wurde gleich viel freundlicher. Schwer einzusch\u00e4tzen war besonders der Halborc. Erst vermutete Nasid, dass er ein Sklave war, was sie alle jedoch verneinten. Doch selbst auf seine schlecht gespielte, scherzhafte Nachfrage, ob er nicht zumindest unter der gedanklichen Kontrolle Arrats stand, bekam er eine Verneinung. Gewagtes Spiel.Wo er her kam, w\u00fcrde man f\u00fcr solch einen starken Ork ein Verm\u00f6gen zahlen. Freilich musste er irgendwie im Zaum gehalten werden. Oder es wurde bei den Spielen auf ihn gesetzt. Auf den hier w\u00fcrde es sich lohnen, zu setzen. Er war gleichzeitig einer der wortkargeren Gef\u00e4hrten, doch Nasid glaubte Momente zu sehen, wo er ohne Worte mit Arrat, oder dessen Drachen kommunizierte. Eine wahrlich pointierte Geschichte, so dachte er kurz w\u00e4re es, wenn all diese Gestalten in Wahrheit unter der Kontrolle des Drachen st\u00fcnden, doch glaubten frei zu sein. Vielleicht w\u00fcrde er die Geschichte in einigen Jahren so erz\u00e4hlen, das kam besser an.<\/p>\n<p>Er schaute nicht schlecht, als er einen riesigen Abdruck in der Flanke des Berges sah, gerade oberhalb der Stelle, an der die Lawine abgegangen war. Als h\u00e4tte ein Hammerschlag den Berg erwischt. Doch dieser Hammer. Nun. Der h\u00e4tte wirklich, wirklich, wirklich gro\u00df sein m\u00fcssen. G\u00f6tter also, hm? Kurz \u00fcberdachte Nasid, ob Savras, von dem er seit dem Tag nach seiner Bestrafung nichts mehr gesp\u00fchrt hatte dahinter stehen konnte, doch die Handschrift passte auf keine Art und Weise. Der Zwerg musste nat\u00fcrlich Moradin daf\u00fcr verantwortlich machen. Klar. War das jetzt gut oder schlecht, dass ein Gott einen Berg verpr\u00fcgelt, nur damit Nasid beinah von Steinen erschlagen wird? Sie schauten sich die Stelle noch genauer an. Lyari, mit dem Nasid noch nicht viele Worte gewechselt hatte, bot ihm an, auf seinem Pegasus den Einschlag mit Rylan zusammen genauer zu betrachten, w\u00e4hren Arrat von Magie getragen heraufschwebte. Der Elf Lyari schien \u00e4u\u00dferst interessiert an Nasids Apparatur aus Linsen und geschliffenen, magischen Steinen zu sein, mit denen er Bilder f\u00fcr die Geschichten einfing. Xhorgul war fortan sehr nachdenklich, in Gedanken gekehrt, doch daf\u00fcr zeigte der Halbork so etwas wie Lebensfreude einen eigenen Willen, drau\u00dfen zu bleiben und irgendwo anders hin zu gehen, w\u00e4hrend Nasid schon lange weder Finger, noch Zehen mehr sp\u00fcren konnte.<\/p>\n<p>Keine der Thesen, dass Moradin das jetzt gemacht hatte, um Nasid zu der Truppe zu f\u00fchren, machte f\u00fcr ihn Sinn. Sehr, sehr weit hergeholt. <i>Ya fartas<\/i> w\u00fcrde man in seiner Heimat Menschen nennen, deren Gedanken nicht mehr durch ihr Haupthaar am wegfliegen gehindert wurden.<\/p>\n<p>Arrat war begierig, nach seiner Familie zu suchen und wollte daf\u00fcr nach Luskan zur\u00fcck, um Spuren zu finden. Er erw\u00e4hnte, daf\u00fcr zuvor mit dem K\u00f6nig geredet zu haben, doch die genaueren Inhalte des Gespr\u00e4ches blieben Nasid verborgen. Wenn jedoch diese Truppe mit dem K\u00f6nig sprechen konnte, dann k\u00f6nnten sie ihm mit Sicherheit den Bibliothekszugang er\u00f6ffnen. Auch trugen die meisten von ihnen Amulette, die sie als Freunde der Zwerge, wie sie sagten auswiesen. Fenner, der Halbork wollte es Nasid einfach geben, was sein Ansehen bei ihm erheblich erh\u00f6hte, doch Xhorgul oder war es Lyari, wiesen ihn harsch zurrecht. Er schien sich offensichtlich nicht immer mit den Sitten der qazzam auszukennen. Beruhigend, dass Nasid nicht der einzige war, der so in Fettn\u00e4pfchen treten konnte. Sie wollten morgen aufbrechen und Nasid, so wurde gehandelt solle sie begleiten, wegen des Zeichens der G\u00f6tter und so. Im Tausch w\u00fcrden sie ihm Zugang zur Bibliothek von Adbar gew\u00e4hren. Fair genug.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg h\u00f6rte er noch davon, dass die Runde bevor sie zu ihm gekommen waren selber in der Bibliothek gewesen waren. Sie sollte tief unterm Berg liegen und die Fahrt herunter in den Mienenwagen oder Gondeln sollte f\u00fcr sie als unge\u00fcbte Fahrer sehr abenteuerlich gewesen sein. Nasid wunderte sich, dass sie alle den halben Tag lang keinen Hunger zu haben schienen, weshalb ihm vom morgendlichen Gelage berichtet wurde. Doch nicht nur Wasser und Brot also. Wobei die Kuriosit\u00e4ten, die ihm genannt wurden, \u00fcber Ratte zu Ankeg zu anderen H\u00f6hlenbewohnern in seinen Ohren wenig mit Essen zu tun hatten und noch weiter von &#8222;lecker&#8220; entfernt zu sein schienen. Jeder Versuch der Truppe, ihn von Gegenteiligem zu \u00fcberzeugen scheiterte an seinen Vorurteilen.<\/p>\n<p>Seine Abendvorstellung wurde erschreckend begehrt erwartet. Kein Wunder, wer nie aus dem Berg raus kommt, f\u00fcr den ist ein Bild von Sonnenlicht bestimmt schon besonders. Geschweige denn von den fernen W\u00fcsten Calimshans, \u00fcber die Ein\u00f6den s\u00fcdlich von Easting, zu den Magiert\u00fcrmen Baldurs Gates oder den sagenumwobenen Sklavenm\u00e4rkten von Westgate. Das Zwergenfolk war so begierig, es war muksm\u00e4uschenstill und lauschte seinen Worten, die zwar gewohnt waren, harsch zu klingen, doch denen der s\u00e4uselnd, wasserfallartige Tanz der Silben, der alle guten Geschichtenz\u00e4hler eint fehlt. Er war ernsthaft entr\u00fcstet, als ein &#8222;Haaaaalllt&#8220; durch den Raum gebr\u00fcllt wurde, als w\u00e4re gerade die eigene Tochter selbst dem W\u00fcstenwurm zur Vorspeise gereicht. Arrat war aufgesprungen und kam v\u00f6llig neben sich stehend nach vorne glaufen. F\u00fcr Nasid war dies \u00e4u\u00dferst irritierend. Er war gewohnt, dass Zuh\u00f6rer einschliefen, oder hinterher ihr Geld zur\u00fcck wollten, weil er sich keine M\u00fche gegeben hatte, aber dass jemand forderte, die Bilder, welche er mit seiner Linsenapparatur magisch zu seiner Geschichte an ein Laken an der Warf, r\u00fcckw\u00e4rts zu spielen, um etwas nochmal zu sehen, das war neu f\u00fcr ihn. Zumindest an dieser Stelle. Die Bilder, welche er heimlich im Harem des Sultans von Memnon gemacht hatte kr\u00f6nten gew\u00f6hnlich seine Erz\u00e4hlungen, auch wenn es die Chronologie seiner Reise v\u00f6llig durcheinander brachte. Es war immer das Gleiche. Die paar Jungspunde und Partnerlosen, die Hei\u00dfsporne und L\u00fcstlinge konnten sich an diesen Bildern gar nicht sattsehen und begannen spontan Reiselust zu entwickeln, wo sie zuvor nur geg\u00e4hnt hatten. Erst Fenners sachlich gesagten, doch aus sehr tiefem Brustkorb gesprochenen Worte veranlassten Nasid, sich bei den anderen entschuldigend, die Bilder zur\u00fcck zu holen. Der Sklavenmark von Westgate. Wirklich keine Besonderheit, doch Arrat griff beinahe durch die Leinwand hindurch, so sehr schien er an den zwei Sklavinnen zu h\u00e4ngen, die dort gerade zum Verkauf standen. Der K\u00f6nig selbst schritt hervor, was Nasid nun ersthaft nerv\u00f6s machte, was nur durch schmerzhaftes durchdr\u00fccken des R\u00fcckrades irgendwie verborgen werden konnte.<\/p>\n<p>Arrat erkl\u00e4rte unter Tr\u00e4nen, dass eben dies seine Mutter und seine Schwester seinen und er wollte alles wissen, sich am liebsten augenblicklich dorthin teleportieren. Die Vorstellung wurde offiziell beendet und Pl\u00e4ne geschmiedet, wie weiter vorzugehen sei. Das war nun wahrlich ein wenig zuviel des Zufalls und als Arrat sich bei Moradin bedankte, konnte auch Nasid den Gedanken nicht mehr ganz zur Seite schieben, dass so eine Lawine ihn gew\u00f6hnlich h\u00e4tte t\u00f6ten m\u00fcssen. Ihm wurde noch am selben Abend ein Gespr\u00e4ch mit dem Bibliothekar erm\u00f6glicht, der ihm zum n\u00e4chsten Morgen alles an Material gab, was er finden konnte. Hinweise auf einen Zweig von Zwergen, die sich mit feinstem Sand, wie er unter der Wasseroberfl\u00e4che zu finden war besch\u00e4ftigten und welche einen Teil der F\u00e4higkeiten erworben hatten, nach denen Nasid ausschau zu halten gelernt hatte. Doch es gab wenig konkretes Wissen, durchaus jedoch Verweise auf andere B\u00fccher, welche in Adbar gelagert wurden. Adbar also. Der n\u00e4chste Zufall. Arrat hatte gebeten, bei Nasids gespr\u00e4ch mit dem alten, jedoch wort- und sprachgewandten Bibliothekar dabei sein zu d\u00fcrfen und war nun der erste der Gruppe, mit der er wohl nun einige Zeit reisen w\u00fcrde, der seine eigenen Motive kannte. Auch machte er Angebote, ihm sp\u00e4ter selber zu helfen, doch das w\u00fcrde die Zukunft zeigen. Solange das Geheimnis der Unsterblichkeit Samehs nicht gekl\u00e4rt war, w\u00fcrde k\u00e4mpfen sinnlos sein. Zum Zeitpunkt des Kampfes jedoch, das wusste Nasid, w\u00fcrde er alle Hilfe brauchen k\u00f6nnen, derer er habhaft werden konnte. Die Reisepl\u00e4ne wurden geschmiedet und Abschied von Mithrilhall genommen. Arrat brachte die Gruppe am n\u00e4chsten Morgen zur Kreuzung vor Baldurs Gate und Nasid hatte genug <i>hayya-khatwa <\/i>vorbereitet, um sie alle bis zur Wegkreuzung unter Pros zu bringen. Er war ein Jahr nicht mehr in Westgate gewesen. Dort \u00e4ndert sich viel schnell und er wollte nicht blind an einen Ort teleportieren, von dem er nicht sicher war, dass er sicher war. Reisen hatte ihn vorsichtig werden lassen. Sonst h\u00e4tte er nicht so lange \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>Nasid schaut neugierig in die Zukunft. Seltsame Reisegef\u00e4hrten, doch alle sceinen auf ihre Art sympathisch zu sein, oder sich sogar mit guten G\u00f6ttern zu identifizieren.Wie schwer konnte das schon werden. Zwei Sklaven ausfindig machen. W\u00fcrden sie sie nicht kaufen k\u00f6nnen, so k\u00f6nnte Rylan sie stehlen. Ein Spaziergang. Hoffentlich.<\/p>\n<p><strong>Unorganisierte Gef\u00e4hrten<\/strong><\/p>\n<p><i>&#8222;hayya-khatwa&#8220; ..<\/i>und da waren sie. Nasid liebt den Rausch der Magie, wenn sie ihn \u00fcber Meilen blo\u00df entlang seiner Absicht durch den Astralraum schleudert. Dabei war Westgate sicherlich nicht seine Lieblingsrichtung. Tats\u00e4chlich eher das Gegenteil. Sklaven waren ok, aber diese Piraten, Diebe, Halsabschneider und sogar Vampire durch alle Gesellschaftsschichten hatten ihm damals ernsthaft zu schaffen gemacht. <i>Tahan<\/i> \u2013 Hundes\u00f6hne alle samt. Besser die verrammelte T\u00fcr des Schlafgemaches nur mit einigen ernsthaft guten aktiven Schutzzaubern zu verlassen. Er hatte die Stadt damals aus eben diesen Gr\u00fcnden verlassen, sobald er hatte, was er wollte und sich nicht weiter darum gek\u00fcmmert, wie sich die Menschen dieserorts zugrunde richteten. F\u00fcr die hilflosen, guten Seelen unter ihnen tat es ihm Leid, auch f\u00fcr die Kinder, die unschuldig in diesen Sauhaufen geboren wurden. Doch Savras Ruf hatte vorrang, irgendein Paladin w\u00fcrde sich der Sache bestimmt irgendwann annehmen und die Stadt dem Erdboden gleich machen.<\/p>\n<p>Er hatte gut gezielt und alle zur beabsichtigten Stelle gebracht. Eine H\u00fcgelkuppe s\u00fcdlich des Weges, die guten \u00dcberblick versprach und nicht weit von einigen H\u00e4usern entfernt, noch vor Tesir. Was er seinen Gef\u00e4hrten nicht erz\u00e4hlt hatte war, weshalb er sich gerade an diesen Ort so gut erinnern konnte. Ihr Name war Sheyna gewesen, eine Sklavin aus Sembia. Vermutlich stammte sie oder ihre urspr\u00fcngliche Familie aus einem der K\u00fcstenorte und wurde bei einem n\u00e4chtlichen Piraten\u00fcberfall geklaut und versklavt. Er verstand ihren starken Dialekt nicht und sie kaum den seinen. Nicht, dass Worte zwischen ihnen so wichtig gewesen w\u00e4ren. Sie geh\u00f6rte Olun Fj\u00f6rdson, einem H\u00e4ndler, dessen Karavane nach Westgate sich Nasid angeschlossen hatte. Der Mann war Gesch\u00e4ftsmann durch und durch, was Nasid bewunderte, wie er es bei seinem Vater stets bewundert hatte. Er wollte viel zu viel f\u00fcr Shenya, als dass ein Kauf in Frage gekommen w\u00e4re, doch f\u00fcr eine immernoch stattliche Stange Gold, durfte Nasid sie w\u00e4hrend ihrer Reise bei sich haben. Er hatte nie etwas f\u00fcr die Brutalit\u00e4t \u00fcbrig, die manche Menschen den Sklaven antun, doch Sklaverei selbst hatte er nie hinterfragt, wo sie doch das normalste der Welt war, wo er aufgewachsen war. Shenya befreien oder so etwas klassisch heldenhaftes kam ihm daher nicht in den Sinn. Gesch\u00e4ft war Gesch\u00e4ft, da war er ein Ehrenmann. Dennoch versicherte er dem H\u00e4ndler, w\u00fcrde er ab und an magisch nach ihr sehen und wenn dieser sie nicht gut behandelte, w\u00fcrde er es bitter bereuen. Doch zur\u00fcck zur Gegenwart.<\/p>\n<p>Nasid ist der einzige, der einige Schutzzauber auf sich legt und dann die Strukturen ihrer Magie durch die Zeit verflechtet, um sie anhaltender zu machen. Soweit er es beurteilen kann, ist er auch der einzige hier mit altem K\u00f6rper, auch wenn der Zwerg und die beiden Elfen ihm bestimmt Jahrzehnte voraus haben, so ist ihr Fleisch noch so fit, wie seines vor der Bestrafung war. Die anderen k\u00fcmmern sich kaum darum, nur Fenner, der Halborc schielt immer wieder auf Nasids F\u00fc\u00dfe, die fortan den Boden nurnoch scheinbar ber\u00fchren, w\u00e4hrend sie von <i>jawwi- khatwa rimal,<\/i> der Magie des W\u00fcstensandes bewegt werden. Schweigend marschieren ist ihm nicht zuwider, doch mit so neuen Weggef\u00e4hrten gilt es einiges zu besprechen, wenn man in die gef\u00e4hrlicheste Stadt innerhalb der n\u00e4chsten hundert Meilen m\u00f6chte. Die Beschreibung der Kampfstrategie der Truppe l\u00e4sst Nasid sprachlos. Es klingt ein wenig wie &#8222;jeder rennt m\u00f6glichst schnell auf den Gegner zu, der Kleriker zuerst.&#8220; Wie konnt der Trupp mit so viel Unorganisiertheit blo\u00df so viel Ansehen bei den Zwergen erreicht haben, die doch bekannt f\u00fcr ihre brillianten Taktiken sind. Ausgerechnet Fenner ist es, der beschreibt, dass er oft erst wartet, die Situation mustert und dann eingreift. Wie auf Befehl des Schicksals sehen sie, wie eine ihnen entgegenkommende Kutsche unten bei den paar Bauernh\u00e4usern von dunklen Gestalten \u00fcberfallen wird. Lyari rei\u00dft Xhorgul mit auf seine Rieseneule und sie sausen im Sturzflug dem Kampfplatz entgegen. Die anderen verfallen in Laufschritt, w\u00e4hrend Fenner irgendwie ungeschickt seinen Bogen spannt. Xhorgul teilt b\u00f6se aus, das sieht Nasid sogar auf die Entfernung und als Arat einen Feuerball wirft, ist der Ausgang der Schlacht besiegelt. V\u00f6llig unerwartet jedoch wird der offensichtliche Hauptmann von einem wirbelnden Luftflirren \u2013 im nachhinein wurde klar, dass es sich um ein Luftelementar handelt \u2013 in die H\u00f6he gerissen und verschwindet zwischen den Wolken. Zwei der Diebe k\u00f6nnen gefangen genommen werden und die Wachm\u00e4nner werden zur Rede gestellt. Rylan und Xhorgul durchsuchen die H\u00e4user und befreien die Gefangenen Bewohner&#8230; nein. Rylan befreit die Bewohner und Xhorgul kommt stolz mit einem gefundenen Beutel Salz aus der anderen H\u00fctte, den er den Bewohnern abkauft. Das Salz dieser Region muss etwas besonderes sein. Wachsamkeit gegen\u00fcber dem Himmel ist anfangs das wichtigste, doch das Elementar scheint nicht zur\u00fcck zu kommen. Sergant Fetherbe, einer der f\u00fchrenden W\u00e4chter Tesirs wurde also entf\u00fchrt. Aus einem ins Bein geschossenen Dieb, bekommt Arat heraus, dass er Ladislav hei\u00dft und zu den Astorian geh\u00f6rt, einer Diebesorganisation die in Tesir agieren und mit den Night Masks aus Westgate zusammenarbeiten. Ihr Plan war gewesen, durch den \u00dcberfall Lord Dolo aus Tesir zu schaden. Mist. Nun ist die Frage, wie die Diebe untereinander vernetzt sind. Hatten sie sich gerade auf die falsche Seite geschlagen? Wenn jemand in Westgate schnell Sklaven auftreiben kann, dann die Night Masks, w\u00e4hrend Tesir in diesem Fall wohl eher ein schwacher verb\u00fcndeter ist. Nasid achtet krampfhaft darauf, dass die Diebe sein Gesicht nicht zu sehen kriegen, um irgendwelche Tr\u00fcmpfe im \u00c4rmel zu behalten. Nach ethlichem hin und her werden die Diebe auf die Kutsche gebunden und sie alle fahren zusammen Richtung Tesir. Arats Drache erm\u00f6glicht unterwegs eine lautlos-telepathische, doch dadurch umst\u00e4ndliche Kommunikation. Fenner hat den Dieben bereits einen K\u00f6der ausgelegt und von Zwietracht in der Gruppe erz\u00e4hlt und dass er selber die Sklavinnen haben vorher finden m\u00f6chte. Der Plan wird weiter gesponnen, soweit, die Kutsche in einen k\u00fcnstlichen Hinterhalt zu f\u00fchren, wo Fenner die Diebe retten kann, um dann die Informationen in Westgate zu sammeln und Arats Verwandte vielleicht gleich zu kaufen. Der Plan ist gut, doch als einer nach oben zu den Wachen schaut, sehen sie, dass beide Diebe trotz ihrer Fesseln spurlos verschwunden sind. V\u00f6llig unm\u00f6glich, ohne Magie. Jetzt muss schnell gehandelt werden, damit nicht alle Pl\u00e4ne dahin sind. Wenn die Diebe zu viel ausplaudern, oder wer auch immer sie befreit hat, zu viel gesehen hat, w\u00fcrde der Trupp wie Vogelfrei durch Westgate spazieren. Blut eines geflohenen Diebes an einer Waffe. Das muss reichen. Nasid ruft in aller Eile Savras um seine Gabe an, den iitzalatan-hayyaruya, das weite Sehen. Und durch den Kristallspiegel aus seiner Heimat erblickt Nasid den angeschossenen Dieb, die Beine bereits verbunden. Die Rettung muss also schon ein wenig zur\u00fcck liegen. Nasid pr\u00e4gt sich den Ort mit so vielen Details wie m\u00f6glich ein, um auch magisch seinen Weg dorther zu finden. Als eine andere Gestalt hereinkommt. Sie sieht einheimisch aus, doch tr\u00e4gt sie weder das Zeichen der Diebe, noch sieht sie aus wie ein klassischer Halsabschneider. Mehr wie ein Magier. Durch den Zeltspalt blickt Nasid auf Ruinen, vermutlich einige der Ruinen, welche Tesir umgeben. Es bleibt nicht viel Zeit zum nachdenken. Eine Hand voll warnender Worte an seine Gef\u00e4hrten, dann wirkt er ein letztes m\u00f6gliches mal an diesem Tag den <i>hayya-khatwa, <\/i>eine Flucht ist somit ausgeschlossen und nimmt die drei seiner Reisegef\u00e4hrten mit sich, die er am schnellsten ber\u00fchren kann. Die Magie saugt sie auf und wirft sie Richtung Zelt.<\/p>\n<p><strong>Versaut<\/strong><\/p>\n<p>Verdammt, der Mistkerl war schneller aus dem Zelt heraus, als Nasid geahnt hatte. Ratlosigkeit machte sich in der Truppe breit und die schleppende telepatische Kommunikation zog die Sekunden zu einer Ewigkeit. Fenner &#8222;k\u00fcmmerte&#8220; sich um den verletzten Dieb im Zelt, ganz zum Missfallen Xhorguls, der daraufhin Arat fragte, ob f\u00fcr ihn das Ziel alle Mittel heilige und wie weit er bereit sei zu gehen. Das zeigte irgendwie Wirkung, allerdings eine, mit der kein anderer gerechnet hatte und Nasid verbrachte die n\u00e4chsten paar Sekunden, mit offenem Mund so viel tyrische Dummheit betrachten zu k\u00f6nnen. \u00dcberraschungsmoment passee. W\u00e4hrend Fenner in Hundegestelt die Gegend ausgekundschaftet hatte und auch Arats Drache die anderen Zelte ausgemacht hatte. Ein Versorgungszelt, eines mit Kranken oder Verwundeten und eines mit vielen Menschen darin, sofern ihre Ohren sie nicht t\u00e4uschten. Arats Stimme erhob sich und forderte den Magier heraus. Dieser schritt aus dem Zelt und Arat, mittlerweile von m\u00e4chtigen Schutzzaubern umgeben versuchte gleich, ihn an diese Ebene zu binden, indem er flirrend violette Magie auf ihn schoss. Wenig Worte wurden gewechselt, doch sie klangen h\u00f6hnend, wonach Blitze durch die Luft zuckten und Arat versengten, der sich beinahe gleichzeitig aus Nasids Blickfeld teleportiert hatte. Xhorgul und Nasid waren die einzigen noch im Zelt verbliebenen, doch nun schritten sie beide heraus und w\u00e4hrend der Zwerg hinter Nasid Worte zu Moradin brummelte, versuchte Nasid sich darin, die Schutzzauber des Magiers zu zerrei\u00dfen, woran er jedoch scheiterte. Arrat hatte sich direkt zum Magier teleportiert, um seine St\u00e4rke im Nahkampf zu nutzen. Dies misfiel dem Vermummten offensichtlich, denn ohne Worte oder Gesten verschwand er spurlos. Selbst das verdammte Zelt war magisch und die T\u00fcr verschlossen, so, dass sie keinen Blick hinein werfen konnten. Xhorgul musste erst die magische Stille aufheben, die er \u00fcber das Zelt gelegt hatte, bis sie ihr weiteres Vorgehen \u00fcberlegen konnten. Alles irgendwie vertrackt, verkackt. Xhorgul verschwand im Zelt mit den Verletzten, w\u00e4hrend Arat die T\u00fcr einschlug. Die Szene, die sich ihnen darbot war f\u00fcr einige aus dem Trupp schockierend, w\u00e4hrend Nasid sich nicht gro\u00df dar\u00fcber wunderte. Zwei nackte Frauen, in bequem zu v\u00f6gelnden Positionen festgekettet, offensichtlich misshandelt, vielleicht auch gefolgtert und die Reste einer Orgie \u00fcberall drumherum. Die Sexsklavinnen wurden zur\u00fcckgelassen, nat\u00fcrlich. Einige Instrumente lagen herum, ein Thron gegen\u00fcber der Eingangst\u00fcr, w\u00e4rme und Licht spendende Steine in der Mitte des Raumes, Felle und Kissen \u00fcberall verstreut, doch keine Spuren mehr von den Feiernden. Die Frauen wurden abgebunden und rudiment\u00e4r versorgt. Von M\u00e4nnern schienen sie erstmal genug zu haben, was selbst Nasid verstehen konnte. Definitiv keine guten Herren, das Schicksal hatte es nicht gut gemeint mit den beiden armen Gesch\u00f6pfen. Ein noch viel \u00e4rmeres Gesch\u00f6pf quiekte in einem K\u00e4fig hinter dem Thron. Irgendwie obsz\u00f6n, klein, knochig, irgendwie wurzelig, waldig aber mit Fl\u00fcgeln wie ein Schmetterling. Da hatte wohl ein Magier beim experimentieren zu viel Opium geraucht. Fenner schien das Gesch\u00f6pf nicht ganz egal zu sein, denn er zerriss den K\u00e4fig, wonach sich das Wesen an seinem Bein festklammert, offensichtlich freute, aber irgenwie auch offensichtlich verloren wirkte. Fenner schaute genau so verloren, etwa wie ein Mann, dem gerade gesagt wurde, dass er Vater ist und dem das Kind in die arme gelegt wird, woraufhin sich die Frau in Luft aufl\u00f6st. Zu viel Fantasie, ja. Nasid hatte solche Geschichten h\u00e4ufiger mitbekommen. \u00dcblicherweise tauchten Sklavinnen so bei reicheren, ehemaligen Liebhabern auf, in der Hoffnung, dass diese sich ihrer Vaterliebe bewusst w\u00fcrden, um sie mitsamt ihres Kindes aus ihrem Elend freizukaufen. Das klappte in M\u00e4rchen h\u00e4ufiger als im echten Leben. Die traurige Wahrheit ist, dass dies oft das Todesurteil f\u00fcr beide, Mutter und Kind ist, wenn sie zu sehr auf ihrer Behauptung beharren. Kinder n\u00f6rgeln nur lauter, wenn sie ignoriert werden. Das war die n\u00e4chste Lektion f\u00fcr Fenner, die er mit stoischer Ignoranz \u00fcber sich ergehen lie\u00df. Ein beeindruckender Wettkampf der Geduld. Nachdem nun jeglicher Plan, jeglicher Vorteil den sie mal gehabt hatten in nichts verpufft war und diese Rettungsmission, von der er angenommen hatte, sie w\u00fcrde ein Spaziergang werden eher zu einem Desaster mutierte, machte Nasid sich daran, zumindest einige Vorteile einzusammeln. Ernsthaft ekelige Vorteile zwar, aber wer fickt hinterl\u00e4sst Spuren. Ein Haar, ein Tropfen Blut reicht Savras Gabe, um das Auge in die Ferne zu dessen Besitzer gleiten zu lassen. Hoffentlich reichten auch andere Tropfen aus, das w\u00fcrden sie bald herausfinden. Als Nasid dann einige Haare vom Thron entnehmen wollte, l\u00f6ste er dabei eine Falle aus, der Fenner nur knapp entging, allerdings auf Kosten einer der Sklavinnen, welche von dem vergifteten Bolzen getroffen wurde und sogleich zu Boden sank, wo nur Xhorguls direkter Einsatz sie vor dem sicheren Tod rettete. Alle schienen diese zwei Sklavinnen sehr wichtig zu nehmen, w\u00e4hrend die eigentliche F\u00e4hrte davon war. Nasid \u00e4rgerte sich wirklich. H\u00e4tte er nicht so lange gez\u00f6gert, w\u00e4re bestimmt niemand aus dem Zelt entkommen. N\u00e4chstes Mal w\u00fcrde dass anders laufen, schwor er sich. Zwischen den Instrumenten, von denen er einige einsammelte fand er einen Hinweis auf einen Auftritt einer bekannten Bardensklavin im Zitternden Daumen \u2013 der Arena Westtors, wie sich nachher herausstellte. Wenigstens ein Hinweis. Arats Drache wurde ausgeschickt, nach Rylan und den W\u00e4chtern zu schauen und es stellte sich heraus, dass sie gar nicht weit entfernt waren und so erreichten sie bald das Lager. Als sie alle das Zelt wieder verlie\u00dfen, ging ein binnen Sekunden beschworener Hagelsturm auf sie hernieder, der so schnell endete, wie er angefangen hatte und nur geringen Schaden anrichtete. Der Magier hatte sich offensichtlich die M\u00fche gemacht, zur\u00fcck zu kommen. Kurz danach krachte ein Blitz in die Kutsche und t\u00f6tete die Pferde, der Kutscher war ebenso schwer verbrannt. Nun hatten sie eine Richtung, der Feind versteckte sich irgendwo in den Baumwipfeln des nahen Waldes. Nasid ging ein wenig in Deckung, denn vor Magiern hatte er Respekt. Ein sauberer Treffer und er w\u00e4re tot. Rylan verschwand spurlos und Arat nahm offensichtlich die Verfolgung auf, denn er erschien schwebend \u00fcber dem Waldst\u00fcck, aus dem der Angriff kam. Das einige was Nasid aus seiner Deckung machen konnte, war die Macht seiner Robe anzuzapfen, um durch die Verbindung zu den \u00e4u\u00dferen Ebenen, die sie erm\u00f6glichte ein m\u00e4chtiges Luftelementar herbei zu rufen, das er dem Magier auf den Hals hetzte. Damit war er wenigstens ein wenig besch\u00e4ftigt. Jede Blitz weniger, der die Gruppe traf, war wertvoll. Fenner zeigte sich von seiner \u00fcberraschend f\u00fcrsorglichen Seite, denn er rettete die Sklavinnen und irgendwie auch das Feen-dings an seinem Bein aus dem Schneesturm hinter einen Felsen in Deckung, wo er, sie mit seinem K\u00f6rper sch\u00fctzend, verweilte.<\/p>\n<p>Arat setzte den Wald in Flammen, daher wand sich Nasid dem R\u00fccken der Truppe zu, um mit seinen mageren F\u00e4higkeiten als Wachmann vielleicht zumindest die Armee der Killerelefanten zu entdecken, die sich hinterm n\u00e4chsten Kieselstein versteckten. Xhorgul heilte derweil den Kutscher und bekam wohl nur aus dem Augenwinkel mit, wie Nasid zwar nicht von einem Killerelefanten angefallen wurde, aber der Elefant w\u00e4re vielleicht sogar das kleinere \u00dcbel gewesen. Ein Blitzstrahl versengte Nasids Haut und pustete ihn vor Schmerzen schreiend, auf seinem fliegenden Teppich aus Sand einige Meter durch die Luft. Xhorguls Reaktion war schnell und Schmerzlos, denn er hatte als erster den Feind erblickt. Ein Magier, der genau so aussah, wie jener, gegen den gerade im Wald gek\u00e4mpft wurde. Er ging Augeblicke sp\u00e4ter in einer Flammens\u00e4ule auf, gleich nachdem das &#8222;Moradin&#8220; aus dem Mund des Zwerges verhallt war. Noch nicht tot. Nasid fluchte, denn noch so einen Blitzschlag w\u00fcrde er nicht \u00fcberleben, das wusste er. So griff er zur m\u00e4chtigsten Magie, die ihm bekannt war und warf dem Feind einen Strahl entgegen, dessen Essenz das Gegenteil von Existenz bedeutete Nicht-sein. Und bevor der Mann noch Zeit hatte, Schmerzen zu sp\u00fcren, sanken die \u00dcberreste seines K\u00f6rpers blo\u00df noch als Asche zu Boden. Arat und Rylan kamen kurz darauf aus dem Wald wieder und berichteten, dass der Magier geflohen sei. Verdammt, diese Schmerzen. Nasid machte einigen Sand seinem Willen gef\u00fcgig und formte ihn zu einem Stock, auf den er sich st\u00fctzen konnte. Seine Muskeln schmerzten bereits vor Anspannung, die er aufbrachte, die Schmerzen seiner verbrannten Haut irgendwie unter Kontrolle zu halten. Der Zwerg bot ihm einen Heiltrank an, den er dankend annahm. Doch dieser verschaffte nur wenig Linderung. Rylan war derweil aus dem Wald gekommen, auch er hatte einige Verbrennungen davongetragen und als er Xhorgul fragte, ob Moradin Heilung f\u00fcr ihn habe, schlossen sich unter Xhorguls Worten beinahe alle seine Wunden. Verdammt. Wollte der Zwerg ihn erniedrigen? Zuzutrauen war es dem Volk ja. Sollte er, Nasid vor Moradin knien? Bitte sagen? Pah. So schlimm waren die Schmerzen nun doch nicht. Ja, v\u00f6llig dumm, kloppfte es in seinem Hinterkopf, denn gerade k\u00f6nnte ein Halbw\u00fcchsiger mit einem Holzschwert ihm den Rest geben, doch der Stolz, \u00fcber Jahre eingebrannt gewann diesen Kampf. Damit niemand seine gequ\u00e4lten Gesichtsz\u00fcge sehen konnte ging er, von dem get\u00f6teten Magier einsammeln, was \u00fcbrig war. Betrachtlich wie er feststellte, der Mann hatte einiges magisches bei sich gehabt. Ein Nimmervoller Beutel ging gleich an Rylan, der als einziger noch keinen besa\u00df. Den Rest verstaute Nasid ersteinmal, bis sie Zeit h\u00e4tten, es zu identifizieren. Nur einen Siegelring mit einem Drachensymbol, das Arat schon im Zelt entdeckt hatte lie\u00df selbigem keine Ruhe und er nahm sich gleich die Zeit, diesen zu untersuchen. Die W\u00e4chter waren losgeschickt worden, eine neue Kutsche zu holen, damit die verwundeten Diebe mit zur Stadt genommen werden k\u00f6nnten. Derweil war Fenner mit den Sklavinnen im Zelt, die er nicht aus den Augen lassen wollte. Sie sollten sich dort anziehen. Genau zu dem Zeitpunkt, als Nasid sich auf den Weg machte, das Zelt auf seine magischen Qualit\u00e4ten zu untersuchen, fing es kurz an zu flirren und verschwand Augenblicke darauf mitsamt Fenner und den Sklavinnen im Nichts. Nun blieb nur zu hoffen, dass sie Fenner nicht in der Arena wiedersehen w\u00fcrden, denn weder Nasid, noch Arat hatte noch M\u00f6glichkeiten, ihn jetzt gerade irgendwie zu retten. Die W\u00e4chter kamen auch bald und der Trupp machte sich mit den Dieben \u2013 diesmal in greifbarer N\u00e4he \u2013 quasi auf dem Scho\u00df und aneinandergeketter \u2013 auf den Weg nach Tesir. Erfolg? Misserfolg? Irgendwie hatten sie nichts erreicht, irgendwie aber auch doch, aber nicht zufriedenstellen. Nasid freute sich, einen Tempel Savras in der Stadt aufzusuchen. Dort w\u00fcrde er kein Problem haben, zu bitten. Dann w\u00fcrden die verdammten Schmerzen auch endlich aufh\u00f6ren, die das Geruckel der Pferde nicht besser machten. Nicht dass Reiten mit seinen geschundenen, alten Knochen \u00fcberhautpt je ein Vergn\u00fcgen gewesen w\u00e4re. Sie w\u00fcrden sich vorbereiten m\u00fcssen. Gut vorbereiten.<\/p>\n<p><strong>Eine Hand w\u00e4scht die andere<\/strong><\/p>\n<p>Einige Jahre reiste Nasid mit einem paranoiden Kleriker zusammen. Das waren tats\u00e4chlich die angenehmsten Reisejahre seines Lebens. Rurlak Swenson hatte er gehie\u00dfen und meist all seine von Helm gew\u00e4hrte Macht dazu genutzt, nach B\u00f6sem Ausschau zu halten. So richtig zu Schlafen schien er auch nicht. All die Zeit kam Nasid nicht dahinter, was den jungen Mann so gepr\u00e4gt hatte, dass er vermutlich selbst gegen\u00fcber Einh\u00f6rnern sein Gesp\u00fchr f\u00fcr B\u00f6ses gesch\u00e4rft h\u00e4tte. Irgendwann trennten sich ihre Wege. Vermutlich lebte er noch. Irgendwo. Entweder in einer Ein\u00f6de, einem Kloster oder auf der celestischen Ebene. Oder er starb an Schlafentzug. Sowas kam vor, hatte Nasid geh\u00f6rt. Oft auch bei Sklaven, die unter der Peitsche \u00fcberarbeitet wurden. Es gibt halt auch dumme Sklaventreiber, die ihre, oder die Investition ihres Herren nicht richtig sch\u00e4tzen. Nasid denkt an solche Menschen oft wie an Kinder, die Schmetterlingen die Fl\u00fcgel ausrei\u00dfen. Auf bestimmte Art Dumm und vielleicht blo\u00df vom Schicksal auserkoren, kein Gewissen ausgebildet zu haben. Seis drum, die Schmerzen der Verbrennungen durch den Blitz des Magiers rissen ihn aus seinen Tagtr\u00e4umen, w\u00e4hrend sie in der Kutsche der W\u00e4chter zur Stadt rollten. Dieser verdammte Zwerg verlangte wohl einen Kniefall vor seinem Moradin, um ihn endlich zu heilen. Nasid w\u00fcrde sich gut \u00fcberlegen m\u00fcssen, wie sehr er sich in Gefahr bringt, wenn Heilung so ein rares Gut ist. Xhorgul hatte Nasids leicht feindlichen, vielleicht aber auch nur aus Schmerzen zuckenden Blick aufgefangen und fragte ihn zwergisch direkt, wann er endlich Moradin bitten w\u00fcrde, ihn zu heilen. Da war dieser Klo\u00df im Hals, bestimmt kam das auch von den Verbrennungen. Immerhin sollte er nicht den qazzam selbst bitten, blo\u00df seinen Gott. Ja, es tat weh. Hinterher nicht mehr k\u00f6rperlich, doch der bittere Nachgeschmack auf Nasids Zunge verfolgte ihn f\u00fcr den Rest des Tages. Arrat und Xhorgul waren einen gro\u00dfen Teil der Strecke mit Grundsatzdiskussionen besch\u00e4ftigt, die Nasid f\u00fcr ein blo\u00dfes Missverst\u00e4ndnis hielt. Der Diener Moradins richtete den Magier offensichtlich nach seinen Ma\u00dfst\u00e4ben und sah die Dunkelheit und die Gefahr des moralischen Verfalls in den sehr zielstrebigen Taten Arrats, w\u00e4hrend dieser sich mit Tyrs Lehre, wie er sie versteht in Einklang erlebt und sein Handeln anders auslegte, als Xhorgul dies tat. Vielleicht jagten sie beide Phantome? Rylan verbrachte die Fahrt oben auf der Kutsche, um mit seinen Adleraugen die Gegend abzusuchen. Keine schlechte Idee, schlie\u00dflich hatten die Magier es bereits zuvor geschafft, ihnen ihre Gefangenen unter der Nase weg zu schnappen. Der Feldwebel, mit dem sie die Kutsche teilten, wie auch der Torw\u00e4chter schienen verkappte Studiosi der Philosphie und des Denkens zu sein, die blo\u00df des Geldes halber der Wache beigetreten waren, so jedenfalls wirkten ihre Fragen, die Xhorguls Grundsatzhinterfragerei noch weit in den Schatten stellte. Eine wundersame Stadt. Dass es schnell und einfach gehen w\u00fcrde, hatte Nasid sich bereits abgeschminkt. Savras hatte sich bestimmt etwas dabei gedacht, ihn mit dieser Truppe zusammen zu bringen, oder auch sie &#8222;zuuuf\u00e4llig&#8220; diesen \u00dcberfall mitbekommen zu lassen. Zumindest, so hoffte Nasid, hatten Savras und Moradin sich abgesprochen. Schachfigur im Spiel eines anderen Gottes zu sein behagte ihm gar nicht. Auch dass Arrat seine Verbindung mit Tyr so ernst nahm irritiere Nasid ein wenig. Sicher, er f\u00fchlt sich Savras verpflichtet, doch meist auch allein gelassen. Ein wenig wie ein Kind, dass seinem treulosen Vater nachweint und sich stets danach sehnt, in seine sch\u00fctzenden Arme genommen zu werden. Oder war er hier der treulose? Bisher hatte er gedacht, dass es allen nicht-Klerikern so gehen m\u00fcsse. Erhielt der Magiewirker vielleicht wirklich auch Antworten von Tyr? Beizeiten w\u00fcrde er dies mit ihm bereden m\u00fcssen. Als Nasid Fenner vor der Wache warten sah konnte er nicht anders, als tief irritiert in die Runde, den Himmel und in seinen Verstand zu schauen, wo oder was gerade falsch war. Rylan, Arrat und Xhorgul schienen \u00fcberhaupt nicht \u00fcberrascht. Fenner taucht immer irgendwo, irgendwann wieder auf, war die mit Schulterzucken vermittelte Antwort. Also doch nicht der Zitternde Daumen und eine nat\u00fcrlich v\u00f6llig unkoordinierte Rettungsaktion f\u00fcr den Halbork. Das hatte auch etwas Gutes. Lord Dolo h\u00f6chst selbst gab sich die Ehre, die wieder vollst\u00e4ndige Truppe zu empfangen. Fenner schuckelte bereits ungeduldig von Bein zu Bein und rief mehrfach lautstark nach dem Lord, bis dieser sich bequemte. Die meiste Zeit \u00fcberlie\u00df Nasid den anderen das Gepl\u00e4nkel. Interessant wurde es, als Arrat den Lord daf\u00fcr anfuhr, so von oben herab zu reden, was dieser jedoch aalglatt, wie alles andere auch an sich abperlen lie\u00df. Das Gute daran, die meiste Zeit sein Maul zu halten ist, dass wenn man es \u00f6ffnet, auch auf einen geh\u00f6rt wird. Fenner ist der wahre Meister dieser Strategie, doch nun konnte Nasid sie sich auch zunutze machen und f\u00fchrte den Lord Wort f\u00fcr Wort vor, ihnen Essenzielles zu verschweigen, denn bisher wirkte das alles sehr, sehr falsch. Dabei mochte Nasid den Mann eigentlich. Erfahrungsgem\u00e4\u00df wusste er aus diesen Kreisen, denen er ja selber entstammte jedoch auch, dass Falschheit oft hinter einem freundlichen Gesicht steckt und selbst die selbstlos wirkendsten Handlungen ihre zweite Seite haben k\u00f6nnen. Er dachte dabei besonders an seinen Vater, der nun wirklich zu allen seinen Kunden freundlich war. Was nichts dar\u00fcber aussagte, ob er sie mochte oder nicht.<\/p>\n<p>Um die Sache in Ruhe zu besprechen verabredeten sie sich f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag in einem Gasthaus, in dem Zimmer f\u00fcr sie reserviert waren. Statt der Zimmer verlegte sich die ganze Gruppe in eine Schmiede im Nebenhaus, wo Xhorgul die letzten Stunden des Tages h\u00e4mmerte und Nasid sein Projekt eines schwebenden oder fliegenden Hammers vorstellte. Verr\u00fcckte Idee, wo Pfeile doch viel besser flogen, aber er wollte es dem qazzam nicht schlecht reden, nachdem er ihn von seinen Schmerzen befreit hatte. Auch machte Nassid Rylan f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle mit einigen Pfeilvarianten, die er ihm im ernstfall geben k\u00f6nnte vertraut, um nicht vor Ort ewige Erkl\u00e4rungen zu provozieren. Fenner und Arrat waren wie vom Erdboden verschluckt, nachdem sie sich verabschiedet hatten und kamen auch erst zum n\u00e4chsten Morgen zur\u00fcck. Was sie getrieben hatten, behielten sie f\u00fcr sich. Freudenh\u00e4user h\u00e4tte Nasid im normalfall getippt. Aber da schienen seine Gef\u00e4hrten nicht so klassisch f\u00fcr zu haben zu sein. Wer wei\u00df, Fenner konnte sich ja verwandeln. Vielleicht eine Stra\u00dfenh\u00fcndin? Brr.. er konzentrierte sich wieder aufs Zauber vorbereiten und verl\u00e4ngern. In dieser Stadt w\u00fcrde er nicht ungesch\u00fctzt vor die T\u00fcr gehen. Wie auch sonst nie, seit ihm gezeigt wurde, wie er die magischen Strukturen der Zauber umweben konnte. Sie hatten noch viel zu diskutieren, denn der Lord wollte sie offensichtlich auf einen Ball schleusen, wo der Sergant Fetherbe ganz vielleicht, eventuell vorhanden sein k\u00f6nnte und auch eine Person, die m\u00f6glicherweise etwas von seinem Verbleib wei\u00df. Das roch nach Fisch. Nein. Eigentlich stank es zum Himmel. Angenommen sie waren wirklich mehr oder weniger unbekannt und neu hier, was Nasid annehmen musste. Seine Gef\u00e4hrten hatten ohne Zweifel einen Ruf bei den Zwergen, doch unter Menschen und Gesocks hatte er es bisher nicht erwartet. Dennoch redete der Lord mit ihnen, als w\u00e4ren sie Verb\u00fcndete oder enge Vertraute, w\u00e4hrend er rein logisch nicht ausschlie\u00dfen konnte, dass sie nicht mit den Astorian, Night Masks oder wem auch immer unter einer Decke steckten und das ganze eine Finte war, seine Macht zu untergraben, oder ihn sogar aus dem Weg zu schaffen. Gl\u00fcck f\u00fcr ihn, dass dem nicht so war, sonst h\u00e4tte er das Fr\u00fchst\u00fcck in aller \u00d6ffentlichkeit nicht \u00fcberlebt. Immerhin r\u00fcckte er nun mit der Sprache heraus. Fetherbe ist ein Spion gewesen und kennt sich daher in Westtor aus, wie kein anderer auf Seite der Wache. Xhorguls lauter Meinung folgte der Konsens, dass dies eine gute M\u00f6glichkeit sei, irgendwie doch das richtige zu tun und dabei weiterhin Arrats Ziel zu folgen. Immerhin mussten sie sich so nicht mit dem Gesindel verb\u00fcnden, sondern eher k\u00e4mpferisch auseinandersetzen. Zugegeben, vermutlich war es sicherer und weiser, die Wache zum Feind und diesen Haufen krimineller Organisationen zum Freund zu haben, doch Nasid war froh, dass dies kein Weg ist, den sie beschreiten w\u00fcrden. Ein Messer zwischen den Rippen aus dem Schatten hatte noch den kl\u00fcgsten Magier get\u00f6tet und bei so vielen Messern und so viel Schatten auf einem Haufen, wie es in Westtor sein sollte, konnte er gut darauf verzichten. Als er Xhorgul diese seine Bedenken bez\u00fcglich des &#8222;wir zeigen uns offen und lassen die Gegner kommen&#8220; mitgeteilt hatte, stie\u00df er auf wenig Verst\u00e4ndnis. Der Zwerg wollte einfach den ersten Schlag einstecken und dann anfangen auszuteilen. Gut, zweifelsohne l\u00e4sst sich das in solch einer R\u00fcstung leicht sagen, das musste Nasid ihm lassen. Au\u00dferdem wirkt es ziemlich mutig und je mutiger ein Krieger wirkt, desto weniger mutig wirken seine Gegner. Auch ein Vorteil. Doch nicht Nassids Lieblingsstrategie. Seit er Savras Gabe erhalten hatte, wusste er immer gern vorher, was, wo und wem er begegnen w\u00fcrde, um das Schlachtfeld selber zu w\u00e4hlen. Eine anders geartete Wei\u00dfheit, wenn man so wollte. Die erbeutete Robe passte Nasid nicht richtig, das hatten sie ausprobiert. Vielleicht w\u00fcrde sie Arrat passen, um einen weiteren Trumpf im \u00c4rmel zu haben.<\/p>\n<p>Die Zeit hatte morgens noch gereicht, jeweils f\u00fcr Arrat und Nasid einen Aussp\u00e4hungszauber zu wirken. Arrat suchte nach seiner Schwester, konnte sie aber nicht finden, w\u00e4hrend Nasid mittels der gesammelten K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten in einer echt ekeligen Aktion den Vorsteher des Hauses Bleth beim Essen mit seiner Frau beobachten konnte. Von Lord Dolo erfuren sie dann sp\u00e4ter, dass Haus Bleth mit dem Haus Cormaryl verbunden ist, welche ihrerseits mit den Fireknives verbandelt sind. Doch damit nicht genug der schlechten Neuigkeiten, denn der wahre Gegner, der hinter all diesen Verbrecherorganisationen steckt scheinen die Zentarim zu sein, mit denen sich nun wirklich niemand anlegen m\u00f6chte. Gro\u00dfartige Gelegenheit also, sich Feinde zu machen. Die Suche nach pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nden Fetherbes, um ihn aufzusp\u00fcren blieb erfolglos, sie w\u00fcrden also zu anderen Mitteln greifen m\u00fcssen und gerade Fenner schien erpicht darauf, die Gelegenheit irgendwie anders, als auf einem Ball zu l\u00f6sen. Doch sollte das dem Trupp nicht gelingen, w\u00fcrde der Ball, verkleidet, als W\u00e4chter Lord Dolos wohl eine gute letzte M\u00f6glichkeit darstellen.<\/p>\n<p><strong>Der Eunuch<\/strong><\/p>\n<p>Nasid dachte einige Zeit dar\u00fcber nach, welcher Stock der l\u00e4ngere war, jener in der Hand des Mannes, oder der in seinem Arsch. In seiner Heimat w\u00e4re er ein klassischer Eunuch gewesen, schon m\u00f6glich, dass es hier auch einige gab. Als w\u00e4ren sie alle Br\u00fcder. Die Forscherstimme seines Intellektes stellte Vermutungen \u00fcber in m\u00e4nnlichen Eiern aufbewahrte Wesensz\u00fcge an, die abklingen, wenn eben jene der Schere zum Opfer fallen. Vermutlich w\u00e4re eine Nachfrage jedoch unpassend gewesen, daher lie\u00df er diese Gedanken in den Nebel seines Nachged\u00e4chtnisses \u2013 wie er seine Sammlung, ehemals gedachter Gedanken nannte \u2013 sinken, gleich zu den ethlichen anderen menschlichen und nicht-menschlichen Mysterien. H\u00e4uten sich Yuan-ti? Verdursten Vampire ohne Eckz\u00e4hne? Was unterscheidet kleinw\u00fcchsige, dicke Menschen von Zwergen? Wie denken G\u00f6tter? Steckt eine Absicht hinter dem verdammten Regen, der immer einsetzt, wenn er beschlie\u00dft, seine Reise fortzusetzen? Mysterien halt.<\/p>\n<p>Fenner war verschwunden. Vielleicht war seine Nase zu sensibel f\u00fcr die Anwesenheit nahe des Eunuchen. Ah, da waren sie wieder. Nasid dachte doch noch \u00fcber diesen Menschen nach, der da vor ihnen herstolzierte. Es war einer dieser sehr wichtigen Menschen. So wichtig, dass er wusste, dass sein eigener Name schon in drei Sekunden vergessen worden w\u00e4re, weshalb er sich nicht die M\u00fche zu machen brauchte, ihn zu nennen. H\u00f6flich allemal. Wenn nicht einer der Gef\u00e4hrten dauernd ein Notizbuch z\u00fcckte, um sich Namen all dieser Wichtigtuer oder B\u00f6sewichte zu merken, w\u00fcrden sie noch schneller im Nachged\u00e4chtnis verschwinden und schwerer auffindbar sein, als die Eier eines Eunuchen. Das war eines der Dinge, die Nasid an seinen Gef\u00e4hrten sch\u00e4tzte. Sie alle schienen dann und wann Tagebuch zu schreiben und so konnten sie sich stets gegenseitig an die Namen von Wirten, Schankmaiden, Lords und den ethlichen Herrscherh\u00e4usern erinnern. Mancher Magier h\u00e4tte ob solcher Kompensationsstrategien schwere Ged\u00e4chtniskrankheiten vermutet, doch Nasid war damit ganz entspannt. Es funktionierte und sie hatten noch niemanden umgebracht, weil sie den Namen verwechselten. Dem stolzierenden Mann hinterher schwebend machte er sich Notizen f\u00fcr sp\u00e4ter. Gedanken \u00fcber St\u00f6cke, Eunuchen und Yuan-Ti aufschreiben f\u00fcr eine Nachwelt. Oder wieso eigentlich? Damit einst eine Heldengruppe sein Tagebuch in einer fallengespickten, bemonsterten H\u00f6hle finden w\u00fcrde, und sich entscheiden k\u00f6nnte, seine epische Queste zuende zu f\u00fchren? Hoffentlich nicht. Nein, eigentlich wusste er, wieso er es tat. Eine Situation beim passieren sarkastisch, ironisch oder lustig zu finden macht Spa\u00df, doch das eigentliche Erhabenheitsgef\u00fchl passierte nun doch, beim wiederk\u00e4uen. Sei es in Gedanken, oder halt in Schriftform. Es nagte ein wenig an ihm, dass er das ganze nur tat, um sein Ego zu streicheln und sich in seiner offensichtlichen \u00dcberlegenheit zu best\u00e4rken. \u00c4h. Was er nat\u00fcrlich nicht n\u00f6tig hatte, weil das ja Fakten waren, beruhigte er sich gleich wieder. Puh, was ein langer Weg, doch vielleicht lag auch nur das Fr\u00fchst\u00fcck noch so schwer im Magen. Und nun waren sie auf dem Weg zum Mittagessen, um von diesem Kauz dort \u2013 hoffentlich nicht &#8211; oder Lord Dolo die hiesigen Sitten in gehobener Gesellschaft beigebracht zu bekommen. Xhorgul war tats\u00e4chlich sehr unterhaltsam mit seinem zwergischen Pragmatismus. Nasid w\u00fcrde wetten, er k\u00f6nnte auch Strau\u00dfenei blo\u00df mit seinem Hammer essen. ..und vermutlich auch zubereiten.<\/p>\n<p>Der Rest der Truppe lie\u00df, so hatte Nasid den Eindruck, es mehr oder minder \u00fcber sich ergehen, da das Vorwissen sehr unterschiedlich war, oder aber, wie in seinem Fall aus anderen kulturellen Kreisen stammte. In seinem Elternhaus hatten die Sklaven einfach immer entsprechendes Besteck zum Essen mitgebracht und wurden ausgepeitscht, wenn sie einen Fehler machten. Verschob die Fehlerschuld. Irgendwie angenehm, dachte Nasid, als er vor dem Sammelsurium an messer- und gabel\u00e4hnlichen Werkzeugen sa\u00df. Immerhin gab der Lord h\u00f6chstselbst sich die Ehre. Der Mann wollte sich den Trupp offensichtlich warm halten. Wusste er wohl, dass sie alle mit Hochdruck daran arbeiteten, die Geschichte vorm Ball erledigt zu haben?<\/p>\n<p>Es vergingen blo\u00df drei Tage, in denen die Gruppe sich rudiment\u00e4r absprach, was sie machen wollte. Rylan fand in den Tavernen Neuigkeiten \u00fcber ein weiteres Haus und erz\u00e4hlte von Nachrichtent\u00fcrmen, die Botschaften zwischen Westtor und Tesir \u00fcbermittelten und suchte dort nach hinweisen. Fenner war meistens weg und Nasid vertraute darauf, dass der Halbork bestimmt irgendetwas sinnvolles tat. Oder? &#8230;Hundedamen&#8230; verdammt, da waren die Nachgedanken wieder. Aus! &#8230;w\u00fcrde da ein Halb-Hork rauskommen? Oder wird das dann Ound genannt? Hork klingt irgendwie fl\u00fcssiger. Jetzt aber aus! Irgendwann wollte Fenner bedr\u00f6ppelt, bla\u00df \u2013 sogar eher gr\u00fcn &#8211; um die Nase und irgendwie Schuldig dreinblickend mit Arat reden. Nasid lie\u00df ihnen die Zeit und erfuhr auch sp\u00e4ter nicht, worum es ging. Gibt es nicht Worgs? Vielleicht hatten Orks und W\u00f6lfe.. und dann war es allen zu peinlich dar\u00fcber zu reden und sie nannten es Warg? Aaah. Nasid sah von seinen Aufzeichnungen auf, die er machte, w\u00e4hrend er aus Arats Zauberbuch den Dimensionsanker lernte. Kurze Pause. Xhorgul nutzte seine Schmiedepausen meist f\u00fcr Zwergenbier, doch Nasid war sich nicht sicher, wie gut die Idee w\u00e4re. Nein. Eigentlich war er sich sicher, dass es keine gute Idee war, wenn er sp\u00e4ter noch Aussp\u00e4hen wollte. Wer wei\u00df, wo er sonst rausk\u00e4me.<\/p>\n<p>Ja, was machte der <i>qazzam<\/i> eigentlicht? Immer wieder schmiedete er, dann war er unterwegs. Er hatte bereits betr\u00e4chtliches Wissen herangebracht, sowohl aus B\u00fcchern, als auch aus Tempeln und wollte irgendwelche Besorgungen machen.<\/p>\n<p>Mit Arat zusammen zu sitzen und gegenseitig Zauber auszutauschen f\u00fcr das kommende Projekt war befriedigend. Auf Reisen hatte Nasid immer wieder einzelne Magier gefunden, mit denen er sich austauschen konnte und Arat hatte einiges anzubieten, was Nasid interessierte. Eine Bibliothek w\u00e4re freilich sch\u00f6ner gewesen, als neben einer Schmiede, in der ein Zwerg heilig besengt auf Stahlsorten herumdreschte, die Nasids Meinung nach eifach nicht daf\u00fcr gemacht waren, bearbeitet zu werden. Aber sag das mal einem Zwerg.<\/p>\n<p>Ja, viel mehr passierte eigentlich nicht. Ah, doch. Nach Arats Versuch, den Siegelring zu identifizieren, der irgendwie fehlgeschlagen war, wagte er den Selbstversuch. Was sehr unspektakul\u00e4r blieb. Keine Flammens\u00e4ule, kein bla\u00df werden und die letzten Worte aushauchen, keine mystische Stimme, die b\u00f6se lachend im \u00c4ther verschwindet und sagt, Arats Geist sei jetzt sein. Nichts. Einfach Nichts. Als dann jedoch die Aussp\u00e4hungszauber schief liefen, vermuteten die beiden Magier messerscharf einen Zusammenhang zum Ring und nachdem Xhorgul den Fluch auf dem Ring unterdr\u00fccken und Rylan den Nadelmechanismus ausschalten konnte, war Arat wieder befreit von dem Ring, von dem bisher im wesentlichen bekannt war, dass er T\u00fcren \u00f6ffnen konnte.<\/p>\n<p>Ein gegl\u00fccktes Aussp\u00e4hen Arats war noch interessant, denn es f\u00fchrte ihn und Nasid promt teleportierende Weise gegen eine magische Barriere des hisigen Wachgeb\u00e4udes, wo sie herausfanden, dass die Sklavinnen gleichzeitig die Musikerinnen waren. Die Instrumente sind also eine Sackgasse. Seltsamerweise, oder einfach, um etwas sinnvolles zu tun zu haben, entschied Nasid, die beiden M\u00e4dchen zu ihrer Familie zur\u00fcck zu bringen. Ein bischen Aussp\u00e4hen, ein Kapit\u00e4n mit Verwandschaft auf halbem Weg und es k\u00f6nnten Wege gefunden werden, ihnen zumindest die Schiffsreise mit ungewissem Ausgang zu ersparen. Wenn Nasid vorher noch Wege f\u00e4nde, in die Erinnerungen der beiden zu schauen, w\u00e4re dies jedoch vermutlich noch eine wertvolle Informationsquelle. Sie mussten die Magier ohne Vermummung, oder zumindest Hinweise auf ihre Rasse gesehen haben. Ein wenig \u00e4rgerlich, dass Nasid so vorschnell den einen Magier pulverisiert hatte, nun wussten sie nicht, ob es vielleicht Vampire oder Drow waren, die unter den Kutten steckten. Die wirklich indiskreten Fragen diesbez\u00fcglich lagen Nasid kurz auf der Zunge, doch wurden lange vorm aussprechen zum Klo\u00df. Nein, so wichtig konnte die Information nicht sein. Noch sieben Tage. Chancen ohne Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nasid Aziz wuchs in einer Karawanserei auf der Route zwischen Calimport und Memnon auf. Sklaven wurden ins Land gebracht, Kostbarkeiten heraus. Sein Vater war hier f\u00fcr die Familie stationiert, die sich traditionell f\u00fcr die Sicherung der Handelsrouten einsetzt und so zu ansehnlichem Reichtum gelangt war. 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