„Werter Leser. Bevor Ihr die folgenden Worte lest, so bedenkt bitte, dass ich nur der Schreiber dieser Worte bin. Ich schreibe diese Worte so nieder, wie sie mir erzählt worden sind.“

„Ihr wollt wissen wer ich bin?“ Der Zwerg fuhr sich durch sein dichten blutroten Bart. Er versuchte die richtigen Worte zu finden. „Ich könnte euch meinen Namen sagen, aber der wird euch nichts bringen, weil ein Name sagt nichts über den Charakter eines Wesens aus.“ Ruhig griff er nach dem Humpen Bier vor sich. Trank einen großen Schluck und der Gerstensaft floss an seinem Kinn vorbei. Über seinen langen Bart, dem man den Ruß aus der Schmiede ansah. „Geboren wurde ich am 25 Tag des 5. Monats des Jahres 1259 in der wunderschönen Zwergenfeste Mithril Halle. Es war ein schöner Ort. Das Mithril floss in Strömen. Eine wunderschöne zwergische Festung. Ich wuchs, wie ein jeder Zwerg auf. Lernte das Schmiedehandwerk und das Kriegshandwerk kennen. Nur hatte ich nie das Talent für das Schreiben gehabt. Meine Mutter Tirzele, mögen die Götter ihre Seele schützen, hat es versucht, aber es sollte nicht klappen. Dafür haben sie mich zu einem guten Zwerg erzogen, der immer bereit ist, seine Heimat zu beschützen. Bis zu dem ersten schicksalhaften Tage. Als diese verfluchten Duergar mit dem Schattendrachen auftauchten. Meine Eltern, Tirzele und mein Vater Belfour haben sich in einem Kampfrausch begeben, um mir und meiner Sippe Zeit zu kaufen, dass wir entkommen können. Um eines Tages unsere heiligen Hallen erneut zurück zu erobern. Und wir zogen nach Norden. Zu Kelvins Steinhügel. Das Wetter war rau und hart. Aber wir konnten uns abhärten. Das Wetter hat uns noch härter gemacht und auch die Schlachten, welche wir alle zusammen im Eiswindtal geschlagen haben. Ja. Sie haben uns noch mehr abgehärtet, aber wir haben niemals vergessen, wer wir sind. Was uns ausmacht und warum die Götter uns so geschaffen haben, wie wir sind. Doch bei dem Angriff von den Barbaren auf Bryn Shander lernte ich meine Gillie kennen. Eine wunderschöne Zwergenfrau. Besonders ihr Flaum. Und ihre Muskeln. Ihre Kraft. Einfach nur göttlich. Sie konnte mit bloßen Fäusten Metall abbauen und sogar heißes Eisen schmieden. Eine Künstlerin am Amboss. Wir verliebten uns ineinander. Nachdem Mithril Halle zurückerobert wurde und wir in unsere Heimat zurückgekehrt sind, sind wir den Bund der Ehe eingegangen. Haben zusammen die Drows getötet, welche unsere Heimat überfallen wollten. Die Götter haben uns mit 7 gesunden Kindern gesegnet, welche die Wildheit meiner geliebten Gillie geerbt haben. Haben zusammen die Orks von der ersten Belagerung der Halle zurückgeschlagen. Haben die Zauberpest überlebt und den Tod unseren legendären Königs Bruenor Heldenhammer. Doch im letzten Krieg um die Halle verlor ich meine Kinder und meine geliebte Ehefrau an diese verfluchten Drows, welche den Krieg erneut entfacht haben. Aber sie starben in Ehre. Sie gaben ihr Leben als Knochenbrecher, wo ich auch ausgebildet wurde, um unsere Brüder und Schwestern zu schützen. Als ich mich von meinen schweren Verletzungen erholt habe, sah ich es als Zeichen an, erneut von der Heimat loszuziehen und Abenteuer zu erleben. Und nun sitze hier im Yawning Portal. Bereit, das Abenteuer weiter gehen zu lassen. Und Wie mein Name ist? Ich bin Thorgrim, Sohn von Belfour und Tirzele aus der Sippe der Stachelfäuste. Und ich bin stolz auf mein bisheriges Leben und bereue nicht einen Tag.“ Mit einem langen Zug trank er seinen Humpen aus und mit einem lauten Knall landete der leere Bierkrug auf dem Tisch, der in dem Vollen Raum der Schenke widerhallte.

Thorgrim-Lv.-7.1

Thorgrim Stachelfaust

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