Nanay KusisqaNanay Kusisqa

Alles auf der Welt hat seinen Preis. Und jeder muss ihn zahlen. Viele sagen, dass das Imperium der Magier, das Reich Imaskar, nicht mehr existiert. Und das stimmt auch. Wir waren damals dekadent geworden. Haben andere versklavt, Intrigen geschmiedet und eigene Wesen gezüchtet und das war unser Untergang. Wir haben Sklaven aus anderen Welten geholt und sind an den eigenen Intrigen untergegangen. Das war der Preis, den wir bezahlt haben, als wir zu sehr nach Macht gestrebt hatten und was ist uns davon geblieben? Ruinen und Geschichten, die man sich über uns erzählt. Doch wir wurden nicht komplett vernichtet. Einige mächtige Magier brachten uns in die Tiefen des Unterreiches, wo wir uns eine neue Heimat aufbauten. Wir versteckten uns vor den Beschuldigungen und dem Wissen der Welt. Wir schotten uns ab. Das Unterreich schützte seit Jahrtausende ein Geheimnis. Die Imaskari existieren noch. Wir manipulierten unser eigenes Aussehen um uns anzupassen und um uns selber zu schützen. Das Siegel, welches zu unserem Schutz erschaffen wurde, war auch nicht allmächtig, denn eines Tages ist es zerbrochen und einige machten sich auf den Weg, die Welt zu erkunden. Bereit, die selbst auferlegte Isolation zu durch brechen und der große Rat beschloss, dass das Siegel zum Zwecke von Handel und Kommunikation geöffnet wird. Es ist interessant neue Wesen kennen zu lernen und doch hüten wir uns vor den Bewohnern von Unther und Mulhorand, denn unsere Vorfahren haben diese versklavt. Und doch haben wir noch eines mit unseren Vorfahren gemein. Uns dürstet es nach Wissen in den magischen Künsten. Wir wollen experimentieren und ausprobieren.

Mein Name ist Nany Kusisqa. Professorin an der Akademie der arkanen Künste zu Imaskar. Meine Reise beginnt am 13. Tage des Monats Alturiak des Jahres 1312 als Tochter von der Erzmagierin Sispa Kusisqua und des Beschwörers Taita Kusisqua. Schon früh merkte man, dass in mir die magische Energie brodelte und meine Mutter begann mit meiner Ausbildung. Schon als Kind war es faszinierend in den dicken Büchern zu lesen. So viel Wissen auf einmal. Das war etwas besonderes und dass meine Eltern es mir gestattet haben, diese zu lesen. Doch meine Mutter merkte schnell, dass sie mich nicht unterrichten kann, weil ihre Erwartungen, die sie in mir steckte, zu hoch waren und schickte mich an die Universität der arkanen Künste, um ausgebildet zu werden und damit ich lernen konnte. Das war eine völlig neue Welt. Ich lernte neue Sprachen kennen und ich traf auf meinem Vertrauten, als ich noch nicht mal meine erste Lebensdekade hinter mir hatte. Es war eines morgens, als ein Rabe mich weckte und mich ansah. Ich sah in die Augen und wusste sofort, dass wir zusammen gehörten und taufte den Raben auf den Namen Rina, wie meine verstorbene Großmutter hieß. Ich lernte viel und freundete mich mit meinen älteren Mitstudenten an und die Zeit verging. Ich hatte gerade meine zweite Lebensdekade hinter mir, als ich vom Magierkonzil der Universität geprüft wurde. Es war anstrengend, doch ich bestand die Prüfungen und sie erkannten mich als Magierin an und erlaubten es mir auch, an der Akademie zu unterrichten. Ich fing an, die Zauber der Illusionen zu studieren und mich darauf zu spezialisieren, denn ich habe gemerkt, dass man mit Illusionen im Unterreich weit kommt. Und dann war dieser eine Tag vor rund 25 Jahren stieß ich auf ein Gewebe, welches im Schatten von Mystra ihrem Gewebe existierte. Eine Schattenwelt und es schien in Bereichen zu existieren, wo das normale Gewebe der Magie nicht mehr existieren konnte. Ich habe das Schattengewebe gefunden und nach langen Überlegungen, wagte ich diesen Schritt: Das Gewebe ist sehr gefährlich und so studierte ich es sorgfältig und bin vorsichtig bei meinen Bemühungen. Doch das Schicksal sollte noch eine weitere Wendung für mich haben. Als ich 40 Jahre alt war, ist mein Vater verstorben und meine Mutter hat unsere Heimat verlassen. Doch vor 20 Jahren jedoch, erhielt ich eine Botschaft, dass sie sich auf der suche, nach den restlichen 6 Bücher der Imaskarkana aufgemacht hatte. Ich überlegte lange und beschloss für mich, ebenfalls auf die Suche zu gehen. Ich lies mich vom Konzil der Universität von meinen Pflichten entbinden und schnürte mein Paket. Es war Zeit, die Welt zu erkunden. Als treue Begleiterin war immer Rina bei mir, als ich mich aufmachte, doch ich weiß nicht, ob ich jemals zurück kehren werde, denn die Erinnerung an meine Heimat, wurde aus meinem Gedächtnis gelöscht, damit es nicht von Invasoren gefunden werden kann. Und so machte ich mich auf den Weg. Ich irrte zwei Jahre im Unterreich herum, ehe ich auf Meister Regoalar traf. Ein blinder alter Mann, der die Kraft hatte, das Schattengewebe zu manipulieren und so blieb ich bei ihm, um zu lernen. Doch die Zeit sollte zu schnell vorbei gehen, als er eines natürlichen Todes verstarb. Er hinterließ mir eine Illusionsfigur und das Geheimnis, dass es ein Buch geben soll, welches andere Bücher in sich aufnehmen kann. Das Buch der Bücher. Er gab mir noch eine Karte und so verließ ich nach 52 Jahren das Unterreich. Auf der Suche nach den verbliebenen Imaskarkana und dem Buch der Bücher. Ich erwarte nicht, dass ich eines Tages in meine Heimat zurück kehren werde oder das ich alle Bücher finde, doch ich werde alles geben, denn ich will nichts bereuen und die Welt hat noch so viel Wissen, was ich noch lernen kann. Ich reiste in die unterschiedlichen Reiche und verdingte mich unter anderem als Ausbilderin der magischen Künste oder als Schreiberin. Ich sparte mir das Gold und holte mir nur das, was ich brauchte und eines Tages traf ich auf Mintarn ein, wo eine Bibliothek neu aufgebaut wurde. Ich lernte neue interessante Leute kennen und beschloss, mich denen an zu schließen. Auch wenn unsere Ziele unterschiedlich sind, so haben wir doch einen gemeinsamen Weg, um unsere Träume und Wünsche zu erfüllen. Ich selber interessiere mich nicht für Machtspiele und Politik. Für mich ist es wichtig, meine Freunde zu beschützen und wissen an zu sammeln, damit ich sie noch besser beraten und schützen kann. Und Oghma wird mir dabei zur Seite stehen.

Nanay Kusisqa