Grau in Grau (The Legion of the Trusted)

Noch in der Nacht nach der Unterredung beim Festungskommandant Galen Horak, entschied sich die kleine Gruppe das man sich um diesen verräterischen, “Prinz des Waldes“ würde kümmern müssen. Zum einen um Dreistein und den Vetteln zu helfen aber natürlich auch um den hinterhältigen Angriff und dem daraus resultierenden Tod von Damil zu rächen. Man nahm sich 4 Tage Zeit um sich so gut wie möglich auf das Treffen vorzubereiten. Es wurde Ausrüstung besorgt, Waffen aus kalteisen geschmiedet, Lyari testet sein neu erlangtes Wissen im Umgang mit Giften und konnte mit Hilfe des Kadermagiers Zorak einige recht wirkungsvolle Mixturen zubereiten. Rift hört sich nach Verstärkung um, und wurde tatsächlich fündig. Anscheinend war der örtliche Schwarzmarkt an dem Zustand in Dreistein interessiert und bot einen ihrer „freien“ Mitarbeiter als Verstärkung an. Nach einigem begutachten entschied sich die Gruppe das dieser Azazil Amakiir tatsächlich nützlich sein konnte und nahm das Angebot dankend an. Durch diese Vereinbarung erhielten die Abenteurer zudem noch Zugang zum Schwarzmarkt, welcher mit einigen, recht nützlichen Dingen aufwartete welche ihnen bei der bevorstehenden Konfrontation sicherlich hilfreich sein würden.

Rift reiste allein voraus nach Dreistein um eventuelle Hilfe vor Ort zu rekrutieren und alles nochmal mit dem Schulzen, den Vetteln und etwaigen anderen Betroffenen zu besprechen. Mit Hilfe von Desa gelang es Rift ein Treffen mit „Korell“ zu vereinbaren. Selbst konnten die drei Vetteln nicht offen gegen den Waldprinzen vorgehen da sie damit das magische Bündnis den sogenannten „Eichenbund“ verletzen würden was wohl arge physische Auswirkungen auf sie hätte. Der Riese Falgrim und seine Gefährtin würden an keinen direkten Kampfhandlungen teilnehmen aber zumindest gaben sie Rift, was sie an Gegenständen hatten, die vielleicht hilfreich sein konnten. ogre_kingdomsAnders sah die Sache bei den fünf Ogern unter der Führung des Ogerbarbaren Aram aus, sie brannten förmlich darauf sich für den Angriff auf ihre Herrin zu rächen und sagten ihre Hilfe beim Kampf bereitwillig zu.

Auch hatte Rift, der den Plan hatte, die Waldwesen der Umgebung von der Falschheit des Prinzen zu überzeugen, einigen Dryaden und Satyren von dem Treffen erzählt und sie gebeten dabei zu sein. Er hoffte darauf sie so auf ihre Seite ziehen zu können und so evtl. weitere Unterstützung im Kampf zu bekommen.

Und dann war es soweit die Gruppe näherte sich dem vereinbarten Treffpunkt auf einer Lichtung  anderthalb Tagereisen von Dreistein entfernt mitten im tiefsten Wald an einem Fluß gelegen. Die Lichtung bestand aus einigen kleine Hügeln mit ein paar alten Eichen. In der Mitte der Lichtung Wilderness auf einem Hügel neben einer der besagten Eichen erwartete „Korell“ die Abenteuer bereits. Ein Wesen halb Humanoid, mit leicht elfischen Zügen, halb Pflanze, mit Blättern und Dornen und lediglich einem verknöcherten alten Holzstab in den Händen. Nichts in seiner Haltung oder seinem Gebaren deutete darauf hin das er hier mit einem Kampf rechnete. Die fünf Oger blieben wie vereinbart ein wenig zurück und sollten nur auf ein vereinbartes Zeichen hinzukommen. Die Waldwesen schienen dem Bitten von Rift nachgekommen zu sein, denn es verbargen sich rings um die Lichtung verschiedensten Kreaturen wie die Gruppe bei ihrer Ankunft bemerkt hatte.

Als gleich trat Xhorgul auf den Prinz zu während Rift schon aus einiger Entfernung und mit erhobener Stimme begann den Prinzen mit Vorwürfen und Fragen hinsichtlich seiner Falschheit zu konfrontieren, natürlich auch um sicher zu gehen das die anwesenden Waldwesen auch vernahmen was hier gesprochen wurde. Doch das gesagte perlte an dem Waldprinzen ab wie Wasser von einem Lotosblatt. Sichtlich erstaunt über die Unantastbarkeit und dargestellte Überheblichkeit kam Rift ins schlingern, der anfänglich Schwung ging verloren und er bemerkte das wenn es so weiter ginge, die Waldwesen würden nicht überzeugt werden können…… Xhorgul der dies bemerkte sprang mit der für Zwerge bekannten Entschlossenheit ein schaffte es tatsächlich die harte Schale des Prinzen hier und da zu durchbrechen und so veränderte sich nach und nach das Gebaren Korell´s.

Lyari der am Rand der Lichtung in einem Baum saß mit gespannten Bogen die gesamte Szenerie im Auge behielt bemerkte die gemurmelten Worte die keiner zu hören vermochte und die Bewegung mit dem alten Stab als erster und doch ging alles zu schnell.

Ranger

Der Boden veränderte sich, der Rand des Flussbettes senkt sich von einem zum nächsten Augenblick ab und der Fluss ergoß sich über die Lichtung. Lyari schoß, der Pfeil verfehlte sein Ziel. Dennoch war Allen klar das dies der Beginn des Kampfes war. Rift und Azazil schafften es gerade noch rechtzeitig sich auf einer Anhöhe in Sicherheit zu bringen. Der Kampf entbrannte, doch bisher nur einseitig, Korell machte keinerlei Anstalten und nutzte die nächstbeste Möglichkeit den Streitern mitzuteilen das er einen Kampf für nicht angebracht hielt und das er Informationen hätte die sie in Erfahrung bringen sollten bevor sie entschieden den Kampf fortzuführen. Kurz darauf kam es zum Waffenstillstand und Xhorgul forderte ohne Umschweife die Informationen zu erhalten. Und so kam es. Der Waldprinz eröffnete ihnen das er es ist der Orkfels und die umliegenden Siedlungen seit ewigen Zeiten so früh vor der Orkinvasion warnte das sie ihre Verteidigung organisieren konnten und dadurch die Gegend in relativer Sicherheit lebte, und das er das durch einen Bund mit den Herrschern von Tiefwasser bzw. Lautwasser besiegelt hatte. Er gestand ein das er für den Überfall auf die Gruppe verantwortlich war und auch für die toten Späher aber das daß alles notwendig für ihn war, um seinem viel größeren Ziel dienlich zu sein. Die Natur muss geschützt werden um jeden Preis, und ihre wahre Macht solle von allen anerkannt werden. Er machte eine Geste in die Umgebung und alle anwesenden Waldwesen stimmten zu. Er machte deutlich das sie alle da waren um ihn zu unterstützen. Etwaigen Argumenten von Rift und Xhorgul das der Zweck nicht die Mittel heiligen würde war er in keinster Weise zugetan. Als sich abzeichnete das die Abenteurer von seinen Argumenten nicht zu beeindrucken waren und sie die größere Weisheit in seinen Worten nicht erkennen würden, beendete er das Treffen in dem er ein magisches Portal in dem Baum neben sich öffnete und darin verschwand, nicht jedoch ohne seinen Anhängern noch zu befehlen die verbleibenden Streiter zutöten.

Der Kampf entbrannte erneut, eines der Waldwesen eine Nymphe brachte die Gruppe in arge Bedrängnis, es ging um leben und Tod.

Nymphe

Die Oger die bis jetzt aussen vor geblieben waren schalten sich nun in den Kampf ein, was die Wendung brachte. Völlig überrascht, fiel ein Gegner nach dem anderen. Sie waren gewillt bis zum letzten zu kämpfen auch als Rift ihnen anbot den Kampf zu beenden und zur Vernunft zu kommen. So blieb ihnen keine andere Möglichkeit als alle Waldwesen zu töten.

 

Da standen sie nun, erschöpft und frustriert. So hatten sie sich das Treffen nicht vorgestellt. Alles Grau in Grau, kein Schwarz oder Weiß. Es schien kaum möglich etwas Gutes zu tun ohne etwas Schlechtes zu verursachen. Völlig desillusioniert machten sie sich auf den Rückweg. Sollte es wahr sein das der Prinz ein Bündnis mit den Herrschern der Region hatte, so würde die ganze Situation sollten sie sie den falschen Leuten eröffnen auch noch eine zusätzliche Gefahr für sie selbst darstellen, die betroffenen Fürsten würden sicherlich alles erdenkliche tun um die Vereinbarung nicht öffentlich bekannt werden zu lassen. So entschied man sich, dem Kommandant von Orkfels welcher ein integerer Mann zu sein schien, die Informationen nach ihrer Abreise per Brief zukommen zu lassen. Solle er entscheiden wie dann mit Dreistein verfahren werden soll. Eventuell war es auch möglich das Dreistein ihren jetzigen Status beibehalten konnte wenn es Anweisungen von ganz Oben gab den Waldprinzen in Ruhe zu lassen, diese Vorgehensweise schien durchaus vorstellbar. Aber irgendwie hatte das alles einen doch bitteren Beigeschmack. Es blieb wohl nichts Anderes als abzuwarten was die Zukunft bringen würde…..

Grau in Grau (The Legion of the Trusted)

One thought on “Grau in Grau (The Legion of the Trusted)

  • 23. Juni 2015 um 8:32
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    Vielen dank an Uli fürs leiten! Die vielen Verstrickungen aufzuklären und dabei den Schleier von teils unerträglicher Gelassenheit zu lüften war eine echte Herausforderung… Schön fand ich, dass sich alle Charaktere positionieren mussten und so die unterschiedlichen Weltanschauungen in der Gruppe deutlich zum Vorschein kamen! Uli, willkommen zurück in der Spielerwelt!

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