Auszug aus Fenners Tagebuch (The Legion of the Trusted)

Eine schnelle Entscheidung seitens Nasid´s und wir wurden durch Magie an den Ort versetzt an dem sich die Geflohenen vermutlich befinden würden.

Ein Zelt! Da standen wir, ein augenscheinlich Magiekundiger verließ gerade das Zelt als wir eintrafen. Er schien uns nicht bemerkt zu haben. Im Zelt befand sich ausser Nasid, Xhorgul, Arrat und mir nur noch ein Schlafender der anscheinend kurz vorher medizinisch versorgt worden war. Wir sahen uns alle an, ein wenig in Starre der Plötzlichkeit und Ungewissheit der Situation geschuldet.

Irgendwie hatten, denke ich, alle mit einer direkten Konfrontation gerechnet. Nun sah es aber so aus das ein stilles Vorgehen von Vorteil sein könnte da die Stärke bzw. Anzahl der Gegner noch ungewiss war. Also entschied ich dafür zu sorgen das es weiterhin ruhig bliebe und tötete den Schlafenden schnell und leise. Alle fühlten sich besser.

Was würde uns vor dem Zelt erwarten. Einer schaute vorsichtig aus dem Zelt und konnte in direkter Umgebung niemanden ausmachen. So verwandelte ich mich eine meiner natürlicheren Formen, einer den Menschen vertrauten Hunderasse, und ging nach draußen.

Dort war tatsächlich niemand. Es gab noch weitere Zelte, in einem schliefen einige Personen und in dem anderen gab Stimmen und reges treiben. Ich legte mich an einer unauffälligen Stelle ins Unterholz und behielt die Situation im Auge. Währenddessen meine drei Gefährten anscheinend mit der Schlachtplannung beschäftigt waren.

Plötzlich erschien Arrat vor dem Zelt und rief laut nach den Gegnern, sie sollen herauskommen und sich ergeben oder so.

Das versprach interessant zu werden.

Tatsächlich trat kurz danach der Magiekundige aus dem anderen Zelt. Ich war gespannt. Nach ein paar kurzen Worten schoß ein Blitz in Richtung Arrats. Gleichzeitig vernahm ich schon den mir vertrauten Geruch, der Magier hatte Angst, ich würde wohl liegen bleiben können. Auch Arrat schien das zu erkennen und teleportierte sich direkt vor den Gegner um die Sache persönlich mit ihm zu klären. Und da war es dann auch passiert, der Magier hatte sich eingenässt. Einen Augenblick später suchte er mit Hilfe eines Teleportationszaubers das Weite.

Kurz darauf traten auch die anderen Gefährten aus dem Zelt. Wie sich herausstellte waren in dem Zelt aus dem die Schlafgeräusche kamen tatsächlich nur schlafende bzw. verletzte. Von dort drohte keine Gefahr. In einem Weiteren Zelt befanden sich nur Vorräte.

So blieb nur das Zelt in dem es plötzlich sehr ruhig geworden war. Ich war mir ziemlich sicher das der Angstgeruch zugenommen hatte, obwohl das Zelt gut verschlossen war. Vielleicht bildete ich mir dies aber auch nur ein da das die übliche Reaktion auf das Auftreten von meinen Gefährten war.

Natürlich können auch in die enge Getriebene noch gefährlich sein und so entschieden wir uns es ihnen nicht all zu leicht zu machen. Einer würde vorne am Eingang rumnesteln, während die Anderen sich hinten einen zweiten Eingang schnitten.

Doch was war das, eine Art magische Barriere verhinderte das zerschneiden des Stoffes. Nun gut dann eben anders. Ich rief den anderen laut zu das wir das Zelt am besten in Brand stecken sollten. Der vertraute Geruch wurde wieder ein wenig stärker.

Plötzlich Vernahmen wir das bekannte Geräusch das immer entstand, wenn etwas wegteleportiert wurde. Na dass passte ja, die Gegner flohen kampflos. Wie sich kurz danach herausstellte hatten sie ihre Weibchen zurückgelassen, vermutlich dachten sie es handele sich um eine Art Balz- oder Revierkampf und als die jungen Rüden realisierten das sie unterlegen sein würden gaben sie auf und flohen. Nun denn, ich hatte kein Interesse an diesen kleinen Weibchen.

Allerdings könnte es auch sein das diese von mir aufgestellte These nicht ganz stimmt, irgendwie schienen Arrat und Xhorgul bestürzt zu sein ob des Anblicks der nackten und gefesselten Weibchen. Nasid wiederum, schien seiner Reaktion nach, die gleichen Schlüsse wie ich gezogen zu haben. Hmmmm……zwei zu zwei, naja, da ich doch schon oft falsch lag, entschied ich mich dafür dem Beispiel Arrats und Xhorgul´s zu folgen und begegnete den beiden Frauen mit Mitleid und half so gut es ging. Die anderen sahen sich um.

In einer Ecke des Zeltes war in einem Käfig eine kleines Wesen eingesperrt, irgendeine Absonderlichkeit des Waldes, vielleicht erschaffen, kaum intelligent und ohne Stimme. Es schien meine Verbundenheit zu Silvanus zu spüren und wollte nicht mehr von meiner Seite weichen. Ich ließ es gewähren, es wog nicht viel.

Wir entschieden uns das Zelt zu verlassen. Kaum draußen, schien sich eine Art stationärer Sturm zusammen zu brauen, ganz sicher nicht natürlichen Ursprungs. Plötzlich entlud sich der kleine Sturm, es wurde schlagartig Kalt und einigen größeren Hagelkörner vielen aus den kleinen Wolken, eine kühle Brise also. Allerdings waren die Weibchen immer noch fast nackt und schienen geschwächt, ihre weichen Körper würden sich bei einem solchen Wetter nicht wohl fühlen, daher nahm ich sie und brachte sie an einer nahen Felskante in Sicherheit.

War da wieder dieser Geruch?

Kurz darauf wurde klar das ein Gegner in der Nähe war, vermutlich ein Magier. Mittlerweile war auch Rylan mit der Kutsche und den Wachen eingetroffen. Irgendwo bei ihnen schlug ein Blitz ein. Schon wieder ein Blitz….. und dieser Geruch…..na klar, der Eingenässte! Er hatte anscheinend neuen Mut gefasst und versuchte, wie es häufiger vorkam, noch einmal mit gespielter Stärke und lautem Gebrüll zurückzukommen um sein Revier oder die Weibchen eventuell doch noch zurück zu erobern. Doch er war unerfahren und hatte die Windrichtung nicht mit bedacht, und so nahm jeder von uns deutlich den Angstgeruch war. Dafür würde ich wohl nicht aufstehen müssen. Ich deckte die beiden Weibchen zu, sie schienen zu frieren.

Ich wechselte in eine natürlichere Gestalt, da mir so das entspannen immer deutlich einfacher viel. Zu einem Kampf würde es mit diesen Gegnern hier ja nicht mehr kommen.

Xhorgul schien es ähnlich zu sehen und hielt sich so gut es ging aus den Kampfhandlugen raus. Die anderen Drei spielten noch ein wenig mit der Beute. Bis auch sie genug hatten. Ein Gegner starb der andere konnte wieder mit Hilfe von Magie fliehen.

Randnotitz:

Also ich weiß nicht, ich werde mich später mal bei Xhorgul erkundigen müssen. Es erwähnte mal das es sowas wie spezialisierte Magier gäbe, Kampfmagier, Beschwörer, Schutzmagier und so weiter.

Kampfmagier so hieß es konnten gut Kämpfen undFluchtmagier 1 Schadenszauber wirken, Beschwörer konnte viele magische Kreaturen zu Hilfe rufen…. und  so weiter eben.

Tja, und die beiden auf die wir heute getroffen sind konnten halt besonders gut….. Fliehen.

Ich glaube ich weiß um was für eine Art Magier es sich bei den beiden gehandelt haben muss, ich tippe auf „Fluchtmagier“.

Nur Logisch.

Ich denke so langsam bekomme ich den dreh raus.

 

Wir hielten es auf Grund des unsteten Wetters besser das sich die Weibchen etwas anzogen. Ich blieb sicherheitshalber bei ihnen als sie sich sich ins Zelt begaben um sich dort ein paar Sachen zusammen zu suchen.

Plötzlich wirkt Magie! Und zwar auf das gesamte Zelt, es stand wieder ein Teleportationszauber an. Der Zelteingang schloß sich und die Magie wirkte.

Ich war plötzlich allein mit den zwei Weibchen an einen anderen Ort teleportiert worden.

Nun konnte es doch noch mal zu einem guten Kampf kommen, immerhin könnte sich ein etwaiger Gegner nun im Vorteil wägen.

Ich fragte die beiden Weibchen ob sie beschützt werden wollten, sie bestätigten das. Sehr gut so würde der bevorstehende Kampf noch ein wenig ausgeglichener, ich würde mich auch noch um zwei hilflose Frauen kümmern müssen.

Ich hoffte nur das es nicht wieder diese Fluchtmagier waren oder die geflüchteten Reste ihres Rudels.

Doch es geschah nichts, das Zelt stand in einem leeren Gebäude. Wie sich herausstellte in einer der größeren Städte in der Nähe.

Ich übergab die beiden Frauen der Obhut der Wache. Ich schlug ein wenig Zeit tot und überlegte was meine Gefährten taten. Wie so oft löste sich das Problem von allein, denn kurze Zeit später trafen diese, mit der Kutsche beim Wachhaus ein.

Alle wieder vereint.

Der Kommandant schlug dann noch irgendeinen Handel vor… keine Ahnung um was es ging. Anscheinend brauchte man unsere Hilfe und da es eventuell im Zusammenhang mit der versklavten Familie von Arrat stand gingen wir darauf ein.

 

 

 

Auszug aus Fenners Tagebuch (The Legion of the Trusted)

Schreibe einen Kommentar