Fenner "Graufuchs"Fenner „Graufuchs“

Man nannte mich Fenner, aber ich entdeckte mich im „Graufuchs“ wieder, und beides ist Teil dessen was ich bin.

Genauso wie die Menschen und die Orks ein Teil von mir sind.

Lange Zeit dachte ich, nein wünschte und hoffte ich, die Wildnis würde sich meiner annehmen und mir alles geben können, was mir bis dahin vorenthalten wurde, mich aufnehmen in ihren Schoß auf das ich dort meinen inneren Frieden finden könnte. Sie ernährte mich, schenkte mir Wärme und Sicherheit und Freunde, vielleicht würde sie gar zu meiner Familie.

Ich hatte Familie gehabt. Ich sollte meiner Mutter wohl dankbar sein, dass sie mich behielt und aufzog. Aber es fällt mir schwer, ich habe kaum Erinnerungen an sie bis auf die letzte in der sie starb und ich von den Orks aus meinem Versteck gezogen und verschleppt wurde. Von da an lebte ich bei Gremak meinem Vater, er ernährte mich bis ich arbeiten konnte, dann lehrte er mich wie ich mich selbst versorgte. Ich sollte wohl auch ihm dankbar sein, er nahm mich auf obwohl die anderen des Stammes mich lieber verjagt hätten. Doch weiß ich auch, dass er wahrscheinlich nicht mein richtiger Vater war, sondern nur einer von denen, die mein Zuhause niederbrannten. Dann kamen Menschen schwer gerüstet und auf Pferden, sie brannten alles nieder. Ich lief, angewidert sahen sie mir nach und überließen mich der Wildnis.

Ich überlebte und wurde zu dem was ich nun bin. Stets stark und zäh, mal ruhig und weise, mal laut und wild. Und doch hatte ich das Gefühl, dass mir der letzte Schritt zum Einswerden mit der Natur verwehrt blieb. Ich fühlte, dass noch mehr möglich war, doch der Weg blieb mir versperrt so sehr ich mich auch mühte.

Ein Wesen aus purer Natur und so schön, dass mir Tränen des Glücks entrannen, erschien eines Tages. Dyradal hatte mich schon lange beobachtet und sie hatte meine zunehmende Betrübtheit bemerkt, sie hatte Mitleid und entschied sich mir zu zeigen. Wir sprachen dann und wann miteinander, sie erahnte mein Problem. Sie bot an mir zu helfen, sie könne zwar noch nicht genau sagen wie, aber sie werde mich ein Weile begleiten und ihr bestes tun. Sie war weise und schön, ich würde sie beschützen um jeden Preis. Sie spürte es und ließ mich gewähren. Nach einigen Monaten als wir abends zusammen von der Lichtung aus die Sterne betrachteten und der Natur lauschten, sagte sie mir sie glaube zu wissen was es war, das mir den letzten Schritt verwehrte.

Ich war so sehr im Reinen mit der Natur wie es nur möglich war. Doch um den letzten Schritt machen zu können, müsse ich akzeptieren was ich war, ein menschliches Wesen und nur wenn ich das wieder akzeptieren würde, würde sich mein Wunsch erfüllen. Ich müsse zurück zu den Menschen oder auch Orks und lernen was es heißt einer von ihnen zu sein.

Es herrschte lange Stille. „Ich werde nicht gehen“ sagte ich ohne sie anzusehen. Sanft antwortet sie „Ich bin hier wo ich schon immer war, ich bin hier sicher und ich werde noch hier sein, wenn du zurückkehrst“. Den Rest der Nacht schwiegen wir. Am morgen war sie fort. Neben mir ein Anhänger aus dunkler Rinde, unscheinbar, mit kleinem immergrünen Efeu umwickelt, und immer wenn ich die kleinen grünen Blätter beiseite schiebe, mal hier mal dort, meine ich ein Gesicht zu sehen….

Man nennt mich Fenner, aber auch „Graufuchs“ !

 

 

 

Charakterbogen: Fenner Stufe 7

 

 

 

Fenner fernab des Weges    29.Mirtul 1382 – 1.Eleint 1382

 

Nach den seltsamen Ereignissen in Baldurs Gate mit den seltsamen Musikanten und den darauffolgenden Unternehmungen in dem seltsamen Dorf mit den Zwergenhelden wurde Fenner klar das es doch keinen direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Menschen an einem Ort und deren Verrücktheit zu geben schien. Sei es drum. Einige der Leute mit denen er unterwegs war, waren ihm nicht gänzlich zuwider und so entschied er sich das man es mit ihnen auch weiter versuchen könne, also herauszufinden wie das Leben fernab der Wildnis war. Hmmm…. Dyradal war weise, er würde ihren Worten glauben müssen.

Es hieß wir müssten Richtung Norden, irgendeinen Hammer suchen und im Gegenzug würde irgendein wichtiger Zwerg bei den Elfen ein gutes Wort für mich einlegen. Keine Ahnung ob das tatsächlich möglich war, aber nachdem der Zwerg so lange auf mich eingeredet hatte was er mir alles bieten würde dafür das ich mich an der Suche nach diesem Hammer beteiligen würde hätte ich eh allem zugestimmt damit diese unsägliche Konversation endlich zu ende gehen würde. Die Anderen hatten ihre Zustimmung bereits erteilt und da ich sie weiterhin begleiten würde konnte ich auch meine Augen nach einem alten Hammer offen halten.

Wir würden lange unterwegs sein, immer einem stark befahrenen Weg entlang. Nach einigen Tagen war ich des Reisens mit so vielen Personen um mich herum überdrüssig. Auch waren sie schrecklich langsam, ein direkter Weg durch die Wildnis würde viel schneller gehen aber ihnen fehlten die notwendigen Fähigkeiten um das zu bewerkstelligen. Obwohl, dieser Rift könnte es vielleicht.

Ich entschied mich fernab des Weges umzusehen. Es gab viele Wälder und Sümpfe und Berge und überall kleine Ortschaften. Nun da ich nicht mehr versuchte jedem anderen Wesen aus dem Weg zu gehen lernte ich viele Menschen und Elfen und Halblinge und Zwerge kennen. Und hier und da kam es vor das es Probleme gab. Da gab es eine Siedlung die zu nah an dem Jagdrevier von Wölfen gebaut war und daher ständig Verluste an ihren domestizierten Tieren hinnehmen mussten. Ich versuchte die Einwohner davon zu überzeugen umzusiedeln aber sie schienen verwirrt ob dieses Vorschlages. Nun denn nahm ich Kontakt mit dem Wolfsrudel auf und hoffte das sie vernünftiger waren, und nachdem ich den Leitwolf besiegt hatte konnte ich die Anderen davon überzeugen ihr Revier einfach ein wenig weiter in die entgegengesetzte Richtung auszuweiten. Die Dorfbewohner waren erfreut.

Dann gab es da einen stark dezimierten Druidenorden im Trollbark Forest der von einigen Trollen gejagt und stark dezimiert wurde, sie waren Dankbar für meine Hilfe und ich erfuhr von weiteren Druidenzirkeln abseits der Reiseroute. So traf ich noch viele Wächter der Natur und erfuhr so einiges an Geheimnissen. Zwischendurch schloss ich immer wieder zu den Gefährten auf um den Kontakt zu ihnen nicht zu verlieren. Es war nicht schwer ihrer Spur zu folgen, ich hoffte kein anderer hätte einmal Interesse daran sie zu verfolgen.

Schließlich traf ich den Druidenältesten Tennerock in der Nähe des Highstar Lake´s wo er mir offenbarte das er von meinen Unternehmungen in letzter Zeit gehört hatte, und er mir als Zeichen des Dankes, würde gerne etwas besonderes Schenken wollen, auf das ich auch weiterhin Silvanus ein solch guter Diener sein könne.

Er meinte das viele Druiden nach Weisheit streben und zur Verteidigung die Stärke der Natur nutzten. Bei mir schien das anders, ich wäre selbst wie die Natur und schien so Stark sein zu wollen wie sie.

Ich sollte das erlangen von Wissen nicht vernachlässigen, dennoch, der Weg den ich eingeschlagen hatte war ein seltener und sehr wichtiger. Manchmal hilft nur Stärke, und in diesem Fall würden viele Druiden sich freuen jemanden wie mich an ihrer Seite zu wissen.

Er reiste einige Tage mit mir, lehrte mich viel und am Ende überreichte er mir eine Rüstung einen Schild und einen Bogen, allesamt aus edelstem Holz gefertigt, und dennoch so schlicht in ihrem Erscheinungsbild wie ich es vorzog. Er sagte mir noch ich solle doch mal einen Magier Namens Blauperl aufsuchen welcher noch eine speziellen Dienst für mich parat hielt. Dieser Magier war ein alter Freund von Tennerock und der Natur sehr verbunden. Er lebt in der Nähe von Secomber, etwas Abgeschieden auf einem kleinen Hof. Falls ich sonst noch irgendetwas benötigte könne er mir sicher behilflich sein, er habe gute Kontakte in die Stadt. Ich dankte dem Druidenältesten und machte mich auf den Weg zu meinen Reisegefährten, ich traf Rift im Wald in seiner natürlichen Gestalt, einem Wiesel. Sehr angenehm! Wir tauschten uns kurz aus, es schien sie würden gerade einen Händler zu irgendeiner Festung in der Nähe begleiten und dann wohl ihr eigentliches Ziel wieder aufnehmen. Ich teilte ihm mit das ich noch mal nach Secomber gehen würde und dann wieder zu ihnen stoßen würde….

 

Fenner Wolverine Fenner Graufuchs

Fenner „Graufuchs“