Elldann

Rückblickend verstehe ich unseren Werdegang. Rückblickend kann ich sagen, das ich mich an meine Vergangenheit vor dem Feuer nicht sicher erinnern kann. Ich war zwar schon acht Jahre alt, aber das behütete Leben unter meinen Eltern und ihren Freunde war von einem Tag auf den nächsten vorbei, und mit dem Feuer verbrannte ich auch meine Erinnerung an diese Zeit, vielleicht bewusst, vielleicht unbewusst. Meine Eltern nannten nich Lixandris, mein Vater war ein elfischer Magier, der einen sehr guten Freund aus der Akademie hatte der ein Tiefling war.
Vater verliebte sich in der Stadt in meine Mutter, während er im Tieflingsviertel irgendetwas getan hatte. So hatte es mir zumindest mein bester und geliebter Freund nach dem Feuer geschildert. Dort hatte. Dort hat er auch einen Jungen Mann getroffen, Ellidians Vater, und ihn Unterrichtet. Ellidians Vater verliebte sich in eine Menschenfrau und so wurde er geboren. Zwei Jahre später war ich geboren. Ellidian war als Kind schon sehr stark und schlug häufiger zu als ihm gut tat, auch hatte er mit Aggressionen zu Kämpfen.

Ich erinnere mich noch wie ich von Flammen umgeben war und meine Mutter schrie: „Lauf.“ Ich rannte, durch die Flammen, wo von ich heute noch Narben auf dem Körper habe hinaus. Viele Häuser brannten. Ellidian kam aus dem Haus seiner Eltern gerannt, sah mich, wie ich völlig hilflos in die Flammen starrte. Er reagierte sofort und zerrte mich aus dem Tieflingsviertel hinaus. Wir rannten durch die ganze Stadt in ein anderes armes Viertel und ließen uns dort in eine Seitengasse niedersinken und klammerten uns aneinander. Ellidian hatte mir erzählt, das ich kaum ein Wort gesagt hatte und das es unmöglich war mit mir vernünftig zu reden. Wenige Tage später gingen wir zurück in das Tieflingsviertel. Es war vollkommen niedergebrannt und es gab Arbeiter die die Schäden beseitigten, aber kaum ein Tiefling war zu sehen, geschweige denn unsere Eltern. Wir haben nie herausgefunden, was mit ihnen geschah, ob sie fliehen konnten und um uns trauerten, oder ob sie im Feuer gestorben waren. Mir wurde in diesem Moment bewusst, das sie weg waren. Ich klammerte mich an Ellidian und begann zu heulen.
Das einzige was mir geblieben war, war ein Babyrosanes Tuch, das ich in der Handgehalten hatte. Es war eines meiner Wiegentücher. Allzu häufig klammerte ich mich an ihm fest, bis ich es mir um den Halsband.

Wir waren in den anderen Stadtteil zurück gegangen. Von dort aus taten wir uns mit anderen Straßenkindern zusammen. Ellidian war ein gebohrener Anführer und mit seinen Fäusten, die er sich Flammend zaubern konnte, verschaffte er sich den Respekt, das ihm jeder zuhören würde.
Doch noch immer plagten ihn seine Aggressionen. Immer wieder musste ich mich zwischen ihn und andere stellen. Ich hatte ihm stehts tief in die Augen und ihm so gesagt, das es nichts bringt immer nur gewalt anzuwenden. Immer wenn er sich beruhight hatte, hatte ich ihn angelächelt. Häufig genug, war ich es der die Pläne ausarbeitete, mit der wir als Gruppe zusammen Reiche bestehlen wollten, und häufig genug wusste davon niemand, auch wenn Ellidian versuchte den Ruhm mit mir zu teilen. Er war der Anführer ich nur das kleine schmächtige Anhängsel. Niemand hatte je verstanden, warum wir ein Team waren. Schlugen wir uns doch auf andere Arten und weißen durch die Unterstadt. Mir war zu gute gewesen das ich „niedlich“ war. Gerade ältere noble Damen konnte ich mit meinem Blick so sehr erweichen, das sie für mich alles machen konnten, und auch mein Lächeln hatte ich häufig schamlos ausgenutzt. Doch konnte ich vielen leidenden auch nicht wiederstehen, was ich mir erbettelt hatte, teilte ich. Als wir älter wurden, und man mir das verängstigte Kind nicht mehr so gut abkaufte, verließ ich mich auf Geschick und List, doch blieb ich recht klein, unscheinbar und Kindlich im Aussehen. Bin ich ja immer noch.
Unterschlupf hatten wir bei einer alten gütigen Frau gefunden, in der wir bei ihr im Dachboden eingezogen waren, von dem aus man auf die Dächer kam. Hinter zwei Kisten, hatten wir einige gestohlene Sachen gelagert. Die gute Frau hat von uns Hilfe im Haushalt bekommen, oder wenn wir genug gestohlen hatten, hatten wir ihr was abgegeben. Manchmal hat sie dafür im Gegenzug gekocht.

Als ich 16 wurde, wäre es an der Zeit gewesen, das ich meinen Virtuosen Namen bekamen sollte. Ich saß an diesem Tag auf eine unserer Kisten im Dachboden und sinnierte wie ich Ellidian nennen wollte. Ellidian hatte seinen 16ten vergessen und das Ritual einfach übergangen und gemeint, er wartete bis ich an der Reihe sei. Eigentlich sollte uns die Gemeinschaft die Namen geben, doch wir waren die einzige Tieflingsgemeinschaft die wir noch hatten. Ich dachte über die vergangenen Jahre nach und das ich glücklich war. Ich hatte Ellidian und wir hatten uns im Rahmen unserer Möglichkeiten, ein Leben aufgebaut. Als er zurückkam von irgendeinen Raubzug auf den ich keine Lust hatte. War mein Gesicht tränenüberströmt und doch lächelte ich sanft aber voller Freude. Ich sah ihn und wusste sofort wie er heißen sollte, weil ich das immer schon wusste.
Er war zu mir gekommen und hatte mir die Tränen weg gewischt. Daraufhin hatte ich ihn breit angelächelt.
„Dein Lächeln ist selten so voller Freude, Smile. Ich liebe dieses Lächeln.“
Ich war plötzlich perplex. „Smile? Warum das denn?“
„Weil du dich mit deinem Lächeln durch das Leben geschlagen hast wie kein Zweiter es gekonnt hätte und weil du mich immer wieder vor mir selbst gerettet hast. Weil du jeden Morgen neben mir mit diesem Lächeln aufgewacht bist und mich so schon vor tages anbruch gerettet hast und weil dein Lächeln, das du mir so selten wie jetzt schenkst das schönste ist was ich auf dieser Welt gesehen habe.“
Ich küsste ihn und nahm ihn in den Arm, weil ich vollkommen vergessen hatte ihm seinen Namen zu geben. Wenig später viel es mir wieder ein.
„Das Lächeln gehört dem Einzigen der mir stets eine Stütze war in meinem Leben, der mich immer wieder vor anderen gerettet hat, der mit mir eine eine Festung und einen Zufluchtsort hier auf dem Dachboden und unten auf der Straße gebaut hat. Dem jenigen der mein Rückhalt ist überhaupt lächeln zu können. Demjenigen der mich aus den Flammen gerettet hat und vor den anderen Kindern. Dieses Lächeln gehört alleine dir Fortress!“

Leider war die restliche Gemeinsame Zeit recht kurz. Die Frau war gestorben und wir lebten in dem leeren und mittlerweile heruntergekommenen Haus, das keiner wollte.

Irgendwann hatten wir die Aussicht auf eine Großaritge Beute, die alle Kinder mindestens eine Woche ernähren konnte. Immer mehr drängte sich uns auch die Diebesgilden auf und so mussten wir schauen das wir selber klar kamen. Irgendwie hatten wir das immer geschafft. Ältere Kinder waren verschwunden, zur Gilden gegangen oder hatten das Glück gehabt irgendwie von der Straße zu kommen, neue Kinder waren jung und unerfahren dazu gekommen und wir hatten uns geschworen ihnen zu helfen, damit ihr start in dieses zum Teil schreckliche Leben nicht so hart würde wie der unsere. Den Traum von einem gemeinsamen neuen Haus hatten wir ja irgendwie umgesetzt.
Wir setzten den Plan in die Tat um. Wir wollten die Kutsche eines Adligen überfallen, so schnell das die Stadtwachen nichts dagegen machen sollten. Was wir nicht wussten, war das dieser Adlige ein Ritter war und sein unschein bar aussehender Begleitschutz nicht minder Kampfesbegabt war. Es ging katastrophal in die Hose. Drei von uns wurden gefangen genommen auf der Flucht, ich selbst stolperte und viel mit ein wenig Beutegut zu Boden. Es war wohl wieder mein traurigstes Gesicht, das die Wache zögern ließ die mich verfolgte. Ellidian wäre ohne dieses Zögern zu Spät gekommen. Er warf die Wache um und wir wollten weg laufen, doch da hatten wir schon eine Kleve im Gesicht. Der Adlige stand selbst vor uns. Ellidian deckte mich und flüsterte mir zu ich möge Heimlaufen. Solange er dazwischen sei, könne er mir nichts tun. Ich traute meinen Ohren nicht, wusste aber auch nicht was ich tun sollte. Ich rannte in das Haus.
Kurze Zeit Später, kam Ellidian zurück, völlig verwirrt. Er setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm ich war überglücklich ihn nicht verloren zu haben, noch nicht.

Er erklärte mir kurz darauf was passiert sei. Der Adlige hatte ihm angeboten ihn auszubilden. „Jemanden der sich so bereitwillig für jemanden opfert den er liebt kann er nur bewundern.“

Ellidian, hatte gefragt was mit den anderen Kindern sei, und der Adlige hatte sie einfach laufen lassen und jedem ein Gold geschenkt. Es war ein Elf gewesen, mit dem Namen Ennirum Liadon und Ellidian sollte sich binnen einer Woche entscheiden, und dann zu einer bestimmten Adresse gehen.

Ja er würde gehen und dennoch grinste ich ihn breit an. Er hatte die Chance von der Straße weg zu kommen.

„Versprich mir nur, das du dich um andere beschützen wirst, wenn du weg gehst, und was auch immer du lernst nutze es dafür anderen zu helfen, besonders Kindern.“
Er hatte mich angeschaut als sei ich verrückt geworden. „Dich verlassen?“

„Und wie du das tun wirst.“ hatte ich ihm in einem Tonfall gesagt, der definitiv keinen Wiederspruch duldete.

Er war völlig Perplex. Ich wusste, das ich meine Eigenen Interessen in diesem Moment zurück stellen musste auch wenn es mir das Herzbrechen würde. Ich nahm mein Rosanes Tuch vom Hals und zerschnitte es in zwei hälften. Ellidian wollte mich aufhalten, doch da war es schon durch. Wortlos band ich einen Teil um sein Handgelenk, das andere um meines.

Wir verbrachten die Woche noch gemeinsam und in zweisamkeit. Dann begleitet ich ihm zu der Adresse. Er hatte noch gefragt ob ich mitkommen dürfe, als was auch immer, aber der Adlige hatte strikt abgelehnt. Vielleicht war es schicksal, vielleicht nur zufall. Das weiß ich nicht, aber als sie noch da standen und redeten, wollte ich mich nicht verabschieden. Dies war einer der seltenen Momente, in denen ich meine Flügel, für die ich sohäufig mehr noch als jeder andere Tiefling verachtet worden war, spannte und in den Abendhimmel flog. Fortess hatte mir noch zugeschrien das ich warten sollte, vielleicht hatte er den Adligen überzeugt vielleicht nicht, ich hatte mich nicht noch mal umgedreht und war stur in den Dunklerwerdenden Himmel geflohen.

Fortress hatte ein Machtvakuum unter den Kindern hinterlassen, und das wollten viele schamlos ausnutzen, besonders die Diebesgilde. Ich versuchte die Kinder irgendwie vor ihnen zuretten, doch dafür hatte ich mir den Zorn der Diebesgilde zugezogen. Ich war unterwegs durch die Gassen, als ich kurzdarauf von Schlägern umringt war. Den ersten Keulenschlag nahm ich noch wahr, doch der erklärte nicht die Verletzungen mit denen ich aufwachte. Ich schleppte mich nach Hause und viel dort in ein Fieberdilirium. Ich flehte um Hilfe, ich bettelte das Ellidian kommen möge und ich betete um Stärke die Kleinen zu schützen vor der Gilde.
„Ich bin Lurue die Einhörnkönigin!“ hatte mir eine Stimme im Traum gesagt. „Dein Flehen war so laut, das ich es nicht überhören konnte. Ich schenke dir Macht das zu erreichen was du möchtest, aber dafür musst du mir versprechen, niemals bei dem Leid anderer Weg zu schauen und immer zu erst einen anderen Weg zu finden als mit deiner Macht zu kämpfen und sollte ich etwas von dir wollen, wirst du es umsetzen sonst nehme ich dir die Macht wieder die du bekommen hast.“

Ich versprach ihr alles im Traum.

Als ich erwachte, war ich von allen Wunden erlöst und fühlte mich gestärkt. Zu erst hatte ich angenommen, das es sich nur um einen Traum handelte, bis ich eine Kette um meinen Halsfand. Ich zog sie hervor, als gehöre sie schon immer zu mir. Das Silber war in das Symbol eines Einhorns gefertigt gewesen. Auch stellte ich an mir fest, das ich mich anders fühlte, als wäre eine innere Wärme und ein Feuer in mir entfacht.

Also war dieses Versprechen im Traum wahr gewesen. Endgültig wusste ich das dieses Versprechen wahr sein musste, als ich mich das nächste Mal in einer Pfütze spiegelte und sah, das eines meiner Augen von Grau auf Hellblau gewechselt war. Genau dem gleichen Hellenblau, das Lurue hatte.

Lurue hatte nie mehr zu mir Kontakt aufgenommen, dennoch folgte ich ihrer Anweisung. Irgendwie schaffte ich es immer wieder andere Leute davon abzuhalten, den Straßenkindern etwas anzutun, ohne das ich auf gewalt zurück greifen musste. Das Lächeln das langsam aber deutlich werdend seine Kraft verloren hatte, war auf Wundersame weiße zurück. Ich fühlte mich jedoch nicht mehr zu den Straßenkindern zugehörig. Vorallem nach dem ich festgestellt hatte, das ich Magie wirken konnte, eher zufällig und ungeplant.

Keine Ahnung habend was ich mit dieser „Gabe“ anfangen sollte, fing ich an Magische Bücher aus von Magiern zu stehlen. Doch da ich nicht wollte, das man diese Spur über Händler zu mir zurück verfolgen konnte, brachte ich die Bücher immer zurück. Anfangs tat ich mir unglaublich schwer damit, da ich zwar lesen konnte, aber eher langsam.
Es kam wie es kommen musste. Ich wurde erwischt, allerdings beim Zurückbringen.

Ich war gerade dabei dab Buch wieder in das Regal zu stellen als um mich herum Licht an ging und der Raum hell erleuchtet war. Ich wollte weg laufen, lief aber gegen eine Unsichtbare Wand.

„Dann bist du also der schlechte Dieb der sein Diebesgut zurück bringt.“

Eine Menschenfrau lächelte mich an. Sie war mittleren Alters mit langen braunen Haaren und braunen Augen. Sie kam auf mich zu. „Recht jung um Magische Bücher zu verstehen oder nicht? Wie alt bist du? Du schaust aus wie 12.“

„17.“ Antwortete ich knapp. „Glaub ich.“

Als sie direkt vor mir stand löste sie die Barriere auf, fliehen konnte ich vergessen.
„Dann bist du recht alt, das du auf der Straße lebst, nicht irgendwo und sei es nur bei der Gilde untergekommen bist.“

Ich antwortete nicht.

„Nun gut. Warum hast du dir dieses Buch „ausgeliehen“?“ frage sie mich ganz direkt und nicht minder Direkt antwortet ich.

„Um ein wenig über Magie zu lernen.“

„Nun gut. Dann lerne auch!“ Sie reichte mir die Hand. „Ich gin Eleonora von Aquania und du wirst mich von jetzt an Meister nennen!“

Da war sie. Das war meine Chance und sofort ergriff ich sie.

Ich schlug ein und sagte: „Sehr gern Meisterin, ich bin Smile.“

„Dann hol dein Zeug und komm wieder her. Regel deine Angelegenheiten und ich räume derweil ein zimmer für dich frei.“

Das meiste von dem was ich hatte, was noch übrig war, verteilte ich unter den Kindern, die mich alle zum Teil ängstlich zum teil freundlich verabschiedeten.

Ich nahm den Schlüssel des Hause und die Beseitzurkunde mit die uns die alte Frau noch übergeben hatte und gab sie Eleonora.

„Interessant.“ Hatte sie nur gemeint. „Das ist ein alter Adelsname die vor Jahren schon ihre Stellung verloren haben.“

Nach ein paar Monaten harten und intensiven Trainig über Magie, bei dem ich betteln musste, nach den Kindern sehen zu dürfen. Saßen wir gemeinsam am Kamin und genossen einen Wein.

„Smile du erinnerst mich an jemanden. Einen Magier den ich mal gekannt habe, und der eine Tieflingsfrau hatte. Smile ist dein Virtuosenname und wer auch immer ihn dir gegeben hatte, hat gut gewählt, kann es sein das du Lixandris heißt? Der Sohn von Flame und Rinudel?“

„Ich weiß nicht wie meine Eltern heißen, doch Lixandirs ist mein Name.“ Antwortete ich knapp.

„Das war eine schreckliche Razzia. Weißt du was mit deinen Eltern passiert ist?“

Ich schüttelte traurig den Kopf. „Meine und Ellidians Eltern haben wir beide nie mehr gesehen.“

Sie fragte nicht weiter, sondern holte ein paar Briefe und gab sie mir.

„Du hast morgen frei!“ meinte sie und ging ins Bett.

Ich las alle Briefe die sie hatte, so erfuhr ich von den Namen meiner und Ellidians Eltern. Flame, der Virtuosen Name meiner Mutter und Rinduel der Vorname meines Vaters. Ellindara und Rough, die Eltern von Ellidian. Ich erfuhr auch davon das sie eigentlich geplant hatten uns ausbilden zulassen in einer Akademie für Magier und Kampfmagier. Sie wollten uns gemeinsam hinschicken.

Ich lächelte und dachte mir nur, das dieser Traum so halbwegs war geworden war.

Mit 19 und einer Grundlegenden Ausbildung für Magie entließ mich Eleonora und sandte mich hinaus in die Welt. Sie gab mir noch das wichtigste mit und schenkte mir ein paar ihrer Bücher und sie versprach mir sich nach Ellidian bzw, Fortress zu erkundigen. Ich habe die Welt um mich herum angefangen zu erkunden und ich halte immer nach Anzeichen von Ellidian oder meinen Eltern ausschau. Doch bisher ohne Erfolg.


1. Erster Eintrag
Es hat mich in die Nähe von Waterdeep verschlagen, nicht weil ich Lust gehabt hätte wieder in eine Stadt zu kommen, oder weil ich hoffte Ellidian dort zu treffen, sondern weil ich von „Halaster Blackcloack“ gehört hatte, und das er einige Schätze gehabt haben solle. Ich betrat eine Taverne mit der Aufschrift „The Yawning Portal“, und mir wurde relativ schnell klar warum die Taverne so hieß. In der Mitte gähnte ein riesiges schwarzes Loch, so tief, das ich den Grund nicht sehen konnte und mehrere Fuß breit. Anfangs wollte mir der Wirt nichts verkaufen und hat mich nach meinen Eltern gefragt. Verständlich, da ich mit 22 immer noch wie mit 12 aussehe. Ich hab ihn schlussendlich überzeugt und mir etwas zu essen geholt, es am Kamin gemütlich gemacht und ein wenig gewartet. Dabei habe ich ein Buch gelesen, während ich die Taverne beobachtete. Ich glaubte die Blicke der anderen Spüren zu können, hätte aber auch nur Einbildung sein können. Mit meinen zwei verschiedenen Augenfarben war ich auch nicht unauffällig.
Als ich mir Nachschub holen wollte, ging ich an einer Gruppe vorbei, die nach Kloake und Gosse roch. Ich konnte es mir nicht verkneifen, sie darauf anzusprechen, das sie genau wie meine Heimat rochen, oder zumindest Teile davon.

Mardred war ein Zwerg von dem sich herausstellte, das er ein Krieger vieler Schlachten war, auch wenn wir unterschiedlicher Ansicht über die Richtigkeit von Krieg waren, hatte ich das Gefühl das er von Natur aus ehrlich war, er wollte mich dazu verleiten, mehr zu essen und zu trinken, als ich das für gewöhnlich tat. Zu ein bisschen habe ich mich dann doch überreden lassen.
Ein Mensch, Dante, verstand mal überhaupt keinen Spaß, und meinte mir seine Überlegenheit mit einem Zauber zu demonstrieren, der mich paralysieren sollte. Hatte leider geklappt, war aber auch nicht weiter schlimm. Er meinte nur großschnäuzig ich solle ihn, „Dante oder gar keinen Namen nennen.“ Ist ja klar das ich „Gar keinen Namen“ nicht Dante nennen werde, höchstens Däntchen.
Eine Elfin oder Halbelfin gesellte sich noch zu uns, ebenso wie der Zwerg scheint sie eine Kriegerin zu sein, die das Kämpfen im Blut hat. Ihr Name war ein Zungenbrecher für mich, deswegen, blieb ich bei der Abkürzung, „JT“.
Zwerg und Mensch meinten noch zu Würfeln und da ich nichts besseres zu tun hatte, da ich keine Lust auf Würfeln hatte, hab ich einfach mal die ledierte Rüstung des Zwergs mit Magie repariert. Als ich ihn das erste mal angefasste hatte, hatte er blöd geschaut, bis er verstanden hat was ich dort tat.
Dann wollten wir uns mal so ein bisschen umhören was so da unten ist. Ich hatte dabei nicht so viel Glück.

Elldann