Ein Säurebad in luftigen Höhen (The Outbreaks)

Ein Säurebad in luftigen Höhen (The Outbreaks)Jahr: 1489 TZ, Ort: Luftschiff der Drachenkultisten

Die Reise der Helden auf dem Luftschiff der Drachenkultisten verlief bis zu den frühen Abendstunden erstaunlich gut. Totes Pferd und Kisa’ana arbeiteten weiter an der Rüstung, deren Vorbereitungen Kisa’ana bereits angegangen war, während der Rest der Gruppe das erste Relikt suchte. Wild Fire und Blm redeten unterdessen mit Zalthia, einer magisch begabten Kultistin, über den magischen Feuerstab und den Würfel, der Portale öffnen konnte, während es sich Ryan einfach am Oberdeck gemütlich machte und die Fahrt genoss. Blm konnte das im Gegenzug dazu nicht ganz so, da ihm der Flug ein bisschen Magenprobleme bescherte, die ihn aber nicht allzu sehr beeinträchtigten.

Plötzlich ertönte vom Krähennest ein lauter Ruf: „ANGRIFF!“

Sofort eilten alle an Deck und sahen sich um. Ein grüner Drache kam von der Steuerbordseite vom Bug her angeflogen und flog um das Schiff herum, gerade so, dass er außerhalb der Reichweite war. Zumindest außerhalb der Ballisten. Während Wild Fire, der sich etwas mit den für ihn faszinierenden Drachen auskannte, dem Rest erklärte, worauf sie bei einem grünen Drachen aufpassen mussten, versuchte sich Kisa’ana, die auf Bogenschüsse auf weite Entfernungen spezialisiert war, trotzdem an ein paar Angriffen und konnte den Drachen mehrmals treffen. Ob er sie nur beobachten oder angreifen wollte, direkt nach dem Angriff verschwand der Drache plötzlich und alle sahen sich um und suchten den Himmel nach dem Drachen ab, doch niemand vermochte ihn zu entdecken. Totes Pferd schaute über die Reling noch nach unten, um sicher zu gehen, dass der Drache sie nicht unterflog, doch genau in diesem Moment wurde das Schiff hart Backbord gewendet, was einige aus dem Gleichgewicht brachte. Totes Pferd hatte dabei sogar das Pech, dass er durch den Ruck über Bord ging, doch er konnte sich im letzten Moment noch an der Reling festhalten und sich wieder nach oben ziehen. Daraufhin verlängerte er seinen magischen Speer und band sich mit einem Seil am Mast fest, bereit über Bord auf den Drachen zu springen und ihn zu attackieren.  Wieder ging ein Ruck durch das Schiff, als der Drache von unten gegen die Landekufen stieß, was diesmal Kisa’ana aus dem Gleichgewicht brachte. Wild Fire, Ryan und Blm schauten sofort über die Reling nach unten, um sich ein Bild von der Lage zu machen, doch der Anblick des großen, grünen Drachens erfüllte sie mit Angst und Panik. Wild Fire sprang mit einem Satz mit gesträubten Fell in die Höhe, fauchte und jaulte, wie eine sich erschreckende Katze und rannte von der Reling weg zur anderen Seite des Schiffes. Auch Ryan und Blm rannten voller Panik auf dem Schiff umher. Kisa’ana fand unterdessen ihr Gleichgewicht zurück, zückte wieder den Bogen, zielte auf das Auge des Drachen und schoss. Doch ihre Pfeile trafen nicht wie beabsichtigt.  Das Schiff wurde erneut durchgerüttelt und das Schiff ging in eine Linkskurve. Als Kisa’ana nochmal einen Pfeil schoss, tauchte der Drache nach unten ab und verschwand erneut aus der Sicht der Mannschaft.

Kisa’ana erzeugte mit der den Drow angeborenen Magie eine Kugel der Dunkelheit auf den unteren Kufen, in der Hoffnung, dass der Drache diese dann nicht mehr so gut angreifen konnte. In der Zwischenzeit beruhigten sich Wild Fire und Ryan wieder von ihrer anfänglichen Panik, während Blm durch die Hilfe seiner Gefährten erst zur Vernunft gebracht werden musste. Der Anblick des Drachens so nah am Schiff hatte ihn zu sehr entsetzt. Der Rest der Mannschaft hatte sich inzwischen auch an Deck versammelt und die Harpunen scharf gemacht. Da es noch 3 bis 4 Stunden dauern würde, bis man einen halbwegs geeigneten Landeplatz erreichen würde, musste die Besatzung des Schiffes wohl oder übel weiterfliegen und auf das Beste hoffen. Wild Fire erkundigte sich bei der Kultistenmagierin, ob sie irgendwelche Zauber oder Schriftrollen hätte, um Wind zu erzeugen und die Fahrt zu beschleunigen, doch sie verfügte nur über einen einzigen dieser Zauber, mit dem sie das Schiff maximal 30 Minuten lang beschleunigen könnte. Alle bis auf Blm waren sich einig, dass der Zauber lieber für den Notfall aufgespart werden sollte. Längere Zeit erfolgte kein weiterer Angriff und während einige weiterhin wachsam umherspähten, die Hände fest um Waffen gepackt oder bereit Zauber zur Abwehr des Drachens zu wirken, betete Totes Pferd zu Umberlee. Schließlich kam vom Ausguck her wieder ein Ruf: Der Drache war zurück und griff direkt von oben an. Das konnte jedoch nur der Ausguck sehen, für alle anderen versperrte der Ballon die Sicht. Es ertönten Schreie vom Ausguck und während jedes Besatzungsmitglied sich ein anderes schreckliches Bild von dem, was da oben passierte, vorstellte, erschienen an Kisa’ana Flügel und sie stürzte sich über den Rand, um einen Blick auf den Drachen zu erhaschen. Sie sah den Drachen direkt über dem Ballon und anscheinen hatte er seinen Odem eingesetzt, denn der Kultist Brassik war in einem Säurenebel aufgegangen und hing schlaff über der Brüstung. Der Nebel griff aber auch den Ballon an und während Kisa’ana alle warnte und mehrere Pfeile auf den Drachen schoss, die jedoch von seinen harten Schuppen einfach abprallten, versuchten Wild Fire und Blm mit ihren Zaubern die entstehenden Löcher im Ballon zu flicken. Dadurch verhinderten sie, dass der Ballon zu sehr absinkte und sie vielleicht sogar abstürzen würden. Als der Drache weiter seine Bahn zog, verlangte der 1. Maat und Steuermann Delsephine, dass jemand Brassik retten müsste. Wild Fire schaute nach oben und versuchte einen kleinen Blick auf dessen Körper zu erhaschen, um ihn mittels seiner Zauber aufs Deck zu holen, doch er konnte nur den Schatten des Kultisten sehen. Da Kisa’ana nicht daran dachte, das Risiko einzugehen, wo der Brassik anscheinend eh nicht mehr zu retten war, ging der 1. Maat selbst in den Ausguck, um ihn zu retten, während Wild Fire begeistert das Steuer übernahm. Für kurze Zeit war der Angriff des Drachens vollkommen aus seinem Kopf verbannt, denn plötzlich steuerte er dieses erstaunliche Schiff. Was für eine Erfahrung. Er machte seine Sache sogar recht gut. Als Delsephine Brassik aufs Deck schaffte, konnten alle sehen, wie seine ganze Haut von der Säure zerfressen und vernarbt war. Es stand sehr schlecht um ihn, doch er erhielt sofort Hilfe, zum Beispiel durch einen von Blms Heilzaubern. Kisa’ana hatte sich inzwischen an der Harpune am Bug positioniert und machte sich bereit auf den Drachen zu schießen, während Ryan mit psionisch geschärften Sinnen ins Krähennest ging und Totes Pferd hoch zu Wild Fire ging, um von dort Befehle zu brüllen. Doch wieder lies ein Angriff auf sich warten und es verging über eine Stunde, in der einige sich erholten, während sich Wild Fire vom 1. Maat Kniffe zum Fliegen zeigen lies.

Dann ertönte ein erneuter Ruf, diesmal von Ryan: „Vor vorne!“

Wild Fire überlies sofort das Steuer dem 1. Maat und eilte gemeinsam mit ein paar anderen, darunter auch Blm, zum Bug. Er wollte den Drachen mit einem Feuerball abfangen, doch niemand an Deck konnte den Drachen sehen, außer Ryan mit seinen geschärften Sinnen. Während das Geräusch, das sie schon beim 1. Odemangriff gehört hatten, ertönte, schoss Kisa’ana eine Harpune in die ungefähre Richtung des Drachens, während Wild Fire einen Feuerball fliegen lies. Selbst Harshnag, der eine Harpune in die Hand genommen hatte, warf in die Richtung des Angreifers. Während der Drache recht gut ausweichen und nur geringen Schaden abbekam, rollte der Säurenebel über das Deck und verätzte alle an Bord. Alle, bis auf Ryan, der im Ausguck diesmal sicher war. Dazu kam noch, das natürlich genau in diesem ungünstigen Moment Wild Fires Wilde Magie ausbrach und einen Schmierteppich am Bug des Schiffes erscheinen ließ. Alle um Wild Fire herum schlitterten und fielen zu Boden, sogar Harshnag, der dadurch das Schiff aus der Balance brachte, was es für alle noch schwerer machte. Nach und nach fanden alle das Gleichgewicht, schluckten eilig Heiltränke und hielten sich entweder gut fest, so wie Kisa’ana, die die Harpune weiter bereithielt, oder verließen den rutschigen Bereich, wie Wild Fire, der sich an der Reling entlang hangelte und schließlich zum Steuerrad gelangte, um den Drachen angreifen zu können, falls er von hinten angreifen würde. Doch ein erneuter Angriff blieb aus. Wieder hatte die Mannschaft über eine Stunde Zeit, um sich zu erholen und mehrere Besatzungsmitglieder nutzten die Chance, so wie Kisa’ana. Ryan wurde in der Zeit im Ausguck auch abgelöst, entschied sich aber für einen Zustand, in dem er auf Deck ohne Müdigkeit und Hunger weiter Wache halten konnte.

Schließlich war es soweit und das Schiff ging in einen Landeanflug über, bei dem Wild Fire dem 1. Maat zuschaute, um von ihm zu lernen. Die Landung wurde dabei doch etwas holprig, aber schließlich setzte das Schiff auf einer Lichtung auf, in deren direkter Nähe auch ein Bachlauf war. Weit und breit war nur die reine Natur zu sehen. Während sich viele Gruppenmitglieder, wie Wild Fire, schlafen legten, um am nächsten Tag die Reise ausgeruht und frisch angehen zu können, brachen zwei Kultisten auf, um am Bachlauf die Wasservorräte aufzufüllen. Totes Pferd und Ryan hielten Wache, während Ryan dabei eine Art Drache aus Holz schnitzte. Kisa’ana betete derweil zu Selune und löste dann später Totes Pferd ab. Während ihrer Wache passierte nichts Besonderes, doch sie konnte in einiger Entfernung ein hungriges Rudel Wölfe sehen. Da sie diesen helfen wollte, redete sie mit dem Kapitän – Totes Pferd – und bat ihn, etwas Proviant an die Wölfe abgeben zu können. Doch auch, wenn auf dem Schiff reichlich Vorräte vorhanden waren, so wussten sie nicht, was die weitere Reise bringen würde. Totes Pferd wollte kein Risiko eingehen und machte klar, dass Kisa’ana ihre persönlichen Vorräte gerne dafür nutzen könnte, aber nicht die allgemeinen des Schiffes. Das tat sie dann auch und verbrachte die Nacht mit den Wölfen zusammen.

Am Morgen des neuen Tages speisten erst einmal alle ausgiebig, wobei es sogar ein paar von einem Kultisten gesammelte Beeren gab. Es war ein wenig neblig geworden und aufgrund der Erfahrungen des letzten Tages drängte der 1. Maat zur Eile. Nach den letzten Vorbereitungen startete das Schiff wieder, wobei diesmal Wild Fire das Steuer übernahm, angeleitet und unterstützt vom 1. Maat. Die Gruppe kam gut voran und sollte am Ende des Tages bei Beorunna’s Well ankommen, wo sie sich um das Artefakt der Steinriesen kümmern wollten, ehe sie die Runde weiter nach Silbrigmond und dann zum Großvaterbaum fliegen wollten. Während der Reise arbeiteten Totes Pferd und Kisa’ana weiter an der Rüstung, während sich Wild Fire und Blm von der Magierin erklären ließen, um was es bei dem Feuerstab des Nekromanten und dem Würfel ging.

Sie erfuhren, dass der Stab ein Teil von einem Set war und sie noch weitere Gegenstände benötigen würden, um das volle Potential des Stabes zu nutzen. Der Umhang, den Nashazar vom Nekromanten mitgenommen hatte schien dafür wichtig zu sein. Dummerweise wurde er mit ihm in Bryn Shander begraben. Der Stab konnte zwar auch so benutzt werden, aber es war schwieriger und er war lange nicht so mächtig. Auf Nachfrage Wild Fires hin, wo der Umhang, den er Blm erwähnte, sei, antwortete dieser nicht richtig. Anscheinend wollte er auch aus dieser Information Profit schlagen. Der Würfel war ein Ebenenwürfel und konnte wohl nur von bestimmten Personen genutzt werden, die der Würfel akzeptierte. Da Blm ihn nicht nutzen konnte, Wild Fire aber schon, musste man wohl ein Zauberer sein. Zu welchen Ebenen die einzelnen Symbole jedoch führten, konnte die Magierin nicht sagen. Nach diesen wichtigen Informationen wollte Wild Fire endlich Klarheit und redete mit Blm darüber, ob er den Würfel und Stab nun endlich haben könne, um die Gruppe besser unterstützen zu können. Immerhin konnte Blm beides nicht nutzen, war er doch kein Zauberer und viel zu klein für den Stab. Doch Blm wollte beides nicht einfach so hergeben und verhandelte hart mit Wild Fire. Anscheinend war sein persönlicher Profit viel wichtiger für ihn, als die Gruppe, was Wild Fire verwirrte und schließlich auch sehr ärgerte. Von seinem Stamm und dem Leben bei den Tabaxi war er solche Eigensucht nicht gewöhnt (denn dort steht die Sippe an erster Stelle) und wurde trotz der Reise durch Faerun bisher auch nicht in solcher Hartnäckigkeit und Intensität damit konfrontiert. Blm wollte von Wild Fire die Unterstützung in der Ausbildung von 3 neuen Schülern, die er in Silbrigmond aufnehmen wollte. Damit hatte Wild Fire an sich überhaupt keine Probleme, er begrüßte es sogar und freute sich darauf, jungen und wissbegierigen Schülern das Wissen über die Magie, magischen Wesen und ähnlichem beizubringen, unterstützt von all den Geschichten, die er bisher so aufgeschnappt hatte. Doch Blm wollte zusätzlich noch 3 Gefallen von ihm. 3, obwohl Wild Fire ihm bei der Ausbildung helfen wollte und erst kürzlich sein Leben gerettet hatte. Als Wild Fire darauf bestand, dass sie aber nicht gegen seine Moral und Prinzipien verstoßen dürften – also Schwarze Magie, Unschuldigen zu Schaden und ähnliches – wollte Blm auf einmal 4 Gefallen. Schließlich einigte sich Wild Fire zähneknirschend mit Blm auf 2 Gefallen ohne diese Bedingung. Während der Reise war die Gruppe zur neuen Sippe von Wild Fire geworden und er stand ihr daher absolut loyal gegenüber. Doch die letzten Aktionen und das benehmen von Blm führen nun schließlich dazu, da Wild Fire ihn innerlich aus dieser Gruppensippe ausschloss.

Totes Pferd nutzte die Gelegenheit auch, um eine Ansage am Deck zu machen. Er lobte alle für ihren Einsatz und Mut und stellte Regeln für die weitere Reise auf. Alle Schätze, die ab sofort gefunden werden würden, sollten zusammengepackt und gerecht unter allen aufgeteilt werden. Niemand sollte sich allein bereichern. Er stellte aber auch klar, dass Sklaverei keine Option sei und dass er jeden, der irgendwie etwas mit Sklaverei zu tun haben würde, skalpieren und den Skalp am Mast festnageln würde. Die weitere Fahrt verbrachte Wild Fire schließlich im Gespräch mit der Magierin und bat sie drum, ihr Wissen über die Ebenen mit ihm zu teilen, damit er bei späteren versuchen besser erkennen könnte, in welche Ebenen die einzelnen Symbole führen. Auch um Hilfe mit dem Stab bat er. Danach wollte er Totes Pferd aufsuchen und ihm nach diesen Umhang fragen, von dem Blm gesprochen hatte. Er würde die Information sicherlich bereitwillig mit ihm teilen.

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