Ein Auge auf der anderen Seite der Tür (Invictus Igni)

„Ich habe gehört, dass manche von den anderen jetzt auch ein Tagebuch angefangen haben. Bevor ich auch noch auf so eine Idee komme, leihe ich mir doch lieber Kairons aus. Also…“

Ich kann immer nur wieder betonen wie wichtig sowohl Lunas als auch Alberichs heilende Kräfte für unsere Gruppe sind. Aber genauso wie sich Alberich nicht nur für das Heilen verletzter und ungeschickter Gruppenmitglieder sondern auch für das Schmieden und das Feuer interessiert, scheint auch Luna andere Interessen zu haben, als Malcadors und meinen Hintern zu retten.

Während unserer kurzen Rast nach dem nervenaufreibendem Kampf gegen die Gricks hatte Luna ein großes Interesse mehr über uns zu erfahren.
Malcador ist sofort auf den Zug aufgesprungen und erzählte von seiner Familie und wie seine feurigen Fähigkeiten anscheinend aus seiner Blutlinie stammen. Luna erzählte auch von sich und so erfuhren wir, dass ihr eigentlicher Name Luacheia Hawkyns ist. Wir erfuhren, dass Sie anscheinend von adeliger Herkunft ist und sie sich ohne das Wissen Ihrer Familie in dieses Abenteuer stürzte. Anscheinend genauso wie Malcador oder besser Malcador Pendragon. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal mit einer Gruppe aus Adligen und einem ehemaligem Gesetzeshüter unterwegs bin. Aber so spielt halt das Leben. Auf genauere Nachfrage haben Sie mich dann auch dazu bekommen von meiner Vergangenheit und meiner alten Mannschaft zu erzählen. Sie scheinen es sehr gelassen aufgenommen zu haben, aber da Sie selber nicht wollen, dass ihr Verschwinden aus Ihren Elternhäusern auffliegt, wollen sie wahrscheinlich auch keinen Konflikt rsikieren.

Nach der Pause und dem persönlicherem Kennenlernen wollten wir weiter und da wir keinen weiteren Angriff von den Gricks riskieren wollten gingen wir noch einmal in die Tunnel um dem Rest dieser Biester den Garaus zu machen. Als wir uns umschauten fiel mir eine Tür in den Tunneln auf und als ich keine Fallen an der Tür vorfand riskierte ich einen Blick durch das Schlüsselloch. Warum wundert es mich eigntlich nicht mehr, dass ich ein Auge auf der anderen Seite der Tür sah, dass mich zurück anstarrte? Die zum Auge zugehörige Stimme ertönte in leisem Flüstern: „Sind die Gricks alle weg?“. Nach einem kurzen Gespräch konnte ich die Person hinter der Tür überzeugen rauszukommen. Vor uns stand ein Mann namens Kelim. Er stellte sich vor als jemand, der einem „Alles“ bersorgen kann und wollte sich dafür, dass wir ihn  anscheinend von den Gricks befreit haben bedanken.

Er gab mir eine Karte mit der ich die fehlenden Teile der ersten Ebene auf meiner Karte ergänzen konnte und nach einem Blick in die Runde ging er zu Malcador und gab ihm ein Zauberbuch, welches er anscheinend einem toten Abenteurer abgenommen hatte. Weiterhin bat er uns ihn in Richtung Oberfläche zu begleiten und da wir sowieso eine längere Pause gebrauchen konnten gingen wir gleich mit ihm nach oben. Während unseres Weges erzählte uns Kelim , dass er mit einer anderen Gruppe unterwegs war, diese aber bei einem Angriff der Grick „zurücklassen musste“. Doch die Ironie des Schicksals ist allgegenwärtig und so begegneten wir, als wir oben in der Taverne ankamen, einem seiner alten Gruppenmitgliedern. Halef Garke, einem Untoten.

Halef schien nicht zu froh zu sein seinen alten „Kameraden“ wiederzusehen, aber bis auf ein paar böse Blicke ging auch diese Begegnung friedlich aus. Übel nehmen kann man es Halef aber nicht, wenn man bedenkt, dass seine Gruppenmitglieder ihn anscheinend alle zum Sterben zurück gelassen haben. Wir nutzten die Zeit oben aber nicht nur um uns mit solchen alten Fehden auseinander zu setzen. Wir ruhten uns aus und jeder schien etwas wichtiges zu tun zu haben. Luna setzte sich ruhig an einen Tisch und schrieb in einem Buch. Alberich führte Malcador in eine Bibliothek, die anscheinend der Tempel von Oghma für diese Stadt ist und ich habe in der Taverne etwas Handel treiben können. Ich wollte die nun vollständige Karte der ersten Ebene unter die Leute bringen, aber nicht jeder hat die harte Arbeit geschätzt, die ich hinter diese gesteckt habe. Zumindest bis ich einen Herren gefunden hatte, der genauso den Wert von Informationen schätzte wie ich. Wir haben viel geredet und Informationen über die Ebenen und ihre Bewohner ausgetauscht, was uns später sicher sehr nützlich wird.

Als dann alle wieder vereint waren wollten wir uns sofort aufmachen und schauen ob wir die Räume, die wir noch nicht besucht hatten vielleicht noch Schätze oder Monster beinhalteten. Halef, der immer noch in der Taverne war, äußerte Interesse uns zu begleiten. Da wir mit mehr Gruppenmitgliedern besser mit den Monstern im Unterberg fertig werden würden stimmten wir zu uns ließen uns mit unserem neuen Gefährten ab in die Tiefen. Vor unserem Aufstieg erzählte er uns  von weiteren Alpha-Gricks und einem Thron den wir für Volo finden sollten, der sich ganz zufälliger Weise im Nest der Gricks befinden soll. Noch etwas widerwillig nach unseren letzten Begegnung mit einem Alpha-Grick machten wir uns auf den Weg um den Berg entgültig von dieser Plage zu befreien.

Als wir am Raum ankamen sahen wir erstmal keinen Grick, aber da ich inzwischen weiß, wie gut sich diese Kreaturen tarnen können machte ich mich vorsichtig auf, den Raum zu erkunden. Bis ich auf einmal anfing zu fallen! Warum auch immer hatte sich die Schwerkraft in diesem Raum umgekehrt und ich bewegte mich spontan in Richtung Decke. Dank meiner akrobatischen Künste konnte ich mich gerade noch rechtzeitig fangen, was nicht auf Alberich zutraf. Er betrat hinter mir den Raum und viel trotz größter Bemühungen auf seinen Hintern. Daraufhin warnte ich die anderen und ging weiter in den Raum hinein. Es hat nicht lange gedauert bis sich der Alpha-Grick bemerkbar machte. Leider direkt unter meinen Füßen… Ich schwöre, Ich weiß bis jetzt nicht, wie er mir nicht auffallen konnte.

Die anderen haben das ganze zum Glück auch mitbekommen und Alberich machte sich sofort auf den Weg mir zu helfen. Bevor mir die anderen zur Hilfe kamen, zauberte Malcador einen Zauber mit dem Luna und er selbst fliegen und damit der Schwerkraft-Falle entgehen konnten. Zusammen besiegten wir den Grick dann auch schnell und konnten den Thron untersuchen, welcher sich aber als der falsche entpuppte. Etwas entäuscht machten wir uns dann auf den Weg die restlichen Räume zu untersuchen und hoffentlich noch etwas nützliches aus diesem verfluchten Ort zu holen. Wer weiß jetzt wo wir die erste Ebene fast vollständig erkundet haben, kann doch eigentlich nicht mehrso viel schief gehen. Oder? Möge uns Tümora beistehen…

„So… fertig. Warte, ich glaube ich habe Tymora fasch geschrieben. Verdammt, das bekomme ich da jetzt nicht mehr raus… Das wird ihm schon nicht auffallen. Und selbst wenn er weiß ja nicht, dass ich es war.“

Ein Auge auf der anderen Seite der Tür (Invictus Igni)

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