Die verlorenen Siedler (The Grey Guardians)Die verlorenen Siedler (The Grey Guardians)

Es wurde langsam Dunkel abends am 8. des Elisias, als Tirza etwas im Lager, das später mal zum neuen Dorf der vertriebenen Sielder werden sollte, auf fiel und sie den Dorfältesten aufsuchte. Zwei Wegesstunden entfernt flohen die letzten noch lebenden Orks und die vier Kämpfer machten sich auf den Weg zum neuen „Dorf“.

Tirza hatte bemerkt, dass eine Famillie fehlte und noch immer nicht eingetroffen war und fand heraus, dass einer der Nachzügler noch immernicht eingetroffen war. Sie machte sich mit Vrynn daran, den Weg ab zu schreiten und die beiden trafen dabei wieder auf die Kämpfer, die jedoch keinen verlorenen Karren auf ihrem Herweg entdeckt hatten – sehr besorgniserregend, war der letzte Wagen laut Karrni doch bereits vor drei Stunden aufgebrochen. Nach einigem weiteren Abschreiten der Strecke und mit einem stets wandernden Blick den Wagenspuren entlang fand Vrynn schliesslich einen Ausreisser und die Gruppe untersichte die Stelle näher. Findling fand einige Abschürfungen an den Rinden und Vrynn untersuchte daraufhin die Stelle auf magische Einflüsse aber die Spuren waren wenig eindeutig, teils als Ob hier eine Gruppe getanzt hätte. Dennoch folgte die Gruppe dem einzig möglichen anderen Weg von dort aus beschloss jedoch bald, für die Nacht zu ruhen. Karrni bot allen zum Nächtigen einen trockenen Raum hinter einem herbeigerufenen magischen Portal an, und kümmerte sich am morgen darauf um sämtliche unverheitlten Verletzungen.

Nachdem sich so alle gut erholt hatten brach die beachtliche Truppe wieder auf und fand nach vier weiteren Stunden weg ein Hügelgrab. Vrynn untersuchte das Grab, in dem er hinauf stieg, während Tirza und Findling sich am Rand nach einen Umgang umsahen, doch wieder einmal war es Vrynn, der mit seinen geübten Blick von Oben den Eingang fand und alle dort hin dirigierte. Spuren deuteten auf einen regen Verkehr hinein und hinaus hin, offensichtlich jedoch von sehr kleinen Leuten. Tirza, Vrymm, Findlung und Karrni entschlossen sich, das Grab von innen zu erkunden, während Stahlauge und Brynna draussen Wache hielten.

Vrynn ging voran, Tirza und Findling hinter ihm und Karrni bildete die Nachhut. Der dunkelheutige Führer mit dem lustigen Dreispitz fand relativ schnell ein Loch in dem eine Leiter verankert war und nahm vorsichtig diesen Weg nach unten, während Tirza, die als Mensch in dem Licht grosse Schwierigkeiten hatte, eine Fackel entzündete. Während seines Abstiegs wurde die Erde und auch die Leiter selbst immer Feuchter und damit rutschiger und zu allem Überfluss löste er auch noch eine Falle aus und die anderen hörten einen kurzen Schrei gefolgt von einem dumpfen Aufschlag. Es war jedoch nicht all zu viel geschehen, da es nicht mehr all zu weit nach ganz unten war und die feuchte Erde weich genug war, um die schlimmste Wucht ab zu fangen. Tirza warf die Fackel nach unten in die Dunkelheit, nahm ein Seil das Findling zur Verfügung und verknotete es an den verblieben Speichen der Leiter und alle nahmen nun diesen etwas unbequemeren Weg. Unten angekommen stellten sie fest, dass sie in einer kleinen Aushöhlung hinter einem Wasserfall waren und einen weiteren, in die Erde gegrabenen, kleinen Raum, in dem es erst eine Treppe nach unten gibt, die in einer sehr grossen Höhle endet und wo sie einen Serpetinenartigen, glitschigen Weg finden. Es kommt wie es kommen muss und zwei der Gruppe, Tirza und Vrynn rutschen ab und landen weit unterhalb – dankbarerweise in einem kleinen See und verletzen sich kaum. Dennoch war der Weg so weit dass es 20 Minuten dauerte, bis die anderen zu ihnen Aufgeschlossen hatten.

Neben einigem alten Treibgut finden sie eine weitere Wendeltreppe und einen Gang. Nun war es jedoch Stockfinster und Karrni verzaubterte genervt Vrynns Dreispitz so dass dieser Leuchtete. Dieser nahm in jedoch missmutig ab und reichte ihn Tirza zur Aufbewahrung, während er lieber im Schutz der Dunkelheit dem Schnarchen folgte, dass nun in der Nähe zu hören war. Schnell fand er einen Vorhang der den Gang von einem leicht beleuchteten Raum trennte und dabei aussah, als ob er mit sämtliche Seuchen der Welt eingeschmutzt war. Vorsichtig untersuchte Vrynn den Vorhang auf Magie, fand einen „Herbeirufen“ Zauber und blickte vorsichtig durch einige Löcher im Vorhang, mit seinem Dolch leicht den Vorhang bewegend. Er entdeckte eine kleine Gruft mit 6 Sarkophagen und einem Altar am Ende, das schnarchen schien aus den beiden nahen Ecken zu kommen. Nach Rücksprache mit Karrni löste dieser einen Unterdrückungszauber aus, der einige Minuten hielt und Vrynn schlich sich hinein und fand in den Ecken zwei schlafende Gnome mit Reptilienhaut mit denen er kurzen Prozess machte und die anderen hinein rief, so lange der Unterdrückungszauber noch anhielt. Drinnen angekommen untersuchte die Gruppe zuerst den Altar und lies alle Hoffnung fahren. Vrynn hatte einen Mechanismus gefunden, der den Altar öffnete udn sie entdeckten die Überreste der gesuchten Famillie darin. Dennoch untersuchten sie die sechs Sarkophage und fanden dort so einiges, inklusive einer Nachricht des Sammlers, die Anweisungen enthielt, das Dorf zu terrorisieren.
Karrnis Unterdrückungszauber war mittlerweile abgelaufen und der sonst so geduldige Vrynn löste nun absichtlich die Falle im Vorhang aus, während alle sich auf einen Angriff einstellten, doch das Ergebnis war etwas unerwartet; der Vorhang löste sich in eine giftige grüne Wolke auf die Karrni mit einem Achselzucken und einem Wink mit etwas Zauberei einfach verwehte. So machte sich die kleine Gruppe dann wieder auf den ereignislosen Rückweg und stiess zu den anderen.

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