Die Nacht der Entscheidungen (The Legacy of the Grey Guardians)Die Nacht der Entscheidungen (The Legacy of the Grey Guardians)

Als die vier Helden auf der Festung in Greenest ankamen, zeigte sich ihnen ein Bild des Grauens. Auf den Zinnen waren nur noch rund 20 Wachen, welche mit Hellebarden ausgerüstet waren, zu sehen. Im Innenhof lagerten die Verletzten. Zum größten Teil schwer verletzten Einwohner des Ortes, welche unter der Belagerung des Drachenkultes zu leiden haben. Während Camilla sich mit um die Verwundeten kümmerte und einem Zwerg das Leben erneut schenkte und sich die Dunkelelfe selber verarztete, fand Gerlac ein Kettenhemd in seiner Größe und Anakis fand ein Holzschild, was auf sie zugeschnitten war. Doch Zeit zum Ausruhen gab es nicht. Ein Schildzwerg, der auf den Namen Castellan der Rote hörte und ein verletzter Mensch mit dem Nachnamen Nighthill traten auf die Helden zu. Es gab noch mehr Probleme in der Stadt. Im Hafen und im Tempel der Chauntea waren noch Einwohner eingeschlossen und mussten befreit und in die Festung gebracht. Hinzu kommt noch, dass die Angreifer die ortsansässige Mühle abbrennen wollen, also musste diese geschützt werden. Während die Anführer der Verteidiger den Helden die Situation auf den Zinnen der Festung erläuterten, stieß aus dem Wolken behangenen Nachthimmel der Drache erneut zu Boden hinab und ließ seine Tod und verderben bringenden Blitze über die Festung regnen. Während Gerlac noch gerade so mit angesengten Fersen davon kam, hatte der Wachmann nicht so viel Glück gehabt. Von ihm ist nur noch eine Mumie übrig geblieben. Doch für die vier Helden stellte sich nun die Frage, wie sie wieder aus der Festung raus kommen sollten. Ihnen war klar, dass sie den Verteidigern und den Einwohnern helfen mussten, aber durch das Haupttor konnten sie nicht raus, weil es belagert wurde. Aber Castellan hatte da eine Information. Unter der Festung existiert ein Geheimgang, der nach draußen zum Fluss führte. Er gab der Dunkelelfe auch noch die Schlüssel mit und warnte sie. „Der Gang wurde seit sehr langer Zeit nicht mehr genutzt. Keiner weiß, wie der Zustand des Ganges noch ist.“ Doch mit diesem Wissen machten sie sich auf dem Weg.
Da Anakis, Gerlac und die Dunkelelfe im Dunkeln mühelos was erkennen konnte, hatte sich Camilla Licht auf ihren Streitkolben gezaubert, damit sie etwas erkennen konnte im finsteren Gang. Nach einiger Zeit stellte die Schurkin fest, dass sie vor einer Falle standen. Ihre Sinne haben reagiert. Mit Hilfe von Anakis ihrem Zauber und dem Einfallsreichtum von Gerlac, konnte diese Falle mit Hilfe einer schweren Plattenrüstung entschärft werden. Doch viele hundert Meter weiter, standen sie vor einem weiteren Problem. Das Schloss von der Tür war stark verrostet und die Gänge waren auch nicht mehr ganz so sicher, da Wasser eingedrungen ist und wenn die Tür zu stark geöffnet oder geschlossen wird, so stürzt der Gang ein und der Gang wird überflutet. Doch mit Hilfe von Balken und der vorsichtigen Arbeitsweise der Drow, konnten die Helden ohne Probleme in den nächsten Raum, der etwas breiter war. Aber ein lautes aufschlagen, ließen alle vier aufhorchen. Der Feind versuchte die Tür mit einem Rammbock auf zu brechen. Geschwind gingen alle in Position. Die Drow an der Tür, um diese zu öffnen und Gerlac auf der anderen Seite. Einige Meter weiter entfernt stand Camilla und auf ihrer Höhe etwa Anakis. Als die Tür sich öffnete, huschte erst ein Pirscherdrache in den Raum, welcher schnell getötet werden konnte. Dann stürmten sechs Kobolde in den Raum. Zwei fielen schnell und jeweils zwei bedrängten die Schurkin und Gerlac. Anakis verwandelte den Boden unter den Kobolden in eine Art Treibsand und als die Dunkelelfe kurz vor ihrem Tode stand, schoss ein goldener Strahl aus den Händen von Camilla und ein teil der Wunden schloss sich wieder. Der Rest der Kobolde wurde getötet und im Freien erkannten sie einen Kultisten, der zornig über einen der Kobolde war. Gerlac und die Drow handelten schnell. Die Drow machte sich unsichtbar und schlitzte dem Kultisten die Kehle auf. Der Kobold stürmte auf Gerlac, wurde aber von diesem mit seiner Armbrust erschlagen. Auch hatte der Kultist ein paar Heiltränke mit und Gerlac nutzte diese, um seine Wunden zu versorgen. Waren die Götter unseren Helden mal wohlgesonnen? Am Steg war ein Boot mit zwei Fässern hochprozentigem Alkohol befestigt. Die Idee, dass sich Anakis als Kultist verkleidet, wurde wieder verworfen. Mit dem Boot fuhren die Helden den Fluss abwärts und gingen im Schutz eines kleines Waldes zum Tempel der Chauntea. Sie merkten schnell, dass der Tempel angegriffen wurde und sie keine Zeit mehr hatten. Auf der Rückseite schalteten sie schnell noch eine Gruppe um einen Kultisten und sechs Kobolden aus. Dabei verwandelte sich Anakis in einem Bär und keine Minute später sind in die Rückwand des Tempels drei Leichen von Kobolden eingeschlagen. Nun musste jemand in den Tempel rein und den Einwohnern die Lage erklären. Camilla fasste sich den Mut und sie schaffte es tatsächlich, dass alle Einwohner den Tempel verließen. Und das war auch gut so, denn als die letzten den Tempel verlassen wollten, wurde der Haupteingang durchbrochen. Der Schurkin kam die Idee, den Rückzug mit Rauch zu decken und gab Gerlac zwei Phiolen. Doch die Schmerzen von den vorherigen Kämpfen waren noch zu stark. Er warf beide gegen den Türrahmen der Hintertür. Doch auch diesmal hatten sie noch Glück im Unglück. Der Wind drehte so, dass der kleine Wald und der Weg bis zum Eingang der Festung durch den Nebel verdeckt war und erst als die letzten sechs Einwohner in Sicherheit gebracht werden sollten, kam eine Gruppe von sechs Kobolden auf Worgs und zwei Kultisten auf Pferden angeritten. Doch auch diese konnten Schnell getötet werden. Man hat sich erst auf die Reittiere konzentriert. Die meisten wurden abgeworfen und vom Gewicht des Reittieres getötet. Die beiden, welche danach noch standen, wurden schnell getötet. Einer der Kultisten wurde vom Gewicht seines Reittieres getötet und das andere Pferd ging aus Furcht durch. Als etwas Ruhe eingekehrt ist, wurde die Tür zum Geheimgang wieder optisch verschlossen und die erschöpften Helden wollten sich daran machen, die Mühle zu retten.

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