Die Arena von Saban (1/3) (The CollectorZ)

Die CollectorZ starteten diese Woche ihr Arenaturnier.

Es waren lange Wochen voller imbrünstiger Planung. Die CollectorZ trugen ihrer Stadt auf, die alten Arenaruinen wieder aufzubauen und für neue Wettkämpfe vorzubereiten. Stein auf Stein wurde gebaut, Säulen wieder errichtet, neuer Sand eingelassen, der darauf wartete durch das Blut mutiger Männer getränkt zu werden.

Die Ausrufe der Marktschreier, der Astral Deva (Hüterin der Stadt) und der vielen Boten schienen ihre Früchte zu tragen. Es meldeten sich viele, sehr viele Freiwillige, offenbar lockten sie die 10.000 Goldstücke als Belohnung. Insgesamt fanden sich 32 Anmeldungen, mit einer großen Vielfalt an Kandidaten (wahrscheinlich ebenso vielfältig wie die Motive ihrer Teilnahme).

Der ehemalige Stadthalter Nioromius wurde mit der logistischen Planung des Turniers beauftragt – möglicherweise ein Fehler, wie sich im Nachhinein heraus stellen sollte. Um der Menge an Anmeldungen Herr zu werden, teilte die Turnierleitung die jeweiligen Mitglieder in Gruppen ein. Es sollte eine Vorrunde geben, jeweils in Gruppen mit vier angemeldeten Teams.

Die Regeln der Arena waren denkbar einfach. Jedes Team brachte genau das mit in die Arena, was es auch bereit war zu opfern, seien dies Gegenstände oder das eigene Leben. Jeder Kampf wurde solange geführt, bis entweder eine der Seiten floh (die Arena verließ), aufgab oder starb. Allerdings sahen die meisten der angemeldeten Teams nicht so aus, als würden sie eine der ersten beiden Optionen in Betracht ziehen. Erlaubt war alles, so lange es die Zuschauer in den Rängen nicht verletzte. Jeden Tag sollte ein Team einen Kampf durchführen (an manchen waren Ruhetage eingeplant, an denen ein Heiler aufgesucht werden konnte). Jedes der Teams hatte zusätzlich Quartiere in den Hallen der Arena erhalten, in denen sich die Kämpfer vorbereiten konnten (Training und Taktik wurden hier besprochen).

 

Die Arena von Saban (1/3) (The CollectorZ)

 

Weiterhin behielt sich die Turnierleitung vor, einen von vier Spielmodi zur Belustigung der Massen zu etablieren:

  1. Die normale Arena in all ihrer Pracht
  2. Eine überflutete Version der Arena, gepart mit scharfen Cliffs auf denen man stehen konnte, allerdings auch Gefahr lief sich aufzuspießen
  3. Eine Aufschüttung eines riesigen Hügels mit der alternativen Gewinnoption eine dort platzierte Fahne 3mal auf die eigene Seite zu tragen
  4. Die eigenst dafür konzipierten Fallen in den Wänden der Arena, welche tödliche Speere verschossen, wurden eingeschaltet.

Diese tödlichen Spiele versprachen einen hohen Unterhaltungswert.

 

Die Vorrunde:

Die CollectorZ selbst entschieden sich als gute Gastgeber nicht persönlich am Turnier teilzunehmen. Stattdessen hielt sich Chancellor Jenotus im Hintergrund. Doch ganz ohne Beteiligung der Bande sollte es auch nicht gehen. Deshalb übernahmen die CollectorZ per Geistesbeherrschung die mentale Kontrolle über vier extra dafür erworbene Sklaven, Importe aus der nahegelegenen Stadt Calimshafen. Als Belohnung für ihre Dienste sollten diese Sklaven ihre Freiheit erhalten und Ehrenmitglieder der Stadt werden. Nach sorgfältiger Selektion der Sklaven in Calimshafen wurden folgende ausgewählt:
Syrus „the sacred Warrior“, ein hochgewachsener Erdgenasi. Er ist unter den Zuschauern für sein aggressives Auftreten und seine riesigen Waffen bekannt.

Syrus the Swordsman
Jared „Black“ Signed, ein Mensch mit besonderen Talenten. Man kennt ihn als Meister der Raptorenzucht und als einen ausgeklügelten Kämpfer. Offenbar scheint er einen gezähmten Raptor namens TIMMEYYYY zu besitzen.

Jared "Bullseye"TIMMEYYY
Roy „the ladiesman“ McKoy, ein kleiner Tiefling, der nicht nur gut bei den Frauen, sondern vor allem bei seinen Gegnern ankommt. So gut, dass er sie oft davon überzeugen kann lieber gleich aufzugeben.

Roy "the ladiesman" McKoy
– und Siggie, der Aasimar Heiler, auserkorende sichere Säule des Teams, ein ruhiger hochgewachsener Humanoid, dessen immer freundliche Attitüde im schroffen Konstrast zum harschen Umgang in der Arena steht.
Siggie the Silent Healer

 

Alle erwarteten die Auslosung der Gruppen, selbst die CollectorZ waren gespannt. Die Turnierleitung loste die Sklaven in die erste Gruppe und zu ihnen drei weitere, vermeindliche Gegner, die es zu bezwingen galt. Als Kontrahenten folgten folgende Auslosungen:

Gruppe 1:

– „CollectorZ“: Die Skalven, die ihre Freiheit versuchen zu erlangen
– „Wild and Sexy“: eine freundliche Gruppe zweier elfischer Waldläufer
– „Strongarm“: Der einsame Frostriese, der im Turnier seinen Reichtum suchte
– „Shintarrr“: Der eloquent, freundliche Kater mit Golemwächter

Noch vor dem Start des Turniers machten sich die CollectorZ auf und überprüften die Aufenthaltsräume ihrer potentiellen Gegner. Nach kurzen Dialogen wurde klar, dass die beiden Elfen offenbar nicht wußte, auf was sie sich eingelassen hatten. Der Frostriese war so von sich überzeugt oder benötigte das Geld dermaßen, dass er dafür bereit war alles zu tun (zusätzlich stellte sich heraus, dass er ein eher zwielichtiges Gemüt hatte). Das finale Gespräch mit dem Kater stellte die CollectorZ vor das Rätsel, warum jemand, der so freundlich ist, seine Haut in einem solchen Turnier riskierte. Es war fast zu bedauern, dass sie gegen Shintarrr antreten mussten.

 

Und nun war es soweit, die ersten Kämpfe sollten folgen.

Erste Runde – Wild and Sexy vs. Strongarm:
Der Erste Kampf sollte zwischen den Waldläufern und Strongarm, dem einsamen Riesen stattfinden. In einem Duell, bei dem die erstgenannten versuchten so viel Distanz wie möglich zwischen sich und den Riesen zu bringen, während dieser versuchte die Elfen mit seinem gigantischen Schwert aufzuspießen, wurden die Zuschauer nicht enttäuscht.
Lange hielten die beiden elfen durch, bis einer von ihnen zu Boden gestreckt wurde. Der andere Elf schaffte es allerdings, sich kurzehand eines Tricks zu bemächtigen. Mit elfischen Seil band er die Beine des Riesens zusammen, brachte ihn zu Fall und zwang ihn zur Aufgabe.

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(Illustration, wie der Riese auf die beiden Elfen einstürmte)

 

 

Erste Runde – CollectorZ vs. Shintarrr:
Die CollectorZ mussten im ersten Kampf gegen den Shintarr antreten, einem freundlich, eloquenten Katzenkrieger in Golembegleitung. Die Arena, in der unser erster Kampf stattfinden, wurde überflutet und Steine als Ankerpunkte festgelegt. Dies war die wahrscheinlich ungünstigste Wahl einer Arenaumgebung, nicht zuletzt weil beide Seiten keine Meister des Schwimmens waren. Zu den Kontrahenten wurde noch eine weitere Kreatur als Ansporn – eine riesige, gepanzerte Drachenschildkröte – ins Wasser eingelassen.

Die Gladiatoren atmeten schwer und sonnten sich einen letzten Moment im Jubel der Menge. Bald wurde deren Getöse durch das Gefühl kalten Wassers am ganzen Körper ersetzt. In Kampfformation wurde das Match eröffnet und die beiden Fraktionen schwammen auf einander zu.

Die CollectorZ begannen ihren Gegner in der ersten Runde zu verzaubern – Roy the Ladiesman drang in seinen Geist ein und ließ ihn hilflos im Wasser treiben. Auf den Schultern seines Golems wurde Shintarr gefährlich nah an die Collectors herangetragen. Allerdings – nach mehreren Versuchen die Katze zu treffen, kehrten die CollectorZ zur Beschädigung des Golems zurück, der die Katze trug. Denn offenbar schien der Kater entweder nicht erreichbar oder nicht verletzbar durch die Waffen.

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(Schaubild der Arena in Saban – mit Wasser und einem tobenen Kampf)

 

Zum Leid aller Beiteiligten verlangsamte das Wasser den Kampf und die Parteien verwendeten viel Energie, erreichten dabei aber nur überschaubare Resultate. Roy Mckoy bezauberte den Geist der Katze und hielt ihn so in Schach, so dass sie nicht mehr handeln konnte. Lange sah es danach aus, als würde in diesem Kampf keine richtige Aktivität aufkommen. Während dessen verbrachte der Golem seine Zeit im Ringkampf mit Timmeyyy (Jared’s Raptor) unter Wasser. Er hatte diesen offenbar gepackt und versuchte ihn nun zu ertränken. Was Shintarrr und der Golem allerdings nicht wussten, war dass der Raptor im Vornherein einen Zauber zum Atmen unter Wasser erhalten hatte.

Jared (wir nennen ihn heute einmal Bulls-Eye wegen seiner Treffsicherheit) versuchte konsequent über fast eine Minute (10 Runden) den ruhig stehenden Kater zu treffen – wir attestieren, dass dies auch schwer war, deshalb waren seine vielen Fehlversuche keine Schande, aber ein hohes Amüsement der anderen. Das Publikum liebte ihn trotzdem für seine gestikulierende Art. Es kam das Gefühl von Spannung auf.

Um in diesem Schachmatt zwischen gefühlten Fehlschüssen und geistiger Fremdbeherrschung nicht zu lange zu verweilen, entschieden sich die CollectorZ die mehrfach gefährlich nahe kommende Drachenschildkröte zu erledigen. Syrus genehmigte sich diese als Zwischensnack und Jared half dabei (und traf sogar). Die Schildkröte ihrerseits machte den Fehler sich mit den CollectorZ anzulegen, dabei ihren Drachenodem zu verwenden und zu hoffen, dass dies genug für die Sklaven sein würde. Ein paar intensive Hiebe den Kopf später gepaart mit knisternden Strahlen negativer Energie, hatte sie verstanden, dass dies eine schlechte Idee war. Ihr regloser Körper trieb weiterhin im Wasser.

Zurück zum Kater: Nachdem dieser in die Enge getrieben wurde, prügelte das Rudel des CollectorZ gemeinschaftlich auf den wehrlosen Gegner ein. Er schien bis zum Ende keinen Schaden zu nehmen, allerdings ging sein Golem dafür in die Brüche. Zum Bedauern aller konnte der Kater nicht einmal mehr aufgeben. Und zur Überraschung aller schaffte es Timmeyyy mit gewaltigen Hieben und einer rasanten Attacke Kater endgültig zu töten.

Der Raptor TIMMEYYYYY biß seinem Opfer also zum Schluß die Kehle durch.

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So geschah es, dass die Collectors ihren ersten Sieg feierten.

 

(To be continued …)

Die Arena von Saban (1/3) (The CollectorZ)

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