1. bis 26. Flamerule

Allmählich legte sich der Trubel und die Aufregung in dem Fort, insbesondere in der Ecke, in welcher die freigelassenen Dinos gewütet hatten. Einige Dinos, wie auch ein paar Wachen überlebten das Scharmützel nicht und die Leichen wurden davon getragen. Es wurde auch kurzerhand befohlen, sofort mit den Aufräumarbeiten zu beginnen und auch Gräber für die Toten auszuheben. Die Dinos wurden zum Fleischer gebracht, damit die Überreste noch verwertet werden konnten.

Die bunte Abenteurergruppe hingegen traf sich auf der freien Fläche zwischen dem inneren Fort und dem Markt, um zu beratschlagen, wie es nun weitergehen soll. Baum hatte, bevor dieser ganze Trubel überhaupt losging, erklärt, dass er Neris folgen möchte. Dafür muss er zum nächsten Hafen, damit er ein Schiff Richtung norden nehmen kann. Auch wenn Arannis nicht ganz erfreut darüber war, so sträubte er sich nicht gegen die Entscheidung von Baum. Vor allem da Bee, weiterhin betrunken wie sie war, Baum zusprach. Ebenfalls meinte Cathari, dass sie vom Nyanzaruhafen aus her wüsste, in welche Richtung der Feuerfinger liegt und wie weit er ungefähr entfernt wäre. Sie möchte sich nicht der Gruppe aufdrängen, allerdings warf sie ihre Meinung mit in das Gespräch hinein.

Es ging ein klein wenig hin und her was nun gemacht werden solle, bis die Entscheidung feststand, tatsächlich wieder zum Nyanzaruhafen zurück zu kehren. Bee wurde als Führerin auserkoren. Auch wenn Bee sich nicht wirklich wohl in der Rolle zu fühlen schien, vollführte sie diese sehr gut. Sie führte alle ganz souverän durch den Dschungel zur Küste und an dieser ging es dann noch gute 2 Tage weiter. Das gute an dieser Route war, dass der gefährliche Dschungel für eine gewisse Zeit umgangen wird und es eine Chance gibt, Fische aus dem Ozean zu angeln, wie auch Wasser zum Abkochen in einer unerschöpflichen Menge zu besitzen.

Am 3. Tag der Reise kam die Gruppe an einen Strand, die Sonne hatte den Zenit bereits überschritten, war allerdings noch nicht vollends versunken. An einer Stelle des Strandes lag ein Schiffswrack, welches in zwei Hälften zerbrochen war. Ein Teil des Schiffs lag versunken im Meer, nicht unweit des Strandes entfernt und das andere inmitten in den Sand mit dem Bug gebohrt, wie auch auf der linken Seite von einem Dickicht gestützt. Vor und rechts vor dem Bug lagen etliche Körper von Frauen und Männern. Von alt bis jung, stämmig bis schmächtig war alles dabei. Sie trugen alle Seekleidung und schienen so, als ob sie erst vor kurzen hier angespült worden warn. Ob sie allerdings noch lebendig oder bereits verstorben waren, war noch unbekannt.
Romero ging sofort schnellen Schrittes auf das Wrack zu, gefolgt von einem mit hastigen Schritten aufgeregten Arannis und Cathari. Baum, Bee und Fitz kamen ebenfalls nach, allerdings blieben sie ein wenig auf Distanz.

Als erstes kam Romero bei dem Wrack an und beugte sich sofort zu der ersten Person herunter. Es war eine überaus schöne junge Frau, die rötlich lange Haare, ein paar Sommersprossen auf dem Gesicht und teilweise zerschlissene Kleidung trug. Er wollte auch direkt nachschauen ob die junge Frau noch am leben und verletzt war, allerdings, als er seine Hand in Richtung des Gesichts der Frau ausstreckte, fuhr diese plötzlich herum und schlug mit der Hand nach dem Krieger. Nicht nur dass das schon überraschend kam, nein, die Hand der jungen Frau wandelte sich im Schlag zu einer nassen, blau-grünlichen und mit Seetang verhangenen Klaue. Selbst die Fingernägel waren nicht mehr praktisch kurz gehalten, sondern wuchsen blitzschnell auf gute 3 cm an. Romero war so überrascht, dass er die Klaue mitten ins Gesicht bekam und mehrere blutige Striemen erhielt.
Der Rest der Gruppe bekam das mit und machte sich kampfbereit und das auch nicht zu spät, da die ganzen anderen Körper ebenfalls aufstanden. Mit dem Aufstehen verschwand das Antlitz von Gestrandeten und wandelte sich zu grässlich aussehenden blau-grünlichen Frauen, die über und über mit Seetang, Seesternen und Korallen besetzt waren.

Nun entbrannte ein Kampf, der recht Kräfte raubend war. Beide Seiten schenkten sich nichts und teilten kräftige Schäden aus. Auch wenn die Abenteurer Feind um Feind fällten, so tauchten aus dem Dickicht immer weitere auf. Nicht nur das es so viele waren, machte die ganze Sache so schwierig, sondern der Anblick dieser Kreaturen war so grässlich, dass er bei dem ein oder anderen eine regelrechte Furcht hervorrief.
Anfangs verfehlte Cathari die Kreaturen mit ihren Zaubern und konzentrierte sich dann eher darauf Romeros wunden zu schließen, in dem sie die Zeit um die Wunden kurzzeitig beschleunigte. Dieser hatte das auch dringend nötig, da er mittlerweile vollends von den Kreaturen umzingelt war und es gab für ihn kein entkommen aus dieser Todesfalle. Er schlug und drosch um sich, verwundete auch immer wieder jemanden, allerdings konnte er sich weiterhin nicht befreien. Zu allem Unglück rutschte ihm sein Schwert aus der Hand und flog ein paar Meter weit von ihm weg. Eine der Kreaturen hob das Schwert auf und schwang es gegen Romero.
Arannis hingegen versuchte die Kreaturen zu flankieren und somit Romero zu entlasten, allerdings war ein Blick von einer Kreatur so durchdringend und grausam, das Arannis Herz aufhörte zu schlagen. Ihm wurde schwarz vor Augen und er brach zusammen, ohne das er auch nur etwas dagegen hätte tun können.
Bee schoss währenddessen mit ihrem Bogen gekonnt in die Masse dieser Kreaturen und verwundete und fällte die ein oder anderen Feinde.
Fitz nutzte die Gelegenheit um Bee, Baum und Cathari von den Feinden abzuschotten. Dies gelang ihm auch so gut, das auch er fast umzingelt wurde. Nur gut das Fitz Rotrücken Junior dabei hat, der ihm seine linke Flanke freihielt.
Baum unterstütze die Gruppe mit seiner Magie, indem er ein Totem in Form eines Bären beschwor. Dieses Totem schütze die Gruppe nicht in Form einer sehr festen und dicken Haut, sondern spornte auch die Muskeln zu erhöhter Leistung an, wenn es von Nöten war. Ebenfalls entließ Baum magische Worte in Richtung von Arannis, welche ihn tatsächlich wieder aufstehen ließen.

Irgendwann kamen Musharib, Rohka, Inete und Xandala dazu. Auch diese beteiligten sich an dem Kampf und somit konnte die große und bunte Gruppe diese merkwürdigen Kreaturen nicht nur zurücktreiben, sondern letztendlich auch besiegen. Der Preis für diese gewonnen Schlacht war allerdings groß gewesen. Romero und Arannis sackten kurzzeitig zusammen, auch Musharib, Rohka und Fitz erhielten tiefe und sehr schmerzhafte Wunden.

Als der Kampf geschlagen und die nötigsten Wunden versorgt waren, wurde das Wrack untersucht. Leider war nichts wirklich brauchbares zu finden, was irgendeine nennenswerte Entschädigung gebracht hätte.
So machte sich die große Gruppe dann auch daran, einen sicheren Lagerplatz zu suchen.

Aufbruch zum Nyanzaruhafen (Raven Guard)

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