Lieber Vater Teil II (The Resurrected)

Golem

Der Mensch und die Halbelfe lagen am Boden, blass und regungslos. Ricarda war schneller bei ihnen als ich und so stellte sie Bran wieder auf die Beine. Bei Mialee klappte es leider nicht ganz so. Obwohl Bran so erschöpft und energielos wirkte hatte er genug Tatkraft um auf Aza loszugehen. Er macht sie für den Kampf und Mialee’s Zustand verantwortlich und als er dann hörte, dass die nesst’neea’streaa zu Staub zerfallen war, wurde er richtig wütend, da nur sie wohl ihren Zustand heilen konnte, wie er meinte.

Als ich mir Mialee genauer ansah erkannte ich, dass ihr etwas ihre Lebenskraft entzog und mir wurde klar, dass wir uns beeilen mussten, denn sonst würde sie innerhalb der nächsten 24 Stunden sterben, da dann die Nekrose zu weit vorgeschritten wäre um heilen zu können. 

Ricarda hatte wohl von einem heilenden Zauber gehört oder gelesen der Mialee helfen könnte und so fing sie an aus der Schatzkammer zerkleinerte Diamanten zu sammeln uns ließ diese von Bran mit seinem Hammer zu Staub verarbeiten. Es dauerte eine ganze Weile bis sie genug Staub zusammen hatte. In der Zeit saßen Aza und ich bei Mialee und passten auf sie auf. Sie sah so zerbrechlich aus. Sie, die sonst wohl so stark, anmutig und lebensfroh war.
Nachdem genug Material zusammen war und Ricarda diesen bei Mialee irgendwie angewandt hatte wirkte die Halbelfe nicht mehr ganz so zerbrechlich und dem Tode nahe.

Bran hatte sich in der Zwischenzeit ein wenig ausgeruht und war nun kräftig genug um Mialee zu helfen zum Eingang der Pyramide zu gelangen. Dort rasteten wir, denn nötig hatten wir dies alle.
Aza und ich teilten uns die Wache, damit die Anderen genug Ruhe fanden.

Doch einigen half die Pause leider nicht. Ricarda und Oskar fühlten sich, als würde ihnen etwas ihr Leben absaugen und befürchteten, dass es mit den Schätzen, die sie aus der Schatzkammer mitgenommen hatten, zusammenhing.

Wir beschlossen nochmal zurückzugehen, doch ließen wir Bran und Mialee zurück. Die Anderen hatten meinen Vorschlag, der Halbelfe den Weg nicht nochmal zuzumuten, zugestimmt. Im Notfall konnte ich Bran, dank meines Amulettes, erreichen.

Ohne Probleme erreichten wir die Kammer und die Beiden leerten ihre gut gefüllten Taschen. Wieviel Münzen in so einen Beutel passen erstaunt mich immer wieder.

In der Mitte war ein großer Goldberg und ich war mir sicher, dass er sich bewegt hatte. Eine Atmung? Ein Herzschlag? Ich war mir unsicher und aus Neugier näherte ich mich natürlich. Die Golems um uns herum bewegten sich ebenso, doch ich konnte es nicht lassen und sprang als Maus in den Berg hinein. Ich wollte wissen ob etwas darunter verborgen war oder schlief.

Wie dumm und gefährlich das war. Die Golems griffen nicht nur mich, sondern natürlich auch Aza, Ricarda und Oskar an. Nur mit Mühe konnten wir entkommen und schon auf unserer Flucht entschuldigte ich mich bei ihnen.

Bei Bran und Mialee angekommen erkannte der Mensch sofort, dass etwas nicht stimmte und ging auch ziemlich direkt auf Ricarda zu. Besorgt würde ich meinen. Aza erklärt ihm haargenau was vorgefallen war und dann kam er auf mich zu. Ich stand ein wenig abseits und ging rückwärts bis ich die Wand hinter mir hatte. Ich weiß, „nicht ausweichen und der Gefahr ins Gesicht sehen“, das hast du mir oft genug gesagt. Aber ich konnte seinen Gesichtsausdruck nicht genau einordnen, denn bei dir habe ich diesen nie sehen können. Du warst immer der Meinung, dass man nur durch Fehler lernt und ich habe gelernt. Ich war eine Gefahr für meine Begleiter. Das wird mir so schnell nicht wieder passieren.

Usstan kestal ji.

Mialee wirkte noch immer sehr erschöpft und angeschlagen. Ich war mir sicher, dass sie Tage bräuchte um sich richtig erholen zu können, um selber wieder genug Kräfte zu haben, damit sie mit uns Reisen und Schritt halten konnte.

Die Gruppe war sich schnell einig einen geeigneten Unterschlupf zu suchen, um Mialee die Ruhe zu gönnen, die sie brauchte. Nicht weit von der Pyramide fand Aza eine Ruine, die uns Schutz bot und die wir auch recht gut verteidigen könnten, wenn nötig.

Aus Blättern, Farnen und Moosen richtete Aza ein Lager für Mialee her und da etwas Zeit in Aussicht stand, ging jeder ein wenig seinen eigenen Dingen nach. Es ist wichtig in einer Gruppe zu sein und zusammenzuhalten, doch die Zeit für sich, tat jedem mal ganz gut.

Bran kochte, Aza kümmerte sich um ihre Ausrüstung, Oskar beobachtete die Umgebung und ich beschäftigte mich mit den Sternen um mich ein wenig zu beruhigen und abzulenken.
Zu wissen wo wir hier sind und wer oder was uns noch begegnen könnte, ließ mich nicht ganz so entspannen, wie ich gerne hätte. Zusätzlich waren da die Sorgen um Mialee. Meine Gedanken waren viel bei ihr und auch in der Trance ließen sie mich nicht los. Und dann hörte ich sie. Eine sanfte, melodiöse Stimme. Gleichzeitig klang sie traurig aber auch vertraut:

„Mein Kind, sie hat sich wieder erhoben. Ihr müsst weiter. Nimm meine Gabe, sie sollte deinen Begleitern helfen, wenn sie sie zu sich nehmen. Das Kind Corellions steht an der Schwelle zum Tod. Ihr müsst weiter, vorbei an dem Parasiten. Meine geliebte Träne benötigt deine Hilfe.“

Als ich erwachte fand ich silbernen-funkelnden Mondsteinstaub in meinem Schoß.
Meine Hände und ich selber zittern noch immer.  Sie ist wirklich da, also noch irgendwo. Unsere d’l’olath jallil. Ich glaube es lag an der Nähe zu ihrem Schrein im Hochwald, dass sie mich hören konnte und ich ihr nahe sein konnte. Ilharn, du weißt, wo ich meine.
Ich brauchte eine Weile zu realisieren was genau passiert war doch ich eilte zu Mialee, wickelte etwas von dem Mondstaub in ein paar Kräuter und gab sie ihr.

Kaum hatte sie diese zu sich genommen, leuchteten ihre Augen kurz silbrig auf, bevor sie gleich darauf in einen Schlaf verfiel. Aus Sorge kam Bran sofort zu uns gelaufen und wollte wissen, was passiert war. Ich hielt mich kurz, aber an der Wahrheit.

untote
Untote

Viel Zeit blieb nicht, denn etwas passierte. Nicht nur ich spürte den Boden beben.

Da kommen sie… eine Horde aus Untoten…

Olath jallil qualla xun naut ori’gato udossa harl nin

Verlorene Gegenstände (The Outbreaks)

Dirlagraun

Am Witchlight Carnival verliert man Dinge. Wenn man Glück hat nur sein Geld, oder seine Zeit, manchmal seine Würde (Kol Dray kann ein ‚Lied davon singen‘) aber manchmal greift die Magie des Carnivals tiefer in deine Taschen. Greift nach den Dingen, die wirklich wichtig sind. Erinnerungen, Fähigkeiten, Namen, nichts ist vor der wilden Magie der Feen sicher. Deswegen hat der Carnival auch ein Fundbüro, um zu verhindern, dass das Vergessene für immer verloren geht.

Dirlagraun ist eine genügsame, geduldige Seele, seine Seltenheit im Feenreich, die einfach nur Leuten helfen möchte. Aber das kann sie nicht, weil ihr selbst etwas fehlt. Ihr kleiner Star ist verschwunden, und was der Carnival nimmt gibt er nicht so leicht wieder her. Und er ist nicht das einzige Kind, das von seiner Mutter getrennt wurde, zwei menschliche Geschwister, Allowin und Viro, wurden von ihrer Mutter getrennt. Ein Displacer Beast mag ein gutes Wachtier für Wertgegenstände sein, aber es bleibt ein Monster – ein Schreck für Kinder. Alles was es gebraucht war eine unbedachte Bewegung des Tentakels und Viro zischt davon, verschwindet in der Menge. Und Dirlagraun kann ihm nicht hinterher, weil sie immer noch auf Allowin aufpassen muss. Hier kommen zum ersten Mal unsere Helden in die Geschichte, die bis jetzt nur umgeirrt und den Carnival genossen hatten auf den Plan.

Raudka und Musashi waren gemeinsam unterwegs, oder eher, Musashi lief ein wenig verloren der Elfe hinterher, als sie sich vor dem Fundbüro und damit bei Dirlagraun wiederfanden. Das Displacer Beast erzählte von ihrer Not, und die beiden boten ihre Hilfe an. Der Junge war auch schnell wieder gefunden, aber dabei erregten Musashi und Raudka die Aufmerksamkeit von Kol Dray, der ihnen folgte und dem Gespräch mit der Wächterin der Verlorenen lauschte. So hatten sie schnell einen dritten Helfer rekrutiert, um die Mutter der beiden Menschenkinder und das verschollene Displacer Beast-Junge wieder zu finden. Sie teilen sich auf – Musashi und Raudka untersuchen die Festwiese, wo beide Verschollenen zuletzt gesehen wurden, Kol, der schon Bekanntschaft mit den sprechenden Schwänen gemacht hatte, die um den ganzen Carnival herum ihre Kreise ziehen, geht zur Anlegestelle der Schwanengondeln um die zur Rede zu stellen. Unterwegs greift er sich auch noch den kleinen Grogon auf und zieht ihn, mehr oder weniger freiwillig, mit in die Suche.

Die vier geladenen Gäste sind nun also doch zusammen gekommen, oder zumindest verfolgen sie das selbe Ziel. Und gerade zur rechten Zeit, die Sonne geht unter und badl steht ihnen das Treffen mit ihren mysteriösen Sponsoren bevor.

Lieber Vater (The Resurrected)

Noch während unserer Rast wurden wir von Golems besucht. Sie kamen im Auftrag der Königin und holten uns zu einer Audienz ab.

Wir überlegten, doch war uns auch klar, dass wir einen Empfang nicht abschlagen konnten. Und vielleicht wusste sie ja einen Ausweg. Also folgten wir den Wächtern und kamen wieder in den Thronsaal. Noch immer steckte der Dolch in dem steinernen Thron und ich fragte Bran um Hilfe. Natürlich wollte er mir helfen, aber er fragte auch im gleichen Atemzug ob er mich rufen würde, so wie das Ei Ricarda gerufen hatte.

Und nein er tat es nicht, aber ein Dolch ist ein Dolch „eine Waffe, die du gut verstecken kannst und die man nicht unterschätzen sollte.“ Siehst du ilharn, ich halte mich an deine Ratschläge.

Doch es war gar nicht so einfach diesen Dolch aus dem Stein zu ziehen, denn sobald er angefasst wurde, wurde er heiß. Und gefühlt jedes Mal schneller, als beim Male zuvor. Gemeinsam und durch magische Unterstützung schafften wir es doch.

Gemeinsam folgten wir den Golems und gingen immer tiefer in die Anlage hinein.
Es roch eklig nach abgestandenem Blut, nach Verwesung und Tod. Doch um Antworten zu bekommen folgten wir weiter.

Dann kamen wir in einen Raum mit einem Plateau auf welchem eine sehr alte Frau, mit langem Hals an dem lange, goldenen Ketten hingen, mit Tränen, die wie Tattoos wirkten und ein Kreuz, welches tief in ihre Brust gezeichnet war, saß.
Ich glaube es war eine nesst’neea’streaa. Die Wächter nahmen ihre Plätze schützend vor der Ebene ein.

Unsere Konversation lief eigentlich recht gut, sie lud uns ein zu verweilen, zu rasten und zu ruhen. Wir sollten ihre Gäste sein.
Für einige von uns klang das Angebot verlockend und was genau passierte oder warum wir auf einmal im Kampf waren, weiß ich gar nicht so genau, denn meine Augen ruhten auf dem Ring mit dem Rubin, den sie an einem ihrer Finger trug.

Wir steckten alle ein. Und es war ein langer Kampf. Ich weiß nicht, ob es Einbildung war, doch ich hatte den Eindruck, als ich die nesst’neea’streaa traf, Dankbarkeit in ihren Augen gesehen zu haben. Als Gruppe besiegten wir sie und ich nahm den Ring an mich.

Noch immer irritiert was genau geschah und was wir als nächsten tun sollten verweilten wir noch einen Moment um zu überlegen wie es weiter gehen sollte.

 

Tagebuch eines Halblings: Wie geht es nur weiter? (Raven Guard)

Dungrunglung

Lange habe ich wohl meine Aufzeichnungen nicht mehr in der Hand gehabt um sie zu vervollständigen. Mein letzter Eintrag ist vom 13. Eleasias. Habe ich wirklich so lange nicht mehr meine Gedanken aufgeschrieben? 

Doch nach Allem was passiert war, weiß ich auch gar nicht so genau, was ich schreiben soll, denn meine Trauer, meine Wut, meine Erschöpfung, Sorge und meine Angst kann ich doch nicht so wiedergeben, als dass es angemessen klingen würde.

Die letzten Tage waren einfach nur Nervenaufreibend. Nach Manfreds und Fitz Tod, Arannis Mord an Xandala, seine Rede und dem wiederholten Verschwinden von Freunden bin ich einfach nur erledigt.

Der Dschungel lässt es einfach nicht zu Freunde zu finden oder diese zu behalten. Darum habe ich mir vorgenommen keine weiteren Freunde zu machen. Eigentlich sind jetzt nur noch Sommerklug, Romero und Arannis da, denen ich vertraue. Alle Anderen sind einfach weg. Gegangen oder gestorben. Einfach so. Manfred, Baum, Neris, Fitz, Xandala, Nim, Cathari und der Wilde. Letzterer hat sich nicht einmal verabschiedet. So vielen musste ich schon Lebewohl sagen, zweien sogar für immer.

Sobald ich kann werde ich mich auf Fitz Spuren begeben. Er hat mir erzählt warum er hier ist und möglicherweise kann ich dann wenigsten Helfen auch wenn ich vielleicht zu spät sein werde, aber sie sollten von Fitz Tod erfahren. Ich werde nie vergessen, dass er mich als Glücksbringer bezeichnet hat, auch wenn er da unter dem Einfluss des Nebels stand.

Glücklicherweise habe ich noch Sommerklug an meiner Seite. Seit Beginn unserer Reise fand ich ihn interessant und hab immer wieder versucht mit ihm „zu reden“. Es hat sich ausgezahlt, denn als Xandala starb und er nicht wusste was er machen sollte, habe ich ihm angeboten, dass er so lange mit mir Reisen kann wie er möchte. Mein Versprechen an ihn werde ich nicht vergessen und auch nicht brechen.
Ich hoffe, dass er ein guter Freund wird und unser Weg noch lange gemeinsam sein wird.

Auf unserem weiteren Weg habe ich Arannis ein wenig mehr ignoriert, als ich vorhatte. Es kann sein, dass ich ihn dadurch verletzt habe, aber ich brauche ein wenig Zeit zum Nachdenken. Ich will nicht sagen, dass ich es verstehe oder nachvollziehen kann, doch wer weiß für was manch einer bereit wäre, wenn es einen selber betrifft.

Natürlich würde ich mit Arannis lieber da weitermachen wo wir aufgehört haben, aber was er getan hat… so einfach ist das Ganze nicht.
Immer wieder erwische ich mich dabei zu ihm zu sehen und ihn dann so erschöpft zu sehen, lässt mich daran zweifeln, ob es richtig ist, ihm so die kalte Schulter zu zeigen.

Ich vermisse es mit ihm die abendlichen Wachen zu halten. Mich mit ihm auf Hin zu unterhalten, zu lachen, zu trinken oder einfach nur still dazusitzen. Doch zurzeit denke ich einfach nur nach. Ich weiß noch nicht, ob ich weiter mit der Gruppe reisen möchte oder in Nyanzaruhafen bleiben werde, wenn wir die Stadt irgendwann wieder erreichen.

Doch mit wem soll oder kann ich darüber reden? Klar, Romero, doch tiefgründige Gespräche hatte ich mit ihm noch gar nicht. Und ob er das verstehen würde? Ob er mich verstehen würde? Ich weiß es nicht.

Und Arannis? Mein guter, sehr guter Freund? Ich glaube er hat mit sich selbst zu tun und ich habe ihn so abgewehrt. Außerdem scheint er sich mit dem „neuen“ Mann, der uns im Kampf bei den Trollen zur Hilfe kam, schon recht gut zu verstehen. Sie laufen gemeinsam und reden, da bin ich einfach fehl am Platz. Schön, dass er jemanden zum Reden hat.
Noch kann ich Kwalu, den neuen mit dem Drachentier an seiner Seite noch nicht richtig einschätzen. Aus dem Nichts tauchte er auf. Ein Händler, hier mitten im Dschungel? Das Stinkt doch. Und uns dann für Ware, wo er doch sehen konnte, dass wir kaum noch etwas Trockenes oder Ganzes an und bei uns haben, eine Bezahlung zu verlangen, war mehr als unmenschlich. Auch wenn er uns und wir ihn nicht kannten fand ich das mehr als daneben.

Woher dann sein Sinneswandel kam, weiß ich nicht, doch er hat uns am nächsten Tag tatsächlich ein paar Dinge, kostenlos, zur Verfügung gestellt. Ob das so stimmt, also dass nicht doch wer dafür zahlt oder gezahlt hat, auch da bin ich mir noch unsicher.

Der andere Neue. Ein Hasentier, der vom Himmel gefallen ist, macht einen wirklich netten Eindruck, doch nein. Ich öffne mich nicht wieder gleich. Nachher verschwindet er wieder genauso schnell wie er aufgetaucht ist.
Sommerklug verbindet auf jeden Fall Spaß mit ihm und so wie er uns schon gleich im Kampf unterstützt hat, hoffe ich einfach auf das Beste.

Wir reisten weiter und nun stehen wir vor einem wilden Gewächs aus Ranken und Pflanzen. Dungrunglung, oder so ähnlich. Es scheint eine Vielzahl verschlungener Wege zu beherbergen und Krötenwesen.

Dieses Wissen haben wir Norx und Sommerklug zu verdanken. Auch wenn wir alle einen relativ fitten Eindruck machen glaube ich, dass die Meisten von uns, genauso wie ich müde und erschöpft sind.

Daher weiß ich nicht, ob es das Richtige war zu versuchen mit ihnen „Kontakt“ aufzunehmen?

Verwaschene Beobachtungen (Shield of Light)

Zarovichsee

Da standen sie nun. Diese merkwürdigen Gestalten, die sich als Gruppe, als angehende Einheit, als Abenteurer bezeichnete. Doch auf Außenstehende wirkten sie eher wie ein zusammengewürfelter Haufen an Menschen, Echsenwesen und Elfen. Wie sie zusammengefunden haben oder warum sie hier sind weiß ich nicht, aber ich beobachte sie schon eine Weile und ich muss schon sagen, dass sie nicht mehr ganz so unbeholfen sind, wie am Anfang.

Wo war ich noch gleich? Ah… Der Zarovichsee. Der See um den es so viele Geschichten und Legenden gibt, wie über dieses Land selbst. Keiner weiß genau, was oder ob überhaupt etwas in ihm wohnt, aber einige sagen es gäbe darin etwas. Etwas Großes. Mit Haut, Schuppen oder Panzer. Jeder behauptet etwas Anderes gesehen zu haben. Eine Krabbe meinte einer, ein riesiger Fisch ein anderer.

Wie dem auch sei. Da standen sie also und blickten auf den nebelüberschwemmten See. Vom Ufer konnte man kaum etwas erkennen. Nur eine leichte Silhouette mitten auf dem See. Ein Boot?
Sie legten ihre Rücksäcke und ihr Hab und Gut ab und stellten wohl einen der Menschen ab. Die Elfe redete auf ihn ein. Ihn behagte das ganze wohl nicht, aber scheinbar war sie überzeugend genug.

Der Mensch, der scheinbar von hier zu stammen scheint, machte sich als Erster daran in eines der Boote einzusteigen. Offenbar war er wieder mit zu viel Elan dabei und er kam ins Wanken. Was für ein lustiger Anblick. Die Elfe will ihm Helfen und dabei landen sie gemeinsam im Wasser.

Dann saßen sie nun endlich zusammen an Bord und die Elfe navigierte. Ich muss schon sagen, da hatte ich sie schon an einem der spitzen Felsen zerschellen sehen, doch sie machten ihre Sache recht gut und sie kamen gut voran. Lag wohl an den Männern, die ruderten.

Bei dem Fischer Pluto angekommen schienen sie ihn endlich zur Rede zu stellen. Was sich genau abspielte kann ich nicht sagen, dafür war ich zu weit weg, aber es sah so aus, als wolle der Elf Pluto gleich an Ort und Stelle hinrichten, denn er zog sein Rapier und hielt es in seine Richtung. Der Mensch griff ein und dann wurde wohl argumentiert. Nach einiger Zeit sprangen der Elf und der Mensch ins Wasser und tauchten ab.

Mutig? Dumm? Beides ein wenig.
Sie schienen nach der Leiche des Mädchens zu suchen was ich für ein aussichtloses Unterfangen hielt, doch scheinbar wollte etwas „Höheres“ helfen. Denn wie aus dem Nichts öffneten sich die Wolken. Wenn auch nur ein winziges kleines bisschen, doch es reichte um einen Mondstrahl hindurchzulassen. Hätte ich selbst es nicht gesehen, dann hätte ich es nicht geglaubt.

Der erste Tauchgang der Männer dauerte nicht lange und kurze Zeit, nachdem sie wieder abgetaucht sind sprang auch noch die Elfe ins Wasser und tauchte den Beiden nach. Zu dritt kamen sie wieder hoch und die Elfe hievte sich wieder ins Boot. Ihre Kleidung schmiegte sich an ihren Körper wie eine zweite Haut und… ich schweife ab… während ich nun die Elfe beobachtet habe sind die Männer verschwunden. Wahrscheinlich sind sie noch einmal auf dem Weg nach unten.

Der Elf taucht wieder auf und die beiden im Boot schauen sich um. Hektisch würde ich schon fast sagen, doch auf die Welle, die das Boot erfasst waren sie trotzdem nicht gefasst und die Elfe geht über Bord.

Von dem Menschen fehlt zunächst jede Spur, bis er neben der Elfe, wie aus dem Nichts, wieder auftaucht.
Jetzt schienen sie zu warten.

Ob sie das Wesen in den Tiefen geweckt haben?

Der Hexenlicht Karnival öffnet sein Tore (The Outbreaks)

Der Hexenlicht Karnival öffnet seine Tore

Der Karnival öffnet seine Tore

Es ist fast Hochsommer des Jahres 1493 und ein Event kündigt sich an. Der Hexenlicht Karnival kehrt nach etlichen Jahren zurück vor die Tore Tiefwassers und lädt jung und alt ein, zu Kurzweil ein. Einige Zeitungsjungen kündigen diese Ankunft in der Zeitung „Waterdeep Sentinel“ an. Später füllte sich der Weg zu dem Karnival mit Menschen die angezogen von den Klängen sich in das bunte Treiben stürzten. Ein Spielman unterhielt, vor dem Eingang, ein kleines Publikum mit seinen Darbietungen, eine Ballade traf besonders den Geschmack seiner Zuhörer und so brachte Ihm seine kleine Maus, die durch das Publikum trippelte einige Münzen ein. Sein Blick schweifte aber weg von der Menge hin zu einem Goblin der voller Rüstung und Waffen, anscheinend „grummelnd“ zum Karnival zog. Kurz hinter Ihm tauchte eine Drachengeborene auf die ebenfalls gut gerüstet war? Kannten die beiden sich? Was hatten Sie vor? Auch die dritte Gestalt die aus der Menge stach macht den Eindruck nicht besser. Da der Tag sich dem Ende näherte und die Laternen inzwischen das Licht auf dem Weg für sich beanspruchten, packte der Spielmann seine Sachen und folgte neugierig der Gruppe. „Was hatten Sie vor?“

Hereinspaziert, hereinspaziert!

Als erste war die rotharrige Elfe an dem Kassenhäuschen bei dem alten Kobold, der mit Fernglas und Sprachrohr, Sie begrüßte. Mit einem lauten „Willkommen auf dem Hexenlicht Karnival“ Hätte Sie esnicht gewusst wo Sie war, jetzt wüsste Sie es spätestens. Allerdings die weiteren Worte rissen Sie aus Ihren Gedanken. „Seid Ihr Raudka?“ „Wo sind denn GroGon und Musashi? Immerhin habe ich schon Kol Dray entdeckt, obwohl ich seine Stimme nicht mehr vernehme.“ Woher kannte dieser alter Kobold hinter dem Fenster Ihren Namen und vor allem wer waren die anderen? Wer waren diese und was hattes es mit ihr zu tun? Ihre Gedanken fingen jetzt an zu rotieren. „Woher kennt Ihr meinen Namen“ entgegnete Sie dem Ticketverkäufer. Als sich herausstellte das Sie einen Gönner hatten, wurde die ganze Sache noch rätselhafter, Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als der Rest der Gruppe auftauchte, zumindest die der graue Kobold wahrnahm, sprach er weiter und erklärte die Regeln und Bedingungen auf dem Gelände. Auch Grogon, der sich unterhalb des Sichtbereiches durchgeschlichen war, konnte noch rechtzeitig aufgehalten werden. Nachdem alle ihre Feen-Flügel aufgesetzt hatten betraten Sie zumindest das Gelände gleichzeitig, nur um dann getrennte Wege zu gehen.

Die Bubble-Pop-Teekanne

Während die Elfe zwischen den einzelnen Ständen vorbeischlenderte und auf das Karusell zuhielt, trafen Kol Dray und GroGon in einer sechs Meter hohen Teekanne ein. Diese ruhte auf einer hölzernen Plattform, ihre bemalte Oberfläche wirbelte mit bewegten Bildern von fliegenden Drachen, die Blasenströme atmeten. Eine Tür am Boden der Teekanne ermöglichte den Zugang zu ihrem Inneren; Diejenigen, die eintraten, tauchen aus dem Ausguss auf, der in einer Blase eingeschlossen war, die sich löste, um über den Karneval zu schweben. Sieben Kobolde saßen um die Plattform herum und schlürfen Tee aus nicht zusammenpassenden Porzellantassen. Das Fahrgeschäft wurde von einem freundlichen Goblin  geleitet, der leuchtend gelbe Schmetterlingsflügel und eine Reihe Teelöffel an seinem Gürtel trug. Als sich die Charaktere näherten, deutete der Goblin auf ein Schild auf seinem Tisch, das lautete:

Das Wort, das du sagen willst,
Versuchen Sie es anders zu sagen.

Während der ein oder andere nachdachte, was er sagen sollte, legte der Goblin in Reimen los und überforderte unter anderem auch die beiden Besucher Kol Dray und GroGon. Kurze Zeit später schwebten beiden in Ihrer eigenen Blase und um ein Ticket erleichtert über den Karnival. Während GroGon zur Halle der Illusion rüberschwebte, glitt Kol Dray, der den Dreh schneller heraus hatte über den Big Top zum Silversong Lake, wo eine Meerjungfrau sang, begleitet von einigen Wassergestalten.

Die Calliope

Unterdessen war die Elfe und die Drachengeborene ebenfalls an dem Big Top vorbei, begleitet wurden Sie durrch eine fröhliche Melodie die aus einem Instrument erklang. Genauer gesagt war es die Rückseite eines bunt bemalten Wagens, woher die Melodie ertönte. Ein Affe, der einen mit Knöpfen bedeckten Umhang trug, drehte einen Griff am Heck des Wagens und sendete Musik aus Reihen goldener Pfeifen in die Luft.

Der Steinkreis

Fortsetzung folgt

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