Theophrastus „Theo“ Bombastus

Theophrastus Bombastus, manchmal auch Paracelsus von seinem Meister genannt, war schon immer etwas mehr an den praktischen als den theoretischen Praktiken des Arkanen interessiert. Sein Meister, dessen Geduld über die Jahrzehnte immer weiter wuchs, konnte dies mehr oder minder akzeptieren. Schließlich ist es auch schon viel länger her, dass dieser Besuch oder gar einen Begleiter während seiner täglichen Pflichten an seiner Seite wusste.

Theophrastus bekam die doch langsam brauende Ungeduld seines Meisters jedoch ab und an mit. Dann wollte er diesem auch seine Ruhe lassen und versteckte sich in den hintersten Winkeln des Tempels. Manchmal in den engen Ecken der aus dem Berg gehauenen Hallen und manchmal weit oben auf den Regalen endloser Bücher. Ironischer Weise waren seine Studien genau in diesen Zeiten am effektivsten. Selbst der aufgeweckte Junge wollte anscheinend nie den Zorn seines vermeintlichen Ziehvaters auf sich ziehen und wollte diesen eher beeindrucken.

Und nach langen Nächten, die zu ganzen Tagen dann zu Wochen und schließlich zu Jahren wurden führte dieses Versteckspiel zu einem Verstand, der manchen Gelehrten außerhalb des Nebels gleich kommen kann. Viele Falten auf dem normalerweise detaillosen Gesicht seines Meister entstanden durch diese Aktionen auch, aber anscheinend war das auch alles. Vielleicht ist sein Meister doch nicht so streng, wie er es immer meinte…

Hara vom Clan der Kynker

Hara vom Clan der Kynker

Hara vom Clan der Kynker. Großgezogen von ihrer Mutter Hama. Ihre Grossmutter Hana war Clanmutter und auf diplomatischer Mission in Djerad als die Zauberplage die Stadt nach Toril verlegte. Nun ist es einer der kleinsten und verarmtesten Clans, da nur wenig Gefolgschaft mit ihr dort war. Hara will den Clan wieder zu Ehre bringen und in der Pyramide von Djerad Thymar ansiedeln. Dafür braucht sie vor allem Geld.

Aktuell in Begleitung von drei Schützlingen;

Arabella Aerasumé

Arabella Aerasumé
Arabella

Geboren wurde ich vor 111 Jahren im Hochwald.
Die Nacht meiner Geburt war von vielen Zeichen begleitet. Unklar ob postiv oder negativ, denn das ist Auslegungssache von jedem Selber.
Das hat mir meine Meema immer erzählt.
Sie erzählte mir, dass viele Raben über unser Dorf hinweg zogen. Viele würden das als ein negatives Zeichen sehen, aber so nicht meine Eltern. Sie waren der Meinung Raben wären ein Zeichen für einen Neuanfang oder Neubeginn.
Das Gewitter und der Regen, der dann einsetzte, war für sie ein Symbol für Leben. Denn ohne Wasser kein Leben. Ein Blitz der in der Nähe unseres Hauses in ein Baum einschlug und dass dieser
feuerfing war auch ein Zeichen für Leben.
Dieses positive Denken habe ich für mich übernommen.
Klar bin ich in unserem Dorf aufgefallen. Ich bin für eine Hochelfe relativ klein, aber meine Augen- und Haarfarbe stechen besonders hervor.
Nur der Metzger Mumrik, ein geflüchteter Ork, störte sich nie an meinen Aussehen und war immer nett zu mir. Ich freundete mich schnell mit ihm an, denn er belieferte unsere kleine Taverne mit dem besten Fleisch und er brachte mir auch orkisch bei.

Ich wollte oft „normal“ sein, denn Freunde habe ich kaum. Die Meisten anderen Elfen wollten nicht mit mir spielen, da nicht nur mein Aussehen so anders ist, sondern auch meine Magie.

Während meine zwei Brüder keine Probleme beim Zaubern hatten gab es bei mir immer irgendwelche Nebenwirkungen.
Es gab ganz witzige Dinge, so wie Schmetterlinge, die um mich herum flogen oder anstatt zu sprechen kamen pinke Seifenblasen aus meinem Mund.
Einmal ist mir ein Bart aus Federn gewachsen und beim Niesen haben sich alle Federn in sämtliche Himmelsrichtungen verteilt.
Aber es gab auch gefährliche Folgen. Einmal habe ich ausversehen einen Feuerball ausgelöst mitten in unserem Stall.
Glücklicherweise hatten meine Geschwister mit den Tieren gerade den Stall verlassen und so habe ich keinen weiter verletzt. Doch natürlich hat meine Umgebung Feuer gefangen und das ganze Heu hat so schnell gebrannt, dass ich nicht wusste wohin. Im Wassertrog der Pferde habe ich Zuflucht gesucht, was mir wohl das Leben rettete, denn nur Augenblicke später stürtze das Gebäude über mir ein. Ein Balken viel auf den Trog und ich kam erst ein paar Tage später wieder zu mir. Nur die Narbe auf meiner rechten Seite erinnert daran.
Meine Eltern haben nie geschimpft oder mich anders behandelt. Ich war ihr zehntes Kind und die Aufmerksamkeit lag meist bei meinen acht Brüdern. Denn sie sollen das Erbe unseres Vaters antreten. Sie sollen unser kleines Inn übernehmen. Es leiten und führen und meine Schwester und ich sind für die Zimmer und das Essen zuständig.
„Da brauchst du keine Magie und kannst nichts anstellen!“ sagte mein Vater mir oft. Ihm war es egal, dass ich etwas Anderes wollte.
Ich wollte hinaus in die Welt, so wie mein ältester Bruder Jovaril. Angeblich ist er losgezogen um eine Frau zu finden, aber ich glaube er wollte einfach nur mal Weg von zu Hause.

Aber ich sagte nie etwas, sondern gab einfach nur mein Bestes.

Wenn ich zauberte achtete ich darauf, dass keiner in meine Nähe war und so landete ich einmal außerhalb unseres Dorfes. Eine weiter Nebenwirkung meiner Magie.
Ich hatte Angst, denn ich wusste nicht wo ich war. Aber da der Wald noch der Gleiche war machte ich mich auf den Weg. Ich wusste nicht in welche Richtung ich laufen musste.
Ich versuchte mich am Himmel zu orientieren, aber außer Bäume sah ich nichts. Also lief ich einfach los. Irgenwann kam ich an einen kleinen Fluss und folgte seinem Lauf, denn wir hatten einen See bei uns in der Nähe und ich hoffte diesen zu finden.
Jedoch fand ich jemand Anderen. Ein Teiflingsmädchen alleine mitten im Wald. Ich ging einfach auf sie zu und sprach sie an.
Wir hatten unsere Mühen uns zu verständigen. Ich verstand sie nicht und sie mich nicht. Aber das war erstmal egal. Es war kalt und es dämmerte bereits.
Zusammen suchten wir einen Unterschlupf für die Nacht, machten ein Feuer und ich teilte das Essen, das ich bei mir hatte.
Am nächsten Tag liefen wir zusammen weiter bis zum See, bis zu meinem Dorf. Sie wollte nicht mit hineinkommen. Erst wusste ich nicht warum, aber mit den Jahren in der sie mir ihre Sprache beibrachte verstand ich warum.
Je älter ich wurde, desto öfter durfte ich auch unser Dorf verlassen und mich mit Kyra treffen, wenn sie in der Nähe war.

Aber den Wald selbst habe ich nie verlassen. Erst als unser Vater krank wurde und Jovaril immernoch nicht zu Hause ist bat ich meine Mutter darum ihn suchen zu dürfen.
Schweren Herzens stimmte sie zu und ich machte mich auf nach Tiefwasser.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner