Von Phiolen und lähmendem Gemetzel (The Iron Lions)

Während die Teufelsjägergeister auf Lureen und Rhogar einschlagen, besiegt der experimentierfreudige Gordon sie mit einem Trick. Er greift nach seiner Nekromantenkugel und schafft es, die Angreifer hineinzulocken. Alles was von ihnen bleibt, sind ihre hell leuchtenden Roben, welche unsere Helden ohne ersehlichen Grund anziehen. Im nächsten Raum befindet sich die Statue eines der Teufelsjäger, den Gordon soeben in seiner Nekromantenkugel gefangen hatte. Abgesehen von diesem semidekorativen Dingens befindet sich dort auch eine dramatisch anmutende Tür.

Neugierig durchschreiten unsere Helden diese und betreten ein Wohnzimmer, welches sie freudvoll demolieren. Ermüdet machen sie dort ein Ritual zur Identifikation ihrer mysteriösen Kugel, indem sie die Kugel über einen längeren Zeitraum konzentriert anstarrten. Nach mehreren Minuten stillen Anstarrens und krampfhaft unterdrückten Blinzeleien macht es „Klapauz!“. Ein Geistesblitz offenbart unseren Helden abrupt, worum es sich hierbei handelt. Nämlich eine sogenannte „Taschendimension“: Ein Einwegportal vom Äther, welches den Geistern der Toten vorgaukelt, sie wäre ein Portal in’s Jenseits. Mit Hilfe des magischen Wortes „Wummbatz“ ermöglicht jemand von außen einzelnen Geistern, der Kugel zu entfliehen. Nachdem Rhogar dieses Wort laut ausspricht, saust ein Geist heraus und verschwindet. Vermutlich macht er sich auf die Suche nach einem toten Körper, um von diesem Besitz zu ergreifen.

Unsere Helden verlassen den Raum und finden in weiteren Zimmern mehrere Schlüssel, sowie ein Buch in einer verschlossenen Schublade. In jenem Raum befindet sich auch eine Wendeltreppe, welche sie neugierig herabsteigen. In der dortigen Dunkelheit hören unsere Helden Geräusche, sodass Rhogar Tanzende Lichter beschwört und 2 Magister des wachvollen Ordens von Tiefwasser erkenntlich macht: Ein Mensch namens Jimmy und ein Orc namens Hagar, welche Lureen, Gordon und Rhogar herrisch den Weg versperren. Unsere Helden stellen sich ihnen vor, aber die zwei zeigen sich nicht sonderlich kooperativ und befehlen ihnen die Umkehr.

Mit Detect Thoughts findet Rhogar heraus, dass die zwei eine Tür bewachen, welche sie offen gelassen haben. Da unsere Helden nix besseres zu tun haben, zaubert Rhogar eine Minor Illusion vom Schrei zweier junger Frauen, die zugleich lasziv, aber auch kläglich um Hilfe rufen, da der Landhai käme. Verwirrt fragen Jimmy und Hagar, was da los sei. Gordon und Rhogar erklären, dass es zwei leicht bekleidete hübsche junge Abenteurerinnen seien, die ihnen bereits begegnet sind. Die zwei wären obendrein single. Jimmy rennt begeistert in die Richtung der Schreie davon. Hagar fragt die Abenteuer, was denn ein Landhai sei. Bevor er eine Antwort bekommt, wird er von Lureen, Gordon und Rhogar überrannt, welche durch die zu bewachende Tür stürmen und diese hinter sich verriegeln.

Der neue Raum, in dem sie sich nun befinden, enthält ein verschlossenes mit Symbolen-verzierten Steinportal. An dem Portal befinden sich zwei Phiolen. Über diesen steht auf mehreren Sprachen „Achtung Gefahr!“. Während die leicht verärgerten Jimmy und Hagar an der Tür rütteln, sticht sich Rhogar experimentierfreudig in seinen Drachenschwanz und tröpfelt ein wenig von seinem Blut in eine der Phiolen. Ob er so das Portal öffnen kann? Scheinbar nicht.

Plötzlich lässt das Hämmern von Jimmy und Hagar an der verschlossenen Tür nach und es breitet sich unter ihr flüssiger, schwarzer Schatten aus. Ein unheimlicher Anblick. Lureen wirft ihren Hut in die Schwärze und dieser bleibt darin so stecken, als wäre er in Trockeneis gelandet. Kurz darauf gelingt es Hagar, die Tür einzutreten. Die Türsplitter bleiben in der Schwärze stecken und er springt galant von Splitter zu Splitter auf Rhogar zu. Lureen schlägt brutal mit ihrer Axt auf ihn ein. Er blockt, wird aber mit Schmackes von Rhoghar’s Drachenschwanz an den Hals getroffen und fällt rücklings in die Schwärze. Gelähmt am Boden liegend flucht er leise vor sich hin. Jimmy warnt unsere Helden erneut davor, zu interferieren, doch Gordon, der Jimmy’s nerviges Gelaber nicht mehr erträgt, schickt ihn mit einem Eldritch Blast zu Boden.

Am Boden kramt Jimmy eine weiße Phiole heraus und kippt sie in die Schwärze. Der flüssige Schatten beginnt sich langsam aufzulösen, was Lureen gar nicht cool findet. Genervt von den beiden Langweilern, schlägt sie mit ihrer Axt erst auf den gelähmten Hagar ein und dann auch auf Jimmy. Rhogar schließt sich dem Gemetzel an und sticht zweifach mit seinem Langschwert auf Hagar ein. Gordon schließt sich ihnen an, denn wie oft hat man schon die Chance, einen gelähmten Orc zu bekämpfen… Doch die Freude endet sogleich, den urplötzlich befreit sich der nun deutlich angepisste Hagar und stürmt mit Gladius und Schild auf Lureen zu. Er verfehlt sie, sticht aber im gleichen Zug dreimal erfolgreich auf Rhogar ein. Jimmy, der sich außerhalb des Raumes befindet, schießt durch die Tür auf Lureen und trifft sie mehrfach. Dem letzten Schuss kann sie unerwartet geschickt ausweichen. Es scheint so, als würde sie die Zeit verlangsamen, was in den anderen die Vermutung aufkommen lässt, dass sie recht häufig „The Matrix“ geguckt hat. Nach diesem spektakulären Move, schlägt sie lustvoll mit ihrer Axt dreimal auf Hagar ein.

Rhogar greift Hagar ungeschickt mit seinem Langschwert an, aber verfehlt ihn mehrfach. Der amüsierte Hagar verliert sein doofes Grinsen, als Gordon ihn erfolgreich mit seiner Armbrust bolzt. Da Hagar angeschlagen ist, wirft ihm Jimmy von hinten eine Phiole zu. Sie zu fangen gelingt Hagar aber nicht, sodass sie zu Boden fällt. Entnervt haut Hagar mit seinem Schild auf Lureen und Rhogar ein, doch verfehlt sie mehrfach. Diese Gelegenheit nutzt Lureen um Hagar ihre Axt näher vorzustellen. Mit einem begeisterten Lächeln auf ihrem Gesicht, erleichtert sie Hagar seines Hauptes, welches besinnlich zu Boden purzelt.

Rhogar greift den herumliegenden Trank und trinkt ihn auf ex in der Hoffnung, dass es sich nicht um Nervengift handelt. Da abrupt all seine Wunden verheilen, schließt er daraus, dass es sich um einen Heiltrank handelt. Leichter hätte er das erfahren, wenn er das Etikett auf der Flasche gelesen hätte. Jimmy schüttelt sich im Epileptikerstyle als ihn ein Elektrobolzen von Gordon in seinen Oberkörper trifft. Schwer verwundet, greift Jimmy nach einer Phiole und ext sie. Hätten Rhogar und er doch nur angestoßen… Eine andere Phiole schleudert Jimmy weit hinter sich, bevor er zusammenbricht und sich unter Schreien deformiert. An diesem Schauspiel findet Lureen durchaus Gefallen, sodass sie auf ihn mit ihrer Hellebarde einschlägt. Merkwürdigerweise trifft sie ihn kaum.

Von seinen missratenen Angriffsversuch entmutigt, versucht Rhogar, Jimmy durch Phantasmal Force unschädlich zu machen. Jimmy durchschaut den Trick, sodass Rhogar noch dümmer da steht als vorher. Währenddessen schnappt sich Gordon per Magehand die Phiole. Uaaarrr… Ein gruseliger Laut ertönt aus Jimmy, welcher sich nun schwarz verfärbt und weiß leuchtende Augen bekommen hat. Wie im Gruselkabinett, springt er blitzschnell hervor. Der überraschte Rhogar wird von ihm unsanft umgeworfen und symbolisch gebissen. Während dieses skurrilen Vorgangs entdeckt Lureen, dass die Umhänge der zwei Angreifer durchstochen sind. Handelt es sich etwa nicht um Mitglieder des wachvollen Ordens von Tiefwasser? Egal… Jetzt wird gemetzelt, entschied sie, und schlug frohen Mutes auf Monsterjimmy ein. Der stark verwundete Monsterjimmy schreit gequält, als ihn ihre Klinge trifft. Rhogar schleudert ihn mit aller Kraft in die Luft, sodass er sich bei der unsanften Landung beide Fangzähne abbricht und gequält schreit. Während Monsterjimmy über eine Zahn-OP nachdenkt, versucht Gordon, ihm per Mage Hand den Phiolengürtel abzunehmen. Das Ergebnis dieses Vorhabens war, dass Monsterjimmy seine Gürtelschnalle schließt. Für solch ein Gefummel hat Lureen aber keine Zeit und schlägt auf ihn begeistert mit ihrer Hellebarde ein, mit der Hoffnung seine Gürtelschnalle dabei zu zertrümmern. Mit seinem Langschwert verfehlt Rhogar Monsterjimmy erneut. Während auch sein zweiter Schlag in’s Leere geht, wünscht er sich heimlich in eine Stadt zurück. Statt Lob und Bewunderung ernter er von Monsterjimmy nur mehrere Klauenhiebe und einen Biss, welcher seine Schuppen nicht nur mit Karies und Baktus beschmutzen, sondern ihn obendrein paralysiert. Lureen versucht dazwischenzugehen – ihre Hellebardenangriffe zeigen aber keine Wirkung.

Im Eifer des Gefechts schafft es Gordon endlich, Monsterjim den Phiolengurt abzunehmen. Dieser Schachzug führt allerdings dazu, dass Monsterjim den gelähmten Rhogar in Ruhe mit mehreren Klauenhieben umbringt. Ein unspektakulärer Tod, da Rhogar’s Körper nach wie vor paralysiert ist und er eher an eine Wachsfigur erinnert, als an einen getöteten Dragonier. Vom Tod inspiriert, hackt Lureen erneut auf Monsterjimmy ein. Währenddessen begutachtet Gordon begeistert die Phiolen. Eine von ihnen beinhaltet einen Heiltrank. Diesen flößt er dem toten Rhogar per Magehand ein und bringt ihn zurück in’s Leben. Monsterjim versucht zu fliehen, aber Lureen’s Hellebarde verstellt ihm den Weg und spaltet ihn, wie Moses einst das Wasser. Ein unappetitlicher Anblick.

Erschöpft schauen sich die drei ihre toten Widersacher an und bemächtigen sich ihrer Sachen. Ein Phiolengürtel für Gordon, ein magischer Schild für Lureen und ein unauffälliger Kurzbogen mit Feuerpfeilen für Rhogar. Die nahezu weihnachtliche Stimmung, lassen sich die drei auch nicht von den übelriechenden Gedärmen und Knochensplittern kaputt machen, welche den zwei Leichen entstammen. Da nix zurückbleiben soll, entkleiden sie die zwei Leichen und entdecken Augensymbole an ihren Körpern. Rhogar schließt daraus, dass es sich um Agenten des fliegenden Glubschaugenmonsters Xanathar handeln muss. Die verwundete Lureen lässt sich von Rhogar und Gordon heilen. Da Gordon sich nach wie vor im Phiolenrausch befindet, versucht er das Steinportal zu öffnen, indem er mit dem Blut der Toten rumexperimentiert. Erst als er das Blut von Lureen Rhogar und sich selbst vermischt hat, passiert etwas. Das Portal öffnet sich knarrend und offenbart einen gespentigen Anblick.

In einem großen, leeren Raum, kauert in mehreren hundert Metern ein riesiges, humanoides Geschöpf. Sein Gesicht ist mit einer Maske bedeckt und seine Hände und Füße sind mit schweren Eisenketten an den Boden gefesselt. An seinen Händen befinden sich unheimliche Klauen. Schweigend schaut es die Abenteurer an, welche sich vor Angst in die Hose machen. Aufgeregt versucht Gordon telepathisch mit ihm zu kommunizieren, worauf hin er aber keine Antwort bekommt. Um was für ein Wesen es sich hierbei handelt, spielt für die drei keine Rolle mehr. Eilig entfliehen sie dem Raum und verschließen hinter sich die Tür.

Wenige Meter entfernt finden sie eine Bücherei. In dieser befinden sich nur Bücher über Teufel. Vermutlich sind diese Wälzer ein Vermögen wert. Zum Leid von Lureen und Gordon, versucht Rhogar, ein hilfreiches Buch zu finden. Umsonst. Alles was er dabei erfährt ist, dass ihr teuflischer Freund Roy ein Helferteufelchen ist, was ihn ungefähr so mächtig und hilfreich macht, wie einen Chihuahua beim Hundekampf. Rhogar rennt den anderen hinterher, welche bereits ungeduldig einen Raum mit mehreren Metalltüren betreten haben. Beim Durchsuchen dieser Räume finden sie Schränke, Mehlsäcke, alte Schinken und eine Art Stargate. Am Stargate befinden sich viele Zeichen, welche Rhogar mit einem Übersetzungszauber entschlüsselt. Es handelt sich um eine Aufzählung vieler verschiedener Kreaturen. Was genau es mit diesem Stargate auf sich hat, interessiert die Helden vorerst nicht, da sie erschöpft sind. Sie ziehen sich in die Bibliothek zurück, wo Lureen auf einem schicken, rollenden Stuhl platznimmt. Auch die anderen zwei machen es sich bequem und beginnen eine erholsame, lange Rast.

One thought on “Von Phiolen und lähmendem Gemetzel (The Iron Lions)

Schreibe einen Kommentar