T’irassshalae Kiltira

Verfolgt zu werden. Weiß einer überhaupt, wie das ist? Klar waren mir bisher immer Wachen oder anderes Gesocks auf den Fersen, aber das meinte ich nicht. Das sind Gefahren, die man sieht, aber was ist, wenn man unter unguten Zeichen geboren worden ist? Man hat das Gefühl etwas kaltes und aus der Distanz beobachtet einen? etwas, was dir ab und zu mal mitten im Schlaf einem zuwinkt? Ein dunkler Stern, der nur darauf wartet, sich an dem Leid zu ergötzen, was einem passiert. Und es bleibt eine Sache in all den Jahren nicht aus. man wird paranoid. An jeder Ecke sieht man eine potenzielle Gefahr, was im Unterreich auch alltäglich ist. Mein Lebensweg oder besser gesagt, Leidensweg, begann am 13 Elasias im Jahre 1332 in der Stadt Ched Nassad. Meine Geburt stand damals schon unter einem dunklen Stern und in meiner Wiege lagen zwei verfluchte Dolche. Ich weiß heute immer noch nicht, von wem die Sind. Auf jeden Fall hatten meine Erzeuger höhere Ambitionen, als Klugheit. sie haben ernsthaft gedacht, dass ich eine Priesterin von Lolth werden könnte und somit das Ansehen, dieses mickrigen Hauses steigern kann. Tja. Pustekuchen. Bis auf die kleinen Kunststückchen, die jeder Drow kann, ist nichts mit Magie bei mir und ich habe mich noch nie wirklich zu irgendeinen Gott zugehörig gefühlt. Warum auch? Seit meiner Geburt leide ich unter Verfolgungswahn. Ihr wisst ja. Drows sind da Experten, aber bei mir ist es extrem. Wie auch immer. Meine Erzeuger übernahmen sich und ich schaffte es, irgendwie zu entkommen. ich habe schon früh irgendwie gespürt, dass jemand kommt, um sie zu töten und so versteckte ich mich. Tja. meine Erzeuger sind Tod und nun? Soll ich denen eine Träne hinterher weinen? So ist es nun mal im Leben. Wer früher stirbt, ist länger tot und wurde auch eher von seinem Leiden auf der Welt befreit. Aber wie gesagt, das sollte nicht mein Problem sein. Bis ich 15 war, als diese beiden getötet worden sind, habe ich teilweise ein paar Tage auf der Straße verbracht. Ich habe gelogen, betrogen und geklaut. Was kann ich denn dafür, dass die anderen so unachtsam sind? Auf jeden Fall haben sie mich kein einziges mal erwischt. Tja und als ich dann auf mich alleine gestellt war, machte ich weiter. Ich betrog die anderen, klaute aus den Taschen, log anderen die Hucke voll und habe so einige Einbrüche durch gezogen. Ich lernte die Feinheiten jeder Gefahr zu erkennen. Ich höre auf meinem Instinkt. Die Sinne wurden geschärft. Aber nach rund 20 Jahren wurde es mir langsam zu heiß in der Stadt und so brach ich auf. Ich erkundete das Unterreich und zog von einer Stadt zur nächsten und machte das, was ich nun mal am besten konnte. Lügen, betrügen, klauen und wenn ich mal erwischt werde, versuchen schnell raus zu reden. Selbst bei Abenteuerlustigen Möchtegernhelden habe ich keine Ausnahme gemacht. Es kamen genug Leute aus der Welt über dem Unterreich. Aus der Welt an der Sonne. Auch die legte ich übers Ohr. Ich führte sie ein bisschen herum und nahm dafür einen horrenden Satz. Und wenn einer dabei drauf geht, so war es nicht mein Problem. Und so zog ich durch das Unterreich. In der Hoffnung, etwas mehr über diese verfluchten Dolche heraus zu bekommen. Egal, wo ich sie vergrabe. Egal, wie weit ich sie weg werfe. Egal, wie tief ich sie versenke. Am nächsten Tag sind sie wieder bei mir und ich hoffe, dass jemand was darüber in Erfahrung bringen kann und wie ich diesen Fluch loswerden kann. Denn diese Dolche habe ich seit meiner Geburt. Tja und entweder werde ich eines Tages sterben oder den Fluch vor meinem Tode loswerden. Was solls. Mal sehen, ob ich ein paar neue Abenteurer finde, die ein bisschen Gold ausgeben wollen.

Questreihe der Outbreaks im Kloster zum leuchtenden Streithammer von Moradin: Das Amulett (2)
Questreihen der Outbreaks in Bryn Shander