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Voller Name: Shayliya Hodgens
Spitzname: Shay Flammenrufer
Alter: 24 Jahre
Rasse: Mensch
Klasse: Druide Level 6
Gesinnung: Chaotisch Gut
Sprachen: Gemeinsprache, Druidisch, Elfisch, Zwergisch

ST GE KO IN CHA WEI
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Als ich das Licht der Welt erblickte, musste ich schon sehr bald feststellen, dass es nicht einfach ist, die Zweitgeborene zu sein. Mein Vater, obwohl oder gerade weil er viel unterwegs war, hing stets bei mir herum und umsorgte mich. Manch einer hätte das fast schon als Verhätschelung angesehen. Meine Mutter war da zwar weniger extrem, aber auch nicht unbedingt diskret. Als Nesthäkchen hat man es wahrlich nicht einfach.

In meine Schwester Felicia hingegen waren sie zwar auch vernarrt, doch ihr bürdeten sie sehr viel mehr Verantwortung auf, als mir. Sie hatte auf mich aufzupassen, wenn unsere Eltern mal nicht konnten und ihr 18. Geburtstag war eigentlich auch der Grund dafür, dass unsere Mutter, eine hochrangige Druidin, die ihr Leben im Stamm jedoch für unseren Vater aufgegeben hatte, entschied dass es Zeit war, Felicia ebenfalls in die Geheimnisse und Wunder des Druiden-Lebens einzuweisen. Dafür reisten wir jedoch in die Wälder von Mir, da dort der Stamm unserer Mutter beheimatet ist. Dass ich mitkommen musste, war natürlich klar, immerhin konnte sie mich nicht allein zuhause lassen, während mein Vater viel auf Reisen war. Ich war schließlich erst 14 Jahre alt. Also ergab ich mich meinem Schicksal und reiste von meiner Heimatstadt Calimport, gemeinsam mit Felicia und Ma dorthin, wo sie aufgewachsen war.

Als wir endlich im Wald ankamen, staunten Felicia und ich nicht schlecht über all das Grün, die vielen Vögel, die in unterschiedlichsten Tonhöhen zwitscherten und die verschiedensten Farben in ihrem Federkleid trugen. Es brauchte nicht lang, damit ich mich in diesen Ort verliebte.

Entgegen unserer Erwartungen, blieb unsere Mutter jedoch nicht bei uns, sondern ließ uns allein beim Stamm und ihren alten Lehrmeistern – einem Elf und einem Menschen – zurück und machte sich selbst auf den Weg zurück nach Calimport. Sie hatte mit dem Leben im Stamm schon vor 20 Jahren abgeschlossen und ihre neue Heimat bei unserem Vater gefunden.

Während ich keine Probleme hatte, mich in das Werk und das Leben eines Druiden einzufinden, fiel es Felicia merklich schwer, in Einklang mit der Natur zu leben. Daher verließ sie den Stamm und damit auch mich recht bald und ließ mich allein mit meiner neuen „Familie“ zurück. Anfangs war das natürlich ganz besonders schwer für mich, schließlich war Felicia das letzte bisschen Familie und Heimat, das ich an diesem fremden Ort gehabt hatte. Hier war alles ganz anders, als zuhause. Calimport war eine Stadt in der Wüste, es war stets heiß, überall Sand, Bäume bekam man nur selten zu sehen. Und nun war ich hier, inmitten eines Waldes bei einem Stamm voller Druiden, die mit eben diesem Wald vollkommen im Einklang lebten. Doch wie bereits erwähnt fiel es mir trotz allem nicht schwer, den Weg eines Druiden zu gehen. Es fiel mir nur schwer, mich nicht jede Nacht vor Einsamkeit in den Schlaf zu weinen. Einer meiner Lehrmeister, Aubron Luran, der Elf, merkte das und begann, sich mehr und mehr persönlich mit mir auseinanderzusetzen. Er sprach außerhalb des Trainings und der Lehrstunden mit mir über mich, sich, die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft. Er fragte mich, was meine Ziele im Leben waren und da wurde mir klar, dass ich eigentlich noch gar keine Ziele hatte … Also setzte ich mir eine Aufgabe: Ich wollte herausfinden, was meine Ziele im Leben waren.

Während meiner Ausbildung im Druidenstamm in den Wäldern von Mir lebte ich jeden Tag, wie er kam, verbrachte viel Zeit damit, mich mit anderen Druiden zu unterhalten, um in Erfahrung zu bringen, was sie so antrieb. Am Ende meiner Ausbildung war ich meinem Ziel jedoch keinen wirklichen Schritt näher gekommen. Ich hatte gelernt, mit der Natur im Einklang zu leben, ich hatte gelernt die Tiere und Pflanzen gleichermaßen zu respektieren, ich hatte gelernt, Magie zu wirken und zu kontrollieren … aber irgendetwas machte mich dennoch unzufrieden. Aubron merkte dies und riet mir, eine Reise zu machen. Er selbst war in seiner Jugend sehr viel gereist, auf der Suche nach sich selbst. Für mich klang das gar nicht so schlecht. Ich war ohnehin schon immer eine sehr neugierige Person gewesen und liebte es, neue Orte und Personen kennen zu lernen. Während meiner Zeit bei den Druiden war ich wesentlich offener und kontaktfreudiger geworden, als ich es damals bei meinen Eltern in Calimport gewesen war.

Ich begann also, ein wenig durch die Welt zu reisen. Aubron hatte mir geraten, mich ein wenig bei anderen Druidenstämmen umzusehen und so tat ich eben dies. Ich reiste zu den Peaks of Flames, wo ein weiterer Druidenstamm beheimatet war. Das Besondere an diesem Stamm: Er bestand fast ausschließlich aus Zwergen. Das war für mich zu Beginn eine große Hürde, da ich in meiner Zeit in den Wäldern von Mir neben der Gemeinsprache, die ich ohnehin sprach und der Sprache der Druiden nur ein wenig Elfisch von Aubron gelernt hatte. Doch gab es dort ein paar Zwerge, die ebenfalls die Gemeinsprache sprachen und so stellte die Sprache nicht die größte Hürde dar. Viel mehr waren es die Umständen, unter welchen ich dort lebte. Ganz anders, als in den Wäldern, lebte ich hier am Fuß eines riesigen Vulkans, der jederzeit hätte ausbrechen können. Es war stets warm und ziemlich stickig und Bäume oder Pflanzen allgemein bekam ich hier nur selten zu sehen. Dafür lernte ich bei den Zwergen eines ganz besonders gut: Den Umgang mit dem Element Feuer.

Etwa zwei Jahre blieb ich bei den Peaks of Flames, lernte dort neue Druidenlehren, sowie die Sprache der Zwerge und legte sogar eine kleine Prüfung ab, die jeder Druiden, der dort lebte, ablegen musste, wenn er dort gelernt hatte. Da ich sie bestand, erhielt ich den Titel „Flammenrufer“ und legte damit meinen Nachnamen vorerst ab. Vom Tag der bestandenen Prüfung an, hieß ich nicht länger Shaylia Hodgens, ich war Shay Flammenrufer geworden.

Eine Ehre, über die ich mich nicht allzu lange freuen konnte, da mich nur wenige Tage später eine Nachricht von meiner Mutter ereilte, in der sie bat, zurück nach Calimport zu kommen, da es meinem Vater von Tag zu Tag schlechter ginge. Natürlich packte ich sofort all mein Hab und Gut und reiste heim, nur um dort der Beerdigung meines Vaters beizuwohnen. Dabei traf ich Felicia wieder, die ich nun seit 7 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich freute mich riesig, sie wiederzusehen und erfuhr, dass sie sich in der Zwischenzeit einen Namen bei der Stadtwache von Westgate gemacht hatte. Nach der Beerdigung und nachdem wir unsere Mutter zu den Wäldern von Mir gebracht hatten, wo sie den Rest ihrer Tage leben wollte, nun da ihr Mann nicht mehr da war, reiste ich gemeinsam mit Felicia nach Westgate, um die Stadt kennen zu lernen und um nicht mehr allein reisen zu müssen.

Doch wie es nun einmal so war, wurde mir sehr schnell langweilig. Westgate war eine atemberaubende Stadt und es gab auch eine ganze Menge für mich zu sehen, doch nach etwa einem halben Jahr reichte es mir. Ich teilte Felicia mit, die Stadt verlassen zu wollen und ohne Wenn und Aber entschied sie sich dazu, mich zu begleiten. Worüber ich mich natürlich äußerst freute, da ich so nicht allein herumreisen müsste und meine starke, selbstbewusste große Schwester bei mir hatte.

Wir reisten eine Weile umher, bis ich von einem Fest in einer Stadt namens Iriaebor erfuhr. Die Stadt der Tausend Türme. Ein Name, der natürlich sofort für Eindruck bei mir sorgte. Und so machten Felicia und ich uns kurz nach meinem 24. Geburtstag auf den Weg nach Iriaebor …

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