Mardaks Ruhe (The Outbreaks): Jahr: 1489 TZ, Ort: Kloster zum leuchtenden Streithammer von Moradin (Eiswindtal)

Die ruhige Zeit im Kloster wurde von jedem Gruppenmitglied anders genutzt. Während sich Blm und Nashazar in der Bibliothek des Klosters um Wissen um die Ereignisse der letzten hundert Jahre und um Wissen über die Magie bemühten und die Lehren Oghmas studierten, um sich in der neuen Zeit zurechtzufinden und ihre magischen Fähigkeiten zurückzugewinnen, studierte Thoringal die Bücher über seine mächtige Axt. Nanay hielt sich ebenfalls in der Bibliothek auf und wälzte ein Buch nach dem anderen. Totes Pferd versuchte sich am Schmieden von Wurfsternen, die Dunkelelfe Tira trainierte ihre Diebesfertigkeiten und Grumpf, unruhig wie er war, half bei den Mönchen aus, indem er jagen ging. Er erlegte alles, was man draußen finden konnte – vom Schneehasen, über Gemsen und einem Schneeleoparden bis zu einem Yak und einem Yeti. Dabei unterstützte ihn die vorher gefundene Raubkatze. Im Kloster wurde daraus ein wahres Festmahl gezaubert, an dem sich alle stärkten. Thoringal aß dabei erstaunlich viel. Die Häute brachte Grumpf zum Gerber, ebenso wie den Yeti. Dabei wurde entdeckt, dass an dem Yeti etwas Merkwürdiges war. Irgendetwas war in seinem Bauch. Neben Teilen eines Yaks, befanden sich auch die Überreste einer Person, die ein besonderes Amulett bei sich hatte. Grumpf nahm das an sich, wobei er von der Dunkelelfe beobachtet wurde, die sich versteckte und ihm folgte. Zur Übung und zum Spaß entwendete sie ihm das Amulett, nur um es ihm sofort zurückzugeben. Grumpf fand das jedoch nicht besonders lustig und erteilte ihr eine Lektion, bei der sie ein Ohr verlor. Danach kümmerte er sich um sie und baute eine engere Verbindung zu ihr auf, wie sie normalerweise nur zwei Ausgestoßene, die vieles teilten, so schnell aufbauen konnten. In der Nacht hatte Grumpf dann einen merkwürdigen Traum, in dem er von einem Orog Namens Mardak träumte, dem das gefundene Amulett wohl eins gehört hatte. Er forderte Grumpf auf, das Amulett seinem Sohn oder wenn nötig den Überresten seines Sohnes zu übergeben. Am nächsten Morgen, nachdem sie sich beim Frühstück gestärkt hatten, suchten Tira und Grumpf nach Informationen zu diesem Orog und stießen auf den Buchtitel „Laeroths Tränen“. Dummerweise war das Buch aus der Bibliothek von einem Zwerg namens Brim Brighthelm ausgeborgt worden, der sich derzeit in Bryn Shander aufhielt. So bereiteten sich Grumpf und die Drow vor und reisten nach Bryn Shander. Dort angekommen, suchten sie das Gasthaus „Geldenstag’s Rast“ auf, in dem der Wirt Myrte Zimmer vermietete. Sie hörten dort durch Gespräche der Einwohner und der Barbaren vom Elchstamm, die im Gasthaus tranken, dass zurzeit Frostriesen in der Gegend ihr Unwesen trieben und Probleme bereiteten, angeführt von einer Frostriesin namens Drufi. Außerdem soll sich die Lage zwischen den Zwergenklans im Zwergental zuspitzen. Einige Zwerge des Klans Brighthelms sollten wohl auch die Absichten der Frostriesen auskundschaften.

Das Gerede über die Frostriesen weckte die Neugier der beiden Abenteurer, wobei Grumpfs im Speziellen geweckt wurde. Er war sofort Feuer und Flamme und wollte wissen, wo sich die Frostriesen befanden, da er sich mit ihnen anlegen wollte. Er gab dabei sogar mit seinen Trophäen an. Als die Barbaren darüber aber lachten, sah Grumpf nur rot und begann eine heftige und schließlich auch blutige Tavernenschlägerei, in der er schwer verletzt und schließlich von einem Barbaren aus den Stämmen niedergeschlagen wurde. Eine Zwergenfrau, eine Heilerin, kam Grumpf mit einem Heiltrank zu Hilfe und schleppte ihn mit Tira nach oben in ein Zimmer, wo sie ihn versorgte. Sie stellte sich als Augrek Brighthelm vor und war die Schwester von Brim, der zurzeit unterwegs war. Sie hatte das gesuchte Buch aber bei sich und lieh es Tira für ihre Recherche. Diese las allerlei über die Geschichte von Mardak. Außerdem fand sie in dem Buch einen Zettel mit Notizen über den Tod seines Sohnes und die Stelle seines Begräbnisses. Offenbar suchte noch jemand nach der Ruhestätte und allem, was dazu gehörte. Währenddessen versuchte Thoringal, nachdem er alles über seine Axt gelesen hatte, seine neue Katze zu trainieren und Vertrauen zu ihr aufzubauen, doch sie war schüchtern, wirkte leicht verstört und wollte auf keinen Fall nach draußen. Sie hatte mit Grumpf wohl schlechte Erfahrungen gemacht. Blm wandte sich den Lehren Oghmas zu und folgte seinem Weg, während Nashazar zwar ebenfalls einige seiner Lehren befolgen wollte, um dadurch das zurückzugeben, was die Mönche der Gruppe durch die Aufnahme und dem bereitwilligen Teilen ihres Wissens gegeben hatte und um diese Zeit, die so düster aussah, etwas zu verbessern, sich aber von Maske ab- und Mystra zuwandte. Er hatte durch die Trennung zur Magie gelernt, wie sehr sie ein Teil von ihm war und wie sehr er sie braucht. So wollte er nun die Mysterien der Magie erforschen und sie stärken und schützen, gerade jetzt, wo das Gewebe geschwächt war. Beide übten sich auch in der Anwendung der arkanen Künste und begannen allmählich sich auf die neuen Verhältnisse einzustimmen. Sie schafften es, die einfacheren ihrer Zauber wieder zu wirken.

Am nächsten Tag kam Bruder Brim zurück nach Bryn Shander und sprach mit der Dunkelelfe. Er teilte ihr sein Vorhaben mit, ein Ritual mit den Überresten von Mardaks Sohn, die er bereits geborgen hatte, und einem Artefakt auszuführen, um den Fluch im Amulett zu beseitigen. Er brauchte nur noch dieses Amulett und war daher überglücklich, dass Tira es bereits besaß. Die Dunkelelfe wollte Grumpfs Ehre erhalten und übernahm die ihm gestellte Aufgabe. Während der Ork im Gasthaus blieb, um sich zu erholen, ritt sie mit Brim und mehreren Barbaren zurück ins Kloster, um dort das Ritual abzuhalten. Dort angekommen, stärkten sie sich erst einmal beim Frühstück, bei dem sie dem Rest der Gruppe erzählten, was passiert war und was Brim vorhatte. Offenbar hatte Brim schon öfter versucht, magische Gegenstände von ihren Flüchen zu befreien und offenbar war dies oft mit Schwierigkeiten verbunden, denn die anderen Mönche waren überhaupt nicht begeistert und redeten auf Brim ein, ob das wirklich sein müsse und ob er das Ritual nicht wenigstens draußen durchführen könne. Anscheinend gab es da mal so ein Vorfall mit einem Dämon…

Blm fand die ganze Sache aufgrund dieser Geschichten besonders toll und wollte gern Brim helfen, ebenso wie Nashazar, der sich dem Erhalt und der Verstärkung der Magie verschrieben hatte. Dazu gehörte auch der Erhalt der magischen Gegenstände. Der Rest der Gruppe war nicht so begeistert und zum Teil etwas misstrauisch. Totes Pferd schien sogar gelangweilt, denn er stand einfach nur vom Tisch auf, malte eine Zielscheibe an die Wand und übte mit seinen neu hergestellten Wurfsternen. Die Drow machte gleich mit um zu zeigen, was sie konnte. Blm seilte sich dann aber ab und ging in die Bibliothek, um dort weiterzulesen und zu üben, konnte sich aber nicht so recht konzentrieren. Nanay kam schließlich auch zum Essen und nachdem Nashazar verschiedene Bedenken und Ideen zum Ritual geäußert hatte, machte sie sich gemeinsam mit ihm und Bruder Brandt auf, um das Ritual vorzubereiten. Dazu wurde ein Bannkreis für Geister gezeichnet, um ein eventuelles Erscheinen von Mardaks Geist zuvorzukommen. Außerdem durchsuchten sie die Bücher in der Bibliothek nach geeigneten Gegenständen und Abläufen für das Ritual. Derweil fragte Totes Pferd die Dunkelelfe, wie sie sich aus seinen Fesseln lösen konnte und die beiden übten schließlich das Fesseln und Entfesseln, während Thoringal am Tisch für 6 Zwerge aß und ein Brötchen nach dem anderen verdrückte. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren und Störungen möglichst verhindert wurden, wurde das Ritual in Moradins Halle von Bruder Brim durchgeführt, während die Gruppe sichernd und guckend drum herumstanden. Während Brim nach Anweisung das Amulett auf den Schädel des Sohnes legte, fing es an rot zu leuchten. Als er auch noch Tropfen aus seinem Artefakt drüber goss, erhellte ein Lichtstrahl von oben kommend das Geschehen und plötzlich herrschte Ruhe.

Bruder Brim schaute sich etwas enttäuscht um. Das sollte alles gewesen sein? Irgendwie hatte er mehr erwartet. Nashazar nickte ihm jedoch aufmunternd zu. Als nächstes musste getestet werden, ob der Fluch gebrochen war, jemand musste das Amulett anlegen. Das Problem war, dass so ziemlich alle, bis auf Grumpf, die es angelegt hatte, von innen verbrannt worden waren. Trotzdem meldeten sich die beiden Tieflinge bereit. Nashazar scherzte noch, dass er ja vielleicht auch von innen feuerfest war. Er legte es an, aber nichts geschah. Außer, dass sich das Amulett erwärmte und er sich gestärkter fühlte, als wenn er schwere Sachen einfacher anheben könnte. Er testeste das etwas aus, in dem er mehrere Sprungversuche unternahm, die Tira auch wieder erwiderte. Bruder Brim bot der Gruppe noch das andere Artefakt, die Kette mit einem Stein in Tränenform, die zu Heilung fähig war, für 8000 Gold an, doch die Gruppe hatte nicht genügend Geld und nichts zum Tauschen. So musste er sie anderweitig loswerden, denn sie hatte ihren Zweck im Ritual erfüllt. Jetzt stand noch eine letzte Frage aus: Wie sollte der Orog bestattet werden. Keiner aus der Gruppe kannte sich mit den Riten der Orogs aus, doch Nashazar kam die Idee Bruder Brandt zu fragen, ob es dazu nicht in der Bibliothek ein Buch gab. Da dieser das bestätigte, machte sich Nanay auf den Weg die Frage zu klären, nicht jedoch ohne durch ihre Illusionsstatue einen Orog in voller Rüstung erscheinen zu lassen. Totes Pferd erschrak und trat ein paar Schritte zurück, erkannte dann aber schnell, dass sich der Orog nicht bewegte und nur eine Illusion war. Währenddessen erschien plötzlich ein riesiger, geistiger Schädel, der durch den Raum flog. Er bedankte sich dafür, dass sein letzter Wunsch erfüllt worden war. Anscheinend handelte es sich um den Geist Mardaks. Er sagte der Gruppe nach ihrer Frage, dass man die Überreste seines Sohnes verbrennen könne. Außerdem teilte er mit, dass er als Dank der Gruppe sein Amulett überlassen würde. Dann murmelte er noch etwas und verschwand wieder. Offenbar war der Fluch tatsächlich gebrochen.

Das war das Stichwort für Bruder Brim, denn dieser hatte schon die nächste Aufgabe im Sinn. Er wollte den von einem aus Immerdar stammenden Elfenmagier erschaffenen Stab, der verflucht worden war, von diesem Fluch befreien. Der Elfenmagier war bereits tot und sein Stab war ursprünglich für Druiden gedacht. Durch ihn konnte man verschiedene Dinge aufspüren, mehrere Sprüche wirken, mit Pflanzen reden und noch vieles mehr. Der Stab wurde jedoch durch ein unschönes Ereignis, bei dem eine Armee dem Tode geweiht wurde, verflucht und beinhaltete nun die Seelen der Krieger aus der Elfenarmee, 100 Stück an der Zahl. Über mehrere Umwege ist der Stab nun nach Mulhorand in den Besitz eines wichtigen Ratsmitglieds der Thay gelangt. Zuvor gab es aber noch ein anderes Problem zu lösen. Wie die Dunkelelfe und Grumpf bereits erfahren hatten, machten die Frostriesen (ca. 20 Stück) Probleme. Sie sammelten sich im Norden und wollten wohl Zehnstädte überfallen. Ein weiteres großes Problem war, dass sie von Drufi angeführt wurden, die noch ein Rudel Winterwölfe besaß, strategisch fähig war, sich in der Gegend sehr gut auskannte und die nichts aufhielt, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte. Nach Brims Informationen suchte sie eine Person oder besser gesagt einen bestimmten Ring, den diese Person besaß. Um wen es sich handelte oder was das für ein Ring war, wusste niemand. Vielleicht ein Ring des ewigen Frostes oder etwas in der Art. Vielleicht wurde er gestohlen oder vielleicht wurde ihr eingeredet, sie würde ihn brauchen. Wenn die Frostriesen Zehnstädte angreifen wollten, befand er sich vielleicht dort. Die Gruppe wollte sich dieser Gefahr und traf Vorbereitungen für die Reise nach Bryn Shander. Kleidung wurde besorgt, Proviant eingepackt und weitere Sachen erworben, die nützlich sein konnten. Blm leihte sich für 2 Zehntage Bücher aus, damit er unterwegs weitere Zauber lernen konnte, während Nashazar von Bruder Brandt noch eine Schriftrolle mit dem Zauber „Feuerball“ geschenkt bekam, falls sie es wirlich mit den Frostriesen und Winterwölfen zu tun bekamen. Außerdem redete Nashazar noch mit Bruder Brim über seine magischen Gegenstände aus der Höhle des Nekromanten und erhielt ein paar Informationen von ihm. Alle gingen ihren Vorbereitungen nach und Blm und Nashazar schafften es neben dem Mittagsessen sogar noch weiter ihre arkanen Künste zu üben, sodass sie schließlich wieder in der Lage waren, all ihre Zauber ordentlich zu wirken. Während Nanay im Kloster bleiben wollte, um all die Bücher in der Bibliothek zu studieren, machte sich die Gruppe mit Bruder Brim an ihrer Seite in den Nachmittagsstunden auf nach Bryn Shander. Sie ritten ohne Zwischenfälle mit den Pferden der Barbaren durch das Zwergental und kamen in den Abendstunden in Bryn Shander an. Dort suchten sie erst einmal die Taverne „Geldenstag’s Rast“ auf, wo sich Grumpf noch befinden sollte. Die Tische waren wieder halbwegs geflickt, trotzdem waren am Boden immer noch Blutspuren zu sehen. Trotzdem war die Taverne gut besucht und viele Barbaren tranken hier an den Tischen. Während Myrte der Gruppe Löcher in den Bauch fragte,  mietete diese schon einmal Zimmer zur Übernachtung.

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