Eine Frage des Glaubens (The Legacy of the Grey Guardians)Eine Frage des Glaubens (The Legacy of the Grey Guardians)

Tagebuch einer reisenden Kriegerin:

„So viele Tote. Für eine zerstörte Burg. Die Angreifer sind zurückgeschlagen, aber was für einen Preis? Die beiden letzten Bewohner der Kerzenburg sind gefallen. Es ist kein Sieg gewesen. Der Anführer der Angreifer ist geflohen, aber wie soll es nun weitergehen? Vielleicht geben die Toten Aufschluss darüber, wer sie angeheuert hat. Wer dahinter steht. So durchsuchten wir die Toten, ehe wir sie den Flammen zur Bestattung übergaben. Diverse Rüstungen und Waffen waren zu finden, aber auch ein Steckbrief.

Ein Steckbrief mit dem Symbol in Form eines Panzerhandschuhes, auf dessen Handfläche ein Auge zu sehen ist. Es ähnelt dem Symbol von Helm. Ein Steckbrief auf einen Anhänger von Torm. Das könnte jeder sein, aber der Name auf dem Steckbrief ließ uns stutzen. Lord Ontar Furme. Vom Orden des gepanzerten Handschuhs. 25 Goldstücke. Da haben es die Goblin wirklich versucht. Doch neben den Waffen, Rüstungen, ein paar Silberlinge und den Steckbriefen, haben wir nichts Weiteres gefunden und so bestatteten wir die Toten. Wir legten sie auf einen Scheiterhaufen und zündeten die Toten an. Mögen sie in Frieden ruhen und vor Kelemvor Rechenschaft ablegen. Doch dann legten wir uns erstmal zur Ruhe. Der Tag ist lang gewesen und der Kampf heftig. Das Ergebnis voller Blut.

Doch auch unsere Nachtruhe sollte unterbrochen werden. Eine Karawane machte sich auf den Weg zur Kerzenburg. Wir hörten den Klang von schwer gerüsteten Soldaten. Das weckte mich aus meinem Schlaf. Ich ziehe es vor, draußen zu schlafen. Das härtet einen ab. Als ich aufwachte sah ich auch schon die Reiter. Der eine Mann kam mir bekannt vor. Ich hatte ihn schon mal in Greenest gesehen. Ich erinnere mich, dass er Leosin heißen soll. Als ich zu den neu angekommenen hinzustieß, erfuhr ich auch die Namen der anderen. Einmal ist da noch ein Mensch in einer Ritterrüstung. Er stellt sich als Dentos Silberwall vor.

Sein Auftrag ist es, dass die Kerzenburg wiederaufgebaut wird. Cypher hatte die Idee gehabt, nach Baldurs Tor zu gehen, um Handwerker, Soldaten und andere an zu heuern, damit die Kerzenburg wiederaufgebaut wird. Dazu wollte er noch Dokumente mitnehmen, die belegen, dass er der aktuelle Verwalter der Kerzenburg ist. So kamen diese beiden sofort in ein Gespräch. Zum Aufbau der Kerzenburg. Zumindest etwas Gutes, wenn man an all das Blut denkt, was hier vergossen wurde. Der dritte Mann trug einen Zweihänder auf dem Rücken. Ich erkannte ihn. Mein Ziehvater Lord Harald Blauzahn hat von ihm erzählt und vermutlich habe ich ihn woanders noch irgendwo gesehen. Nur kann ich mich nicht daran erinnern.

Lord Ontar Furme vom Orden der Panzerfaust. Eigentlich sollte er in Elturell sein. Ich sehe es als glückliche Fügung von Helm, dass wir ausgerechnet jetzt auf die Karawane treffen. Bei der Sache mit dem Kopfgeld, schmunzelte er nur. Doch was er danach erwähnte, erschütterte meinen eigenen Glauben. In Baldurs Tor sucht Resmir Leute, die für den Drachenkult anheuern. Resmir ist ein Halbdrache. Der Drachenkult sucht immer noch nach der Drachenmaske um ein gewaltiges Monster frei zu lassen und Ontar macht den Vorschlag, dass wir uns da einschleusen.

Den Kult von innen heraus schaden. Doch warum soll ich für den Kult arbeiten? Sie sind meine geschworenen Feinde. Sie haben meine Familie und meine Freunde in Greenest bedroht. Ich musste mir Luft verschaffen und schlug auf einen Stein ein. Ich muss darüber nachdenken. Ist es eine Prüfung von Helm an meinen Glauben? An meinen Willen? Warum das alles? Bisher waren die Grenzen für mich klar gezogen.

Wer meine Freunde und meine Familie bedroht, den bekämpfe ich. Aber einschleichen? Was soll das bringen? So bekam ich nichts mehr mit, was besprochen wurde. Das ging an mir komplett vorbei. Eine Stunde lang prügelte ich auf den Stein ein und betete dann zu Helm. Ich betete um Führung. Doch das Ergebnis ist dasselbe gewesen, wie vorher. Ich hatte keine Ahnung, was ich machen sollte. Wie ich mich verhalten soll. Was ich machen soll. Aber zum Glück fand ich in Maevina eine Zuhörerin. Wir verstehen uns, da wir in einigen Dingen gleich sind.

Doch am nächsten Morgen brachen wir auf und begleiteten die Karawane in Richtung Baldurs Tor. In einem Vorort wollen sie einen Händler mit den Namen Ackyn Selibon, welcher auch Informationen für uns hat. Begleitet werden wir auch noch von dem fahrenden Händler Quirin und mein treues Schlachtross Freyja darf auch nicht fehlen. Auf der Reise nach Baldurs Tor traf ich eine Entscheidung. Ich werde anheuern und versuchen, den Kult von innen heraus zu schaden, dass sie keine Unschuldigen mehr schaden können. Zum Glück hatten sie auch eine komplette Plattenrüstung für mich und Cypher. Ein neues Schild. So wie ich es haben will. Ohne Wappen von meinem Glauben, wie auf dem anderen Schild. Und leider eine lilafarbene Tunika. Dann ist es halt so. Wir ritten einige Tage, als Maevina, die mit einem Trupp als Späher voraus gezogen ist, um den Weg zu erkunden. Ein Lager mit Hobgoblins wurde entdeckt.

Gut ausgerüstet und wie eine kleine Armee. Während Anakis zur Sicherung der Karawane zurück blieb, beschlossen wir, direkt an zu greifen. Freyja blieb ebenfalls zurück und stieg hinter Cypher auf. Der Plan sah vor, dass wir direkt in die Gegner reiten. Als Überraschung nutzen. Verwirrung stiften. Und das taten wir auch. Während Ander einen Lightning Bolt von sich gab und einige Goblins töten, kämpfte Cypher vom Pferd aus. Ich sprang ab und kümmerte mich um die Truppenführer. Die neue Rüstung muss gleich getestet werden, doch ich erschlug den ersten und verstärkte noch meine eigene Verteidigung. Während Ander Tod und Verderben unter den Gegnern brachte, wurde Cypher jedoch getroffen.

Ein gezackter Bolzen steckte in seiner Schulter, doch er kämpfte tapfer weiter. Zum Glück sind unsere Instinkte angesprungen, denn so konnten wir noch rechtzeitig ausweichen, als ein Meteor alle Goblins tötete, die sich an einem Punkt gesammelt hatten. Der Kampf war kurz und blutig. Aber die Bedrohung für friedliche Reisende wurde ausgelöscht und wir konnten unsere Reise weiter fortführen. Metallklumpen konnte ich noch mitnehmen. Kann man irgendwann vielleicht noch gebrauchen.

Und so reisten wir weiter und kamen eine Woche später in Black Gate, dem Vorort von Baldurs Tor an. Pferde sind in der Stadt nicht erlaubt und so nutzten wir den Unterstand für die Pferde und lauschten den Gerüchten, welche in dem Ort erzählt werden. Es wird von irgendeinem komischen Fluch des Berges erzählt und von irgendeinem Angriff auf einem Dorf, aber meine Gedanken waren komplett woanders. Sie waren bei der bevorstehenden Aufgabe und so heuerten wir an. Der Kontrakt ist nicht schlecht. 12 Gold und Kost und Logis für jeden Tag für uns und auch unseren Pferden. Aber ich persönlich vermute, dass es heftig werden könnte. Die Reise wird uns nach Tiefwasser führen und dann mal sehen, wie es weitergeht. Möge Helm über uns wachen.“

140 XP für jeden
Je 1 Schild und 1 Ritterrüstung für Thredi und Cypher
8 Metallklumpen für Thredi

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