Der Weg nach Tiefwasser (Force of Destiny)

Am Tag nach dem Turnier Frühstückte die Gruppe in der Taverne zum fliegenden Fisch in Baldur’s Gate. Die nicht anwesenden, der Paladin, der Sorcerer und der Barde, ruhten sich noch aus und erholten sich von dem gestrigen Turnier. Roo`th, Khar und Griewer frühstücken ausgiebig.

Roo´th bestellte sich sogar trotz Kater vom gestrigen Abend ein ganzes Schwein und verschlang es förmlich. Die Gruppe erinnerte sich an den Hinweis auf Verfolger, die ihnen auf den Fersen waren. Den Hinweis hatten sie von Brag erhalten. Sie überlegten was nun zu tun war und waren sich einig, das schnell gehandelt werden muss. Um endlich mehr Licht ins Dunkel zu bringen beschloss die Gruppe nach Luskan zu reisen und begab sich dazu auf den Markt um sich nach einer Transport Möglichkeit umzusehen. Sie stießen auf eine Karawane deren Ziel ebenfalls Luskan war und die über Tiefwasser und Niewinter reisen würden. Nach reiflicher Überlegung und gewitzten Verhandlungen mit dem Halbling, der die Karawane anführte, schlossen sie einen Vertrag über 7 Silber pro Tag ab. Der beinhaltet die Reise mit der Karawane aber auch den Schutz gegen mögliche Überfälle und sonstiger Gefahren auf dem Weg. Da sich die Karawane schon im Aufbruch befand, ging die Reise auch schon kurz darauf los. Was Anfangs nach einer Gemütlichen und ruhigen Reise aussah, änderte sich am zweiten Tag. Ungefähr gegen Mittag führte der Weg die Karawane an einem Stück Wald vorbei. In der Gruppe machte sich ein mulmiges Gefühl breit, das sich schon bald bestätigen sollte.

Ein Krachen durchbrach die friedliche Stille des Waldes. Ein Baum fiel in Richtung Karawane und knallt auf den mittleren Wagen. R’ooth der dem Baum nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte, wurde voll von ihm erwischt und zu Boden gerissen. Sie gerieten in einen Hinterhalt von Banditen. Auf den ersten Blick mussten es mindestens ein Dutzend sein. Einem Adrenalinrausch gleich stürzten sie sich aus dem Wald auf die Karawane. In der ferne konnte man drei Bogenschützen erkennen, die sieben Banditen mit Pfeil und Bogen unterstützten die immer näher kamen. Zwischen all der Meute stachen 3 Männer besonders hervor. Einer davon in dünne Roben gehüllt, augenscheinlich ein Magier. Der zweite in schwerer Kette und der dritte in Lederrüstung. Da er alle um ihn herum dirrigierte und immer wieder Befehle brüllte, schien er wohl der Anführer zu sein.

Griewer der Barde reagierte umgehend und versetzte den Magier in einen tiefen Schlaf. Khar sprach inzwischen den Zauber „sengender Strahl“ in Richtung des Anführers. Ehe dieser jedoch sein Ziel erreichte, ging der Mann in Kette dazwischen und konterte den Zauber. Der Ork R’ooth hatte sich wieder gefangen, stand auf, legte sein Schild an und schwang seine Axt. Zwischendurch hagelte es immer wieder Pfeile der Bogenschützen wovon die meisten zwar daneben gingen oder abgewehrt werden konnten aber einige Treffer hatten auch sie zu verzeichnen. Mittlerweile waren die sieben anstürmenden Banditen in Nahkampf Reichweite gekommen und stürzten sich auf die Gruppe. Ohne zu zögern griffen sie an und wenn sie nicht mit ihren Schwertern trafen, dann bissen sie nach ihnen und setzte der Gruppe so ganz schön zu.

Im Kampf merkte R’ooth nach einigen Hieben, das seine Axt keinen Schaden verursacht egal wie hart er zu schlug. Also ließ er Schild und Axt fallen und griff wieder zu seinem Riesenhaften Schwert. Mit aller Kraft schlug er nach jenem Gegner der immer noch vor ihm stand, konnte ihn aber nicht treffen. Egal wie oft er zum Schlag ausholte, er musste zusehen wie der Bandit ihm immer wieder ausweicht und zum Gegenschlag ausholte oder ihn biss.

Währenddessen wurde Khar durch einen Zauber vom Kettenträger gelähmt und musste zusehen wie der Mann in Lederrüstung ihm die Tasche entriss und darin nach etwas suchte. Griewer heilte in der Zwischenzeit den stark angeschlagenen Ork zweimal mit dem heiligen Wort und konnte danach endlich sehen wie der Ork wieder zu Kräften kam und seinen Gegner endlich niederstreckte.

Als sich Khar kurz darauf aus der Lähmung befreien konnte zögerte er nicht lange und tötete den Boss mit Hilfe des sengenden Strahls.

Nun ergriffen auch die restlichen Banditen die Flucht und der Angriff war überstanden. Khar und Griewer blickten um sich und begutachteten das Schlachtfeld, als sie sahen wie R’ooth wie von sinnen auf dem Leichnam vor ihm einschlug. Immer wieder knallt das Schwert auf den Körper und deformierte ihn immer mehr. Danach packte der Ork die Leiche an der Wirbelsäule, hob sie in die Luft und riss sie entzwei. Das Blut ergoss sich über den Körper des Orks und die anderen beiden wendeten sich verstört und angeekelt von ihm ab. Khar kommentierte die Situation nur mit einem „Orks…!“. Sie durchsuchten die Leichen und konnten 3 Dolche, 3 Kurzschwerter und einen Rapier.

Außerdem fanden sie eine beschlagene Lederrüstung und einen Brief bei ihrem Anführer. In dem Schreiben standen klare Anweisungen die Robe und die Armschienen zu beschaffen, die unsere Gruppe bei sich trug.

Nun war die Karawane gezwungen zu rasten. Sie hatten 2 Männer verloren und einer war schwer verwundet. Außerdem war einer ihren Wagen zerstört und musste repariert werden soweit dies möglich ist. Als es dunkel wurde machten sie ein Lagerfeuer und ruhten sich aus. Kahr nahm sich eines seiner Bücher und Griewer spielte dazu ein wenig Musik. Kurz darauf gesellte sich auch R’ooth dazu. Aus dem Blut das sich über ihm ergoss, hatte er sich so etwas wie Kriegsbemalung zugelegt. Auch jetzt atmete er noch schwer.

Die Sonne war verschwunden und man konnte die Sterne immer deutlicher erkennen. Es war wieder still im Wald und das einzige was man deutlich hörte waren gewohnte Geräusche der Tiere und die Musik von Griewer.

Schon bald würden sie ihre Reise fortsetzen…

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