docklands of mintarn
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Vorwort: Endlich war Melinda aus den Fängen der skrupellosen Assasine befreit und die Überraschten, unter dem auch der Mörder von Cain war, zumindest wenn man dem frischen Bliut an dessen Schwert glauben durfte, hatten keine Chance, aus dem Lagerhaus am Hafen zu entkommen. Es stellte sich die Frage, was wusste Melinda und was hatte es mit dem 3ten Kreuz auf der gefundenen Karten, die Thoringal bei sich trug auf sich?

Endlich Rache: Nachdem Melinda befreit wurde, brauchte Grumpf etwas Ablenkung. Er entschied sich mit dem Gefangenen „welcher Finger knackt am lustigsten“ zu spielen. Offentsichtlich der Ringfinger. Nachdem er so die Gesprächsbereitschaft des gefangenen Assasinen, dem Mörder von Cain, auf ein vertrauenswürdiges Niveau steigerte, begannen er und Thoringal die Befragung. Sie erfuhren, dass die Assasinen Söldner sind, die im Auftrag eines Nekromanten namens Letharilianus handeln. Diese Person ist Grumpf und Totes Pferd durchaus noch von Kampfturnieren bekannt. Fernerhin gibt der Gefangene preis, dass Letharilianus Mitglied der arkanen Bruderschaft ist und eine Verbindung zu Grim Elder, einem mächtigen Händler in Mintarn, hat.

Während der Befragung registriert Grumpf in etwas Entfernung den kleinen Blinker und versucht Totes Pferd darauf aufmerksam zu machen. Leider versteht er seine Hinweise nicht und geht nur herraus, um seine Armbrust von der dortigen Wache zurück zu holen.

Sana, die Melinda in Sicherheit verbracht hatte, schickte ihren Wolf um die Gruppe zu ihr zu führen. Sie ließen den Assasinen bei den Wachen, damit diese ihn weiter befragen können und ihn für die Ermordung ihres Kollegen seiner gerechten Strafe zuführen können. Mit etwas Misstrauen, gegenüber den Wachen, schickten sie Sandrose zur Überwachung der Befragung mit.

Die Gruppe folgte nun dem Wolf zu Sana und auf dem Weg bemerkten sie einen Laden für Waffen und Rüstungen, „Jannis glänzende Klingen“.

Endlich mehr: Die befreite Melinda Weber muss die geschehnisse noch etwas verarbeiten, doch sie beginnt der Gruppe zu vertrauen, als sie den ihr bekannten Anskaviat sieht. Ihre Infos sind, wie vermutet, sehr brisant und sie kann die Verbindung zwischen Letharilianus und Grim Elder etwas mehr beleuchten. Sie erzählt ihnen auch, dass Blinker im Dienst von Grim Elder steht und wie wichtig es ist Hug Sturmbrecher zu finden.

Die wichtigsten Infos sind jedoch über die derzeitige politische Situation in Mintarn. Immer mehr leute verschwinden, werden getötet oder gefangen genommen. Zwei konkurrierende Lager kämpfen um den Einfluss auf den Freihandelshafen und die Seite der arkanen Bruderschaft ist klar in der Überhand. Leider ist jedoch auch Melinda selbst und Grumpf auf einer Todesliste, die offensichtlich zu Bharandas Zhan, dem einflussreichen Berater der Insel, zurückverfolgt werden konnte. Nachdem die Bruderschaft die größte Werft der Umgebung mit einer Seehexe in schach hält, ist noch immer der Handel an der Insel zum erliegen gekommen und der Druck auf die Entscheidungsträger wächst stetig, schon bald könnte ein Umbruch drohen und Bharandas Zhan könnte sich zum Herrscher aufschwingen.

Zumindest einmal zeigt Melinda sich erfreut, als sie erfährt, dass zwei überaus mächtige Artefakte nicht mehr in der Hand des Gegners sind.

Sie erzählt der Gruppe nun noch ein wenig über das dritte Kreuz auf der Karte und beschreibt die Örtlichkeit als ein Weinlager mit Verbindungen zu Grim Elder. Angespornt durch die Verlockung eines ganzen Lagers voller Wein gibt es für Grumpf kaum noch ein halten, Totes Pferd und Thoringal hingegen wollten zuerst dem Händler einen Besuch abstatten.

Anskaviat gibt seiner bekannten noch den Rat sich zu verstecken und die Insel gegebenfalls zu verlassen, darüber hinaus bittet er sie darum noch letzte Verbündete zu Sammeln und der Organisation, der sie beide Angehören, Bericht zu erstatten.

Endlich neu: Totes Pferd steuert zielsicher auf ein Langschwert zu, als wäre ihre Begegnung Schicksal gewesen. Der Händler ist verblüfft und erzählt ihm von einem Fluch, der auf dem Schwert liegt und seine letzten drei Besitzer das Leben kostete, indem sie in die eigene Klinge fielen. Unbeeindruckt möchte Totes Pferd diese meisterlich gefertigte Klinge sofort haben und kauft sie für den Sagenhaft günstigen Preis von 5 Gold. Für nur 15 weitere Goldstücke kauft er sich noch einen Streitflegel. Thoringal ist in seiner Entscheidung leider nicht so schnell und gedenkt später wieder zu kommen.

Die Gruppe geht Richtung Weinlager. Kurz vor der Lagerhalle kommt ein heulender Mann aus einer Tür und wird sogleich von Grumpf ins Wassen geschmissen. Er will endlich den Wein!

Sich der möglichen Gefahr bewusst, beschließt die Gruppe jedoch abzuwarten und die Umgebung auszukundschaften. Davon wenig angetan will Grumpf nun in die soeben entdeckte Taverne.

Die Gruppe stellt einen nördlichen und einen südlichen Eingang fest, sowie ein vorgelagertes Dach und arbeiten den Plan aus, dass Anskaviat im Schutze der Dunkelheit die Taverne besteigt und aufs Dach klettert, Grumpf und Thoringal die nördliche Tür durchbrechen und Totes Pferd und Sana von Süden in das Gebäude dringen.

Thoringal nutzt die Zeit um zum Händler zurück zu kehren und findet sogleich ein Meisterstück von brustpanzer und eine meisterliche Streitaxt. Es kostet ihm das letzte bisschen Gold und er beschließt den einst selbst gefertigten Schuppenpanzer zu verkaufen. Bei seinen Erzählungen werden die Augen des Händlers immer größer und er glaubt diese Kampferprobte (zerfledderte) und meisterlich (von einen Gesellen) gearbeitete Rüstung sei von einem Zwergengeneral in einer alles entscheidenden Schlacht getragen worden und ist so glücklich über den Ankauf das Thoringal nicht nur mit Profit aus dem Laden geht sondern auch noch eine Zange als Geschenk erhält.

In der Taverne beschließt Totes Pferd einen Halblingbarden, der ihm bekannt war, ein wenig in der Luft zu Schütteln und zog sich so den Ärger anderer Gäste zu, wieder sind mögliche Helfer von der Gruppe vergrault worden.

Endlich Wein: Es ist Nacht und Anskaviat steht auf dem Dach des Lagers am Fenster. Er sieht 4 Assasinen, 2 hervorragend ausgerüstete Elitekämpfer, den Zauberer Letharilianus und den gefesselten Hug Sturmbrecher, endlich haben sie ihn gefunden. Sich des Überraschungsmomentes und des guten Planes bewusst gibt er das Zeichen zur Durchführung.

Ein ächzen grollt durch die Nacht als Grumpf gegen die Nördliche Tür tritt, doch sie bleibt zu. Der Überraschungsmoment war hin. Der Plan auch, denn im Süden bemerken Sana und Totes Pferd, dass sie ihre Tür unmöglich aufkriegen können. Sie rennen nun zur Nordseite, was jedoch wichtige Zeit in Anspruch nimmt. Thoringal zieht sein Schild und stürzt sich mit ganzer Kraft gegen die Tür, welche nun endlich Nachgibt. Er kriegt jedoch sogleich eine verpasst denn die Eliteassasinen sind in Richtung Tür gegangen. Grumpf stürmt hinein und will die andere Elitekämpferin schlagen, der Erste Schlag sitzt doch der zweite nimmt ihm auf dem glitschigen Boden den halt und er fällt vor ihr hin, sein Leben ist in größter Gefahr. Anskaviat sieht seinen Fall und beschließt sofort zu handeln, er schießt mit seiner Unterarmschienenvorrichtung auf die Eliteassasinin vor Grumpf und trifft sie von hinten so in den Nacken, dass ihr sofort die Atmung ausbleibt und sie tot zu Boden fällt. Währenddessen prasseln Pfeile auf Thoringal ein und Letharilianus fängt an eine Beschwörung zu Murmeln.

Thoringal schlägt die Kämpferin vor sich und trifft, Totes Pferd kommt herrein und bewirft einen Assasinen mit seiner Machete, die nun in seiner Schulter steckt. Sana beschießt den selbigen noch mit dem Bogen. Grumpf rappelt sich auf, greift die Leiche vor ihm und wirft sie auf die Elitekämpferin, Anskaviat lädt seine Armbrust mit einem Giftbolzen. Sowohl Grumpf als auch Thoringal werden empfindlich getroffen, als plötzlich ein Feuerball von Letharilianus auf sie zufliegt.

Um weitere Zauber zu verhindern stürmt Thoringal nun auf Letharilianus zu, schafft es aber nicht weit genug und bleibt bei der Eliteassasinen nun Schutzlos hängen. Totes Pferd will dem von ihm beworfenen Assasinen nun entgültig den gar aus machen, nimmt sein Langschwert und schlägt auf ihn ein. Sana beschießt die Elite und auch ihr Wolf beißt zu, erste Verletzungen beim Feind machen Hoffnung auf einen baldigen Sieg. Grumpf stürmt seinerseits erfolgreich auf Letharilianus und pinnt ihn am Boden Fest, wohl wissend das die Assasine neben ihm nun leicht zustechen kann. Anskaviat beschießt einen Assasinen der sogleich gelähmt zu Boden geht. Grumpf, Totes Pferd und auch Thoringal erleiden erneut schwere Treffer und die Verletzungen des Tages zeichnen sich nun deutlich bei ihnen ab.

Thoringal schlägt vergeblich auf die Eliteassasinin ein, sie fällt einfach nicht um und auch der weitere Beschuss von Sana und die Bisse ihres Wolfes reichen einfach nicht aus. Totes Pferd zerledert nun die Assasine bei ihm und springt auf die Fässer hinter sich, welche sich jedoch lösen und ihn unter sich begraben. Grumpf schleudert Letharilianus gegen die Assasine die ihm in den Rücken gestochen hat und dieser fängt gleich wieder an zu murmeln. Anskaviat lädt nacht. Erneute Angriffe bringen die drei Nahkämpfer nun an den Rand des Todes und Grim Elder betritt das geschehen, sieht das durcheinander und beschließt zu verschwinden.

Endlich fällt die Eliteassasinin um, nachdem Sanas Wolf den entscheidenden Treffer erlangt hat. Grumpf versucht noch einmal Letharilianus zu schlagen doch dieser ist durch eine Barriere geschützt die auch Thoringal nicht durchbrechen kann. Sana und Anskaviat bringen den letzten Assasinen zu fall während ein weiterer verschwindet. Kurz darauf verschwindet auch Letharilianus auf magische weise.

Hug ist gerettet, eine Wache kam vorbei und wundert sich nur noch über das angerichtete Blutbad und den leichenplündernden Anskaviat. Die Gruppe beschließt Schutz im Tempel von Moradin zu suchen, sich zu sammeln und Hug zu befragen. Sie nehmen ausserdem die Waffen als Opfergabe mit.

 

Erfahrungspunkte:

IvI4 – 4680
IvI5 – 4450
IvI6 – 3880
IvI7 – 3240

3 thoughts on “Das Geheimnis des Hug Sturmbrechers (3/3) (The Outbreakes)

  • Totes Pferd (Ben)
    18. Juli 2015 um 2:17
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    Über „Härte“ – von Tamrosekincaiwellyn AKA Totes Pferd

    Viele praktizierende der Kriegskunst, besonders die jungen, wie meine derzeitigen Begleiter pflegen eine Gewohnheit, die ihnen oft schneller zum Verhängnis wird kann als Klingen oder Zauber; das Ideal der „Härte“, der Gedanke dass ein wahrer Krieger keine Ruhe braucht und dass Erholungspausen etwas für Schwächlinge sind. Ein aufmerksamer Leser dieses Werkes wird gemerkt haben, dass ich andauernd von Kämpfen schreibe, Kämpfe zu Schiff, Kämpfe in Tavernen, Kämpfe mit Magiern und Mördern und grauslichem Getier, Kämpfe mit Waffen oder bloßen Händen. Der Grund dafür ist einfach, dass ich seit ich in Mintarn angekommen andauernd kämpfe, ohne Pause und ohne Gelegenheit, mich zu erholen und heute haben mich endlich die Folgen dieser rücksichtslosen Narretei eingeholt.
    Drei verschiedene Kämpfe haben wir heute bestritten, alle drei gegen heimtückische Meuchelmörder, die Hinterhalte, Gifte und den Kampf aus der Ferne bevorzugten. Keiner dieser Assassinen hätte unter normalen Umständen eine Bedrohung für uns sein sollen. Grumpf ist ein Biest mit Bärenkräften, der wahrscheinlich bereits mehr über waffenlose Kampftechniken und Training vergessen hat, als ich während seiner ganzen Lebenszeit gelernt habe, Anskariat hätte während meiner Zeit in Zentil locker mit Voldurs Jungs mitreiten können, ebenso die Späherin von der Arkanen Bruderschaft der junge Zwerg ist ein zuverlässigerer Schildwall als ein zwei Mal so großer Mann und die Riesin ist… nunja, eine Riesin. Und trotzdem haben uns eine Hand Voll verlauster Söldner mit Unterstützung eines Magiers beinahe in die Knie gezwungen, wir alle haben immer wieder das selbe gedacht: Ein einziger Kampf noch. Ein letztes Mal, dann ist Ruhe. Vielleicht ist es einfach Stolz, der Männer wie uns zu so etwas treibt, vielleicht wollen wir vor unseren Waffenbrüdern einfach keine Schwäche eingestehen, ihnen zeigen, dass sie sich auf uns verlassen können und dass wir nie aufgeben oder zögern werden. Das wird hart genug sind, alles einzustecken, egal wie schnell die Schläge kommen.
    Es ist töricht. Nur weil man die Zähne zusammenbeißen kann, heißt das nicht, dass es eine gute Idee ist. Unsere Körper sind trainiert, um andere Körper in ihre Einzelteile zu zerlegen, aber solche Leistungen fordern Kraft und niemand von uns hat unendlich Kraft.
    Während ich diese Worte schreibe, haben wir beschlossen im Tempel des Moradin Schutz zu suchen, damit wir uns erholen und unsere nächsten Zug planen können. Selbst wilde Tiere müssen sich Zeit nehmen ihre Wunden zu lecken.
    Dreizehn Assassinen und ein Diener des Barandan Zhan sind am Ende des heutigen Tages tot. Ich hoffe das bereitet dem elendigen Zauberer eine schlaflose Nacht, während wir uns unsere erste richtige Pause gönnen.

  • Hemi
    18. Juli 2015 um 14:09
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    Grumpf saß zwischen seinem Schnapsfäßchen und einem Wienfaß das er aus Grimm Elders Lager mitgehen lies an die kalte Steinwand des Tempels gelehnt. Sein ganzer Körper schmerzte. In seinen immer noch blutverschmierten Händen lag das Buch das sie Blinker abgenommen hatten. Lange starrte er auf die Schriftzeichen, doch ergaben sie für ihn keinen Sinn. Nur dieses eine Wort, in roten Lettern geschrieben, kannte er: „GRUMPF“! Sein Name stand neben unzähligen anderen in roten Buchstaben geschrieben und somit auf der Todesliste. Einer verdammt langen Todesliste. Und diese todesliste stand einer anderen Liste gegenüber. Nämlich all den Namen, die in Schwarz notiert waren. Er konnte zwar auch die nicht lesen doch wußte er genau was dies z bedeuten hatte. Es gab 2 Lager. Die roten und die schwarzen. Sie waren die Roten, auf die man es abgesehen hatte und das machte, wenn auch nur kurzfristig aber zumindest für jetzt, jeden „roten“ zu einem Verbündeten und jeden „schwarzen“ zum Feind! Sie waren heute nur knapp dem Tod entronnen. Wei sie müde, unvorsichtig und vorallem nicht ausgerüstet für diese Form von konfrontation waren. Das musste sich ändern! Doch Ausrüstung kostet Geld und zwar nicht wenig. Es lag also an ihnen sich dieses zu beschaffen. Und glücklicherweise sollte das gar kein so großese Problem sein wie er zuerst angenommen hatte, hatte sich doch gerade einer der wohlhabensten Händler Mintarns als ihr Gegenspieler entpuppt und so wies aussah dürfte auch unter den restlichen „Schwarzen“ der ein oder Andere dabei sein bei dem es sich lohnen würde ihm einen Besuch abzustatten. Dank dem gefangengenommenen Assassinen hatten sie jetzt auch eine gute Verbindnung zur Wache und derzeit mit Sandrose sogar einen Maulwurf. Es sollte also kein Problem sein, herauszufinden welche der Wachen selbst Rot im Buch stehen oder noch besser wessen, Frauen , Kinder und Familie. Grumpf schloss grinsend das Buch, leerte seinen Becher und schrie mit voller Stimme durch die Steinhallen des Tempels. „Jungs, genug geschlafen! Es gibt Arbeit, ES GILT GELD ZU VERDIENEN!!!“
    Es hieß nun Rot gegen Schwarz. Also LASSET DIE SPIELE BEGINNEN.

  • Grumpf/Gomorra (Hemi)
    7. August 2015 um 10:42
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    Grumpf lag in dieser Nacht noch lange wach. Seine Wunden heilten, doch sein Geist schien ruhe-los. Er blickte sich in dem großen Raum der ihnen als Ruhestätte diente um. Doch er war sich nicht sicher was er da sah… Was wusste er überhaupt über die Leute mit denen er diese steinerne Halle teilte? Von den meisten nicht viel mehr als den Namen, vom rest hatte er auch diesen schonwieder vergessen. Wer waren diese Gestallten wirklich und was zur Hölle suchten sie hier? Was hielt sie hier, hier auf einer dem Untergang geweihten Insel? Es waren alles Fremde, ein paar Tage, wenn überhaupt hier auf Mintarn und trotzdem bewegte sie irgendetwas den Geschehnissen auf den Grund zu gehen… Nur was? Er war der einzige der in großen roten Lettern im Buch stand. Er war der einzige der Freunde, oder zumindest einen, hatte der im Buch stand und seit Tagen nicht mehr gesehen wurde. Er war der einzige der von den Vorfällen direkt betroffen war. Was also wollten die anderen hier? Wenn Leute die ihr ganzes Leben hier verbracht haben, alles aufgeben um die Insel zu verlassen, alles zurücklassen um zu fliehen, warum sollte man sich dann aus freien Stücken dazu entschieden hier aufzutauchen?
    Er blickte in die Runde.
    Totes Pferd lehnte an der Wand und strich bedächtig mit dem Schleifstein über seine neuen Säbel. Er schien in Gedanken versunken. Auch ihm schien einiges durch den Kopf zu gehen. Das Fla-ckern der Feuerschale, die als einzige Lichtquelle den Raum nur spärlich erleuchtete zauberte Fratzen aufs Gesicht des hünenhaften Elfen. Wer war er? Was wusste er eigentlich über ihn? Wa-rum war er noch hier? Waren doch seine Gefährten mit denen er auf die Insel kam schon geflo-hen… oder etwa nicht? Und wenn nicht, warum nicht? Warum war er noch hier? Was wollte er?…
    Unweit von ihm lag die Halbriesin laut schnarchend, ihren Zweihänder eng umschlungen am Bo-den. Wie sie hierher kam wusste er nicht, aber was sie wollte war klar. Kämpfen für Gold. Und ja es leuchtete auch ein, dass sie hier blieb, schien es doch, als könnten sich hier doch lukrative Ge-schäfte für eine Söldnerin bieten. Doch warum war sie dann mit ihnen unterwegs? Sollte sie sich nicht eher einen der Noblen im Handelsviertel suchen und ihm sein Schwert anbieten? Was machte sie hier? Von ihnen hatte sie keine Entlohnung für ihre Dienste zu erwarten? Oder hatte sie bereits jemand bezahlt? Gab es einen Grund warum sie hier war? Vielleicht war sie doch nicht so berechenbar wie er angenommen hatte? …
    Ein Stück weiter, nahe der wärmenden Feuerschale lag Sansa eingerollt neben ihrem Wolf. So nebeneinander kauern konnte man erstmals erkennen wie groß das Biest eigentlich war. Von San-sa, falls das ihr Name war, wusste er rein garnichts. Was wollte sie hier? Wie kam sie hierher? Wer war sie überhaupt? All das waren unausgeprochene Fragen…. Aber sie schien immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein… Versuchte immer die Gruppe irgendwie zusammenzuhalten. Darauf zu achten, dass keiner verloren ging… aber warum das Ganze?
    Thoringal lehnte schnarchend gegen das halbvolle Weinfass. Seine ruhige Atmung verriet das auch er tief und fest schlief. Auch von ihm wusste Grumpf nicht allzuviel. Er war ein guter Kämpfer auch wenn es schien als würde ihn das Glück hi und da etwas im Stich lassen. Auch er war mit Totes Pferd auf die Insel gekommen wenn er sich recht erinnerte. Doch auch bei ihm blieb die Frage, warum er nicht mit den anderen geflohen ist. Was hatte ihn hier gehalten? Oder was versprach er sich hier zu finden?
    In der hintersten Ecke, in der den Schatten saß Anskaviat an die Wand gekauert. Die Kaputze tief ins Gesicht gezogen. Er wurde hierher beordet. War angeheuert worden, anscheinend von Fr. Weber selbst. Aber mit welchem Hintergrund? Warum? Wer war er wirklich? Und was suchte er hier? War es wirklich nur ein Job? Dafür schien er zu vorsichtig, zu bedacht…. Was führte er wirk-lich im Schilde? Er war der erste der sich begeistert, wenn nicht sogar euphorisch Grumpfs Idee gegenüber zeigte die anderen Lager Grimm Elders zu plündern, bzw. den einflussreichen und wohlhabenden „schwarzen“ einen Besuch abzustatten… War er einfach nur ein Einbrecher mit Leib und Seele oder verfolgte er persönliche Ziele?
    Eine weitere Frage auf die er keine Antwort wusste. Doch er würde sich diese Antworten holen. Und er würde schon morgen damit anfangen. Er wusste noch nicht genau wie, aber diese Fragen sollten geklärt werden, sollten sie weiterhin zusammenarbeiten wollen. Denn das unsichere Gefühl im Kampf jemanden hinter sich zu haben, von dem man nichts weiß, ist keinesfalls hilfreich. Nicht zu wissen ob man dir den Rücken frei halten will oder einen Dolch reinrammen oder vielleicht nur die Drecksarbeit machen lässt ist äußerst unbefriedigend, sogar für jemanden wie Grumpf…

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