Liebster Vater und meine lieben Geschwister.

Mein letzter Brief ist erst ein paar Tage her, aber das muss ich euch unbedingt mitteilen.
Ich habe euch ja schon von den netten Leuten erzählt die ich getroffen habe und mit denen ich weiter reisen wollte, wenn sie auch in den Norden gingen würden.

Als wir nun so beisammen saßen und überlegten wie es weitergehen würde bekam Nailo (ihr wisst schon, der schnieke Elf) eine Schriftrolle entgegen nehmen sollte. Da er sich weigerte nahm ich sie und laß, dass sein Mentor ihn gerne im Norden hätte.
Schnell waren die anderen bereit ihn zu begleiten.
Wir überlegten eine Weile wie wir nach Bryn Shander im Eiswindtal kommen sollten. Die erste Idee mit einem Schiff nach Luskan zu reisen überwarfen wir schnell, da es dort auf dem Meer von Piraten nur so wimmeln sollte. Wir fanden einen Gnom der bereit war uns ein Portal zu stellen und so besorgten wir uns warme Kleidung und Vorräte.
Der Gnom war sehr nett und freundlich was wohl an der guten Bezahlung lag und so nannte  er uns ein Getränk, welches wir im Norden unbedingt testen sollten Feuerbarts Flammenbrandy.
Ich wollte schon immer mal durch ein Portal gehen. Es schimmerte leicht bläulich als wir durchtraten.  Schade, dass uns der Gnom nicht vorgewarnt hat. Denn wo wir rauskamen stank es einfach nur fürchterlich nach Blut und Fisch. Ich konnte meinen Mageninhalt bei mir behalten. Srisira (ja die Druidin) und unser neuer Begleiter (ein Mensch…John irgendwas) hatten da nicht so viel Glück. Wir beschlossen den Raum schnell zu verlassen und stellten fest, dass wir in einer Taverne gelandet sind, in der sich gerade ein Ork prügelte. Er war schon ordentlich mitgenommen, schien wohl aber im Kampfrausch gewesen zu sein. Er ging erst zu Boden, als zwei Barbaren auf ihn einschlugen. Dann wurde er an uns die Treppe hoch vorbeigetragen. Die Taverneninhaberin, eine Zwergendame namens Myrthel, wollte uns zunächst nicht passieren lassen, aber nach einigem hin und her machten wir uns also auf zu dem Inn von Feuerbart.

Auf dem Weg dorthin viel mir ein Händlerpaar auf, welches belauscht wurde und so machte ich mich zu ihnen auf um sie darauf hinzuweisen. Und so kamen wir ins Gespräch und es kann sein, dass sie euch kontaktieren werden zwecks Handel.
In der Taverne angekommen konnte ich meinen Augen kaum trauen…Zwerge über Zwerge die sangen, aßen und tranken.

Du hättest dich hier sehr wohl gefühlt liebster Vater.

Da wir unseren Zwerg am nächsten Tag nüchtern brauchten hat ihn unsere Elfe schlafen gelegt und Nailo wollte sich um Schlafplätze kümmern. Aber da hatte er die Rechnung ohne seinen Verhandlungspartner Sir Lynn gemacht, denn dieser meinte, dass nur die Personen hier nächtigen dürften, die einen kurzen trinken. Und wie Elfen so sind, trinken sie nicht besonders gerne und so hab ich die Aufgabe übernommen und habe Nailo, Thorin, Srisira und mir ein Bett gesichert. Der Neue und der Große haben selbst getrunken und nur den Menschen hat es aus den Latschen gekippt.
Man was für ein Teufelszeug aber sehr lecker.
Die Zeit mit den Zwergen hat sich sehr gelohnt. Danke nochmal für den super Ratschlag unseren „Onkel“ Filius zu besuchen und eine Weile mit ihm zu reisen. Mein Zwergisch ist zwar nicht perfekt, aber für die betrunken Zwerge hat es gereicht und sie haben zusammen mit mir das Lied des Trinkens gesungen.
Herrlich…wirklich toll wieviel die so wegtrinken können.

Am nächsten Tag wollten wir also die Leute der Stadt mobilisieren, damit sie sich den Kampf gegen die Frostriesen anschließen. Meine Rede auf dem Marktplatz hatte nur mäßigen Erfolg gezeigt.
Ja ich weiß…ich und eine Rede…ist mir auch schleierhaft wie ich das so gut hinbekommen habe…
Aber immerhin den Sherif Markham Southwell hat sie beeindruckt. Er zeigte uns eine Schriftrolle auf der stand, dass es pro Frostriesenkopf 5000 Gold geben würde. Er wollte uns Patrouillen zu Verfügung stellen, wenn wir ihm sagen könnten, wo sich die Frostriesen aufhalten würden.
Nichts leichter als das…schwupps war unsere Elfe als Schneeadler in der Luft und erspähte 32 Riesen, 20 Orks, 3 Orogs und 6 Frostwölfe.
Nun ging es daran schnell zu handeln, denn in nicht mal als drei Stunden würden sie die Stadt erreichen.

Erst jetzt erfuhren wir, dass die Anführerin der Frostriesen auf der Suche nach einem magischen Gegenstand war, den sie hier in der Stadt vermuteten. Wir teilten uns auf und machten uns auf die Suche danach. Immerhin konnten wir bis jetzt herausfinden, dass es sich um den Ring  des Winters handelt.
Hoffentlich finden wir ihn noch rechtzeitig. Drückt uns die Daumen. Ich liebe und vermisse euch alle

Eryn

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