Eisige Kälte umfing die Gruppe als sie einer nach dem anderen aus dem Portal traten. Nur langsam gewöhnten sich ihre Augen an das grelle Licht der aufgehenden Sonne. Sie standen auf einem schneeverwehten Pass und wurden neugierig von ein paar Gämsen von einer entfernten Anhöhe betrachtet. Unwirtliches Gelände. Nur Geröll, Schnee und Eis… Ein einheitliches Frösteln lief durch die Gruppe die für diese Temperaturen eindeutig zu leicht gekleidet war. Sie brauchten dringend schutz vor der Kälte, Kleidung und Nahrung. Während Grumpfs Blick auf dem stark behaarten Zwerg neben ihm hängen blieb, machten sich die anderen auf und folgten dem Pfad in Richtung der vierbeinigen Bergbewohner. Wenig später lag schon der Geruch von verbranntem Fell und verkohltem Fleisch in der Luft, als ein Flammenstrahl die erste Gämse fällte. Als eine weitere Gams von Nanay niedergestreckt wurde und Grumpf sich gerade den leblosen Körper über die Schulter warf entdeckte er etwas seltsames aus dem Schnee ragen… Seiner Neugier nicht widerstehen könnend stand der große Ork kurz darauf mit einem noch viel größeren bläulichen Arm in der Hand da. Einem gewaltigen Arm, in den plötzlich wieder leben zu fließen schien. Die anderen, ganz auf ihre ihre Beute fixiert bemerkten den sich erhebenden Frostriesen erst als dieser sie schon entdeckt hat und seinem Unmut in lautstrak grollendem Riesisch kund tat. Grumpf schlich sich gekonnt hinter den Riesen und sah sich um während Nanaya, als einzige der Gruppe des riesisch mächtig, den anderen übersetzte was der Gigant zu sagen hatte… Es war das übliche Riesengeschwätz: „Ich werde euch alle fressen…. keiner wird überleben… bla bla bla“ … Völlig unbeeindruckt dessen forderte die Magierin den frostriesen zu einem Duell auf leben und Tod, wozu dieser aber nun plötzlich zu faul war. Grumpf entdeckte währenddessen einen  großen seltsamen Stein, der anscheinend ganz bewusst hier platziert wurde, etwas oberhalb des mittlerweile wütend werdenden Riesen. Ein weiteres Mal von seiner Neugier getrieben versuchte Grumpf verzweifelt den Stein weg zu Rollen um herauszufinden was darunter wohl versteckt war. Von seinem Misserfolg in Rage versetzt, warf Grumpf noch einmal sein ganzes Gewicht gegen den Stein, der sich nun löste und immer schneller werdend den Hang hinunter auf den Frostriesen zu polterte. Dann überschlugen sich die Ereignisse.

Der Felsbrocken verfehlte den Riesen knapp und schoß zwischen seinen Beinen hindurch Richtung Tal, wobei nanay und totes pferd gerade noch in Deckung springen konnten. Der Frostriese und selbst einen schweren Stein in den Händen haltend schleuderte diesen mit solcher Kraft auf die verdutzten Gefährten, das Nanay, die sich nicht mehr retten konnte, von der wucht des Felsens zerquetscht wurde. Totes pferd konnte den heran polternden Stein gerade noch abwehren, allerdings kostete die Anstrengung die dafür nötig war, auch ihn das Bewußtsein.  Nashaszar reagierte blitzschnell und zauberte magische Dunkelheit auf den Riesen was seine Stimmung noch weiter zu verschlechtern schien. BLM flößte seinen Gefährten mit seinen Bardenklägen Mut ein während Thoringal den bewußtlosen Totes Pferd in Sicherheit brachte und stabilisierte. Grumpf hatte während dessen nur Augen für den Riesigen Sack voll mit Schätzen und Plunder den er aus dem Loch unter dem Stein geborgen hatte. Doch wie sollte er all das Zeug wegschaffen, war der Sack doch um einiges größer als er selbst und ganz sicher auch schwerer…

Ein lautes lachen riss die Gruppe aus dem Schrecken der letzten Augenblicke. Sie blickten auf und sahen einen schallend lachenden Grumpf auf einem riesigen Sack sitzen und damit den hang hinunter auf den riesen zu rodelnd.  Die Schneise die der Stein geschlagen hat, hielt den Sack gut auf Spur und doch verhing sich das nun blind um sich schlagenden Riesen an dem unter ihm hindurchschlitternden Grumpf so dass es das Ungetüm auf seinen Allerwertesten setzte und das metallene klimpern verriet das auch der Sack Schaden genommen haben dürfte. Und so schoß Grumpf nun auf seinem immer kleiner werdenden Sack, gefolgt von dem nun in Panik verfallenen, immer noch blinden Riesen richtung Tal. Totes Pferd der inzwischen wieder auf die Beine gekommen war rammte dem vorbeischlitternden Giganten noch sein Schwert in die seite und folge ihnen dann mit dem anderen richtung Tal. Als die Schlittenfahrt dann Abrupt  auf einem kleinen Plateau endete stürzte sich Grumpf wie besessen auf seinen immer noch am Rücken liegenden Verfolger. Die anderen taten es ihm gleich und so hauchte der panische Riese schon wenig später sein Leben aus. Die nächsten Stunden wurden damit verbracht die verstreuten Schätze wieder einzusammeln, die Verwundeten zu versorgen und die noch verborgenen Geheimnisse des Riesensackes zu erkunden. Und als Mumrik es sogar vollbrachte und die sterblichen Überreste Nanayas die immer noch am Felsen klebten zurück in die Welt der Lebenden zu holen beschloß die Gruppe nun endlich weiter zu ziehen. Mumrik meinte er hätte das es nicht weit von hier einen Tempel geben müsse und so beschloss die Gruppe aus Mangel an besseren alternativen dem Rat des verrückten Gnomes zu folgen und auf die Gastfreundschaft der dort lebenden Mönche zu vertrauen. Ob dieses Vertrauen gerechtfertigt ist, das wird sich zeigen…

 

 

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