Lee wurde als viertes von sieben Kindern in eine arme Bauernfamilie in Kara-Tur geboren. Als er fünf Jahre alt war, wurde sein Dorf von den marodierenden Horden der großen Steppen geplündert und zerstört. Lee konnte sich Tage später als einziger Überlebender aus den Trümmern seines Elternhauses retten und machte sich auf der Suche nach Hilfe auf den Weg in die Hauptstadt. Schließlich fiel er beim Aufstieg der Berge vor Hunger zu Boden und wartete auf seinen Tod. Im letzten Augenblick wurde Lee vom ehrwürdigen Fu, dem Großmeister der Dao Chi-Klosters, aufgenommen und bis zur Genesung gepflegt. Jedoch erwartete Lee hier auch kein einfaches Leben. Im Gegenzug zur Mitgliedschaft musste er sich dem unerbittlichsten Training im Reich unterziehen, welches seinen Körper abhärtete und seinen Geist schärfte. Lee mauserte sich durch sein freundliches Gemüt und eiserne Disziplin schnell zum Lieblingsschüler des Großmeisters, der ihn privat in fortgeschrittene Meditationstechniken unterwies.
Dieses friedliche Leben währte für 20 Jahre. In dieser Zeit eskalierte der Konflikt mit dem benachbarten Shen Tzung-Kloster, welches seinen Schülern die Wege des Schattens lehrte, um Assassinen auszubilden. Nachdem fünf von Lees Mitschülern tot aufgefunden wurden, in brutalster weise gefoltert und entstellt, forderte Fu den Großmeister des feindlichen Klosters, den tückischen Jing, zum Duell heraus. Nach einem langen Kampf gewann Fu die Oberhand über seinen Gegner, jedoch wurde er im letzten Moment von Jings Handlanger, dem feigen Chen, mit einem vergifteten Dolch erstochen. Fus Schüler eilten zur Hilfe, jedoch war es zu spät. Die Schattenmeister waren bereits geflohen und hatten Fu dem Tod überlassen.
Mit seinen letzten Worten wandte er sich an Lee:“Du warst immer wie ein Sohn für mich. Ich habe dir alles beigebracht, was ich konnte. Der Rest liegt nun an dir. Ziehe weg aus diesen Ländern, Richtung Westen, und gebe den Menschen deine Hilfe, so wie sie dir gegeben wurde. Leb Wohl, Lee.“
Der Tod seines Meisters und Ziehvaters löste Tiefe Trauer bei Lee aus. Jedoch ehrte er den letzten Wunsch seines Meisters und zog mit seinem wenigen Hab und Gut aus seinem geliebten Kloster nach Westen, um Erfahrung in der weiten Welt zu sammeln, von der er nur gelesen hatte.

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