Lureen die Kämpferin stromerte aus dem Norden in Richtung Tiefwasser. Vor dem Nordtor der Stadt fand Sie eine kleine Menschentraube. Die junge Frau war seit geraumer Zeit unterwegs und hatte bereits bemerkt, dass die Straße Richtung Tiefwasser erstaunlich leer war. Die Soldaten am Nordtor erklärten ihr, dass die Stadt aufgrund einer mysteriösen Krankheit abgeriegelt wäre, und

Zugang über das Nordtor nicht möglich sei. Lureen hatte erst Ihre Freiheit errungen und war im Angesicht der gelangweilten Ansprache des Soldaten schon eher ungehalten. Doch sie hatte eine Notiz von einem Boten zugestellt bekommen, die versprach, denjenigen, die Garibaldis Zirkuszelt in Tiefwasser aufsuchten, ihre Potentiale zu realisieren können und auch die Freiheit und die Macht erringen, die ihnen vorbestimmt sei. Und die Tatsache, dass Ihre Pläne jäh unterbrochen werden sollten ließ Sie forsch auf den Soldaten zugehen und mit Verweis auf den Zettel nachzuforschen, wo der Zirkus sei.

Garibaldi war wie alle Ankömmlinge in das Pestlager am Flusstor Tiefwassers geschickt worden. Der Soldat merkte noch an, dass er die Ziele der jungen Kämpferin, wie Sie auf dem Flugblatt beschrieben waren für ambitioniert, aber erstrebenswert hielt. Lureen brachte die Selbstbeherrschung auf, ihn nicht anzugreifen und brach gen Pestlager auf.

Etwas später kam auch Rhogar der Drakoniden- Barde am Nordtor an. Er war mit einer Musikandengruppe unterwegs und hatte Lieder ausgetauscht. Auch er war im Besitz eines Flugblattes von Garibaldis Zirkus. Seins versprach Ruhm und Bekanntheit über alles hinaus, was der Musikant sich vorstellen konnte.

Er verabschiedete sich von den Musikern. Er war doch etwas erleichtert, denn der Austausch von Liedern hatte ihm nur eine lapidare kleine Melodie eingebracht, die er für absolut unter seiner Würde erachtete. Der „Froschsong“ war nach Kimbathuuls Auffassung Folter für geschulte Ohren, aber die Musikanten hatten ihm versichert, dass er im Moment der letzte Schrei sei, was Bardenlieder angeht.

Um den fahlen Beigeschmack dieses Machwerkes zu entgehen, sog Rhogar die gedrückte Stimmung, der am Nordtor festsitzenden Reisenden auf und spielte eine traurige Weise, die die Anweisenden berührte, und die verärgerten Reisenden in traurige Melancholie versetzte. Auch die Wächter waren ergriffen, spulten aber pflichtgemäß Ihre Ansage ab. So wurde auch der Drakonide in Richtung des Pestlagers geschickt.

Gordon der Hexenmeister war derweil im Tuchhändlerwagen des 6 Koffer Markt-Priakos unterwegs und wollte von dem Krämer wissen, warum er nicht der Karawane folgt, die unter der Führung Mudors, des duftenden Baraberen-Zwerges vom versiegelten Südtor ebenfalls in Richtung Pestlager aufgebrochen war.

Der Tuchhändler hatte sich leichtsinnigerweise mit den Schattendieben von Atkatla eingelassen und war als Bote mit zweifelhafter Fracht für einen Vertreter der selbigen nach Tiefwasser geschickt worden. Da die Quarantäne verhinderte, das er seinen Auftrag ausführen konnte, war der Kaufmann verzweifelt vor Furcht . Gordon konnte Ihn davon überzeugen, Kerbe den Priester als Boten zu beauftragen. Erleichtert übergab der Händler dem Kleriker das Kästchen und machte sich reinen Gewissens auf den Weg. Kerbe war zwar nicht sicher, ob das eine gute Idee war, nahm die Schatulle aber in seine Obhut und trottete zusammen mit den Starkschulter-Zwergen, die in diesem Moment einen Stein mit einem Kriegshammer zerschmettert hatten, Richtung der kleinen Zeltstadt am Flusstor.

Bei ihrer Ankunft im Pestlager war Lureen sofort die Unflätigkeiten aufgefallen, die ununterbrochen aus dem Kommandozelt der Garde durch das Lager schallten. Neugierig verschaffte die Kämpferin sich Zutritt und machte Bekanntschaft mit Dionne Warwick, der Hauptaufseherin von Tiefwasser. Warwick war relativ angetan, eine Kriegerin vor sich zu haben und begegnete Lureen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten höflich.

Lureen selbst konnte dies nicht erkennen, aber Außenstehende, die Hauptaufseherin Warwick kennen, würden zweifelsfrei bestätigen, das die Halblingsfrau Lureen wesentlich schlimmere Beleidigungen hätte an den Kopf geworfen, hätte sie nicht ein Mindestmaß an Respekt der Kämpferin gegenüber empfunden. Dennoch erfuhr diese dieselbe Behandlung, die alle Abenteurer von Warwick in diesen Tagen erwarten konnten: Sie wurden mit einem magischen Gegenstand ausgestattet und auf eine Mission geschick. Lureen entschied sich für ein Armband und wurde von Warwick damit beauftragt, das Zirkuszelt des Neuankömmlings Garibaldi unter die Lupe zu nehmen. Da sie das sowieso vorhatte, brach Lureen auf

Gordon der Hexenmeister war, da der Posten der Gilden Tiefwassers, die im Pestlager für die Abwicklung von Handelsangelegenheiten in Hörweite des Kommandozeltes lag, nicht entgangen, dass die Hauptaufseherin magische Gegenstände verteilt.

Wenn die Hauptaufseherin anwesend ist, verliert das Konzept „Hörweite“ etwas an Bedeutung, die Halblingsfrau war durch das halbe Lager zu hören. Gordon war aber auch so gut darin, Sachen aufzuschnappen, die ihn interessierten.

So betrat auch er das Kommandozelt, nachdem er seine Bezahlung für die Bewachung der Karawanw von der diensthabenden elfischen Bürokratin erhalten hatte. Dem Charme des Halbelfen konnte sich diese nicht erwehren und verzichtete sogar darauf, ihm den lädierten Karawanenwagen und die Verspätung in Rechnung zu stellen. Eben jene Entwaffnende Liebenswürdigkeit verschaffte dem Hexenmeister auch zutritt zu Warwicks Zelt. Gordon passte seine Ausdrucksweise an die der Hauptaufseherin an, was diese tatsächlich kurz sprachlos machte. Als sie sich wieder gefasst hatte, schickte Sie Gordon mit einer nigelnagelneuen Armbrust auf dieselbe Mission, die auch die Kämpferin Lureen soeben angetreten hatte. Gordon bezirzte noch eine Wache, ihm Armbrustbolzen zu kaufen und machte sich auf den Weg zum Zirkuszelt.

Kimbathuul war unterdessen bereits beim Magiebedarf-Händler seines Vertrauens gewesen. Ein Dunkelelf namens Jorma hatte ihm zu einem „Super-Sonder-Ich Bring-mich-um-Mein-Geschäft-Mit-diesem-Angebot“-Preis Zutaten für seine Zauber verkauft. Weiterhin hatte der Drow herausgefunden, dass recht viel Magie in und um das Zirkuszelt am wirken war und empfahl dem Drakoniden, sich das Mal anzusehen.

Rhogar traf dort auf Garibaldi, einen grauhaarigen älteren Herrn, der ein ziemlicher Fan von Abenteurern aller Couleur war. Als der Barde dann auch noch ein Lied anstimmte, war er hin und weg. Er Erzählte von seinem Plan, Abenteurern mit Hilfe seiner Organisation einen neuen Platz in der Gesellschaft zu verschaffen. Er wollte dies Bewirken, indem er zunächst eine Truppe Abenteurer versammelt und die mysteriöse Krankheit, die in Tiefwasser wütete heilte. Zu diesem Zweck hatte er schon einen ersten Hinweis auf ein Heilmittel aufgetrieben, dass er in einer kleinen Schatulle bei sich trug.

Kimbathuuls Lied hatte allerdings auch die Zwerge aufmerksam gemacht, die in der Nähe Ihre Karawane betreuten. Einer bat den Barden darum, den Froschsong zu spielen. Rhogars Weigerung, sich dem melodischen Äquivalent von Daumenschrauben auszusetzen nahm der Zwerg nicht so gut auf. Er schnappte sich sein Instrument und stimmte die populäre Melodie an, um dem Drakoniden eine Lektion in zwergischem Musikverständnis zu erteilen.

Das Ergebnis rief Lureen auf den Plan, deren bescheidene Reste eines Geduldsfadens durch das grausige Lied nunmehr aufgebraucht waren und sie schlug den Zwerg ein, um für Ruhe zu sorgen. Auch das wurde eher schlecht aufgenommen. Die Brüder des Zwerges eilten herbei und bauten sich vor der jungen Frau auf.

Die angespannte Situation wurde von Gordon dem Hexenmeister entschärft, der die Zwerge peinlich berührte, als er sie darauf aufmerksam machte, in welcher Höhe sich Ihr Blickfeld befindet, wenn Sie sich bedrohlich vor eine Menschenfrau stellen. Um dann letztendlich für Frieden zu sorgen, schlug er vor, der Barde solle doch einfach den Froschsong spielen, um alle davon abzuhalten, sich umzubringen.

Kimbathuul stimmte missmutig seine Harfe, legte Sie an…

und spielte eine eigene Kreation, die dem Froschsong in allen Bereichen überlegen war.

Wenn man sich diese Lied als engelsgleiche Deva, die aus dem Himmel herabsteigt vorstellt, wäre der Froschsong eine erschossene Ente, die auf eine Straße aufprallt.

Es war so gut, dass sich die aufgebrachte Menge zerstreute, und die Enttäschung über den ausgebliebenen Froschsong auch von den Zwergen heruntergeschluckt wurde.

Nun war aber laut Garibaldi die Zeit gekommen – es dämmerte mittlerweile – seine Veranstaltung zu beginnen. Er bat Lureen, Gordon und Rhogar in sein Zelt.

Das Zelt war relativ luxuriös eingerichtet. Statt Manege und Rängen waren einige Tische, eine Bar und eine kleine Bühne aufgebaut worden und ein Paar Abenteurer hatten Platz genommen und sich bei Getränken in Unterhaltungen vertieft. Kimbathuul war sogleich eine Drakoniden-Frau aufgefallen, derer er sich in guter Bardentradition annäherte. Er ignorierte allerdings eine Grundregel bei der Annäherung – romantischer wie auch anderer Natur – an Kämpfer: Nicht aus dem toten Winkel. Obwohl sich Rhogar lediglich mit Harfe und Schlafzimmerblick bewaffnet näherte, war der erste Impuls der rot geschuppten Lady ein mächtiger Rückhandschwung, dem der Barde allerdings mit Leichtigkeit auswich. Die Kämpferin bekundete keine böse Absicht und stellte sich und ihre Gefährtinnen, die Scharlachkrähen-Abenteurergesellschaft vor. Rhogars Liebesgedichte konnten Victoria, so war ihr Name, allerdings so gar nicht begeistern. Die Drakoniden-Frau hatte keinen Sinn für Reime oder Versmaß und verstand keine Metaphern, so dass ihre Gefährtin ihr erläutern musste, was der Junge, geschuppte Barde da von ihr wollen könnte. Als Kimbathuul ihr schließlich in einem Akt der Verzweiflung seine Einladung zeigte, wurde Victoria dann doch etwas warm. Sie versprach, sich mit Rhogar zu treffen und gemeinsam Feuer zu speien. Das war nicht das, was Der Barde auf seiner Einladung gelesen hatte, aber er hatte ein Date und war vorerst zufrieden.

Lureen untersuchte die Bar und unterhielt sich mit einem Abenteurer-Duo, dass sich Als „Die Schädeltreter“ vorstellte. Die Beiden – ein Zwerg namens Kurzer und eine haarloser Hüne namens Glatzkopf – erklärten Lureen wie die magische Bar funktionierte: Alles, was man sich an Getränken vorstellen konnte, erschien magisch auf dem Tresen, wenn man die schimmernden, illusorischen Flaschen berührte, die dort plaziert weren. Das von der Kriegerin erstellte Bier war von mittelmäßiger Qualität, aber nach allem, was Lureen sagen konnte nicht giftig. Die Schädeltreter erklärten in einer wirren Geschichte, wo sie herkamen. Lureen war nicht sicher, ob diese Beiden bei Verstand waren. Weiterhin schwärmten Sie vom gähnenden Portal, einer Kneipe in Tiefwasser. Als die beiden ihre Pläne ausbreiteten, ihre nackten Hinterteile im Unterreich vor Erdkolossen zu entblößen entschied sie sich dann aber doch einen freien Platz bei Gordon und Kimbathuul einzunehmen.

Der Hexenmeister hatte sich auch niedergelassen, war zuvor aber durch den Raum gestromert und hatte einige Gerüchte aufgeschnappt.

So hörte er von einem Gemäuer namens „Gewölbe des erbitterten Wettstreits“, und von einem Ort Namens „Kammer des Sammlers“, die scheinbar potentielle Ziele für die anwesenden Abenteurer waren. Weiterhin erfuhr er, dass es eine Möglichkeit gab, an der Quarantäne vorbei Tiefwasser zu betreten und die Stadt auch wieder zu verlassen.

Nachdem die Kriegerin, der Hexenmeister und der Barde sich an Ihren Tisch gesetzt hatten, kam Garibaldi noch einmal zu ihnen. Alle Abenteurergruppen im Zirkuszelt hatte kleine Skulpturen auf ihren Tischen stehen, die die jeweilige Gruppe repräsentierten. Die Scharlachkrähen hatten eine Rote Vogelfigur, die Schädeltreter einen Schädel mit Stiefel und die Dritte Gruppe, die Lykanthropen Gelehrten hatten einen bebrillten Werwolf auf Ihrem Tisch stehen.

Garibaldi stellte den dreien eine etwas rostige, eiserne Löwenstatuette auf den Tisch und begab sich zum Rednerpult. Er platzierte das mysteriöse Kästchen neben sich, von dem er behauptete, es würde den ersten Schritt zur Bekämpfung der Pest in Tiefwasser enthalten, auf de Bühne und begann zu verkünden, dass die anwesenden Abenteurer unter seiner Führung ein neues Zeitalter einleiten könnten.

Nach ein Paar Minuten großspuriger, aber unkonkreter Verkündungen des Zeltbesitzer wurde das Zelt plötzlich dunkel.

Lureen, Gordon und Rhogar waren nicht wirklich in Erwartung eines gemütlichen Abends mit Drinks und Häppchen gekommen und entsprechend sofort kampfbereit. Der Barde erleuchtete die Finsternis mit geisterhaften, bunten Lichtern. Nachdem er eines dieser zu den Schädeltretern geschickt hatte, konnte er sehen, dass der Zwerg der Schädeltreter nicht zu sehen war und sein Gefährte erschreckt dreinschaute. Gordon, durch halbelfische Dämmersicht in der Lage, den Grund für Kurzers Misere zu erkennen begann umgehend Blitze in diese Richtung zu werfen.

Deren Ziel war eine etwa Schulterhohe, schwarze Gestalt. Nicht unähnlich einer Gliederpuppe war diese statt einer rechten Hand mit einer blutverschmierten Klinge ausgestattet. Die Stirn zierte eine auffällige Gravur, die einen Pfeil nach unten zeigte. Mittlerweile war im Zelt Geschrei ausgebrochen. Kampfeslärm, klirrende Waffen und gelegentlich aufblitzende Flammen und Zauber erfüllten den gesamten Raum. Lureen zündete Ihre Fackel an und Kimbathuul sandte seine tanzenden Lichter in alle Ecken des Zirkuszeltes. Zwischen dem Fackelschein, den bunten Glühkugeln des Barden und Gordons magischen Blitzen entfaltete sich eine sehr ansprechende Lichtshow. Allerdings ermöglichte diese es auch zu sehen, dass eine ganze Menge der schwarzen Konstrukte die Abenteurer bedrängte. Anscheinend war für jeden Anwesenden auch eine der schwarzen Gestalten da. Diese waren schon gut dabei, mit ihren Messerhänden die Abenteurer zu dezimieren.

Kimbathuul hatte glücklicherweise eine sehr passende Antwort auf die Situation. Per magischer Schallexplosion ließ er die zwei Puppen, die Kurzer und Glatzkopf bedrängten in ihre Einzelteile zerbersten. Leider waren die beiden Abenteurer nicht mehr zu retten.

Nachdem die Explosionen des Drakoniden ihre Überreste zersprengt hatte auf keinen Fall.

In diesem Moment bemerkten er und seine Gefährten, dass auch drei der schwarzen Puppen sich auf sie zubewegten. Sie trugen auf ihren Stirnen verschiedene Symbole: eine Harfe, gekreuzte Äxte und ein Wesen mit Tentakeln und Flügeln. Auf der Bühne begann sich unterdessen ein Haufen aus schattigem Nebel zu verfestigen und eine humanoide Gestalt anzunehmen.

Der Barde ließ auch die herannahenden Konstrukte explodieren, so dass lediglich das mit dem Axtsymbol weiter eine Gefahr darstellte.

Dieses wurde von Lureens Helbardenschwüngen mit Unterstützung durch Gordons Armbrustbolzen unschädlich gemacht. Im Handgemenge mit der Puppe musste die Junge Kämpferin einige Treffer einstecken. Die Abenteurer gewannen den Eindruck, dass sie diesen Puppen und Ihren Messerhänden im Nahkampf nicht lange standhalten würden.

Als die Puppen, die für die drei Abenteurer bestimmt waren, besiegt waren, ergab sich ein Moment der Ruhe. Alle anderen Konstrukte hatten Ihre designierten Ziele mit brutaler Effizienz ausgeschaltet und standen nun herum. Entsprechend widmeten die Abenteurer der Schattenwolke auf der Bühne des Zeltes. Hier hatte sich mittlerweile eine schlanke, humanoide Gestalt gebildet, deren Schreie in infernaler Sprache das Zelt erfüllten. Auf die Befehle des Schattenteufels begannen die Konstrukte zu reagieren: Die Symbole auf den Stirnen der Puppen flackerten kurzen und änderten sich. Drei der Konstrukte trugen nun das geflügelte Tentakelwesen, drei die Gekreuzten Äxte und zwei die Harfe. Die Assasinenkonstrukte brachten sich in Stellung, ihre neuen Ziele anzugreifen.

Nachdem er seinen Dienern neue Ziele zugewiesen hatte, widmete der Teufel sich Lureen, die auf ihn zugestürmt war und mit ihrer Hellebarde angriff. Doch er hatte die Rechnung ohne den Barden gemacht. Kimbathuul lenkte ihn ab, so dass sein Angriff verfehlte. Der Drakonide hatte den Teufel darauf aufmerksam gemacht, dass sein Hosenladen offen sei. Bevor die Schattenkreatur bemerkt hatte, dass sie keine Beine hatte, hatte sich Lureen aus der Reichweite seiner Klauen gebracht. Der Nächste Trick im Arsenal des Barden sollte die Illusion herannahender Verstärkungen sein, die von außerhalb des Zeltes ertönen sollte. Allerdings war innerhalb des Zeltes nichts davon zu hören, da das Zelt schalldicht war.

Der Barde hatte sich mit zwei Puppen auf den Fersen im hinteren Bereich des Zeltes in Richtung der magischen Bar bewegt. Er musste zwar einige Messerstiche einstecken, erreichte die Getränkeversorgung aber in einem Stück. Er benutzte die Magie am Tresen, um sich den Größten Bierkrug zu bestellen, den er sich vorstellen konnte. Die lebhafte Fantasie des Barden brachte einen biergefüllten Waschzuber hervor, den er den Puppen, die ihn verfolgten, entgegenschleuderte. Die Beiden Konstrukte wurden unter dem riesigen Gefäß begraben und waren außerstande, weiter am Kampf teilzunehmen. Währenddessen waren Lureen und Gordon damit beschäftigt, den lebenden Schatten auf der Bühne zu bekämpfen. Die Assasinenkonstrukte bewegten sich bedrohlich auf die Beiden zu und hatten sie nahezu umzingelt. Kimbathuul hatte seine Getränkekompetenz weiter an der magichen Bar eingebracht und auf Gordons anraten einen Molotow-Coctail erschaffen, mit dem er die Puppen bewarf. Diese nahmen schweren Schaden, ließen sich jedoch in Ihrem Ansturm auf die junge Kämpferin und den Hexenmeister nicht aufhalten. Zu allem Überfluss spie der Schattenteufel seinen beiden Gegnern einen lähmenden Nebel entgegen, der seine Wirkung nicht verfehlte. Gordon konnte allerdings – wohl durch eine Intervention seines Patron – seinen Blitzzauber sogar durch eine gesamte Lähmung seines Körpers hindurch aufrechterhalten und dem Teufel weiter zusetzen. Dieser war mittlerweile schwer verwundet und wollte sich den Abenteurern zu entziehen, indem er mit den Schatten zu verschmelzen versuchte. Allerdings war das ganze Zelt durch Fackeln, Magische Blitze, Explosionen und tanzende Lichter taghell in allen Farben erleuchtet, so dass diese Idee verworfen werden musste. Statdessen hetzte der Schatten alle verbleibenden Puppen auf den Hexenmeister.

In dem Moment, in dem die angesengten Konstrukte kurz davor standen, den Stichwundenanteil an Gordons Person bedenklich zu erhöhen, schritt Lureen ein.

Verzweifelt darüber, dass ihre Angriffe bisher wenig Wirkung gezeigt hatten beschloss die junge Frau, das magische Armband anzulegen, welches sie von Warwick bekommen hatte. Die Wirkung desselben war etwas bizarr, versetzte die Kämpferin aber in die Lage, den finalen Angriff gegen den Schattenteufel auszuführen:

Lureen wuchs ein dritter Arm.

Sie ergriff den Teufel, hielt ihn fest und hackte die letzten Reste seines finsteren Daseins aus seiner schattenhaften Form.

Mit dem Ableben Ihres Anführers waren auch seine Diener leblos zusammengebrochen. Die Abenteurer waren siegreich! Just in dem Moment, in dem sie realisierten, dass sie in einem Raum mit fast einem Dutzend toten Abenteurern waren, deren Ausrüstung jetzt herrenlos herumlag, dämmerte ihnen, dass sie als einzige überlebende sehr verdächtig waren. Dummerweise war das auch genau der Moment, in dem Warwick und die im Pestlager stationierten Gardisten als Reaktion auf Rhogars Geräuschkulisse das Zelt stürmten.

Während Lureen, Kimbathuul und Gordon von Soldaten festgesetzt wurden, sinnierten Sie zu ihrer Situation:

Wird Rhogar ein Date finden, das nicht direkt nach der Terminfindung ermordet wird?

Wie wird Gordon damit umgehen, das sein Lieblingszauber in der Folge seiner Lähmung jetzt schwieriger zu wirken sein wird?

Wird Lureen mit ihren neuen Kapazitäten jetzt Pionier des Hellebarde-und-Handaxt-Kampfstils?

One thought on “Dolch-Disko im Zelt des Schattenteufels (The Iron Lions)

  • Kerbe (Marian)
    27. März 2017 um 7:03
    Permalink

    Erfahrung:
    13 Assasinen- Puppen: 360×13 =4680
    1 Schattenteufel: 1800
    Meilensteine:
    Die Party hat sich gefunden: 600
    Warwick kennengelernt: 300
    Mit anderen Abenteurern interagiert: 600

    macht 7980, 2660 für jeden.

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