Nachdem sich Mugor, ein weiterer als Wächter angeheurter Abenteurer mit Kerbe dem Priester, Gordon dem Hexenmeiter und Nonfoodle dem Schurken bekannt gemacht hatte, wurden die Abenteurer in Gesprächen mit den anderen Karawanenmitgliedern mit der Aussicht konfrontiert, dass ihre Reise etwas länger – und durchaus auch unangenehmer – werden könnte, als sie zunächst gedacht hatten.

Mugor, ein zwergischer Barbar, hatte zuvor eine rauhe Nacht in den Lagern der Docks von Baldurs Tor verbracht. Er musste sich einem Straßendieb erwehren, der sich seine große Leidenschaft zu nutze gemacht hatte: Alkohol, in diesem Fall wohl etwas gewürzt. Unter dem Vorwand, sein Nachtlager teilen zu wollen, war dem Zwerg ein zweifelhaftes Gebräu angeboten worden, welche Ihn zunächst einschläferte. Den Versuch, ihn in der Folge auszurauben konnte Mugor durch rechtzeitiges Zu-Sinnen-Kommen und zwergische 5-Knöchel-Magie vereiteln.

Auf dem von Zwergen besetzten Wagen fand Mugor einen ihm komfortablen Platz in der Karawane. Die erste Etappe der Reise in Richtung Tiefwasser wurde durch eine Rast abgeschlossen. Wärend die Karawan ein Lager bereitete, musste sich Mugor der Häme der anderen Zwerge erwehren.

Als außgestoßener der Zwergengesellschaft war der Barbar für die anderen Zwerge minderwertig, „Halbzwerg“ war schnell als Beleidigung der Wahl etabliert. Die Situation drohte in eine Zwergenprügelei zu eskalieren.  Durch die Mittagsstunden, während die Karawane lagerte, setzen sich die Spannungen zwischen den Zwergen fort. Vom Hohn der Zwerge angestachelt, schnappte Mugor die vorbereiteten Zutaten und übernahm die Essensversorgung. Einige Kräuter aus dem mitgeführten Krämerwagen und etwas Zwergenbier aus dem Gruppenfass wurden von dem in dieser Beziehung erstaunlich kompetenten Mugor benutzt, um eine außerordentlich Mahlzeit zuzubereiten und die Aggessionen unter den kürzeren Mitgliedern der Karawane sichtlich zu entspannen. Die Neckereien der anderen Zwerge waren hiernach natürlich nicht gäzlich ausgeblieben. Immerhin gaben Sie dem Barbaren nun die Möglichkeit, sich als ganzer Zwerg zu beweisen.

Die Zwerge boten Mugor einen Schluck vom mitgeführten Zwergenbier an. Allerdings musste dieser die Grenzen seiner Trinkfestigkeit vorgeführt und war nach dem ersten Humpen nicht mehr Ansprechbar. Die Zwerge bildeten daraufhin eine stichelnde und grölende Traube um den ausgeknockten Ausgestoßenen . Derweil hatte aich Kerbe der kleriker daran gemacht, das mitgeführte Gruppenfass mit neuem gebräu zu füllen. Gordon der Hexenmeister nutzte die ablenkung die Mugor bat, um den Zwergen den eindruck zu vermitteln, er habe das Fass geleert. Die verblüfften Zwerge ließen sich nicht lumpen und tischten eine Runde noch stärkeren Bieres auf. Kerbe der Priester war nach einem Schluck ebenso bewusstlos wie Mugor. Einzig Gordon spazierte gelassen vor den grölenden Zwergen davon. Nachdem Kerbe und Mugor in den Wagen der karawane untergebracht waren (Gordons Eingabe, den kleriker zu mittels Handwerksmaterialien am Wagen zu fixieren war vom karawanenpersponal abgelehnt worden. Märtyrertum funktioniert nur mit expliziter Zustimmung, zumindest aber Kenntnis des Märtyrers). Mugor war von den zwergen in einem leeren Fass transportiert wurden. Das alkoholgetränkte holz erwieß sich als potent genug, den Ausgestoßenen nach leidlichem Erwachen in ein weiteres Koma zu versetzen.

digest_0604_2_hill_giantIm Zuge der Weiterfahrt, die gruppe befand sich nunmehr  kurz vor den Trollbergen, zwischen der tosenden Küste und den Feldern des Todes, gesellte sich ein Hügelriese zur Karawane. Als einer der ersten wurde Gordon der Gefahr gewahr und eilte zum Wagen der Zwergengesellschaft, um diese von den Vorteilen einer fluchtartigen Weiterreise zu überzeugen. Die Zwerge waren eher der meinung, hier einem größeren Glücksfall aufgesessen zu sein. Nachdem die Zwerge mit dem Rest der Wachmannschaft zur Riesenjagd aufgebrochen waren, erspähten die Mugor, Gordon und Kerbe einen weiteren Riesen. Dieser warf einen Felsen nach den Abenteurern. Nicht entscheidend raffinierter war der Riese, der das Vergnügen mit der Zwergenhorde hatte, mit einem Baumstamm bewaffnet.  Der Wagen der Zwerge war das erste Opfer dieser unfreundlichen Begegnung.

Ein schmetternder Felsenwurfmachte kurzen Prozess mit dem Gefährt. Doch anstatt zerstäubter Überreste schälten sich zwei Gestalten aus der Staubwolke, ein Zauberstab und ein heiliges Symbol blitzten auf. Gordon und Kerbe waren sich sicher, dass der Hügelriese sich in dem Moment, in dem heiliges Feuer und blaue Blitze auf Ihn niederprasselten seine letzten Lebensentscheidungen überdachte. Doch weder das geschieckte ausweichen vor seinem improvisierten Geschosses noch die Zaubertricks konnten den Kollos beeindrucken. Noch während die beiden Zauberwirker von Ihrer eigenen Wirksamkeit überzeugt arkane und heilige Energie – zumindest optisch – effektvoll zum Einsatz brachten, schoß eine anderes, weniger leuchtendes, aber umso bedrohlicheres Geschoss zwischen den beiden auf den Riesen zu. Mugor war von der Zerstörung des Wagens in seinem Fass einen Hügel herabgerollt und war erwacht. Zwergische Urinstinkte ließen ihn in dieser Situation den nächsten Riesen aufsuchen un sich diesem mit maximaler Geschwindigkeit und Schadensabsicht zu nähern. Barbarische Wut machte aus dem Zwerg ein tödliches Geschoss, dass – Hammer um sich schwingend – in richtung des Riesen stürmte. Dieser war wohl ein ausgesprochen abgebrühtes Exemplar, denn auch diese nie zuvor gesehene Darbietung barbarischen Furors ließ Ihn eher kalt. Ein Hieb des Riesen beförderte den Zwerg zurück in Richtung seiner Gefährten, und darüber hinaus verletzte er den Zwerg schwer. Von strategischem Vorteil war der Umstand, das der Zwerg direkt vor die Füße von Kerbe, dem anwesenden Heiler beförderte. Nachdem sein heiliges Feuer absolut spurlos am Riesen vorbeigegangen ist, rätselte der etwas einfältige Kleriker, wie in dieser Situation am besten zu verfahren wäre. Er entschied sich für einen Segen, der durch das energische Verspritzen von Weihwasser Mugor und Gordon erreichte.

Während der Hexenmeister dem Riesen mit seinen Blitzschlägen tatsächlich zuzusetzten begann, improvisierte der Kolloss aus einem der Pferde eine Waffe. Der Akt des „Improvisierens“ bestan darin, das Pferd in der Mitte durchzureißen.
Die Aussicht , von einem derart traktierten Nutztier erschlagen zu werden verlieh Mudor einen Adrenalinschub sondergleichen. Der Zwerg rollte , den Hieben des Riesen ausweichend über den Boden und schafte es tatsächlich schneller zu sein als ein Pferd. Ein totes. Das von einem Riesen als Keule geführ wurde.

Der Barbar brachte sich für einen Angriff in stellung, wurde aber vom Hügelriesen gepackt und in die Luft gehoben. Der Anblick des Hügelriesen, der einen wild um scih schlagenden Zwergen – Baraberen aufhebt, als wäre dieser lediglich ein unartiger Hamster erfüllte Kerbe mt ungeantem Horror. Während Gordon mit der Routine eines Halb-Elfs, der die Mächte uralter Götter zur Zubereitung von Malzeiten Beschwört dem Riesen weiter mit Blitzschlägen malträtierte, versuchte Kerbe den Geist des Riesen zu beeinflussen, um Mugor aus seinem Griff zu befreien.
Da sich die heilige magie als unwirksam herausstellte, fuhr Mugor fort, seine Situtaion selbst zu verbessern. Der Riese schickte sich an, den Zwerg in vertikaler Richtung über das überlebbare Maß hinaus zu beschleunigen, wurde aber zur Erleichterung der Gruppenmitglieder von unbekannten Mächten verlangsamt.

Just als der Zwerg sich befreien konnte wurde der Riese in der Ausholbewegung festgenagelt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nonfoodle der Gnom hatte die Baliste, die sich im Krämerwagen der Karawane verbarg bemannt und die Aufgabe, an der die Armbrustbolzen und Magischen Blitze der Gruppe gescheitert waren, erfüllt.

Nachdem Gordon die Riesenleiche noch etwas mit Blitzen beschossen hatte – man weiß ja nie – durchsuchte man den Riesen nach Wertgegenständen. Eine Kleine Menge Gold, einige Knochenwürfel und ein Sack Zähne waren die leichter zu beschaffende Beute. Mugor wollte sich darüber hinaus als Trophäe einen Riesenzahn mitnehmen. Kerbe fand die Idee ebenfalls sehr gut, also brachen die beidem den Riesen einen Schneidezahn aus und nahmen ihn mit. Man weiß ja nie.

Währenddessen hatten die Wachen der Karawane Ihrerseits den anderen Riesen zu Fall gebracht. Schwerer verletzte Kämpfer konnte Kerbe der Priester mit Hilfe eines Taschenspielertricks davon überzeugen, in absehbarer Zeit vom Ableben abzusehen. Die restlichen Verwundeten wurden mit Zwergenbier, improvisiertem Verbandsmaterial und viel Liebe versorgt und waren schon am darauffolgenden Morgen wieder einsatzbereit.

Der Zerstörte Wagen konnte so weit zusammengeflickt werden, das das verbleibende Pferd – Mugor hatte es eingefangen, nachdem das wenig heldenhafte Tier vor den Imporvisationskünsten des Hügelriesen geflohen war – die Überreste der Ladung transportieren konnte.

Als finale heroische Aufgabe machten Gordon, Mugor und Kerbe sich an die Beseitigung der Riesenleichen. Obwohl man hätte ein Signal an weitere Riesen senden können, war der Umstand, dass bereits der letzte Riese nicht wirklich leicht zu beeindrucken war Indiz dafür, das Abschreckung wohl nicht funktioniern würde. Die Zwerge erwiesen sich dahingehend als hilfreich, das diese sich zumindest darum kümmerten, dass die Köpfe der Riesen nicht unnötig herumlagen. Ob Zwergenfussbal eine sinnvolle Verwendung darstellte, kann angezweifelt werden. Nur nicht, wenn Zwerge anwesend sind.

Der Rest der Riesen wurde mittels Pferdezug im nahegelgenen Sumpf versenkt. Mit dem Blick nach vorne gerichtet betrachteten Gordon, Mugor und Kerbe die langsam im Sumpf versickernden Riesenüberreste und fragten scih, was die Zukunft wohl für Sie bereithalten würde.

Es wäre ein zufriedenstellendes Ende für diesen Abschnit der Reise gewesen, wenn die Leichen die Güte gehabt hätten, ganz zu versinken. Aber der Sumpf war voll.

So hinterlässt die Karawane ein aus dem Sumpf ragendes Riesenbein.

Schreibe einen Kommentar